Neueinsteiger ETFs

  • Hi!
    Ich lese schon seit einiger Zeit hier im Forum und Ratgeber mit.
    Je länger ich das mache, desto mehr Fragen kommen mir in den Kopf und die Verunsicherung steigt.

    Zur kurzen Info:
    Bin Anfang 50 und finanziell im grünen Bereich.

    Aktuell habe ich durch glückliche Umstände einen unteren sechsstelligen Betrag zur Verfügung.
    Den möchte ich nun gerne möglichst kostengünstig und rentabel Investieren.
    Bisher habe ich Jahrelang mit der Bank Vertrauens zusammen gearbeitet und dort auch in diverse Fonds und sonstige Anlagen investiert.
    Mit Erfolg aber natürlich auch mit hohen Kosten.

    Nun möchte ich Anlage der Summe selbst in die Hand nehmen.
    Die ersten Schritte habe ich schon gemacht.
    Ein Drittel der Summe habe ich in Tagesgeld und ein weiteres Drittel in Festgeld angelegt.

    Mit dem letzte Drittel möchte ich nun in ETFs investieren.

    Nur die Frage wäre mit welchem fängt man an?
    Wie viele ETFs nimmt man überhaupt?
    Startet man mit einer Einmal Zahlungen oder einem Sparplan?

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    Depot ausmisten und ETFs verkaufen
    Depot ausmisten und ETFs verkaufen
    Expertengespräch am 17.09.2026

    ETF verkaufen? So mistest Du Dein Depot aus

    17.09.2026 - Depot ausmisten und ETFs verkaufen

  • Kater.Ka 9. Juni 2026 um 19:53

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Sichere Anlagen hast du ja nun schon. Dann könnte das restliche Drittel in einen ETF auf den MSCI ACWI oder den MSCI ACWI IMI oder den FTSE All-World. Die konkreten Wertpapierkennnummern findest du zum Beispiel im Finanztip-ETF-Finder.

  • Am einfachsten einen der oben genannten ETFs. Einer langt, die genannten sind alles globale ETFs, die es von verschiedenen Anbietern gibt. Einmalanlage oder jede Woche einen größeren Teil - was dir besser gefällt. Und dann mit Sparplan diesen ETF weiterbesparen.

    Ein gebührenfreies Depot brauchst du, Flatex oder scalable, smartbroker+ und traders Place haben im aktuellen Finanztiptst gut abgeschnitten und werden im Forum positiv erwähnt.

    Wenn du irgendwann vielleicht über Veränderungen in deinem alten Depot nachdenkst, könntest du hier eine anonymisierte Liste posten. Hier gibts einige, die sich sehr gut auskennen.

  • Sichere Anlagen hast du ja nun schon. Dann könnte das restliche Drittel in einen ETF auf den MSCI ACWI oder den MSCI ACWI IMI oder den FTSE All-World. Die konkreten Wertpapierkennnummern findest du zum Beispiel im Finanztip-ETF-Finder.

    Genau das. Und ich würde sofort investieren. Hast du schon einen Broker ausgesucht?

    Hier der Link zum ETF-Finder:

    https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/etf-finder/

  • Mit dem letzte Drittel möchte ich nun in ETFs investieren.

    ...

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    Wäre für eine kurzes Feedback sehr dankbar!

    Hier meine Antworten:

    Nur die Frage wäre mit welchem fängt man an? -> Finanztip sagt SPDR MSCI ACWI IMI, dem schliesse ich mich an. Und du kannst mit dem sogar gleich wieder aufhören, siehe nächste Frage.

    Wie viele ETFs nimmt man überhaupt? -> ein einziger genügt. Mehrere machen es nicht besser, sondern nur komplizierter.

    Startet man mit einer Einmal Zahlungen oder einem Sparplan? -> rational am klügsten ist eine Einmalzahlung. Emotional ist das für jemand mit wenig Erfahrung am Kapitalmarkt jedoch mitunter schwer. Falls dem so ist empfehle ich einen Einstieg in bspw. drei Tranchen. Eine davon sofort, die weiteren in Abständen von je einem Monat. Der Vorteil ist rein psychologischer Natur. Wenn die Kurse nach der ersten und zweiten Tranche steigen, kannst du dich über die Gewinne freuen. Wenn die Kurse fallen, kannst du dich über günstigere Einstiegskurse freuen.

    Einmal editiert, zuletzt von Saarlaender (9. Juni 2026 um 21:27)

  • Hier meine Antworten:

    Nur die Frage wäre mit welchem fängt man an? -> Finanztip sagt SPDR MSCI ACWI IMI, dem schliesse ich mich an. Und du kannst mit dem sogar gleich wieder aufhören, siehe nächste Frage.

    Wie viele ETFs nimmt man überhaupt? -> ein einziger genügt. Mehrere machen es nicht besser, sondern nur komplizierter.

    Startet man mit einer Einmal Zahlungen oder einem Sparplan? -> rational am klügsten ist eine Einmalzahlung. Emotional ist das für jemand mit wenig Erfahrung am Kapitalmarkt jedoch mitunter schwer. Falls dem so ist empfehle ich einen Einstieg in bspw. drei Tranchen. Eine davon sofort, die weiteren in Abständen von je einem Monat. Der Vorteil ist rein psychologischer Natur. Wenn die Kurse nach der ersten und zweiten Tranche steigen, kannst du dich über die Gewinne freuen. Wenn die Kurse fallen, kannst du dich über günstigere Einstiegskurse freuen.

    und du ? wär mal interessant, hast du auch nur einen ETF ? ;)

  • und du ? wär mal interessant, hast du auch nur einen ETF ? ;)

    Natürlich nicht ^^

    Aber ich hätte ihn, wenn ich auf der grünen Portfolio-Wiese neu beginnen könnte. Anno 2007 als ich das Portfolio von Einzelaktien auf ein passives ETF Portfolio umgestellt habe, war es noch üblich, das - wenn überhaupt versteht sich - mit einzelnen Länder- und Regionen-ETFs zu machen. Zumindest wurde es so vom „ETF Papst“ Kommer propagiert. Welt-ETFs waren auch noch nicht verbreitet, vielleicht sogar nicht mal existent, das habe ich nicht überprüft.

    Aber wenn man mal in dieser Form gestartet ist, erledigt den Rest dann irgendwann die Steuer samt Altbestandsregelung, etc. Heute nerven die Komplexität des Portfolios und die hohen Kosten mancher ETFs. Aber eine Umstellung wäre trotzdem steuerlicher Irrsinn. Also bleibt es wie es ist. Die Performance ist praktisch identisch zu einem 1-ETF-Portfolio. Bzw. sie ist sogar schlechter, denn der Emerging Markets Anteil war zu Beginn recht hoch. Die sogenannten „BRICS-Staaten“ waren damals nämlich total angesagt. Die waren aber am Ende doch nicht so dolle… Und ein Rohstoff-ETF war auch noch dabei. Der lief aber jahrelang so grottenschlecht, dass ich ihn tatsächlich einfach rausgeworfen habe.

    Jedenfalls fließt seit einigen Jahren neues Geld einfach nur noch in den „IMI“.

  • Weis ja nicht ob das für dich eine Relevanz hat:

    Für mich war seinerzeit wichtig, das im Rahmen der Vorsorge für die Bevollmächtigten eine Vollmacht über den Tod eingerichtet werden kann. Das war bei Flatex gegeben. Hinzu kommt das die Bevollmächtigten relativ ergonomisch alle Konten im Blick haben. Der Depotübertrag ist ebenfalls im System mit und ohne Gläubigerwechsel möglich ist
    Leider bietet Flatex aktuell noch keine Benachrichtigung für die ggf. fällige jährliche Vorabsteuer an. Das gibt es bei anderen Anbietern Habe das aber Mal als Verbessubgsvorschlag angeregt und man sagte mir zu, das bei der Weiterentwicklung prüfen.

  • Natürlich nicht ^^

    Aber ich hätte ihn, wenn ich auf der grünen Portfolio-Wiese neu beginnen könnte. Anno 2007 als ich das Portfolio von Einzelaktien auf ein passives ETF Portfolio umgestellt habe, war es noch üblich, das - wenn überhaupt versteht sich - mit einzelnen Länder- und Regionen-ETFs zu machen. Zumindest wurde es so vom „ETF Papst“ Kommer propagiert. Welt-ETFs waren auch noch nicht verbreitet, vielleicht sogar nicht mal existent, das habe ich nicht überprüft.

    Aber wenn man mal in dieser Form gestartet ist, erledigt den Rest dann irgendwann die Steuer samt Altbestandsregelung, etc. Heute nerven die Komplexität des Portfolios und die hohen Kosten mancher ETFs. Aber eine Umstellung wäre trotzdem steuerlicher Irrsinn. Also bleibt es wie es ist. Die Performance ist praktisch identisch zu einem 1-ETF-Portfolio. Bzw. sie ist sogar schlechter, denn der Emerging Markets Anteil war zu Beginn recht hoch. Die sogenannten „BRICS-Staaten“ waren damals nämlich total angesagt. Die waren aber am Ende doch nicht so dolle… Und ein Rohstoff-ETF war auch noch dabei. Der lief aber jahrelang so grottenschlecht, dass ich ihn tatsächlich einfach rausgeworfen habe.

    Jedenfalls fließt seit einigen Jahren neues Geld einfach nur noch in den „IMI“.

    danke ! Liegt bei mir ähnlich, nur die RegionenETFs sind halt aktive Fonds. Die Steuer ist wirklich der große Hemmschuh, allerdings irgendwann fällt sie eh an. außer man überlässt es den Erben ;) .Trotz der hohen Steuer hab ich mich grad z.B. vom FvS und Phaidros getrennt.

  • Welt-ETFs waren auch noch nicht verbreitet, vielleicht sogar nicht mal existent, das habe ich nicht überprüft.

    AFAIK kamen die ersten rein marktkapitalisierten Welt-ETF 2011 'zur Welt' (Indizes MSCI ACWI, MSCI ACWI IMI). Vanguard hat dann 2012 mit dem ersten ETF auf den Index FTSE All World nachgezogen.
    Es gibt aber seit Ende 2007 einen weltweiten ETF auf den RAFI 3000-Index. Dieser bewertet aber die Unternehmen nach den aktuellen Unternehmenszahlen und weicht so von der Gewichtung nach der reinen Marktkapitalisierung ab.
    Aber da gab es ja die 'Kommer-Bibel' mit den damaligen Empfehlungen...

    und du ? wär mal interessant, hast du auch nur einen ETF ? ;)

    Ich habe 2019 auch mit dem 'Klassiker' 70 World / 30 EM begonnen. Dazu kam dann 2021/2022 noch ein MSCI World Momentum ETF. Zugegeben, nicht mit einem 200€ Sparplan im Monat.;)

    Und dann merkt man irgendwann, dass man die ursprünglich gewünschte Gewichtung dieser 3 ETF untereinander kaum noch allein mit frischem Geld allein hinbekommt. :/
    Und dann schaut man sich evtl. auch einfach mal an (rechnet nach), was gewesen wäre, wenn man von Anfang an direkt auf eine 1-ETF-Lösung gesetzt hätte (das wäre nämlich renditestärker gewesen).:/
    Ich habe Ende 2024 umgestellt und 2 ETF verkauft/umgeschichtet. Seither fließt mein frisches Geld ausschließlich in einen 'ganze Welt' ETF (SPDR MSCI ACWI IMI). Macht auch den Sparplan einfacher. Ich muss gar nicht mehr darüber nachdenken, wie ich jetzt den monatlichen Sparplan aufteile. ;)
    Den ältesten MSCI World ETF, MSCI EM-ETF und einen Momentum-ETF habe ich aber aus steuerlichen Gründen behalten.

    Aber wenn ich heute nochmal starten würde: 1 weltweiter Aktien-ETF. Und dann kann man nach einigen Jahren immer noch mal schauen, ob es irgendwelche rationalen Gründe dafür gibt noch einen 2, 3 ETF dazu zu nehmen. Ich würde mich heute dann aber eher für ein zusätzliches Asset neben Aktien entscheiden (Anleihen).

  • wenn wir schon beim Thema Neueinsteiger sind, ich überlege den Vanguard FTSE All-World UCITS stillzulegen / zu verkaufen, Gebühr 0,19% und auf den Xtrackers FTSE All-World , Gebühr 0,07 % zu wechseln. Spricht außer des noch sehr geringen Volumens beim Xtracker was dagegen?

  • wenn wir schon beim Thema Neueinsteiger sind, ich überlege den Vanguard FTSE All-World UCITS stillzulegen / zu verkaufen, Gebühr 0,19% und auf den Xtrackers FTSE All-World , Gebühr 0,07 % zu wechseln. Spricht außer des noch sehr geringen Volumens beim Xtracker was dagegen?

    Nö, dagegen spricht prinzipiell nix.
    Aber die TER ist auch nicht Alles. Die TD (Abweichung des ETF zum Index) spielt auch eine Rolle. Um die TD eines ETF zu seinem Index zu ermitteln zu braucht es aber einige Jahre.
    Kann also durchaus passieren, dass ein von der TER her günstigerer ETF eine schlechtere Rendite erzielt als der eigentlich teurere ETF.
    Aber auch hier ist es immer möglich, dass sich die TD eines ETF verbessert/verschlechtert da alle Anbieter auf 'optimiertes' Sampling zur Abbildung des All World-Index setzten.

    Wenn ich die Wahl habe, würde ich im Zweifel immer den von der TER her günstigsten ETF auf den Wunschindex wählen. Die TER (Kosten) musst Du mit 100%iger Sicherheit zahlen. Die TD des ETF zum Index kann sich zu Deinem Vor- oder Nachteil auswirken.

  • Ich bin ja nun schon eine ganze Weile an der Börse aktiv. Über die Jahrzehnte (ich erschrecke immer selbst wenn ich das schreibe) mal mehr oder weniger intensiv. Hatte Anfangs so alles durch, von Einzelaktien bis zu Derivaten. Seit 2007 dann nur noch ETFs, zu Beginn allerdings mit mehreren. Glaubt mir, es ist kein tolles Gefühl irgendwann auf einem solchen Weg festzustellen, dass es alles keinen Zweck hat. Ich gewinne das Spiel gegen Mr. Market einfach nicht. Ich fühle mich heute irgendwie wie der Supercomputer in dem 80er Jahre Film WarGames, der immer und immer wieder Tic-Tac-Toe spielen sollte. Am Ende stellt er ernüchtert fest "Astrange game. The only winning move is not to play."

    Wenn mich daher ein Neueinsteiger wie Okunek22 fragt, sage ich mittlerweile konsequent: "Spare dir den Umweg, ich verrate dir die Abkürzung: Kaufe einfach den Markt."

    Und der vollständige Markt ist nunmal der ACWI IMI. Wobei selbstverständlich 95% (FTSE All-World) oder 90% (ACWI) des Marktes auch noch völlig ok ist. Aber jede Abweichung davon ist letztlich immer der Versuch, das Spiel gegen Mr. Market zu gewinnen. Ob das nun mit Einzelaktien oder mehreren Einzel-ETFs ist. Der ACWI IMI enthält (nahezu) alle Unternehmen der Welt. Du kannst also nicht in andere Unternehmen investieren, du kannst nur von manchen mehr und dafür von anderen weniger nehmen. Oder du kannst bestimmte Unternehmen oder Segmente komplett weglassen. Aber meine Erfahrung: es ist leider einfach sinnlos. Es wird nur komplizierter und teurer, aber nicht besser.

  • Hallo zusammen,

    m.E. reicht die durchschnittlich Marktrendite von 6 Prozent.

    Dann habe ich ca. durchschnittlich alle 12 Jahre ein Verdopplung der Investoren.

    Also kaufe ich den „ganzen Markt“.

    Ein IMI macht das für mich.

    Viel Erfolg.

    Der Newsletter hilft gut dabei.

    LG

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