Beiträge von Ben42

    Hallo Cedric,

    deine Fragen sind ziemlich umfassend, sehr grundsätzlich und lassen sich kaum in einem Eintrag beantworten. Ich versuche es mal mit 1) auch wenn ich das von dir angesprochene Weltporfolio Pro nicht im Detail kenne (ich kenne aber die Kommer'schen Weltportfolios 2018).


    Nachtrag:

    Kann es sein, dass du das 2015er Weltportfolio meinst, also so grob: LC USA + LC EUROPA + LC PAZIFIK + SC USA + SC EUROPA + SC PAZIFIK + EMERGING + GLOBAL REIT + COMMODITY + AAA BOND

    Falls ja, das 2018er Portfolio sieht, wie oben bereits erwähnt, nun anders aus und ist neben der allgemeinen Aufteilung in risikobehaftetes und risikolosere Anteilsklasse im Umfeld Aktien-ETFs nicht mehr regional untergliedert sondern stellt die Faktoren (SIZE, MOMENTUM, VALUE, ...) in den Mittelpunkt.

    Meine Fragen beziehen sich auf Einmalanlage im Bezug auf Sparplan:

    1. Warum sollte ich in so viele verschiedene ETF investieren, die ich ja alle dann auch individuell heraussuchen und verstehen sollte, wenn auch Indizes wie MSCI World oder MSCI All Countries Alles in Einem abdecken? Investiere ich in der PRO Version in viele verschiedene spezifische ETF um in die für mich genau passendsten ETF zu investieren, bzw. um genau zu wissen, in was ich wirklich investiere? Oder hat die Aufteilung in 10 verschiedene ETF Rendite-Gründe, d.h. eine bessere Rendite, als wenn ich „NUR“ in MSCI World und Co. investiert hätte? Oder gibt es noch andere Vorteile?


    Cedric


    Hallo Cedric,

    deine Fragen sind ziemlich umfassend, sehr grundsätzlich und lassen sich kaum in einem Eintrag beantworten. Ich versuche es mal mit 1) auch wenn ich das von dir angesprochene Weltporfolio Pro nicht im Detail kenne (ich kenne aber die Kommer'schen Weltportfolios 2018).

    Das Ziel einer jeden Diversifikation ist selbstverständlich eine Renditemaximierung, im Idealfall bei gleichbleibendem oder geringerem Risiko --> also Maximierung der Sharpe-Ratio.

    Die erste Unterteilung wird wohl klassisch die Asset-Klassen Aktien und Bonds betreffen, die dann über unterschiedliche ETFs abgedeckt werden. Um rein die Aktienseite geeignet zu beleuchten muss man mE den MSCI WORLD in seine Bestandteile zerlegen bzw. den Aufbau kennen:
    MSCI WORLD = ca. 1650 Unternehmen: kapitalmarktgewichtet (free-float), Industrieländer, Large- und ein Teil Mid-Cap (die größeren 85%).
    Zerlegt in die Länder ergibt das grob: 62% USA, 22% Europa, 9% Japan, 6% Pazifik, 3% Kanada, 0% Schwellenländer
    Zerlegt in die Unternehmen ergeben zB Apple + Microsoft + Amazon + Google/Alphabet + Facebook + Johnson&Johnson + Nestle + Visa schon mal gut 10% der Indexbestandteile
    Zerlegt nach Faktoren ist der MSCI WORLD relativ neutral mit leichter Tendenz zu Large/Mid-Cap, zu Momentum und zu Quality
    Zerlegt in Sektoren: 17% IT, 16% Financials, 12% Health Care usw
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    Der MSCI AC = 90% WORLD + 10% EMERGING MARKETS
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    Ein Portfolio aus mehreren ETFs aufzubauen, heißt mit der obigen Aufteilung (entweder nach Ländern, nach Sektoren, nach Faktoren, usw) unzufrieden zu sein und sich durch eine andere Zusammensetzung zukünftig eine Mehrrendite zu erwarten.
    * andere Länderaufteilung, z.B. BIP-gewichtet lässt sich das Portfolio relativ leicht mit einigen ETFs nachbauen: zB 30% S&P 500 + 15% EUROPA + 15% PAZIFIKinklJAPAN + 30% EMERGING MARKETS
    * um spezifische Faktor anders zu gewichten, gibt es den MSCI WORLD mir den sog. Faktor-Exposures für Value, Quality, Momentum, Minimum Volatility, Small Cap, Equal und High Dividend Yield
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    Zuletzt wurde von Hrn. Kommer die faktor-orientierte Ausrichtung präferiert, v.a. auf Small-Cap, Value und Momentum.

    Vielleicht helfen dir diese Ausführungen zu beleuchten mit welcher Intention und mit welcher Ausrichtung ein spezifisches (Aktien-) ETF-Portfolio aufgebaut ist?!

    Auf alle Fälle viel Erfolg bei deinen Investments ...

    Lieber Marek,

    ich selbst bin ein absoluter Verfechter des Immobilien-Kaufs für den Eigenbedarf und ggf. auch für die Vermietung (sorry, Kommer hin oder her). Was man hat, das hat man ;)
    Meine Immobilie(n) habe ich immer mit einem EK-Anteil von weit über 50% gekauft, mit dem Vorteil, dass die Rückzahlung nun bereits erledigt ist. Nun steht ein passives Einkommen durch Mietsersparnis und durch tatsächliche Mieteinnahmen Eigentumswohnung (es ist geplant dass in einigen Jahren in die EW ein Kind einzieht) zur Verfügung, das nun wiederum in ETFs angelegt wird.

    Wollte eigentlich viel mehr schreiben, habe ich aber wieder gelöscht. Habe nur den obigen Punkt belassen um nochmals darauf hinzuweisen, dass der EK-Anteil m.E. sich eher am unteren Limit befindet.

    Du und deine Frau solltet euch diese Angelegenheit nicht nur von der finanziellen Seite, am besten bei einem Glas Wein, gut überlegen. Wenn die Sache losgetreten ist gibt es für viele Jahre kein zurück mehr und ein Verkauf des Hauses ist zwar eine Option, aber idR eher eine schlechte, da Notverkäufe von den (zukünftigen) Käufern auch schon mal gerne ausgenutzt werden.

    Von meiner Seite auf alle Fälle viel Erfolg und toi-toi-toi !

    a) Bringen diese sehr sichere Renten-ETF (auch mit den Kauf und Verkaufskosten) noch Zinsen? Laß uns mal an Deinen @Ben42 Rechnungen teilhaben.
    b) 10 Jahr finde ich viel. Eine Frage für die Glaskugel: Wird der Zinssatz in den nächsten 10 Jahren so bleiben?

    ad a) Nein nicht wirklich! Die hypothetischen Überlegungen für diese Variante gehen in etwa so ...

    • Die Welt ist überschuldet: Staaten, Unternehmen, Banken, Haushalte. Die Notenbanken werden die Zinsen eher weiter nach unten als noch oben drehen.
    • Nach unten wird auch für Spareinlagen zukünftig nicht bei 0% Schluss sein. Es kann leicht sein, dass auch wir Private in 2 - 3 Jahren ggf. -0,5% bis -1,0% zahlen werden müssen um das Geld bei den Banken zu parken. Der "sichere Zins" ist dann also unter Null gerutscht.
    • Die nicht ganz risikolose Variante wäre dann ggf. ein Bond-ETF der nach Kosten so 0,5% bis 1,5% schaffen sollte um den Werterhalt des Geldes sicherzustellen. Neben der Diversifikation und Risikoausgleich zu den Aktien-ETFs ist das dann das Ziel und nicht unbedingt die maximale Rendite (für diese Assetklasse).
    • Die historische Alternative in Form einer deftigen Inflation die schlussendlich auch die Kaufkraft massiv schmälert, ist auch nicht wirklich besser.

    ==> Das sind hypothetische Überlegungen, die diskutiert und zerissen werden sollen.

    ad b) 10 Jahre sind viel und nur die Ausnahme.

    • Ich habe wie geschrieben eine Festgeldleiter eingerichtet die für die nächsten 3 Jahre alle halben Jahre endfällig wird (also insgesamt 6x mit Zinsen von aktuell 0,8% bis 1,3% je nach Abschlusszeitpunkt).
    • Einen einzigen Langläufer habe ich auf 10 Jahre abgeschlossen der auf diese Zeit 2,0% p.a. bringt.
    • Diese Zinsen sind bzw. müssen für diese Laufzeit garantiert sein, da es sich ja um Einzelverträge handelt.
    • Um einen Konnex zu a) herzustellen: Meine ersten Festgeldverträge vor ca. 7 Jahren auf eine Laufzeit von 3 Jahren rendierten noch mit 4,5% (natürlich immer vor Steuer), vor ca. ein-einhalb Jahren mit 1,3% und aktuell mit 0,9%. Man sieht also wo die Reise hingeht.

    Meine /unsere Empfehlungen ändern sich nicht. Wir empfehlen Tagesgeldkonten, auf denen es keine Negativzinsen gibt. Und selbstverständlich checken wir das laufend.

    Insofern gibt es keine besondere Empfehlung für die Negativzinsen. Aber könnte trotzdem mal ein Video wert sein. ;)

    Und die Aufteilung auf verschiedene Konten ist eine Grundempfehlung von uns. Gibt dazu schon mehrere Videos. Mind. ein tagesgeldkonto muss sein.


    Ja schon, nur genau das ist doch der Knackpunkt der Fragestellung, welche Richtung "sollte" eingeschlagen werden, wenn alle Banken gezwungen sind die Negativzinsen weiterzugeben (so in der Größenordnung -0,2 bis -0,75%). Berücksichtigt man die Inflation dann ist das eine Realverzinsung von zumindest -2,0%.

    Ich persönlich sehe derzeit zwei Möglichkeiten:
    * Festgeldleiter mit Laufzeiten von 3 - 10 Jahre aufbauen, so dass zumindest für die nächsten 2 - 3 Jahre halbjährlich das Geld frei wird und dann wieder ein entsprechender Festgeldvertrag mit der notwendigen Laufzeit abgeschlossen wird.
    --> So weit, so bekannt: nur dieses Modell wird aber glaube ich leider auch noch maximal 2 Jahre funktionieren und dann auslaufen.

    * Die andere Alternative die mich derzeit beschäftigt ist die, ob es nicht doch wieder interessant wird entsprechende Bond - ETFs (investment grade) sich baldigst als Festgelderstatz ins Depot zu holen, so dass zumindest die Realverzinsung nicht unter 0% sinkt oder anders formuliert, der Spread von Festgeld und (sehr) sicherem Renten-ETF sollte etwas größer als die Inflationsrate betragen.

    ==> Eure Meinung zu diesem Diskussionspunkt würde mich sehr interessieren.

    Der von Vaneck deckt aber nur 100 Unternehmen ab und ist denke ich nicht so breit ausgerichtet weil Honkong und andere Regionen nicht enthalten sind

    Ja, ist vollständig richtig (decken auch unterschiedliche Real Estate Indizes ab). Die beiden ETFs werden auch unterschiedlich bewertet: Vaneck hat bei morningstar nur 3 gegenüber dem von iShares mit 4 Sternen ...

    Btw, zu dieser Thematik eine Fragestellung und Feststellung, die sich mit "Henne - Ei - Problematik" beschreiben lässt.

    ETFs sind per Definition passive Anlageinstrumente und sollten (eigentlich) den Kurs der einzelnen Titel im Index nicht wirklich beeinflussen, da der festgestzellte Börsenwert im Index ja "nur" nachgefahren wird. Im Umkehrschluss formuliert ist der Kauf/Verkauf von ETF-Anteilen auch für jene Aktien die NICHT im entsprechenden Index beinhaltet sind dann halt schlicht auch egal.

    Sünder i.S. diverser moralischer und ethischer Kriterien müssen daher eher herkömmlich an der Börse abgestraft werden. Jetzt mal nur so als Beispiel, sollte sich herausstellen dass Apple und Microsoft schlechte Arbeitsbedingungen hätten oder dass Tesla indirekt zur Ausbeutung von Arbeitern in den Abbaugebieten sowie zu massiven Umweltverschmutzungen beitragen würde (E-Auto hin- oder her), dann würden diese Unternehmen an der Börse abgestraft, der Anteil im herkömmlichen ETF und im ESG-ETF sinkt oder fliegen raus und die gewünschte Wirkung ist erzielt.

    Hallo zusammen,

    habt ihr REITs? Was haltet ihr von denen? Gibt es bestimmte die ihr empfehlen könnt? Danke

    Ich bin vom IE00B1FZS350 auf den NL0009690239 umgestiegen, damit auch die Holländer mal zum Zug kommen. Beide sind global ausgerichtet (Schwerpunkt wie immer USA) und haben mehr oder weniger die selbe Performance. Der Vaneck ist von der TER her ein billiger und wichtig(!) auch der spread ist auf der Amsterdamer Börse (sind bei degiro beide kostenfrei) vergleichbar (liegt so ca. bei 0,2%).

    wäre super dankbar wenn mir da noch jemand antworten kann bevor ich dann endlich einkaufe

    Hallo bessergleichrichtig,

    sorry für die späte Antwort, war eine zeitlang im Ausland und "offline".

    Aus meiner Sicht folgende Empfehlungen bzw. Anmerkungen:
    * Ich selbst habe mich von flatex.at verabschiedet und bin nun sehr zufrieden bei degiro.at -- allerdings muss man die Steuer selber abwickeln. Die Gründe sind, dass -- falls man ein wenig mehr handelt -- die Kosten sehr hoch sind und der Kundenservice bei mir einige Male ein wenig unfreundlich bzw. überfordert war.
    * Generell kaufe ich keine Swap-ETFs ein, ist aber mehr eine persönlich philosophische Entscheidung, damit fällt der Xtracker Swapper weg.
    * Zur Auswahl des MSCI World: Neben der TER müsstest du noch auf den Tracking Error und v.a. auf den Spread bei deiner Börse (wo du kaufen möchtest, flatex.at bietet da ja eine größere Auswahl an) achten. Bei einem MSCI World sollte m.E. der Spread so ca. um die 0,1% liegen.
    * Im Endeffekt wird aber zwischen (1) und (2) kaum ein Unterschied sein und btw mit einem MSCI WORLD kann man eigentlich nichts falsch machen.

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    Da war dann noch die Frage bzgl. der Aufteilung von WORLD und EM. Ich persönlich würde auf alle Fälle diese separat einkaufen, da man etwas flexibler ist und man kann ja mit der "offiziellen" Aufteilung von rd 10% für EM beginnen. Bei Emerging Markets hat iShares einen günstigen mit einer TER von 0,18% im Angebot.


    Hoffe ich habe dir ein wenig weiterhelfen können ... ?

    bG und viel Erfolg, Ben42

    Ist in Österreich leider anders geregelt - hier gibt es keinen Freibetrag - ist also steuerlich kein Unterschied.
    Ist die Idee einen MSCI world und eine ACWI zu besparen gut ?

    Der Plan wäre 70 % msci world + 30 % ACWI nach obigem Sparplan bis 40.000 zu besparen.
    Flatex Konto steht - bei Flatex sind die ETF´s von Comstage, Lyxor und xtrackers kostenlos soweit ich das verstanden habe (ich nehme an der Ankauf ist kostenlos) - gibts da vielleicht Empfehlungen ?

    Danke!


    Hallo,

    MSCI WORLD und MSCI AC WORLD macht nur dann Sinn, wenn man keine Transaktionskosten hat ansonsten wohl eher nicht. Du musst dir vor Augen halten, dass der MSCI AC WORLD = 90% WORLD + 10% EM ist. Die eigentliche Frage ist daher, will man EM oder nicht bzw. passen die 10% oder will man die Verteilung flexibel gestalten.

    Zu den kostenlosen Sparplänen bei deinem Broker: Für mich sind nur die Xtracker in Frage gekommen, da ich bei meiner Auswahl keine synthetischen ETFs wollte (bei comstage und bei lyxor sind eben relativ viele synthetisch).

    Kurz zu den Nachteilen der (kostenlosten) Sparplanausführung:
    * Man kann den Ankaufszeitpunkt (variiert um ca. 1 - 3 Tage) und auch nicht den Ankaufspreis bestimmen und die übertragene Order auch nicht mehr stornieren, soll heißen, wenn es am 1. oder am 15. an der Börse rund geht (egal ob nach oben oder unten) dann ist die Sache gelaufen.
    * Man erhält krumme Stückzahlen die man auch nur wieder beim KAG und nicht an der Börse verkaufen kann (zumindest das letzte unvollständige Stück). KAG hat aber idR sehr faire Preise.
    * Ja, der Ankauf ist (fast) gratis und der Verkauf kostet die regulären Ordergebühren.
    * Beim Ankauf wird der Kurs + ATC berechnet (ATC liegt idR zwischen 0,05% und 0,4% und ist ähnlich dem Spread zu sehen)

    Diese kostenlose Sparplanausführung macht mE nur bei kleinen Beträgen Sinn. Mir war mit der Zeit der direkt An-/Verkauf an der Börse mit Limit-Orders sympathischer und habe deshalb umgestellt.

    Viel Erfolg und bG


    Hallo bessergleichrichtig,

    also ich bin auch Österreicher und habe begonnen wie du ...

    Deine Auswahl von ETFs bei deinem Broker führt m.E. zu hohen, sehr hohen Transaktionskosten.

    I) Ich bin zwar noch bei diesem Broker, dieser hat mich aber aus mehreren Gründen massiv verärgert (schlechter Kundenservice, falsche Orderausführung, .unterm Strich mE sehr teuer), so dass ich alle neuen Gelder umgesiedelt habe. Ich führe nun ein Depot bei einem holländischen Anbieter und bin zufrieden, allerdings darf ich dann die Steuer selber machen.

    II) Zu deiner Auswahl

    Ad 1 und 2 -- Wieso gehst du nicht auf die klassische Variante des MSCI WORLD + MSCI EMERGING MARKETS bzw. FTSE DEVELOPED WORLD + FTSE EMERGING MARKETS. Dein MSCI AC WORLD hat EM zu ca. 10% inkludiert und die CHINA ETFs sind idR sehr volatil.
    ==> Empfehlung: Auf die "klassische" Variante: WORLD + EM umsteigen

    Ad 3 und 4 -- Momentum ist ein Faktor-ETF und Automation / Robotics bedient eine sehr kleinen Sektor / Nische bzw. wird aktuell als ein Megatrend-ETF angesehen --> Du musst dir halt bewusst sein, dass du von den Faktor-ETFs nur einen einzigen auswählst und bei den Sektoren auf eine sehr kleine Nische setzt. Es kommt hinzu, dass beide in der letzten Zeit sehr gut gelaufen sind und das nicht so bleiben muss.
    ==> Empfehlung: Für Faktor- ODER Sektoren-Beimischung entscheiden und dann etwas breiter diversifizieren (zB bei Faktoren Momentum + Value) bzw. wenn du den Automation / Robotics als ETF-Booster ausgewählt hast, dann würde ich mir eher NASDAQ 100 überlegen

    Ad 5 -- USD EM Bonds -- wird derzeit sehr stark empfohlen, allerdings ist mE dann mit 1 + 2 + 5 der EM-Anteil relativ hoch

    zu 6) hab ich keine Meinung bzw. als Österreicher kauft man im Normallfall eher die Philharmoniker

    7) ist sehr gut für die Immobilienbeimischung


    Also dann viel Erfolg mit deinen Investments, bG aus dem Westen

    Ich hoffe ich darf -- zum Diskutieren, Nachdenken .... -- hier kurz einen Auszug aus einem Artikel der NZZ anbringen ...
    siehe https://www.nzz.ch/finanzen/das-g…ltig-ld.1495536

    Zitat aus dem Artikel / Interview: "Kennen Sie übrigens einen wichtigen Grund dafür, dass die privaten Haushalte in Italien reicher sind als die in Deutschland? ... Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die Italiener skeptischer sind gegenüber dem Staat. Während die Deutschen bei der Vermögensanlage relativ stark auf Einlagen und Anlagen setzen, die auf staatlichem Geld beruhen, investieren die Italiener ihr Geld traditionell stark in Sachwerten wie Immobilien. Italiener haben auch eine deutlich höhere Wohneigentumsquote."

    Ich selbst habe auch -- entgegen geläufiger deutscher Expertenmeinung -- folgenden finanziellen Weg eingeschlagen:
    * Wohnungseigentum inkl. Hypothekarschulden
    * vollständige Schuldentilgung
    * Investition in mehrere Anlageklassen: vermietete Inmobilie, Aktien-ETFs, Festgeld, Taggeld, ...
    * ....

    Wie seht ihr diesen Punkt ...

    bG,
    Ben42

    Du kannst sowohl beim Charting- wie beim Renditentool die Währung wählen. Sie steht mMn standardmäßig auf EUR.

    Das ist mMn auch richtig, da die Aktien in ihrer Notierung in USD abgewertet haben müssten und dies durch die Aufwertung der Währung wieder kompensiert wird.

    @Kater.Ka

    ja, ist bewusst auf Handelswährung "EUR" gesetzt -- wobei es einerlei ist, auch bei der Handelswährung "USD" wird ein absoluter Gleichlauf angezeigt.

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    Dein Argument habe ich verstanden, dieses bezieht sich auf die (interne) Abwertung der EUR-Titel im ETF den die USD-Aufwertung ausgleicht (ohne deren es ja auch nicht zur Abwertung kommt).

    Allerdings ist das nicht die Art und Weise wie ich das Chart von justetf interpretieren würde: Und zwar ist es doch üblich anzugeben, "Was wäre aus meinen EUR 100.- geworden hätte ich vor z.B. 1 Jahr investiert" . Dann müsste m.E. die Währungsaufwertung des USD zu Buche schlagen:
    * justetf zeigt dies weder für Handelswährung EURO noch für Handelswährung USD an
    * der USD hat auf 1 Jahr ca. 3,3% gegenüber dem EUR aufgewertet
    * interessanterweise zeigt die Darstellung der beiden ETFs auf der Plattform von consorsbank -- die wohl eher die Börsenkurse verwenden -- jenen Verlauf an, den ich intuitiv erwarten würde.
    * In diesem sieht man auch den Ausschlag/Differenz im August 2018 wo der USD lediglich für ein paar Tage kurzfristig eine größere Aufwertung hatte, die dann wieder ausgeglichen wurde (im September 2018 mit entgegengesetztem Vorzeichen nochmals) -- in dem Chart von justetf schlicht beide Male niente.

    Summa summarum kann ich die Darstellung auf justetf weiterhin nicht nachvollziehen bzw. halte ich diese für verwirrend bis falsch ...

    bG, Ben42

    @woldschnaggl


    Ob thesaurierender oder ausschüttender ETF ist in Österreich schlicht egal. Bei ausschüttend wird dir der Betrag bereits ohne KESt. (27,5%) gutgeschrieben und bei thesaurierenden ETFs wird dir die entsprechende KESt. (für die erfolgte interne Wiederveranlagung der Dividenden) automatisch vom Verrechnungskonto zum Stichtag abgezogen.

    Ach ja, und natürlich war es das für Vater Staat noch nicht -- solltest du später einmal den ETF mit Gewinn veräußern, dann wird selbstverständlich ebenfalls die KESt. fällig. Bei ausschüttenden ETFs die Differenz aus Verkauf minus Einkauf und bei thesaurierenden ETFs ist der Einkaufskurs entsprechend den bereits versteuerten Anteilen zu erhöhen (zur Vermeidung einer Doppelversteuerung).

    Also schlussendlich"kupft wia katscht", wichtiger ist vielmehr der Umstand dass es sich um einen sog. Meldefond handelt, ansonsten sieht es steuerlich triste aus.

    bG, Ben42

    Ausgangslage:

    • Ich habe Interesse mein ETF Portfolio um einen Europa Small Cap ETF zu erweitern.
    • Die Unterschiede Einflüsse von Währungen -- im Handel, des Fonds, der beinhalteten Titel -- ist mir bekannt
    • Bei der Recherche bin ich auf die folgenden beiden ETFs gestossen:

      • LU0322253906, Xtracker MSCI Europe Small Cap -- USD, > 800 Mio AUM, thesaurierend
      • IE00BKWQ0M75, SPDR MSCI Europe Small Cap -- EUR, < 100 Mio AUM, thesaurierend

    Unabhängig der Fragestellung welchen Sinn ein EUROPA ETF in der Fondwährung USD eigentlich machen sollte hat ja der USD gegenüber unserem EUR in den letzten 1 - 2 Jahren doch so ca. 10 - 15% aufgewertet, so dass von einer unterschiedlichen Performance im Zeitablauf in der Handelswährung EURO auszugehen ist.

    Dass der Performance-Vergleich für beide ETFs auf justetf einen absoluten Gleichlauf suggeriert ist für mich schlicht nicht nachvollziehbar. Aus meiner Sicht müsste der Verlauf sich massiv unterscheiden und tut dies auch bei anderen Vergleichsplattformen.

    Kann mir jemand bitte erläutern wie justetf die Performance kalkuliert und auf diese Darstellung kommt ... ?

    Vielen Dank, bG, Ben42


    Als Anlagebank habe ich, wenn wir schon die Bedeutung Sicherheit angehen, noch Probleme mit der französischen CACF, da der Gesamtbetrag die Einlagensicherung übersteigt!
    Gibt hierzu noch Alternativen?


    Hallo Hamu,

    z.B. 3 Jahre 1,11% sowie 10 Jahre 2,0%
    bei https://www.kommunalkreditinvest.at/ bzw. https://www.kommunalkreditinvest.de/festgeld/
    mit Einlagensicherung: EUR 100.000.- pro Person (also mit Ehegattin EUR 200.000.-)

    bG, Ben42

    @Hamu, @forenteilnehmer und @Kater.Ka

    anbei ein kleines Gedankenexperiment unter den Prämissen, dass die Aktienkurse so gut weiterlaufen wie bisher und dass auf den Kredit beliebige Sondertilgungen möglich sind:

    Das risikominimierte Mischportfolio hätte laut Kater.Ka 4,8% VOR Transaktionskosten und VOR Steuern einbebracht. Nach Steuern / Transkationskosten sind das dann netto grob so ca. 3,2 - 3,3% -- weiterhin restrisikobehaftet und mit guten Börsenzeiten kalkuliert.

    Wenn der zu tilgende Kredit nun bei etwa 0,75 - 1,25% liegt, dann ist ja alles gut und die Wette wird wohl aufgehen. Sollte der Kredit eher bei 2,5% bis 2,75% liegen dann ist die Netto-Differenz zwischen der Börsenwette und der sicheren Rückzahlung -- beides wirkt sich auf den Familien - Vermögenssaldo direkt in € aus -- eher als mau bis sehr gering anzusehen.


    Der Spread zwischen Kredittilgung und Börsenkursen wird wohl immer (dh unabhängig vom Zinsniveau und der Inflation) in dieser Größenordnung liegen. Was ich damit sagen will ist, dass die Antwort darin liegt, ob ich zwei finanzielle Schienen (Kredittilgung, Börseninvestition) parallel fahren will oder lediglich eine (zuerst Schuldenabbau und dann Börseninvestition). Die Antwort wird wohl jeder selbst für sich finden müssen ...

    So long und viel Erfolg!


    ...so und nun meine Frage:

    Kann man ETF`s auch für zeitlich begrenzte Anlagen (z.B. 3;4und 5Jahre) anwenden; da die Anlage in Festgeld nicht einmal die Inflationsrate abdeckt!
    Könnte hierzu Tipps gebrauchen, die das Risiko der ETF überschaubar oder besser gesagt lenkbarer machen.
    Wichtig ist die zeitliche Flexibilität, da die Teilsummen zur Darlehens -Tilgung gedacht ist.

    Oder empfiehlt es sich, noch über andere Anlageformen nachzudenken, die lukrativ aber sicher genug sind, um Abschuldungen vorzunehmen?


    @Hamu, seriös bzw. verlässlich wird dir die Frage auch in diesem Forum keiner beantworten können ...

    * Die Märkte können noch 5 Jahre gut laufen und du kannst mit großen Gewinnen aussteigen aber es kann auch stark nach unten gehen und der maximale drawdown eben auch mal 3 bis 4 Jahre andauern. Anders formuliert, das ist halt genau die Börse und eben nicht Tag-/Festgeld.

    * Allgemeiner Konsens ist von einer Anlagedauer von mindestens 10 Jahren auszugehen -- bei 3 bis 5 Jahren besteht eben ein Restrisiko falls das Geld in diesem Zeitraum tatsächlich benötigt wird.

    * Die andere Anlageform ist eigentlich deine Darlehens-Tilgung sofort bzw. ehest-möglich durchzuführen und "erst" dann an der Börse "zu spekulieren" (ich persönlich habe erst mit ETFs begonnnen, nachdem Hypothek für EFH und vermietete Wohnung getilgt war -- es lässt sich nun frei und ohne schlaflose Nächte an der Börse investieren).

    Auf alle Fälle viel Spaß und viel Erfolg, bG, Ben42

    @Ben42 welches MSCI EM wurdest du empfehlen?

    Und siehts du Syntetische ETF Problematisch? So weit ich es verstanden habe von den Videos hier auf Finanztipp gib es sich nicht viel zwischen den beiden (im konkreten fur uns Anleger), oder täusche ich mich da?

    @Ben42 Hoffe die Antwort passt.


    @FloHs
    bzgl. EM Auswahl: justetf hat erst vor Kurzem einen Artikel zu diesem Thema https://www.justetf.com/de/news/etf/sc…s-mit-etfs.html
    Da du den MSCI WORLD hast bzw. behältst fällt die Auswahl auf einen MSCI EM ETF. Falls du dich wunderst, dass ich das heraushebe, prinzipiell gibt es noch die FTSE - Indexschiene (der Unterschied liegt im Wesentlichen in der Zuordnung von Südkorea). Zur Auswahl folgende Empfehlung: TER, Fonds-Größe, Handelbarkeit / Häufigkeit an den Börsen (oder Sparplan) und auch der übliche Geld-/Brief-Spread.

    bzgl. synthetische ETFs: Probleme gibt es realistisch kaum bzw. sollten -- wie @Kater.Ka auch schreibt -- die Risiken auch nicht höher sein. Ich selbst wähle aber i.d.R. ETFs mit physischer Abbildung aus (es ist halt dann auch drinnen was außen draufsteht) --> Ist also ein Philosophiefrage bzw. Geschmackssache und daher wie dargelegt im Zweifel eher auf physische ETFs setzen.


    @Kater.Ka Wie immer perfekt und umfassend von dir beantwortet.