Ich habe eine Frage bezüglich einer Anwartschaft zur PKV mit einer Ausfinanzierung zur Senkung der Beiträge im Alter. Der vom Berater angebotene Vertrag, sieht einen ETF-Sparplan auf Basis einer Rürup-Rente vor, welcher im Zusammenspiel der großen Anwartschaft die Beiträge im Alter auf bis zu 0€ senken soll.
Ein speziell auf die PKV zugeschnittener Sparvorgang zur Beitragsentlastung im Alter ist sicherlich sinnvoll. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, darunter auch eine (kostengünstige) Basisrente mit Steuervorteilen. Der Vorteil der steuerlichen Absetzbarkeit während des Erwerbslebens ist aufgrund des höheren Steuersatzes plus Thesaurierung regelmäßig deutlich höher als der Nachteil der späteren Versteuerung in der Rentenphase.
Hier scheint es sich um eine große PKV Anwartschaft aus einer bisherigen PKV zu handeln, z.B. wegen vorübergehender Versicherungspflicht.
Was mir nicht richtig einleuchtet ist, weshalb man einen solchen Sparvorgang ausgerechnet jetzt im Kontext der Anwartschaft starten sollte. Sobald die PKV reaktiviert ist, halte ich das für sinnvoller. Dann bestehen vermutlich auch noch mehr Optionen wie z.B. ein Beitragsentlastungstarif mit Arbeitgeberzuschuss und steuerlicher Absetzbarkeit.
Insgesamt erscheint mir die wiedergegebene Kommunikation des Beraters / Vermittlers etwas merkwürdig. Die Aussage "dann keine Beiträge zur PKV im Alter, lebenslang" finde ich mutig, da man zwischenzeitliche Beitragsanpassungen schlecht absehen kann. Vielleicht gab's da aber auch Missverständnisse.