@liki90: Ich glaube es ist eine faire Annahme, dass ein Amateur ca. 10 Stunden braucht um zu Erkenntnissen zu kommen, die ihm ein Berater in 1 h erklärt. Wenn man also nur den Mindestlohn verdient, könnte sich dieser Ansatz "lohnen", um die 150 EUR zu sparen, sonst nicht. Und ob der Amateur dann auch wirklich zu den "richtigen" Erkenntnissen gelangt wage ich nach meiner langjährigen Beratungserfahrung zu bezweifeln.
Die Funktion des Versicherungsmaklers scheint nicht ganz klar zu sein. Zitat "Der Versicherungsmakler ist 'Sachwalter' und Interessenvertreter seiner Kunden, d.h. er vertritt die Interessen seiner Kunden gegenüber Versicherungen. Seine Loyalität gilt ausschließlich dem Kunden!
Der Makler ist nicht an eine oder mehrere Gesellschaften gebunden, sondern wählt aus den Angeboten der verschiedenen Versicherer am Markt unabhängig die zu den Wünschen und Bedürfnissen des Kunden passende Lösung aus."
Natürlich arbeitet der Makler nicht ohne Vergütung bzw. „umsonst“. Finanziert wird die Beratung durch erfolgsabhängige Maklercourtagen der meisten Gesellschaften von A wie Allianz bis Z wie Zurich. Diese sind in der Prämie bereits einkalkuliert, Sie zahlen also nichts extra und genau den gleichen Betrag wie beim Direktabschluss über die Gesellschaft oder ein Vergleichsportal. Die Höhe dieser Courtagen unterscheidet sich zwischen den Gesellschaften nur marginal – das regelt letztlich der Markt. Die Unabhängigkeit eines vernünftig arbeitenden Finanzberaters bzw. Versicherungsmaklers wird somit von dieser „Bezahlung“ durch die Gesellschaften nicht beeinträchtigt.
An einem Punkt haben Sie Recht: Der Makler könnte versucht sein, jemand eine PKV zu vermitteln, der dort eigentlich nicht hingehört. Wenn er "abrät" verdient er nämlich kein Geld. Um sicherzugehen, an einen "guten" Versicherungsmakler zu geraten, hilft ein Blick auf Kundenbewertungen. Daraus kann man dann z.B. entnehmen, dass jemand ggf. „trotzdem“ sehr differenziert berät und wenn eine Lösung für jemand nicht das Richtige ist, auch ganz klar und offen abrät. Einerseits sind den vielen "guten" Kollegen so wie uns auch ethische Gesichspunkte wichtig – ob Sie es glauben oder nicht, auch Versicherungsmakler schauen gerne morgens mit gutem Gewissen in den Spiegel.
Gleichzeitig ist man dadurch langfristig wirtschaftlich aber sogar noch erfolgreicher. Denn schlechten Rat würden unsere Kunden – fast alle haben studiert – irgendwann durchschauen. Und so schätzen sie unsere ehrliche, gerade nicht provisionsorientierte Beratung, vertrauen sich uns langfristig mit vielen Finanzthemen an und empfehlen uns regelmäßig weiter. Das "lohnt" sich langfristig deutlich mehr, als jemand mal eben eine unpassende PKV "anzudrehen".