Beiträge von Michael_Dx

    Ich denke der Steuerbescheid ist falsch. Der Gestzestext lautet ja (§10 Abs. 1 Nr. 3 Satz 5 EStG):

    Beiträge, die für nach Ablauf des Veranlagungszeitraums beginnende Beitragsjahre geleistet werden und in der Summe das Dreifache der auf den Veranlagungszeitraum entfallenden Beiträge überschreiten, sind in dem Veranlagungszeitraum anzusetzen, für den sie geleistet wurden

    Demnach gilt für mich eindeutig: nur der überschiessende Betrag ist nicht anzusetzen. Es gibt dazu ein BMF-Schreiben vom 24.05.2017. Dort steht es für die alte Rechtslage (Anrechnung des 2,5fachen und nicht 3fachen) in den Randnummern 137 bis 152 explizit drin. Sehr gut ist hier das Beispiel in Randnummer 149

    Hallo FFA-Koeln,

    Mit eine Überlegung wäre noch (habe ich oben vergessen zu schreiben), dass unsere Eltern via Schenkung unter Einhaltung der Freibeträge uns nach und nach die Darlehensschuld erlassen. Da Sie jedoch auf Mieteinnahmen bzw nach Verkauf auf Darlehens/Zinsrückzahlungen zum Lebensunterhalt angewiesen sind, würde dies dann deren Lebenssituation angepasst geschehen.

    Der Wunsch Vermögen auf die Kinder zu übertragen und trotzdem noch Erträge für den Lebensabend bzw. Lebensunterhalt zu haben, gibt es ja bei vielen Eltern. Als Klassiker fällt mir in so einer Situation eine Schenkung unter Nießbrauchsvorbehalt ein. Durch den Nießbrauch erhalten die Eltern weiterhin die Einkünfte, dass Eigentum hast dann du. Bei dem offensichtlich hohen Wert der Immobilie ist natürlich fraglich ob die Freibeträge der Eltern (2x 400.000,- wenn, die Immobilie beiden gehört) für die Schenkung ausreichen, sodass keine Schenkungssteuer anfällt. Andererseits sind Mietwohngebäude schenkunssteuerlich begünstigt und der Nießbrauch wird auch gegengerechnet. Dann könnte vielleicht doch die Übertragung steuerlich neutral erfolgen. Ich würde da dringend einen Steuerberater ins Boot holen.

    Ich habe den Eindruck, die Übertragung mittels Darlehen wurde von Dir/Euch nur gewählt, aus Angst vor Schenkungssteuer und dem Wunsch der Versorgung der Eltern. Vielleicht hilft diese Alternative.

    Viele Grüße

    Michael_Dx

    Ich habe den selben Fall bei mir.
    Die Antwort bezüglich der Dienstreise von muc ist natürlich vollkommen richtig. Allerdings ist an diesen Tagen (das war sehr zu meiner Überraschung) die Entfernungspauschale Wohnung - erste Tätigkeitsstätte nur zur Hälfte anzusetzen. (Quelle: LStH 9.10 "Fahrtkosten", zweiter Spiegelstrich)

    Gruß
    Michael_Dx