Hallo JudoPredator,
alles hat immer zwei Seiten....
Ich habe auch einen Riester bei der Union, diesen auf "ruhend" gestellt und habe den ETF-Sparbetrag aufgestockt. Die Besonderheit bei mir war, dass ich meinen Riester im Juni 2021 noch auf den UniprofiRenteSelect umgestellt habe. Damit wurde der damalige Wert im Depot meine neue Garantiesumme. Da ich auch in der Vergangenheit sehr stark von den Zulagen und Steuerersparnissen profitiert habe und der Vertrag sehr gut gelaufen ist (ich war von Anfang an dabei) war das in meiner Situation aus meiner Sicht die logische Entscheidung. Das Kapital ist jetzt Bestandteil meiner "sicheren" Altersvorsorge.
Zu dir:
1) Wenn ich in deiner Situation wäre (es wird gerade eine Immo abbezahlt) würde ich schon versuchen, den Riester kurz vor Auszahlungsbeginn des Riester-Vertrages in die Finanzierung einfließen zu lassen. Das musst du natürlich genau prüfen....(die Rahmenbedingungen müssen passen).
Überlegung dabei:
- das Wohnförderkonto wird nicht jetzt schon belastet, sondern erst am Ende des Riester-Vertrages - also nur geringe Verzinsung auf dem Wohnförderkonto...
- der Vorteil wäre, dass du (wenn es nach Prüfung möglich ist) auf einen Schlag das komplette Riesterguthaben in die Sondertilgung stecken könntest....Es muss also keine (teure) Verrentung des Riester-Guthabens erfolgen und du bist auch nicht auf die Deckelung der 30% Einmalauszahlung gebunden. Das wären meine Überlegungen dazu...
2) Eine förderschädliche Kündigung ist immer dann sinnvoll, wenn man einen schlechten (teuren) Vertrag hat (und eine geringe Aktienquote) und mit dem ausbezahlten Guthaben auf andere Weise vorsorgt bzw. investiert.
3) zu deiner Berechnung kann sich Kater.Ka etwas beisteuern - er hat das ganze ja erst hinter sich gebracht...
Gruß Tom