Beiträge von monstermania

    Ich habe gelesen, dass die größten Kosten bereits in den ersten Jahren abgezahlt wurden und eine Kündigung jetzt eher nachteilig ist. Stimmt ihr dem zu? Seht ihr hier noch Optimierungsmöglichkeiten, wenn ich die Versicherung nicht kündige? Ich weiss, das Thema kommt häufiger, aber ich konnte andere Beiträge nicht auf meinen Fall anwenden. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir etwas weiterhelfen könnt.

    Fangen wir erstmal damit an. Die Abschlusskosten sind weg. Die siehst Du auch niemals wieder!
    Es interessiert jetzt nur noch, wie die zukünftige Entwicklung Deiner Police aussieht.
    Ich habe anhand Deiner Daten mal den folgenden Rechner gefüttert:
    https://www.zinsen-berechnen.de/kapitallebensversicherung.php

    Ja, der Rechner ist nicht für eine fondsbasierte Versicherung, aber Du hast ja offenbar eine Police mit Garantieteil abgeschlossen. Und nur darum geht es zunächst mal.

    Macht eine garantierte Rendite von 1,45% p.a. für den Garantieteil.
    Und das liegt klar unterhalb der langfristig durch die EZB angestrebten Inflationsrate von 2%.
    Eine Fortführung der Versicherung macht damit eigentlich keinen Sinn.

    Du solltest dem Ganzen ein Ende bereiten und das Geld eigenverantwortlich anlegen (eigenes ETF-Depot). Ja, da hast Du gar keine Garantie, aber viel geringere Kosten und vor allem langfristig deutlich bessere Renditechancen.
    Steuern dürften bei einer Kündigung nicht anfallen, da der aktuelle Rückkaufwert unterhalb Deiner geleisteten Einzahlungen liegen dürfte.

    Ab 2027 wird es ein staatliches AV-Depot geben. Hier solltest Du unbedingt am Ball bleiben und ein solches AV-Depot abschließen so Bald es dazu konkrete Empfehlungen seitens Finanztip geben wird!

    Verbuch es unter Lehrgeld, auch wenn es weh tut!

    Hier mal das Ergebnis, wenn Du an 2014 jedes Quartal 309 Euro in einen MSCI World ETF eingezahlt hättest:


    Bei einer Riester-Versicherung von 2005 sähe das anders aus: dort wären 2,75 % Rechnungszins garantiert, und die bekommt man heute nirgends wieder.

    Immer daran denken, dass der Garantiezins vor Kosten gilt! Bei den durchschnittlichen Riester-Kosten von 1,67% bleiben dann nur etwas über 1% vom 'garantierten' Rechnungszins übrig. Und das liegt weit unterhalb der langfristigen Inflationsrate in Deutschland.
    Und es gibt ja Riester-Verträge mit höheren Kosten!

    Was du aufgibst, und das steht in keiner Broschüre: die gesetzliche Beitragsgarantie. Jeder Riester-Vertrag muss zu Beginn der Auszahlungsphase mindestens die eingezahlten Beiträge plus Zulagen bereitstellen. Im Altersvorsorgedepot sind Garantien ab 2027 freiwillig — genau deshalb sind dort höhere Aktienquoten möglich. Bei mehr als zehn Jahren Restlaufzeit ist dieser Tausch meist richtig, weil eine Beitragsgarantie nur nominal schützt: Über 30 Jahre bei 2 % Inflation ist ein garantierter Euro noch 55 Cent wert. Bei weniger als zehn Jahren würde ich es andersherum sehen.

    So weit richtig. Aber man kann mit einem Wechsel zum AV-Depot auch dem lebenslangen Verrentungszwang von Riester entkommen. Im AV-Depot kann man auch einen Auszahlplan wählen, der dann mindestens bis zum 85. Lebensjahr laufen muss.
    Wer auf Grund familiärer Erfahrungen eher davon ausgeht nicht wirklich Alt zu werden, kann so mit einer höheren (befristeten) Rente rechnen.
    Es kann sich also durchaus lohnen auch direkt vor der Verrentung des Riester-Vertrags noch in ein AV-Depot mit Auszahlplan zu wechseln.

    PS: Es wird höchstwahrscheinlich diverse Anbieter von AV-Depots geben, die den Kostendeckel von 1% unterschreiten werden. Man munkelt sogar das einige Anbieter das AV-Depot kostenlos anbieten werden.
    Dann sieht die obige Vergleichsrechnung der Kosten nochmal ganz anders aus.

    Übrigens: Gutverdiener wie du mit einem 401k/IRA in den USA sind so gut wie alle (Multi-) Millionäre, wenn sie in Rente gehen.

    Schreibt der Selfmade-Multimillionär hier im Forum. :D
    Ich falle mit Sicherheit nicht unter die Gruppe der Gutverdiener, wenn ich mal vom Durchschnitts-/Medianeinkommen ausgehe. Aber keine Sorge, ich komme finanziell auch so ganz gut zurecht.

    So gut wie jeder Angestellte lässt einen siebenstelligen Betrag als Opportunitätskosten liegen, weil die GRV so schlecht aufgebaut ist. Leider verstehen das die meisten nicht. Oder wollen es nicht verstehen.

    Diese Aussage zeugt zunächst mal davon, dass Du das umlagefinanzierte Rentensystem nicht verstanden hast.:/
    Das mit den Opportunitätskosten ist im Übrigen bei allen umlagenfinanzierten Rentensystemen so (z.B. USA, Schweden, Schweiz). Scheinbar verstehen es die Regierungen in all diesen Länder auch nicht. ;) Wohlmöglich hat man sich in diesen Ländern aber auch ganz bewusst für ein solches System als einen Teil der Altersvorsorge entschieden. Denk darüber einfach mal nach.

    In Deutschland gibt es die 3 Säulen der Altersvorsorge. Leider verstehen es sehr viele Menschen in D nach wie vor nicht, dass man nach Möglichkeit auch Privat vorsorgen muss!

    Es spielt aber eine Rolle, ob ich mir als Rentner überhaupt Nudeln kaufen kann.
    100% Aktienquote muss man sich finanziell erlauben können (und wollen). St. Irving kann sich das finanziell erlauben. Ob sich der Threadersteller das erlauben kann wissen wir alle nicht.

    Ich habe es für mich mit der 4%-Regel und meinem Wunschdepotwert/Wunschentnahme anhand der realen Renditen 1999ff und 2000ff mal durchgrechnet.
    Bei einem Börsenverlauf wie 2000ff wäre mein Depot im Jahr 2018 weg gewesen. Also nach 18 Jahren. :/
    Also kann (und will) ich mir aus heutiger Sicht keine 100% Aktienquote leisten!

    Wohlmöglich wird mein Depotstand zu Beginn meiner Entnahme aber einen ganz anderen (höheren) Wert haben als heute konservativ hochgerechnet. Es ist also möglich, dass ich mir die 100% Aktienquote 2035 durchaus leisten könnte. Dann wird es entweder finanziell ein richtig fetter Ruhestand oder unsere Erben werden sich dereinst erfreuen.

    Dann hier nochmal:

    Ist eine Überrendite von 7% pro Jahr über die letzten 5 Jahre für den genannten ETF gegenüber allen von finanztip empfohlenen ETFs kein Nachweis?

    Nein,
    weil der ETF eben in den letzten 5 Jahren keine 'Überrendite' von 7% p.a. erzielt hat! ;)
    Ironie: Es ist höchstens ein Nachweis dafür, dass Du Dich nochmal mit der kumulierten prozentualen Wertentwicklung beschäftigen solltest.:evil:

    Der Fonds hat gegenüber dem inzwischen von Finanztip als Empfehlung ausgegebenen SPDR MSCI ACWI IMI in 5 Jahren rund 3,8% p.a. mehr an Rendite erzielt.
    Gegenüber der bisherigen Empfehlung ishares MSCI World waren es auf 5 Jahre 3,1% p.a. mehr.
    Der MSCI World wäre dann auch der korrekte Benchmark, da der Invesco Global Active keine Schwellenländer beinhaltet.

    So oder so: 5 Jahre ist ein viel zu kurzer Zeitraum um daraus eine nachhaltige Überrendite gegenüber einem faktorlosen ETF ableiten zu können.
    Es gibt genügend Faktor-ETF, die es in den letzten 5 und über 10 Jahren nicht geschafft haben Ihre Benchmark (MSCI World) zu schlagen.
    Hier mal 2 Beispiele dazu vs. MSCI World:
    https://www.fondsweb.com/de/vergleichen…83,IE00B2PC0153

    Auch der Multifaktor-ETF von Gerd Kommer läuft seit seiner Auflage den gemachten Aussagen seines Schöpfers hinterher. Und wenn man sich den Index ansieht, den Solactive zurück gerechnet seit 2017 bereit stellt, sah es seit Auflage des Index auch nicht besser aus.

    Wohlgemerkt, das bedeutet nicht, dass ich Faktoren für Humbug halte oder das es nicht funktionieren kann. Ich habe ja selbst einen Faktor-ETF in meinem Depot.
    Freu Dich an der Rendite Deines ETF. Aber erwarte nicht, dass die Faktorrendite dauerhaft anfällt.

    Es kommt auf das Verhalten des Anbieters in Abstimmungen an, wenn etwas bewirkt werden soll.

    Amundi hat wie fast alle ETF-Emittenten viele ETF. Nachhaltige und nicht nachhaltige ETF.
    Jetzt agierend diese ETF ja nicht im luftleeren Raum, sondern enthalten Aktien. Akten von Unternehmen.
    Und genau auf den Aktionärsversammlungen können die Aktionäre (in dem Fall Amundi) nun Ihre Stimmgewalt nutzen. Soweit, denke ich, dürften wir grundsätzlich einer Meinung sein.

    Nun hat aber Amundi Aktien von z.B. nVidia sowohl in nachhaltigen als auch nicht nachhaltigen ETF.
    Wie soll nun Amundi Ihren Stimmanteil bei der nächsten Aktionärsversammlung von nVidia einsetzten?
    Muss Amundi schauen wie viele Prozent Ihrer nVidia-Anreile Sie in nachhaltigen und wie viele Prozent Sie in nicht nachhaltigen ETF halten und dann wird nach Mehrheitsprinzip entschieden?
    Sollte Amundi als ETF-Emittent nicht allen Ihren Anlegern neutral verpflichtet sein? Also sowohl jenen Kunden die bewusst nachhaltige Amundi-ETF kaufen als auch jenen Kunden die bewusst nicht nachhaltige ETF kaufen.
    Hast Du darauf eine Antwort wie Amundi Ihre Stimmgewalt nutzen soll um allen Ihren Kunden gerecht zu werden? :/

    Jutta aus der Yoga-Gruppe suchte über Finanztip eine Empfehlung für nachhaltige ETFs.

    Hier ein nachhaltiger ETF von einem auf Nachhaltigkeit spezialisierten Emittenten. Etwas dunkelgrüneres dürfte Jutta aktuell nicht finden.

    Nun, ich habe mal irgendwo gelesen, Mann sollte das 7-10 fache des Jahresnetto-Einkommen zum Renteneintritt haben.

    Ich weiß nicht wo Du so etwas gelesen hast?! :/
    Zunächst mal kommt es darauf an, ob Du allein mit Deinen zukünftigen Renteneinkünften Deinen Lebensunterhalt bestreiten kannst.

    Als Immobilienbesitzer sollte man darüber hinaus natürlich über ausreichende finanzielle Mittel zum Unterhalt und Erhalt der Immobilie verfügen. Gut möglich, dass irgendwann mal die Fenster, das Dach oder die Heizung erneuert werden müssen. Wie hoch die finanzielle Rücklage für die Immobilie konkret sein sollte hängt natürlich auch stark vom Zustand der Immobilie ab. Wenn Alles auf Strand ist, ist das natürlich etwas ganz anderes als wenn Heizung, Dach, Fenster, usw. bereits 20-30 Jahre alt sind.

    So zu tun, dass die DAX-Unternehmen gar keine Rolle spielen, nur weil sie fürs eigene Investieren keine Rolle spielen, finde ich naiv bis überheblich. Denken wir sie uns also einfach weg - die reichlich 1 Mio. Menschen in D.

    Was hat der Index (DAX oder ATX) damit zu tun, ob die Unternehmen eine Rolle spielen?:rolleyes:
    Natürlich spielt JEDES Unternehmen eine Rolle für die Wirtschaft. Auch der kleine Bäcker nebenan.

    Nur spielen die DAX-, oder ATX-Unternehmen halt für mein investiertes Geld eher keine Rolle. Ich bin natürlich allein schon wegen der gesetzlichen Rentenansprüche an einer gut funktionierenden deutschen Wirtschaft interessiert. Aber dazu gehört eben weit mehr als die 40 DAX-Konzerne von denen ein Gutteil die Mehrheit der Umsätze im Ausland erzielt.:rolleyes:

    Für Sparplan-Anleger:innen heißt das: Es lohnt sich, gerade an typischen Ausführungstagen (z. B. 1. des Monats) die tatsächlichen Ausführungskurse mit dem Referenzkurs zu vergleichen, statt sich nur auf einen engen Spread zu verlassen.

    Die Frage ist doch: Lohnt es sich für Sparplan-Anleger überhaupt darüber nachzudenken? Über welche Summen sprechen wir da z.B. bei einem Sparplan über 200€?
    Ich weiß es nicht und wenn ich ehrlich bin interessiert es mich auch nicht wirklich.

    Hier mal die Schlusskurse des SDPR MSCI ACWI IMI der letzten 30 Tage im Chart:

    Der konkrete Kauftag hat innerhalb dieser 30 Tage mit Sicherheit größere Auswirkungen gehabt als der Spread beim Kauf. :rolleyes:

    Ist dann der ATX für mich besonders relevant?

    Wenn Du speziell in diesen Index mit einem relevanten Teil Deines Geldes investiert bist, möglicherweise schon.
    Ich habe aktuell 4 ETF (auf 4 Indizes) in meinem Depot. Und natürlich spielt es eine Rolle für mich ob und wie einer dieser Indizes performt.

    BTW: Wie der DAX oder der ATX performen interessiert mich eher wenig.

    Dax, das ist Home Bias. Vor allem aber ein Gradmesser für die Enwicklung der Wirtschaft in Deutschland.

    Deutschland ist immer noch das Land des Mittelstands. Und diese Unternehmen sind eben nicht börsennotiert.
    Einfach mal einen Blick auf einen weltweiten Börsenindex werden. Dort macht D noch nicht mal 2% Anteil aus.:/
    Wenn man mal das mit Japan vergleicht (ähnliches BIP wie Deutschland) haben die japanischen Unternehmen etwa eine 3 mal größeres Gewicht in einem weltweiten Aktienindex.

    Das Dax ist ein Aktienindex, der aber mit Sicherheit kein Gradmesser der deutschen Wirtschaft darstellt.

    Hallo, der empfohlene IMI setzt auf Marktkapitalisierung. Manche Akteure stellen mehr das BIP in den Vordergrund. Was ist davon zu halten?

    Beide Ansätze haben Ihre Berechtigung/Begründungen.
    Viel entscheidender für den langfristigen Anlagerfolg ist jedoch die Risikoaufteilung Deiner Geldanlage.
    Konkret, welchen Anteil Deines Anlagebetrags Du in den Risikoteil investierst (z.B. Aktien-ETF) und welchen Anteil in den sicheren Teil (z.B. Tagesgeld).

    Ich denke es ist wichtig sich für ein Produkt zu entscheiden und die Strategie durchzuziehen. Mit mehreren ETF irgendwas zu basteln geht über kurz oder lang schief.

    So sehe ich das auch.

    ETF ist nur der „Mantel“ als Konstrukt für den Börsenhandel. Ein aktiver ETF ist also auch ein aktiv gemanagter Fonds.

    Die Grenzen sind da m.E. fließend. Ist ein Faktor-ETF nun ein aktiver ETF oder ein passiver ETF?
    Schließlich wird durch den ETF ja ein Index nach definierten Regeln getrackt.
    Oder ist ein Fonds/ETF erst aktiv, wenn ein Mensch/KI aktiv eingreift und kein Index getrackt wird?

    Ich mache das (auch) nicht und meine Rendite auf den MSCI World schlägt buy and hold um Längen.

    Da erlaube ich mir mal die Frage, wie Du das genau ermittelt hast und über welchen Zeitraum?

    Anleger 1: Investiert einmalig 10.000€ und kauft dann immer am 1. Werktag des Monats für 500€ per kostenlosem Sparplan.

    Anleger 2: Investiert einmalig 10.000€, spart 500€/Monat auf einem Tagesgeldkonto und kauft nach Bauchgefühl oder regelbasiert immer bei einem Kursdip nach.

    Dazwischen gibt es dann noch den Anleger 3, der 250€ an jedem 1. Werktag per Sparplan investiert und 250€ pro Monat auf das Tagesgeldkonto legt und dann nach Bauchgefühl oder regelbasiert immer bei einem Kursdip nachkauft.

    Für jede der obigen Anlsagestrategien kannst Du nun individuell ermitteln wie die Rendite z.B. nach 1 Jahr, 5 Jahren oder 10 Jahren aussieht.
    Und es spielt dabei auch keine Rolle ob es nun um eine Einzelaktie, Krypto oder eine Index-ETF geht. Es muss einfach nur von jedem Anleger die gleiche Summe in das gleiche Asset investiert werden und schon kannst Du vergleichen, welche Auswirkungen die Anlagestrategien auf die Rendite haben.

    Und natürlich kann es sein, dass jemand über einen bestimmten Zeitraum mit seiner Anlagestrategie den Anleger 1 von der Rendite her schlägt. Das kann in einem anderen betrachteten Zeitraum dann aber schon wieder ganz anders aussehen.

    Ich halte es wir Sarah aus dieser kleinen Geschichte:

    https://finanzgeschichten.com/timing-beim-in…tfs-so-geht-es/

    Ist halt eine Frage der Bequemlichkeit. Kiss erzeugt nicht zwangsläufig die höchste Rendite.

    Nö, das garantiert KISS nicht!
    Aber es macht die Sache einfach. Ich muss nicht auf mein Bauchgefühl hören. Oder bin gerade nicht Online, wenn das Nachkaufsignal aufploppt.

    PS: Wenn ich mehr Rendite wollen würde, müsste ich einfach nur meine Aktienquote erhöhen. ;)