Beiträge von adrianberg

    Hallo zusammen,

    Lieber Kater.Ka gerne könnte nach der Löschung das nachfolgende eingefügt werden. Nur eine Idee.

    Vielen Dank für Ihre Zeit.


    Der FAZ Artikel beschäftigt sich

    mit der Frage, ob ein einzelner Multi-Asset-ETF ein komplettes Wertpapierdepot ersetzen kann.

    Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass viele Anleger bisher auf einen weltweit gestreuten Aktien-ETF wie den MSCI World setzen. Dieser bietet zwar eine breite Streuung über zahlreiche Unternehmen, enthält jedoch ausschließlich Aktien und ist damit den Schwankungen der Aktienmärkte vollständig ausgesetzt.

    Als Alternative werden Multi-Asset-ETFs vorgestellt.

    Diese kombinieren verschiedene Anlageklassen – typischerweise Aktien und Anleihen, teilweise auch Rohstoffe oder Gold – in einem Produkt.

    Ziel ist es, das Risiko zu senken und Wertschwankungen abzufedern. Ein weiterer Vorteil ist das automatische Rebalancing:

    Die Gewichtung der einzelnen Anlageklassen wird regelmäßig angepasst, sodass Anleger dies nicht selbst übernehmen müssen.

    Der Artikel erläutert, dass sich die Produkte hinsichtlich ihrer Aktienquote deutlich unterscheiden. Varianten mit einem höheren Aktienanteil bieten langfristig höhere Renditechancen, gehen aber auch mit stärkeren Kursschwankungen einher. Produkte mit einem höheren Anleiheanteil entwickeln sich in der Regel stabiler, erzielen langfristig jedoch meist geringere Renditen.

    Besonders hervorgehoben werden der Komfort und die einfache Handhabung dieser ETFs. Sie eignen sich vor allem für Anleger, die eine unkomplizierte Komplettlösung bevorzugen und sich möglichst wenig um die Verwaltung ihres Depots kümmern möchten.

    Gleichzeitig weist der Artikel darauf hin, dass Anleger die Zusammensetzung eines Multi-Asset-ETFs genau prüfen sollten.
    Unterschiede bestehen unter anderem bei den Kosten, der Auswahl der enthaltenen Anlageklassen sowie der jeweiligen Gewichtung. Ein Blick in die Produktunterlagen kann helfen zu beurteilen, ob ein ETF zur eigenen Anlagestrategie passt.

    Abschließend enthält der Beitrag eine Übersicht über die größten am Markt verfügbaren Portfolio-ETFs sowie deren Kosten und bisherige Wertentwicklung, um verschiedene Produkte miteinander vergleichbar zu machen.

    LG

    Hallo zusammen,

    ich finde, der FAZ-Artikel vom 09.07.2026 gewichtet den Multi-Asset-Ansatz etwas einseitig. Automatisches Rebalancing und der Komfort sind unbestritten Vorteile.

    Gleichzeitig bleibt aus meiner Sicht unerwähnt, dass Finanztip seit Jahren einen anderen Weg bevorzugt: einen günstigen Weltaktien-ETF für den Renditebaustein und Tages- bzw. Festgeld für den Sicherheitsbaustein.

    Ein Multi-Asset-ETF wie der Vanguard LifeStrategy 80 ist damit keineswegs eine schlechte Lösung, aber eher eine bequeme Komplettlösung als die Standardempfehlung für den langfristigen Vermögensaufbau.

    Der FAZ sollte eine andere Einordnung finden.

    Wie würdet Ihr das einordnen.

    LG

    Hallo zusammen,

    das kann ich nur bestätigen. Volksbankenusw. braucht es nicht. Sie sind viel zu teuer. Es wird „nur“ ein IMI Welt ETF gebraucht also keine Verkaufsgespräche mehr mit diesen teueren Geldinstituten.
    Finanztip zeigt regelmäßig im Newsletter wie es leicht günstiger anders geht.

    LG

    Hallo zusammen,

    eine Marktmeinung kann man sich mehr und mehr abgewöhnen. Es ist natürlich eine Herausforderung.
    Der breite Markt bringt einem im durchschnitt alle 12 Jahre eine Verdoppelung des investierten - mit Hohen und Tiefen natürlich.
    Warum da auf einen günstigen Zeitpunkt warten wenn der jetzt ist. Passiv bleiben ist m.E. die eigentliche Herausforderung.

    LG

    Hallo zusammen,

    das ist alles eine gute Möglichkeit.
    Wenn noch viel Zeit sein sollte bis zur Rente kann auch ein Verkauf überlegt werden. Die laufenden Kosten der Union sind einfach hoch. Nur mal ein Gedanke.

    LG

    Hallo zusammen,

    bei vielen ist bisher am Ende vor allem hängen geblieben: „MSCI World kaufen, Sparplan laufen lassen, fertig.“

    Das ist als praktische Regel auch erstmal völlig okay – aber der eigentliche Hintergrund dahinter ist dabei oft verloren gegangen.

    Die Idee dahinter war ja nicht „dieser ETF ist per se der richtige“, sondern etwas Grundsätzlicheres:

    passiv investieren heißt, die Marktentwicklung möglichst breit und kostengünstig mitzunehmen, ohne einzelne Länder, Branchen oder Aktien gezielt auszuwählen.
    Also nicht versuchen zu schlagen, sondern mitzunehmen, was der Weltmarkt im Durchschnitt liefert.

    Dazu gehört dann eben auch die Frage der Diversifikation. Der MSCI World deckt im Wesentlichen große und mittelgroße Unternehmen aus Industrieländern ab. Der Gedanke hinter Ergänzungen wie dem MSCI ACWI IMI ist nicht „besser um jeden Preis“, sondern einfach „noch vollständiger abbilden“.

    Wenn man das verstanden hat, ist die ETF-Empfehlung nur die praktische Umsetzung eines Konzepts.

    Wenn man das nicht wirklich mitgenommen hat, wirkt die Empfehlung dagegen schnell wie ein Dogma: einmal richtig entschieden und dann bitte nie wieder anfassen.

    Und genau da entsteht jetzt die Reibung.
    Sobald differenziertere Modelle erklärt werden, fühlt es sich für viele nicht wie

    eine Erweiterung des Verständnisses

    an, sondern wie ein Rückblick und eine Korrektur der eigenen Entscheidung. Obwohl es eigentlich nur unterschiedliche Detailgrade derselben Grundidee sind.

    Im Kern ist es also m.E. kein „Fehler“ in der Sache, sondern eher ein klassisches Bildungsproblem: Die Vereinfachung hat gut funktioniert, aber sie hat bei einem Teil der Leute die Begründung hinter der Vereinfachung nicht mit transportiert.

    LG

    Hallo zusammen,

    der MSCI World ist eine gute Wahl. Natürlich kann man auf etwas bessere Alternativen wechseln. Mit oder ohne die 8:1:1-Gewichtung bleibt es jedoch eine solide Lösung.

    Ein Vorteil der Alternativen liegt vor allem in der größeren Marktabdeckung, da neben den großen Unternehmen auch weitere Marktsegmente und Regionen stärker berücksichtigt werden. Dadurch wird das Portfolio noch breiter diversifiziert.

    In diesem Bereich investiert zu sein, ist auf lange Sicht deutlich besser, als gar nicht zu investieren – was viele Menschen leider immer noch nicht tun.

    Ob die genannten Unterschiede später tatsächlich einen großen Einfluss auf das Ergebnis haben werden, ist ohnehin nicht ausgemacht.

    LG

    Hallo zusammen,

    ich glaube, hier zeigt sich tatsächlich die Herausforderung für Finanztip: die Kommunikation so zu gestalten, dass sie sowohl Menschen abholt, die eine möglichst einfache und alltagstaugliche Lösung suchen, als auch diejenigen, die sich gerne tiefer mit Indizes, Marktabdeckung und ETF-Details beschäftigen.

    Aus Finanztip-Sicht bleibt m.E. die zentrale Botschaft aber unverändert:

    Eine breit diversifizierte, kostengünstige und langfristig gehaltene Geldanlage ist der entscheidende Faktor. Ob man dabei einen MSCI World, einen All-World oder eine IMI-Variante nutzt, macht für den langfristigen Anlageerfolg meist deutlich weniger Unterschied als viele Diskussionen vermuten lassen.

    Deshalb sind sowohl die „einfach halten“-Fraktion als auch die ETF-Nerds nicht so weit voneinander entfernt, wie es manchmal erscheint.
    Die einen sagen: „Hauptsache breit gestreut und durchhalten.“ Die anderen ergänzen: „Und wenn man möchte, kann man die Marktabdeckung noch etwas optimieren.“ Beides kann sinnvoll sein.

    Am Ende gilt weiterhin: passiv investieren, einfach halten, breit diversifizieren und langfristig dabeibleiben. Das hat in der Vergangenheit funktioniert und spricht vieles dafür, dass es auch künftig ein sehr vernünftiger Ansatz bleibt.

    Und mit einem kleinen Augenzwinkern: Oft bringt nicht der perfekte ETF den größten Mehrwert, sondern die Fähigkeit, den gewählten ETF auch in turbulenten Zeiten einfach liegen zu lassen. 🙂

    LG

    Hallo zusammen,

    Respekt - ein rasanter Start.

    Hilfreich ist ein automatischer monatlicher Sparplan.
    (Je eher investiert um so besser).
    Das viert Töpfe Prinzip hilft bei der Kooperation.

    Hört sich gut an.

    LG

    Hallo zusammen,

    wer im MSCI World, FTSE All-World oder inzwischen im World IMI investiert ist, ist grundsätzlich auf der richtigen Seite.

    Wer neu anfängt, kann direkt zum World IMI greifen. Wer bereits investiert ist, muss nicht umschichten, kann aber den Sparplan künftig darauf laufen lassen.

    Man sollte dabei nicht vergessen: Finanztip agiert bewusst konservativ. Empfehlungen werden nicht bei jedem neuen Trend angepasst. Neue ETFs und Konzepte werden erst über einen längeren Zeitraum beobachtet und bewertet. Das dauert manchmal etwas länger, sorgt aber für Stabilität und Verlässlichkeit.

    Gleichzeitig versucht Finanztip heute stärker, sowohl Anfänger als auch erfahrenere Anleger abzuholen. Die einen möchten eine möglichst einfache Lösung, die anderen beschäftigen sich auch gelegentlich mit Einzelaktien wie aktuell: Space X.

    Am Grundprinzip hat sich jedoch nichts geändert: breit gestreut, kostengünstig und langfristig investieren. Das ist und bleibt das Fundament des passiven Investierens.

    LG

    Hallo zusammen,

    m.E. reicht die durchschnittlich Marktrendite von 6 Prozent.

    Dann habe ich ca. durchschnittlich alle 12 Jahre ein Verdopplung der Investoren.

    Also kaufe ich den „ganzen Markt“.

    Ein IMI macht das für mich.

    Viel Erfolg.

    Der Newsletter hilft gut dabei.

    LG

    Hallo zusammen,

    ich glaube, bei der Diskussion werden zwei unterschiedliche Maßstäbe vermischt.

    Rückblickend lässt sich natürlich feststellen, dass ein globaler Index inklusive Schwellenländern und Small Caps den Weltaktienmarkt vollständiger abbildet als ein MSCI World. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass eine Empfehlung für den MSCI World damals falsch gewesen sein muss.

    Finanztip hat Empfehlungen meines Wissens nie ausschließlich danach bewertet, welcher Index theoretisch die höchste Marktabdeckung erreicht. Ebenso wichtig waren einfache Verständlichkeit, geringe Kosten, ausreichend Fondsvolumen, eine stabile Produktlandschaft und die praktische Umsetzbarkeit für möglichst viele Anleger.

    Aus dieser Perspektive war der MSCI World über viele Jahre durchaus nachvollziehbar: Er deckte bereits den überwiegenden Teil der globalen Marktkapitalisierung ab, war günstig, etabliert und für Einsteiger leicht verständlich.

    Wenn sich heute die Marktlandschaft verändert hat und Produkte verfügbar sind, die eine noch breitere Abdeckung zu ähnlich niedrigen Kosten ermöglichen, dann spricht nichts dagegen, die Empfehlung anzupassen. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass die frühere Empfehlung schlecht war. Es kann ebenso bedeuten, dass sich die Rahmenbedingungen verbessert haben.

    Die entscheidende Frage ist daher aus meiner Sicht nicht, ob man vor zehn Jahren noch ein paar Prozentpunkte mehr Marktabdeckung hätte erreichen können. Interessanter ist, welche Lösung unter den damaligen Bedingungen für die meisten Anleger den größten Nutzen gestiftet hat.

    Gerade bei Finanztip stand häufig nicht die theoretisch perfekteste Lösung im Vordergrund, sondern diejenige, die möglichst viele Menschen langfristig tatsächlich umsetzen können.

    LG