Beiträge von adrianberg

    Hallo zusammen,

    lieber McProfit,

    das ist Börsenerfahrung in ihrer schönsten Form: mit Humor, Gelassenheit und dem beruhigenden Wissen, dass man nicht jede Kursbewegung verstehen und schon gar nicht jede mitnehmen muss. 😉

    Dein Beitrag erinnert daran, dass Vermögen nicht nur durch kluge Entscheidungen wächst, sondern oft auch dadurch, dass man sich selbst nicht ständig im Weg steht.

    Kaufen, liegen lassen und den Zinseszinseffekt bei der Arbeit zusehen mehr braucht es nicht und weniger auch nicht. O.K den Welt ETF noch – während man selbst das Leben genießt.

    Eigentlich ein ziemlich guter Plan, wenn man ihn nicht dauernd durch hektische Betriebsamkeit sabotiert.

    Nach der ersten Millionen geht es eh schneller das Kapital beim wachsen zuzusehen. ;)

    Besonders schön finde ich Deinen Gedanken, dass wir zwar Jahrzehnte brauchen können, um Vermögen aufzubauen, aber keinen einzigen Tag davon zurückbekommen.
    Da bekommt der Begriff „langfristige Rendite“ plötzlich eine ganz andere Bedeutung.

    Und was NVIDIA betrifft: Im Rückspiegel sieht jede Kursbewegung aus wie eine sauber beschilderte Autobahn. Nur leider fehlt an der Börse vorne meistens das Schild „Hier geht’s lang“. 😄

    Vielen Dank für diesen lebensnahen Beitrag und die Erinnerung daran, dass echte Erfahrung nicht darin besteht, immer recht zu behalten, sondern irgendwann zu wissen, welche Fragen sich überhaupt noch lohnen.

    Dir ebenfalls einen schönen Sonntag – und weiterhin viel Freude an all den Dingen, für die es sich lohnt, sie auszugeben.

    LG

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die ausführliche Rückmeldung und den wichtigen Hinweis.

    Nein, bei den Finanztip-Empfehlungen für Tages- und Festgeld zählt nicht allein der Zinssatz.

    Zunächst wird geprüft, ob eine Bank die Sicherheitskriterien von Finanztip erfüllt, insbesondere hinsichtlich der Einlagensicherung und der wirtschaftlichen Stabilität des jeweiligen Landes. Erst danach spielt die Höhe der Zinsen eine Rolle.

    Deine Hinweise zur Yapi Kredi Bank Deutschland sind trotzdem interessant. Ein gutes Zinsangebot ist nicht automatisch für jeden die beste Wahl. Wenn die Abwicklung beispielsweise überwiegend über App, Post oder Fax erfolgt und Überweisungen nur bis zu bestimmten Zeiten bearbeitet werden, kann das im Alltag durchaus ein Nachteil sein.

    Finanztip bewertet also vor allem Sicherheit und Konditionen nach einheitlichen Kriterien. Die persönliche Frage, wie komfortabel eine Bank zu bedienen ist, kann dagegen jeder für sich unterschiedlich beantworten.

    Wer großen Wert auf eine komfortable Online-Bedienung am PC legt, sollte diesen Punkt bei der eigenen Entscheidung deshalb unbedingt mit berücksichtigen.

    LG

    Hallo zusammen,

    das kann ich gut verstehen.

    Und mit dieser Erfahrung bist Du definitiv nicht allein.

    Unter „R+V Altvertrag 2004 – Umschichten oder kündigen?“ hatte ich selbst einmal ein ähnliches Anliegen eingebracht. Rückblickend würde ich manche Entscheidungen von damals sicherlich auch anders treffen.

    Gerade deshalb finde ich den Austausch hier in der Community so wertvoll: Man muss sich für eine frühere Entscheidung nicht dauerhaft ärgern. Fehler machen wir alle – entscheidend ist doch, was wir daraus für die Zukunft mitnehmen.

    Und wenn man sich anschaut, dass allein 2024 noch immer über zwei Millionen neue Renten- und Lebensversicherungsverträge abgeschlossen wurden, sieht man auch, dass es keineswegs ein individuelles „Versagen“ ist. Viele dieser Produkte sind einfach komplex, und die tatsächlichen Kosten und Auswirkungen auf die langfristige Rendite sind beim Abschluss nicht immer leicht zu erkennen. Finanztip kommt deshalb bei der Altersvorsorge häufig zu dem Ergebnis, dass ein kostengünstiger, breit gestreuter Welt-ETF die einfachere und renditestärkere Alternative sein kann.

    Am Ende zählt für mich daher weniger, was früher vielleicht nicht optimal gelaufen ist, sondern dass man heute genauer hinschaut und seine nächsten Entscheidungen bewusster trifft.

    Fehler machen wir alle.
    Die beste Rendite daraus ist vielleicht die Erfahrung für morgen. 🙂

    LG

    Hallo zusammen,

    das ist ein guter Hinweis.

    Der Telematikbonus sollte einem nicht darin hundert die Versicherung regelmäßig zu überprüfen - es könnte schnell möglich sein, dass ein neuer Vertrag günstiger ist. Auch obwohl er keine Telematik beinhaltet.
    Der treue Kunde ist sehr oft der….

    Nebenbei: Telematik lohnt wohl er für Menschen die wenig fahren.

    LG

    Hallo zusammen,

    bitte erst garnicht damit anfangen.

    Mit einem Depot ist die Altersversorgung bestens gemacht.

    Ich sehe wieviele nach Jahren sehen das viel verdient wurde - versicherungsseitig.

    Altersvorsorge und ein Depot mit einem Welt IMI das gehört zusammen.

    Was es sonst noch braucht.

    Die Zeit für sich arbeiten zu lassen.

    Den Kindern beizubringen, dass eine Versicherung in diesem Zusammenhang eine Lösung ist.

    Bitte nicht.

    LG

    Hallo zusammen,

    und die Bank hat gerade das passende Schlusswort gesendet:

    „Die Kündigungen liegen nun bei der R+V vor. Ich hoffe, dass die Form denen genügt. Andernfalls würde ich mich nochmal melden.

    Was meine Einschätzung angeht, könnte das Dirketinvestment in einen Fonds oder ETF durchaus interessant sein. Hier könnte es in der Nachkommastelle einen positiven Effekt haben. Aber dies ist nur wage.

    Bei einem Direktinvestment wären Sie etwas flexibler was eine mögliche Umschichtung oder Teilentnahme angeht.
    Daher haben beide Varianten ihren Vorteil. Aber das Direktinvestment liegt wohl etwas bessern.
    Gerne stehe ich Ihnen für eine Neuanlage zur Verfügung.“

    LG

    Kapitalrentenversicherungen – Steuer-Hirn aus, Taschenrechner an

    Hallo zusammen,

    dann fasse ich mal zusammen:

    ein R+V-Altvertrag von 2004 mit rund 126.000 € Vermögen und steuerlich privilegierter Auszahlung wirkt zunächst wie ein Selbstläufer:

    „Steuerfrei? Auf keinen Fall kündigen!“

    Genau hier liegt die Denkfalle.

    Die richtige Frage lautet nicht:

    Ist der Vertrag steuerfrei?

    Sondern:

    Was bleibt von den heutigen 126.000 € nach 20–23 Jahren unter Berücksichtigung von Kosten und Steuern übrig?

    Der Altvertrag hat einen echten Vorteil: die mögliche Steuerfreiheit.

    Aber dem stehen laufende Versicherungs- und Fondskosten gegenüber. Schon rund 1–1,5 Prozentpunkte Mehrkosten pro Jahr können über Jahrzehnte durch den Zinseszinseffekt enorm ins Gewicht fallen.

    Der günstige Welt-ETF hat dagegen niedrige Kosten, dafür fallen später Steuern auf die steuerpflichtigen Gewinne an. Teilfreistellung und Vorabpauschale gehören in die Rechnung.

    Unter den diskutierten Annahmen müsste der Versicherungsmantel ungefähr 0,8 Prozentpunkte pro Jahr Mehrrendite gegenüber dem ETF erzielen, um seinen Kostennachteil auszugleichen.

    Das ist der eigentliche Break-even.

    Wichtig: 7,46 % sind keine Garantie

    Die in den Unterlagen genannten Renditezahlen sind Prognosen bzw. Modellannahmen, keine garantierte zukünftige Rendite.

    Das sollte man strikt trennen:

    Prognose ≠ Garantie.

    Die wichtigste Frage

    Die Vergangenheit ist heute nicht mehr entscheidend.

    Die Abschlusskosten von 2004 sind versunkenes Geld.

    Entscheidend ist:

    Wenn heute 126.000 € frei auf dem Konto lägen – würde man sie zu den heutigen Bedingungen freiwillig in diesen Vertrag investieren?

    Wenn die Antwort nein lautet, sollte man den Vertrag zumindest sauber gegen einen günstigen Welt-ETF durchrechnen.

    Die Steuer-Hirn-Frist

    „Steuerfrei“ macht etwas mit dem Gehirn:

    🧠 „Behalten!“

    Der Taschenrechner:

    🧮 „Moment.“

    Der Zinseszins:

    📈 „Ich bin auch noch da.“

    Die Kosten:

    💸 „Und ich komme jedes Jahr.“

    Also:

    Steuerfreiheit ist wertvoll – aber kein Freifahrtschein für hohe Kosten.

    Entscheidend ist die Nettorendite nach Kosten und Steuern.

    Und genau dafür ist eine gute Finanz-Community Gold wert: Einer stellt die Frage, andere hinterfragen die Annahmen, jemand findet die Kosten – und am Ende wird aus dem Bauchgefühl eine Rechnung.

    Manchmal braucht es keine Glaskugel.

    Ein Taschenrechner und ein paar Finanztip-Foristen, die „Moment mal!“ sagen, reichen schon. 😉

    LG

    Hallo zusammen,

    die 5,71 Prozent ist die aktuelle Rendite im laufenden Jahr.
    Die Versicherungskosten selbst sind wie üblich in den ersten Jahren des Vertrages bezahlt worden. Das dürfte erklären warum es jetzt 5,71 sind.

    Abgesehen davon: lohnt es sich den Vertrag steuerfrei weiterzuführen oder besser in den IMI umzuschichten?

    Insgesamt scheinen sich viele dafür auszusprechen.
    Vielen Dank für die interessanten Rückmeldungen.
    LG

    Hallo zusammen

    Die Bank schreibt:

    „Hallo

    Von der Union werden gleiche Aussagen kommen, wie von mir oder der R und V. Wahrscheinlich wird die Union (etwas befangen gebe ich zu) mehr zum UniGlobal tendieren als zu einem ETF. Steuerlich können die auch nicht in die Zukunft gucken. Daher können Sie anhand der Aussage von der R und V oder mir entscheiden, da die Union hier nicht weiter hilfreich ist.“

    LG

    Hallo zusammen,

    die Bank schreibt:

    “Guten Tag

    Grds. passen Ihre und die Punkte und Berechnungen … der R u. V. …

    Beide Modelle haben Vorteile. Da wir die künftige Steuerpolitik nicht kennen, sind einige Unsicherheiten in den Vermutungen…

    Somit wären beide Varianten denkbar.

    Gerne können wir aber auch kurz telefonieren. Dann kann ich noch die ein oder andere Frage beantworten.
    Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund. Freundliche Grüße“

    LG

    Hallo zusammen,

    die Versicherung schreibt:

    „…ich habe mir die Berechnung noch einmal genauer angesehen. Grundsätzlich ist die Rechnung unter den von Ihnen getroffenen Annahmen nachvollziehbar und in wesentlichen Teilen auch richtig. Ein paar Punkte würde ich allerdings ergänzen bzw. etwas differenzierter betrachten.

    Richtig ist zunächst die steuerliche Berechnung beim ACWI IMI: Sofern es sich um einen Aktienfonds handelt, greift grundsätzlich die 30%ige Teilfreistellung, sodass 70 % der Erträge steuerpflichtig sind. Unter Einbeziehung von Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und 9 % Kirchensteuer kommt man überschlägig tatsächlich auf eine effektive Steuerbelastung von rund 19,6 % bezogen auf den gesamten Gewinn. Diese Größenordnung ist also korrekt.

    Auch die grundsätzliche Gegenüberstellung der Fondskosten und der daraus resultierenden Endwerte ist unter der Annahme einer identischen Bruttomarktrendite von 6 % rechnerisch schlüssig. Ebenso haben Sie die bestehende Steuerfreiheit des Altvertrages berücksichtigt.

    Nicht vollständig berücksichtigt ist allerdings die laufende Besteuerung des Fondsdepots. Beim ACWI IMI kann während der Haltedauer bereits eine Vorabpauschale anfallen. Die darauf gezahlten Steuern werden bei einer späteren Veräußerung zwar berücksichtigt und es entsteht keine Doppelbesteuerung, die Steuerbeträge stehen aber gegebenenfalls bereits während der Laufzeit nicht mehr für den weiteren Zinseszinseffekt zur Verfügung. Die dargestellten rund 340.000 € sind deshalb eine vereinfachte Modellrechnung und nicht ohne Weiteres als sicherer Nettoendwert nach 20 Jahren anzusehen. Wie groß dieser Effekt tatsächlich sein wird, lässt sich heute nicht seriös vorhersagen, da er unter anderem von der zukünftigen Wertentwicklung und den jeweiligen Basiszinsen abhängt.

    Ihre Aussage zu den rund 0,8 Prozentpunkten Mehrrendite habe ich ebenfalls nachgerechnet. Unter genau Ihren Annahmen ist auch diese Größenordnung richtig: Um nach 20 Jahren ungefähr auf denselben Nettoendwert wie der von Ihnen berechnete ACWI IMI zu kommen, müsste der UniGlobal nach Kosten etwa 5,08 % p. a. statt der angenommenen 4,3 % p. a. erzielen. Bei angenommenen Fondskosten von 1,7 % entspräche das einer Rendite vor Kosten von rund 6,78 % p. a. und damit etwa 0,78 Prozentpunkten mehr als die für den ACWI IMI unterstellte Marktrendite von 6 %.

    Wichtig ist aus meiner Sicht aber auch: Damit ist nicht gesagt, dass der Wechsel wirtschaftlich zwangsläufig die bessere Entscheidung ist. Die Rechnung basiert vollständig auf Modellannahmen – insbesondere auf einer identischen zukünftigen Bruttorendite beider Anlagen, konstanten Kosten, unveränderten steuerlichen Rahmenbedingungen und einem Anlagezeitraum von 20 Jahren. Die tatsächliche zukünftige Wertentwicklung beider Fonds kennen wir natürlich nicht.

    Unterm Strich würde ich daher sagen: Die Berechnung von Ihnen ist grundsätzlich gut nachvollziehbar und mathematisch weitgehend korrekt. Ergänzen würde ich insbesondere die Vorabpauschale bzw. den damit verbundenen möglichen Verlust eines Teils des Steuerstundungs- und Zinseszinseffekts. Die genannten Endwerte sind deshalb als Modellrechnung zu verstehen und nicht als Prognose des tatsächlichen Ergebnisses.

    Bei näherer Betrachtung würde ich Ihnen vorschlagen, dass Sie sich an Herrn … wenden und er Ihnen gegebenfalls den Ansprechpartner von Union Investment nennt. Wir sind aus der Versicherung und nicht aus dem Wertpapiergeschäft. Somit ist das rein meine persönliche Einschätzung.

    Jede Rückfrage beantworte ich gern und freu mich von Ihnen zu hören.“

    LG

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die Rückmeldung.

    Vielleicht stehe ich auf dem Schlauch.

    Es geht mir nicht darum ob der Vertrag gut ist. Den hätte man nie abschließen sollen.

    Es soll nur darum gehen ob er nun gekündigt werden soll da der IMI ohne Vertrag läuft. Also nur wegen der Steuerfreiheit behalten? Ist der Zinseszins im IMI nicht besser als auf die Steuerfreiheit der Union zu setzen?

    Danke für Eure Zeit.

    LG