Beiträge von gelbewand

    … um das, was monstermania geschrieben hat, vielleicht etwas einfühlsamer zu akzentuieren:

    Was am Ende des Investmentlebens herauskommt, kann man nicht vorhersagen. Aber die heute positiven Monate machen das künftige Ergebnis besser als es ohne die positiven Monate wäre … so wie es die negativen Monate schlechter machen als es ohne die schlechten Monate wäre: Das lässt sich jedenfalls festhalten. Und es gilt der alte Satz: Wer die Aktien nicht hat, wenn sie fallen, hat sie auch nicht, wenn sie steigen. :)

    Danke für die ausführliche Erläuterung. Ich glaube eine letzte Frage habe ich noch :D

    Ich verstehe, dass "gute Monate" auf lange Sicht positiv für die Durchschnittsrendite sind, genau wie umgekehrt die schlechten Monate.

    Wirken sich denn diese guten Monate auch auf die (Zinses-)Zinsen aus? Wie und wann werden die denn berechnet? Ich habe einen thesaurierenden ACWI von iShares. Ich konnte in den Datenblättern nichts zu den Zinsen finden.

    Wenn beispielsweise am Monatsende die Zinsen berechnet werden, und der Kurs am 30. des Monats gut steht, gibt das gute Zinsen. Und wenn am 30. der Kurs weniger gut steht, gibts weniger Zinsen? Oder wird jeder Tag in die Zinsrechnung eingeschlossen?

    hi, ich muss das Thema nochmal aufgreifen. Es haben sich weitere Fragen aufgetan.

    Also, mein ACWI steht derzeit mit einem großen Plus seit Kauf da. +17 %, was knapp 4000 Euro entspricht. Ich bin so euphorisch, weil ich von durchschnittlichen Jahresrenditen um die 7 % gelesen habe.

    Wenn ich jetzt z. B. die 4000 Euro rausnehme, habe ich folgende Rechnung im Kopf: 4000 Euro bei durchschnittlich 7 % ergeben laut Zinseszins-Rechner in 20 Jahren um die 15.000 Euro. Das ist natürlich ein großer Unterschied. Aus den gleichen 4000 Euro heute, würden in 20 Jahren 15.000 Euro werden.

    Aber da ich ja derzeit 17 % und nicht 7 % im Plus bin, frage ich mich was ist mit den überdurchschnittlichen 10 %? Wenn der Kurs jetzt einen Monat bei 17 % steht und den Rest des Jahres die durchschnittlichen 7 % fährt, bringt mir dieser eine überdurchschnittliche 17 %-Monat etwas auf lange Sicht? Fließt das in die Zinseszins-Rechnung mit ein, oder wird für diese Rechnung nur der Kurs zu bestimmten Stichtagen rangezogen?

    Oder wäre das rückblickend der Zeitraum, wo ich hätte Gewinn realisieren müssen?

    Du gehst ja vielleicht auch davon aus, dass die ETF mal steigen und auch mal fallen, aber meistens und auf lange Sicht immer steigen. Wann sie steigen oder fallen, weißt Du nicht. (Jedenfalls nicht vorher.) Dann ist es also sinnvoll, in denen investiert zu bleiben.

    Mal angenommen, der ETF "macht" jedes Jahr 6 % und Du entnimmst X Euro. Dann hast Du in Y Jahren X*1,06^Y Euro weniger als ohne die Entnahme . Beispiel: 2000 Euro bei gleichmäßig 6 % Wertsteigerung in 20 Jahren: 2000*1,06^20 = 2000*3,21 = 6414 Euro.

    Danke für die anschauliche Formel. Hier auf Finanztip wird ja auch immer so grob mit 7 % beim MSCI World gerechnet. Das hab ich auch im Hinterkopf und bin deshalb so nachdenklich, weil meiner grad bei 15 % steht. Wenn ich gegen Jahresende immer bei ca. 7 % stehe (und er wieder von 15 % runter ist), hab ich doch Geld verschenkt, wenn ich in dieser kurzzeitigen Hochphase nichts rausgenommen habe oder?

    Hallo,

    ich habe vor 2-3 Jahren mit dem ETF-Sparen begonnen und wollte das als Altersvorsorge nutzen. Ich spare monatlich. Aktuell habe ich ein deutliches Plus seit der Einzahlung und es ist verlockend, dort etwas rauszuholen. Das fühlt sich ja an wie geschenktes Geld. Ich frage mich nur, wie sehr das auf lange Sicht schadet?

    Wenn ich beispielsweise jetzt 15 % im Plus bin und nächste Woche nur noch 2 % im Plus. Kann ich dann froh sein, die 15 % in 20 Jahren "drin" gelassen zu haben? Summieren sich die Zinsen, selbst wenn ich nur kurzzeitig so hoch im Plus bin? Oder habe ich mehr davon, wenn ich jetzt schon 15 % raushole und den Gewinn einfach realisiere?

    Danke!