Beiträge von pmeinl

    Datenschutz wird häufig als K.O.-Argument genannt. Ich nehme dieses Thema ernst, habe sogar einen Blog zu digitaler Souveränität. Häufig sind meine Daten nicht so sensibel, dass ich ein Problem damit habe, diese mit einer Cloud-AI zu besprechen. Zum Beispiel schiebe ich schon mal meine Blutwerte über einige Jahre durch eine Cloud-AI und lasse sie analysieren. Mit Buchungsdaten auf Konten bin ich aber eher vorsichtig.
    Im Rahmen von Kontowechseln bin ich ein paar Mal 14 Monate Kontoauszüge durchgegangen. Das geht manuell ruckzuck.

    Vom dauernden Wiegen wird die Sau auch nicht fetter :)

    Jetzt bin ich gerade dabei mir eine Wärmepumpe anbieten zu lassen, ich habe noch keinen Preis, aber wenn die sagen wir einmal 50k Euro kosten würde, dann würde das doch auch Jahrzehnte dauern, bis sich diese Investition amortisiert hat. Auch weil deren Betriebskosten ja auch nicht Null sind. Hier muss ich etwas strategischer denken, denn eine neue Heizung bekomme ich nicht in zwei Wochen, das braucht viel mehr Planung und ich kann nicht einfach die Ölheizung weiter betreiben bis sie ihr Lebensende erreicht hat, denn dann ist irgendwann im Winter die Stube kalt, sie ist ungefähr 20 Jahre alt.

    Du könntest auch schrittweise ein paar Splittklimaanlagen einbauen. Klimaanlagen sind auch Wärmepumpen, halt Luft/Luft. Damit hättest du eine Hybridheizung aus Öl und Strom.

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    Auch ist es technisch nicht möglich, dass sich eine KI selbst weiterentwickelt und plötzlich ein Bewusstsein entsteht.

    Ich teile viele deiner Aussagen. Aber warum sollten KI sich nicht selbst weiterentwickeln können? Ein Bewusstsein halte ich dafür nicht für nötig?
    Selbstverbesserung erfordert kein Bewusstsein, sondern lediglich Zielorientierung, Optimierungsalgorithmen und Ressourcen. Schon heute schreiben und optimieren KIs Code, generieren neue Synthesedaten und evaluieren eigene Modelle. Wenn ein System darauf trainiert wird, bessere Architekturmuster oder effizienteren Code für die nächste Generation von KI-Modellen zu entwickeln, ist ein rekursiver Verbesserungsprozess rein technischer Natur

    In diesem Kontext finde ich folgendes Video von Vlad Vexler interessant:

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    Der Bau neuer Gaskraftwerke als Absicherung (Backup) für den Kohleausstieg ist gemeinsamer Nenner der Konzepte von Habeck und Reiche. Unter der Ampel wurde bis zu ihrem Ende allerdings weder ein Gesetz verabschiedet noch eine Ausschreibung gestartet. Hauptgründe waren langwierige beihilferechtliche Abstimmungen mit Brüssel und der vorzeitige Bruch der Koalition.

    Kritisiert wird am inzwischen vom Bundestag beschlossenen Reiche-Gesetz, dass es den H2-Umstieg lockert: Statt eines festen Umstiegsjahres gilt nur noch Klimaneutralität bis 2045, was den fossilen Gasbetrieb verlängert. Gleichzeitig bremst Reiche den Ausbau der Erneuerbaren, etwa durch den „Redispatchvorbehalt“. Danach dürfen neue Wind- und Solaranlagen in Netzengpassgebieten nur noch gebaut werden, wenn die Betreiber zehn Jahre lang auf Entschädigung bei Abregelung verzichten.

    Bin auf diesen interessanten Artikel von Mr. Money Moustache gestoßen:
    Will the AI Bubble Destroy our Retirement?

    Ich sehe zwar mögliche Auswirkungen von Kl kritischer als er, trotzdem ein interessanter Artikel - es geht ihm wesentlich um das Umgehen mit Ängsten.

    Ich halte eine technologische Singularität durchaus für möglich, also eine KI, die sich selbst exponentiell verbessert – mit offenem Ausgang, zum Guten wie zum Schlechten. Wie wahrscheinlich das ist, kann ich nicht beurteilen: Ich bin studierter Informatiker mit über 40 Jahren Industrieerfahrung, aber kein KI-Spezialist. Ich bezweifle allerdings, dass selbst Spezialisten dies sicher beurteilen können. Aber vielleicht habe ich auch nur zu viel SciFi gelesen :-). Ich liebe übrigens die Bücher von Stanislav Lem - er verbindet auf schöne und lustige Weise Sci‑Fi-Ideen mit Allzumenschlichem.

    Eine wirksame, weltweit eingehaltene KI-Regulierung halte ich für unrealistisch. Jeder muss davon ausgehen, dass andere sich nicht daran halten – aus westlicher Sicht etwa China, oder kriminelle Akteure. Bei Atomwaffen gab es zwar Abkommen, aber nur, weil man Sprengköpfe zählen und kontrollieren kann. Software nicht. Open-Source-Modelle verschärfen das zusätzlich, da sie lokal ausgeführt und ohne Kontrolle beliebig modifiziert werden können.

    Gibt es bei den bekannten Banken (ING, DKB) die Möglichkeit Biometrie UND PIN pro Aktion zu aktivieren, dh zu kombinieren?

    Da man ein Handy trotz konfigurierter Biometrie immer auch mit der PIN entsperren kann, sollte diese gegen Shoulder Surfing länger sein als die üblichen vier bis sechs Ziffern, am besten ein Passwort.

    Bei der ING kann man die Anmeldung per Biometrie zulassen, für Transaktionen aber die Eingabe einer eigenen, von der Handy-PIN verschiedenen PIN verlangen – das halte ich für einen guten Kompromiss zwischen Bequemlichkeit und Sicherheit - aber nicht über die Schulter gucken lassen!

    Bei DKB und Postbank (BestSign) lässt sich leider nicht getrennt einstellen, ob Biometrie nur für die Anmeldung oder auch für Freigaben gilt - hier könnte man zur Sicherheit auf Biometrie ganz verzichten.

    Siehe auch

    pmeinl
    21. Juli 2025 um 13:59

    Aber auch nicht zu früh. So bis 28 würde ich Jüngeren empfehlen, was mit ihrem Geld zu erleben, vor allem Reisen, weil sich das später nicht in gleicher Form nachholen lässt. Fernreisen öffnen zudem den Blick auf die Welt. Eine kleine Sparrate nebenbei ist trotzdem sinnvoll, um sich ans Investieren und an den Markt zu gewöhnen. Bis zur Rente bleiben dann immer noch ~40J für den Vermögensaufbau.

    Warum das? M.W.n. ist die Wahl des Wohnortes jedem freigestellt. Nur weil seit Jahrzehnten das Pendeln gefördet wird, muss man das hier nicht auch noch begünstigen. ...

    Deine Anmerkungen zeigen, worum es mir ging: Schon bei den Kriterien (Pendeln, zumutbarer ÖPNV, Vermögen, Homeoffice …) muss man erst einen Konsens finden, von der Umsetzung ganz zu schweigen.
    Meine Beispiele waren nur Ideen, um das Problem zu verdeutlichen. Selbst über das Pendlerkriterium kann man ja streiten. Eine Mehrheit im Bundestag und in der Bevölkerung will die Bürger etwas vor den Spritpreiserhöhungen schützen. Ich unterstütze das nur für wirklich Bedürftige, dazu gehören natürlich auch bestimmte Unternehmen. Mir ging es in meinem Post darum, dass die Bedürftigkeitsprüfung der kritische Punkt ist und nicht der Auszahlungsmechanismus.

    Vielleicht bleibt der Politik angesichts der Komplexität einer Bedürftigkeitslösung aktuell wirklich nichts anderes, als entweder mit der Gießkanne zu entlasten oder den Markt machen zu lassen und diesen über das Kartellamt stärker einzuhegen. Zu Letzterem gibt es ja Bemühungen.

    Das ist ja auch eine linksgrünversiffte Note und der kann eine schwarze Partei natürlich nicht zustimmen.

    Ja, auf das Klimageld mag das zutreffen. Ein Mobilitätsgeld fänden aber, glaube ich, die meisten Lager besser als eine Gießkanne wie den Tankrabatt. Mich wundert halt, dass immer nur dieses Problem des Auszahlungsmechanismus genannt wird und nicht das Schwierigere der Bedürftigkeitsprüfung. Ich hoffe, man strebt hier keine perfekte Zielgenauigkeit an, sonst wird es nie fertig.

    In der Debatte um Spritpreise und Mobilitätsgeld wird ständig auf den angeblich fehlenden Auszahlungsmechanismus verwiesen. Mir scheint aber, das primäre Problem ist, die Bedürftigkeit zu ermitteln.

    Was meint ihr dazu?

    Auszahlungsmechanismus:
    Jeder Bürger hat eine Steuer-ID, auch solche, die keine Steuern zahlen. Bei Letzteren fehlt die Kontoverbindung. Diese lässt sich per Elster „Meldung Ihrer Bankverbindung an das BZSt", über die Hausbank oder die App „BZSt IBAN+" hinterlegen - nur wurde komischerweise bisher niemand darüber informiert. Das ist ein Anlaufproblem, aber lösbar: Sobald es heißt „IBAN angeben, Geld bekommen", dürften sich viele darum kümmern, und Bürgerbüros, VdK und Verbraucherzentralen können unterstützen.

    Problemfall Bedürftigkeitsprüfung:
    Mit starren Einkommensgrenzen ist es nicht getan. Zu berücksichtigen wären m.E.: ob jemand mit dem Auto zur Arbeit fahren muss (und ob es eine zumutbare ÖPNV-Verbindung gibt), Haushalts- statt Einzeleinkommen, Vermögen, Minimierung von Betrugsmöglichkeiten, veraltete Steuerdaten bei aktuellen Einkommensbrüchen, regionale Kaufkraftunterschiede … Es bräuchte gleitende Grenzen, damit nicht 1 € Mehrverdienst die komplette Förderung streicht. Jedes dieser Kriterien macht die Prüfung aufwendiger.

    Klimageld braucht keine Bedürftigkeitsprüfung:
    Für eine Pro-Kopf-Pauschale reicht ein Auszahlungsmechanismus. Dass sie trotzdem nicht kommt, ist eine politische Entscheidung: In der Ampel wurde das m.E. von der FDP verschleppt, im Koalitionsvertrag SPD/Union steht das Klimageld gar nicht mehr.

    Welche entnahmestrategie wenden sie an?

    Dein Beitrag motivierte mich, mein ähnliches Depot zu posten.

    Zur Entnahme habe ich Folgendes überlegt:

    Meine Strategie aus Cash-Puffer (Tagesgeld + Geldmarkt) und Mischfonds ARERO befreit mich u.a. von der Entscheidung, je nach Marktentwicklung zu entnehmen: Ich entnehme einfach, was ich brauche, und ignoriere dabei den Markt. Sollte es unerwarteter Weise wirklich knapp werden, reduziere ich meine Ausgaben.

    Durch Simulationen habe ich eine theoretische Entnahme-Obergrenze berechnet, die ich (zusätzlich zu meinen Renten) zu verzehren plane – unter der Annahme von Lebenserwartung 95 Jahre und Komplettverzehr.

    • Zielgröße meines Cash-Puffers ist 5J * Obergrenze
    • Aus dem Puffer entnehme ich je nach Bedarf
    • Einmal jährlich im Juli nach Steuerbescheid:
      • Zielgröße des Puffers neu berechnen = 5J * neue Obergrenze. Dabei berücksichtigen: Änderung meiner Lebensumstände, Inflation, Depotwert, Zuflüsse, aktuelle Restlebenserwartung
      • Falls Fehlbetrag im Puffer -> Entnehmen aus Mischfonds in Puffer. Der Fonds rebalanciert automatisch
      • Falls mehr als Zielgröße im Cash-Puffer -> Investieren aus Puffer in Mischfonds
      • Falls der Puffer unter 3J Entnahme-Obergrenze fällt, drossle ich die Ausgaben

    Damit nehme ich bewusst in Kauf, in schlechten Marktphasen zu verkaufen – aber das kann ich mir leisten.

    Mein Cash-Puffer wird rein aus seiner Rendite kaum ungewollt wachsen, weil diese voraussichtlich unter der Inflation liegen wird. Aber er kann wachsen, wenn ich weniger verzehre als meine Renteneinnahmen.
    Falls ich zu wenig verzehre, nehme ich das als Signal, mehr ausgeben zu dürfen.

    Meine Strategie sieht so ähnlich aus wie "Safe Asset Floor Rebalancing" - vielleicht recherchiere ich dazu nur noch ein bisschen.

    Aber das Leben schert sich natürlich nicht um Pläne: Eigentlich wollte ich auf Langzeitreisen sein, dann wurden meine Eltern pflegebedürftig, und ich bin in ihre Nähe in die hessische Provinz gezogen. Habe mich dort gut eingewöhnt und bin viel Mountainbike gefahren (wuzze.de) – bis mir auf einer harmlosen Tour die Schulter brach und ich mich seit Montag an eine inverse Schulterprothese gewöhne … Brauche kein Mitleid – manchmal bremst einen so ein Ding auch sinnvoll aus.

    Wenn man auskömmliche, inflationsangepasste Renten hat, nichts vererben möchte (anders als der TE) und das vorhandene Vermögen ausreicht, um die Lücke zwischen geplanten Ausgaben und Renteneinnahmen über die Restlebensdauer abzudecken, ist keine Rendite oberhalb der Inflationsrate mehr nötig. Risikominimierung kann in diesem Fall vor Renditemaximierung gehen.

    Ich, 69J, hatte mal 3 Töpfe. Unter anderem aus folgendem Video habe ich geschlossen, dass 3 Töpfe mir keinen Vorteil gegenüber 2 bieten.
    How to ACTUALLY Manage Your Money in Retirement (For a More Secure Income)

    Aktuell halte ich einen Cash-Puffer zur Abdeckung der Ausgabenlücke für 5J im DBX0AN Geldmarktfonds und Tagesgeld sowie den ARERO Mischfonds als Investitionsbaustein gegen die Inflation. Der ARERO rebalanciert intern automatisch steuerneutral und profitiert von 30 % steuerlicher Teilfreistellung auf Fondsebene.

    Die Marktentwicklung kann mir egal sein. Wenn nötig, kann ich meine Ausgaben leicht reduzieren.

    Über die Rohstoffquote des ARERO lässt sich streiten, seine Kosten (~0,5% TER) sind höher als bei einem einfachen ETF und mit einem Mischfonds verliert man die Flexibilität getrennter Aktien- und Anleihenfonds. Ich akzeptiere seine Struktur und die relativ lange durchschnittliche Anleihen-Duration von ~5 Jahren zugunsten von Einfachheit und geringerer Volatilität. Ein Mischfonds mit Aktien und kurzlaufenden Euro-Anleihen wäre vielleicht besser, solche sind mir aber nicht bekannt.

    Was genau wird denn da gemacht, was kostet es und kann man es auch theoretisch selber macher?

    Reinigung und Desinfektion kann man selbst machen; es gibt dazu Anleitungen im Internet. Ich hatte mir Desinfektionsschaum und einen Plastikbeutel zum Schutz von Wand und Boden besorgt – aber am Ende war mir das Abnehmen der Verkleidung, auf der Leiter stehend, zu fummelig.

    Eine jährliche Prüfung von Dichtheit und Funktion durch einen Fachbetrieb halte ich nicht für nötig.

    Wir sind seit 4 Jahren sehr zufrieden und lassen die Anlage durch diesen Anbieter auch jährlich warten.

    Ich bin mit unserem Fachbetrieb (Fa. Preiss, Heuchelheim) ebenfalls sehr zufrieden und lasse dort jährlich Wartung/Säuberung machen. Ich glaube, wenn man wirklich durch Klimaanlagen krank wird, liegt das an mangelnder Hygiene – es sei denn, man lässt sich direkt eiskalt anblasen.

    Wenn ich auf Reisen eine tropfende Klima habe oder länger ein Condo miete, bestehe ich auf einer Wartung (z. B. in Südostasien nimmt man Wartung i.A. nicht so ernst).