Ich kenne Ihre Risikoneigung nicht.
Meine Erfahrungen kann ich Ihnen schildern. Dann bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil.
Ich habe auf auxmoney im Sommer/Herbst 2009 insgesamt 10.000 € investiert, die ich auf 20 verschiedene Kreditprojekte á 500 € verteilt hatte. Insoweit hatte ich mir eine gewisse Streuung versprochen.
Der durchschnittliche Zins war mit 11,48 % durchaus attraktiv. Allerdings sind im Laufe der folgenden Monate bzw. Jahre 4 Projekte ausgefallen. Ein Projekt befindet sich noch immer in der "Verwertung", d.h. es ist noch nicht alles verloren. Gelegentlich bekomme ich noch eine kleine Überweisung.
Wenn ich die Ausfälle miteinbeziehe - und das muss ja jeder Anleger - reduziert sich mein "Rendite-Index" (laut Berechnung von auxmoney auf 1,08 %). Also mit einem "blauen Auge" wieder rausgekommen.
Aus meiner Sicht besteht das Problem einfach in der Negativ-Auslese. Wer bei auxmoney Geld leiht, ist in einem doch fühlbaren Teil der Schuldner von schlechter Bonität. Und wenn ein Kreditprojekt z.B. nach vier, fünf Monaten komplett ausfällt, dann ist halt noch sehr wenig getilgt und Sie verlieren vielleicht 90 % oder 95 % Ihres Kapitals. Da müssen Sie eine Menge an Zinserträgen bei gut laufenden Projekten erwirtschaften, um diesen Verlust auszugleichen.
Interessant am Rande: Ich habe über auxmoney verschiedene Kreditsuchende kennengelernt.
Das ging damals ganz gut über eine interne PN-Funktion.
(Die scheint inzwischen allerdings abgeschaltet zu sein.)
Ich habe dann mit Kreditsuchenden, die mich direkt angesprochen haben, korrespondiert und es kamen in der Folge mehrere Kreditverträge zustande. Da habe ich natürlich auch die Gebühren von auxmoney gespart.
Und rückblickend habe ich nur mit diesen Darlehen "außerhalb" von auxmoney richtig Geld verdient.
Im Jahr 2010 hatte ich in der Spitze 70.000 € in Privatdarlehen investiert.
In einem Fall hatte ich sogar eine Grundschuld - das war also sehr komfortabel.
Eine grundbuchgesicherte Forderung mit 12 % Zinsen pro Jahr ist eine feine Sache.
Leider hat dieser Schuldner sein Darlehen nach knapp zwei Jahren vorzeitig zurückgezahlt.
Ein Recht das, ich ihm im Dalrehensvertrag zugestanden hatte.
In einem anderen Fall hatte ich einen Berufsoffizier der Bundeswehr finanziert, der mir einen plausiblen Grund für seinen besch... Schufa-Score nennen konnte. Berufsoffizier ist wie Beamter. Ich habe mir als Sicherheit seine Dienstbezüge abtreten lassen. Nachdem er immer wieder mit der Ratenzahlung ins Stocken kam, musste ich schließlich in die Zwangsvollstreckung einsteigen und habe die Darlehensraten mehr als ein Jahr lang direkt aus der Bundeskasse erhalten.
Das war sehr zuverlässig. 
Es stellte sich jedoch heraus, dass ich nicht sein einziger Gläubiger war. Der Mann war spielsüchtig... - eine Katastrophe.
Schließlich wurde er entlassen und aufgrund der Gehaltsabtretung bekam ich dann den Rest meines Darlehens - bis auf ein paar hundert Euro ausstehende Zinsen - aus seiner Abfindung überwiesen.
Insgesamt nicht ganz so viel verdient wie ursprünglich geplant - aber im Großen und Ganzen - abgesehen von den nervigen Mahnungen - ganz okay.
Wieder ein anderer Fall war die Finanzierung eines kleinen Internet-Handelsunternehmens. Ich habe mir das Eigentum an der Handelsware und an einem Gabelstapler abtreten lassen - als Sicherheit. Da die Leute im Allgäu beheimatet waren und ich in München lebe, bin ich vor Ort gewesen und habe mir alles angeschaut. War soweit okay.
Geld kam - wenn auch mit gelegentlichen Stockungen - inklusive Zinsen wieder zurück. Sie haben dann noch während das Darlehen von mir lief, eine GmbH gegründet. Die Geschäfte liefen ganz gut. Kaum hatte ich jedoch mein Darlehen inklusive aller Zinsen zurück, bekam ich Post von einem Insolvenzverwalter. Die GmbH war pleite. Allerdings war ich nie Gläubiger der GmbH und meine Forderungen gegen die natürlichen Personen waren bereits erfüllt.
Also: Glück gehabt. 
Letzten Endes kam mir bei meinen Finanzierungsgeschäften vor allem zugute, dass ich mich rechtlich gut auskenne und in der Lage bin, Darlehensverträge zu formulieren und auch das Instrumentarium der Zwangsvollstreckung beherrsche.
Fazit: Mein Ausflug in die privaten Finanzierungen war ursprünglich als Risikoausgleich gegen meine hohe Aktien-Exposition gedacht. Unterm Strich habe ich zwar sicherlich so um die 12 % Rendite auf das eingesetzte Kapital erzielt. Aber mit Aktien schlafe ich ruhiger und muss nicht immer wieder Mahn-e-mails schreiben, weil wieder mal die vereinbarte Rate ausgeblieben ist.
Nun treffen Sie eine eigene Entscheidung.
Viel Erfolg!