Hallo zusammen,
ich habe hier einmal eine konkrete Rechnung gemacht und würde gerne wissen, ob ich einen Denkfehler habe:
Ausgangslage:
- 126.000 € im UniGlobal
- 60 Jahre, Geld wird langfristig nicht benötigt
- der UniGlobal liegt in einem Vertragsmantel
- Auszahlung der 126.000 € heute ist komplett steuerfrei
- danach ist der Vertrag beendet, die zukünftige Steuerfreiheit entfällt
- Kirchensteuer 9 %
- Annahme: UniGlobal und ACWI IMI erzielen vor Kosten langfristig die gleiche Marktrendite
Kosten:
- UniGlobal ca. 1,7 % p.a.
- ACWI IMI ca. 0,17 % p.a.
Beispiel mit 6 % Marktrendite vor Fondskosten:
UniGlobal:
6 % − 1,7 % = 4,3 % netto
126.000 € × 1,043^20 ≈ 293.000 €
Da der Vertrag steuerfrei ist, bleiben die ca. 293.000 € komplett steuerfrei.
ACWI IMI:
6 % − 0,17 % = 5,83 %
126.000 € × 1,0583^20 ≈ 393.000 € vor Steuer.
Gewinn ≈ 267.000 €.
Bei 30 % Teilfreistellung sind 70 % des Gewinns steuerpflichtig. Mit 9 % Kirchensteuer ergibt sich überschlägig eine Steuerbelastung von rund 19,6 % auf den Gewinn.
Damit bleiben ungefähr 340.000 €.
Ergebnis nach 20 Jahren:
UniGlobal ≈ 293.000 €
ACWI IMI ≈ 340.000 €
→ Vorteil IMI ca. 47.000 €.
Die Steuerfreiheit des UniGlobal ist dabei berücksichtigt, einschließlich des steuerfreien Zinseszinseffekts.
Für mich ist deshalb die entscheidende Frage: Der UniGlobal müsste bei dieser Rechnung künftig ungefähr 0,8 Prozentpunkte p.a. besser als der Markt laufen, um den Kostennachteil auszugleichen.
Da niemand weiß, welcher Fonds künftig besser läuft, erscheint mir unter der Annahme gleicher Marktrendite der ACWI IMI trotz der verlorenen Steuerfreiheit wirtschaftlich attraktiver.
Sehe ich das so richtig oder übersehe ich bei der ETF-Besteuerung/Vorabpauschale etwas Wesentliches?
LG