Zur Frage: Warum handelt Flatex ETF-Anteile für den Sparplan nicht über die Börse, sondern betreibt den Aufwand, neu (von der Kapitalgesellschaft) geschaffene ETF-Anteile über einen Vermittler zu beziehen? Flatex sagt, das sei aus Gründen der Praktikabilität so. Sie hätten so kaum Aufwand und gingen sicher, dass sie alle ETF-Anteile, die sie ordern, auch wirklich bekommen.
Das klingt schlüssig und ich persönlich würde auch den Kauf zum NAV bei der KVG vorziehen - also bei Sparplänen.
Im Fondsgeschäft war es zumindest früher so, dass die Banken Einmalanlagen selbst mit der KVG abwickeln konnen, für Sparpläne fehlte vielen Online-Banken (anfänglich) die technische Infrastruktur. Dann wurde das über einen Dienstleister abgwickelt und die Kosten musste irgendwer tragen. Heute heißt das ATC 
Vor allem bei sehr liquiden ETFs (die wir ja empfehlen) wäre es spannend, mal zu prüfen, wie hoch die Preisunterschiede sind. Auf der einen Seite Flatex mit seinem Preis, der den Net Asset Value des ETFs wiedergibt zzgl. (sehr geringer) ATC. Auf der anderen Seite ein Anbieter, der den Fonds am Monatsersten bei einer Börse (ggf. Regionalbörse) bezieht.
Gerade bei sehr liquiden ETF macht in meinen Augen nur der Kauf über Xetra Sinn. Aber vielleicht kann Finanztip mal eine Masterarbeit ausloben....Man kann das ggf auch selbst machen. Die ersten Kurse lassen sich zB bei Comdirect (und sicher auch bei anderen Banken) ermitteln. Allerdings haben wir dann das "Problem", dass unabhängig von den Kosten, die einen eben sofort zum ersten Kurs kaufen, die anderen zum NAV, der meist um Mittag herum ermittelt wird. Daher sind die Preisunterschiede nicht nur durch Kosten verursacht.
Am Ende ist es doch wieder eine Abwägungssache. Wer bei Flatex spart, kann viele gängige ETFs zu geringen ATC und zu maximal 90 Cent Ausführungsgebühr ansparen (bis vor kurzem auch noch iShares). Bei anderen bekomme ich die Anteile zum Börsenpreis, zahle aber bis zu 1,50 Euro (oder mehr) Ausführungsgebühr. Was ist besser?
Langfristig ist das wahrscheinlich wurscht. Für mich ist wichtig, dass die Börsen in 20 Jahren deutlich höher stehen. Und wenn das so ist, dann ist es mir wirklich egal, ob ich 8,5 oder 8,8% p.a. verdient habe. Das kann natürlich unterm Strich nominal einen beträchlichen Unterschied machen. Aber ich würde trotzdem die 8,5% heute sofort unterschreiben, wenn man sie mir garantiert 
Ich finde, die Sache lehrt nur einmal mehr, dass es das "wirklich kostenlos" kaum gibt. Dass man aber sehr genau auf versteckte Kosten achten sollte.
Ja genau!. Der Wunsch wäre hier, dass die Anbieter die wahren Kosten einfach transparenter darstellen.