Beiträge von MoritzalsNachname

    Klassische Herausforderung bei Daten: Welche Daten sind wann für wen relevant? Wenn schon 20 (Beispiel) Impfeinträge unübersichtlich sind- was macht man dann mit den 100 (Beispiel) Einträgen in der ePA?
    Ich bekam 2023 einen Auszug der Aufzeichnungen meines Orthopäden in die Hände. Formlose Aneinanderreihung von Beschwerden, Diagnosen, Behandlungen und Medikationen. Wahnsinn.

    ich habe jetzt nicht den gesamten Faden gelesen- mir fehlt noch ein Aspekt bei der elektronischen Patientenakte: Wenn da beispielsweise 100 Einträge dokumentiert sind und ich gehe zu einem Arzt der mich nicht kennt: Wie lang soll dieser Arzt sich dann Zeit nehmen um all diese Einträge zu lesen nur um mir bspw. ein Schmerzmittel zu verschreiben? Die Zeit möchte niemand bezahlen und der Arzt hat dann für andere Behandlungen weniger Zeit. Da sind noch viele Fragen offen..

    Das sehe ich anders. Ich bin nur in der PKV, damit auch spezielle/teure Behandlungen übernommen. Ansonsten würde ich definitiv lieber in der GKV bleiben.

    Vorteil PKV: Jeder kann sich die Leistung aussuchen die er möchte. Ich möchte gern mehr Eigenverantwortung und Grundversorgung. Ich denke wir werden bei weiter stark steigenden Kosten bald PKV-Angebote mit stark abgestuften Leistungskatalogen erleben..

    Na wenn ich ein Kombiprodukt aus BU, LV und Sparplan habe dann kann ich vergleichbare Einzelprodukte BU, LV und Sparplan daneben legen und Prämien sowie Leistungen vergleichen.
    Was Marktführer sind bzw. welche Unternehmen führend in einzelnen Bereichen sind kann man einschlägigen Vergleichen, Rankings oder der Fachpresse entnehmen. Finde ich jetzt irgendwie kein Hexenwerk :/
    Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umschaue so benötigt da mit 55 kaum noch jemand eine BU- aus oben genannten Gründen. Auch ist ja die grundsätzliche Frage zu klären was ich mit einer BU erreichen will: Erhaltung meiner finanziellen Möglichkeiten/meines Lebensstandards im Falle einer Berufsunfähigkeit oder Absicherung gegen ernsthafte finanzielle Probleme.
    Die Empfindungen sind unterschiedlich - wenn ich manchmal höre welchen Kapitalbedarf mancher für seinen Ruhestand kalkuliert dann frage ich mich wie viele Kreuzfahrten und Sportwagen da bezahlt werden sollen- aber gut- jeder wie er meint.

    Gerne wurden BUs mit Sparverträgen kombiniert und die BU greift z.b. nur bis zum Lebensalter von 55. Das ganze ist dann leider teurer Versicherungsmurks.

    Dieses Kombinieren von BU, LV und Sparverträgen war eine Zeitlang nicht unüblich. Ich hatte Anfang der 2000er bei einem anderen Versicherer 2 von diesen "Kombi-Verträgen" abgeschlossen und diese während der jahrzehntelangen Laufzeit mehrfach auf Wirtschaftlichkeit gegenüber Einzelprodukten von Marktführern geprüft. Ergebnis: Meine Kombiprodukte waren wettbewerbsfähig.
    Auch das Ablaufalter von 55 kann durchaus Sinn ergeben; fallen dann doch einige Finanzbedarfe (Kinder, Immobilienfinanzierung) weg und benötigen keiner Absicherung mehr.
    Insofern finde ich den Begriff "Murks" hier etwas vorschnell gewählt.

    [..] Das sind Kostensteigerungen, die aber auch die PKV betreffen. Hier kann man sich nun auch die Frage stellen: Wie verkraftet das die PKV in Zukunft? Bzw. wie verkraften es die PKV-Versicherten? [..]

    Ich finde es wird immer deutlicher: Auch die Leistungskataloge der PKV müssen auf den Prüfstand. Statt immer teurere und speziellere Behandlungen zu bezahlen muss man sich die Frage stellen ob es auch mal eine einfachere Lösung sein kann.
    Und- auch wenn es unangenehm wird: Die Eigenverantwortung des Patienten muss vergrößert werden. Ich denke da an den dritten Herzinfarkt nach erneut massiven Übergewicht gepaart mit schlechter Ernährung oder Sportunfälle in Hochrisikosportarten, deren Unfallfolgen häufig noch von den Krankenversicherern getragen werden.

    Haha- mich erst auffordern nachzufragen und dann erklären es gebe keine sinnvolle Antwort. Ich fand die Antwort des Versicherers erstaunlich offen.

    Das mit dem individuell Ausrechnen kann ich fürs laufende Jahr und fürs kommende; mir geht es um eine längerfristige Perspektive. Und daher hinterfrage ich die Motivation. Denn durch die Reduzierung der BRE werden ja- wie in Post 375 schön erläutert- mehr Rechnungen zur Erstattung eingereicht. Der Verwaltungs- und Prüfaufwand steigt also (also auch Kosten). Gleichzeitig erfährt der Versicherer mehr über seine Versicherungsnehmer (da er ja die Diagnosen auf den Rechnungen lesen kann). Da gibt es also eine Reihe von Motivationen und Effekten..

    Ok habe ich gemacht. Antwort des Versicherers (VR): In 2024 war der Leistungsaufwand des VR höher als geplant und demzufolge das Budget für die BRE kleiner. Somit wurden die BRE in vielen Tarifen halbiert (bei mir in der Tat von zwei Monatsbeiträgen (MB) auf einen).
    Mein erster Gedanke war dass hier eine erforderliche Beitragsanpassung für 2026 abgemildert werden sollte. Mein zweiter Gedanke war dass Tarife mit höherer SB attraktiver gemacht werden sollen um eine andere Verteilung von VN in unterschiedlichen Tarifen zu erreichen. Und bei all dem Wissen hier im Forum hat vielleicht jemand eine Idee.
    Ich überlege dies alles nur um meine Entscheidungen in der Zukunft vorzubereiten (Anpassung SB, Tarifwechsel).

    Das entspricht bei Leistungsfreiheit im Vorjahr bereits einer Erhöhung von knapp 7%.

    Klarstellung: die knapp 7% sind der rechnerische Wert in meinem Tarif in diesem Kalenderjahr. Aber von der Größenordnung her eben signifikant. Ich frage mich auch ob der Versicherer mit der Reduzierung der BRE einen Zweck verfolgt, beispielsweise das Wechseln des VN in einen anderen Tarif oder Erhöhung des SB.
    Also: Was kann/soll ich als VN tun?

    Ich gehe zurück zum Thema "deutliche Beitragserhöhungen". In meinem HUK-Tarif ist die mögliche Beitragsrückerstattung jetzt auf 1 (!) Monatsbeitrag reduziert worden. Das entspricht bei Leistungsfreiheit im Vorjahr bereits einer Erhöhung von knapp 7%. Ich werde in meinen Berechnungen diese 7% auf die zu erwartende BAP in 2026 dazurechnen.
    Die Frage ist natürlich wie immer wie man darauf reagiert. Da in vielen Jahren meine versicherten Gesundheitskosten unterhalb des Selbstbehaltes (SB) liegen überlege ich eine Erhöhung des SB. Meine Sorge ist dass der Tarif mit dem erhöhten SB langfristig einer höheren Beitragsentwicklung unterliegt und ich eventuell den SB in Zukunft nicht mehr reduzieren kann.

    Bin seit rund 25 Jahren ING-Kunde und habe bisher keine Probleme gehabt. Im Gegenteil- die schlanke Produktpalette und die überschaubaren Varianten machen das Banking einfach.

    Für einzelne Produkte gibt es oft günstigere Konditionen bei den Mitbewerbern- aber das Gesamtpaket und das Managen über eine schlanke App überzeugt mich seit Jahren.

    Dass die MEG-Machenschaften bis heute nicht sauber aufgearbeitet sind ist ein Armutszeugnis sowohl für die Privaten Krankenversicherer als auch für den Rechtsstaat.

    Von den Privaten Krankenversicherern hätte ich erwartet, dass sie darlegen, wie sie sich in Zukunft vor dubiosen Maklern schützen.
    Vom Rechtsstaat hätte ich erwartet dass er der Fortsetzung von Göker-Machenschaften zumindest hier in Deutschland einen Riegel vorschiebt.

    In Deinem bestehenden Tarif kannst Du doch jederzeit Deinen SB ändern. Dafür mußt Du doch nicht in einen anderen Tarif wechseln, ... :/

    Die Änderung des SB ist nicht mein Fokus. Mir ginge es bei einem Wechsel um den Leistungskatalog und das Optionsrecht auf Höherversicherung in den leistungsstärksten Tarif (das wäre aktuell der KOMFORT).

    Was ist denn "Höherversicherung in den leistungsstärksten Tarif"? Der neue Unisex-Tarif, in den Du zu wechseln überlegst, das ist doch der leistungsstärkste Tarif.

    Nein; das wäre der KOMFORT (ich komme ja vom Select).

    PS: Auch eine Reduzierung des SB wäre versicherungstechnisch eine Versicherung von Mehrleistung und kann ebenfalls eine Gesundheitsüberprüfung auslösen (kann, da der Versicherer genausogut auf eine Gesundheitsprüfung verzichten kann wenn er eine Reduzierung des SB ohne Einschränkungen akzeptieren will).

    Modernere Bisex-Tarif? Ich dachte der Unisex-Tarif sei der moderne von beiden?

    Entschuldigung- ich meinte natürlich "moderneren UNISEX-Tarif".

    Und dieser ist nach meiner Beobachtung langfristig etwas teurer.

    Falls das nicht passiert kann man immer noch in irgendwelche anderen Unisex-Tarife wechseln (minimal geringes Leistungsniveau sollte immer gehen).

    Ich fürchte das geht eben gerade nicht. Hat doch meiner Laien-Kenntnis nach jeder modernere Tarif irgendwo im Leistungskatalog eine 'Mehrleistung' die dann eine Gesundheitsprüfung auslöst. Zuschläge/Ausschlüsse dürfen zwar nur auf die Mehrleistung des neuen Tarifs erhoben werden- aber ob man das in der Praxis immer klar auseinanderdividiert bekommt... :?:

    Tatsächlich zögere ich noch- wohl wissend, dass eine zusätzlich auftretende Erkrankung einen späteren Wechsel erschweren/ verhindern könnte. Insofern überlege ich gerade wie schlimm es für mich wäre, wenn ich später aufgrund einer Erkrankung (und eine solche muss ich allein aufgrund des Alters als Möglichkeit einplanen) nicht mehr wechseln könnte.

    Oder anders gefragt: Könnte ich im Select600 alt werden oder sollte ich mir auf jeden Fall "das Optionsrecht auf Reduzierung des SB oder auf Höherversicherung in den leistungsstärksten Tarif" durch einen Wechsel in den UNISEX-Tarif SelectPro2 sichern?

    Stand heute wäre die Prämie im moderneren BISEX-Tarif ca €50 teurer pro Monat. Das ist in etwa die Differenz, die der für Männer mit Mehrkosten verbundene Wechsel in UNISEX dauerhaft kostet (Momentaufnahmen können anders ausfallen, da die Beitragsanpassungen mal den einen/mal den anderen Tarif zuerst treffen).