Beiträge von Uwe Vinke

    Der Netzbetreiber, in dessen Netz die PV liegt, ist laut EEG verpflichtet den eingespeisten Strom abzunehmen. Woher der Bezugsstrom (Stromanbieter) kommt, ist dem Netzbetreiber egal.

    Vermutlich meinst Du aber wohl eine Stromcloud.

    Hier wird die Einspeisung aus der PV an den Cloudbetreiber abgetreten. Man schätzt seinen Jahresstrombedarf ein, und erhält die gemeldete Strommenge aus der Einspeisung entweder kostenlos oder mit einem günstigen Preis. Wird die gemeldete Menge überschritten, muss deutlich draufgezahlt werden. Wird sie unterschritten, behält der Cloudanbieter die Einspeisevergütung. Zudem verlangt der Cloudanbieter eine Monatsgebühr für seine Arbeit.

    Am Ende rechnet es sich meist nicht.

    Verstehe das Einhorn nicht. Aber muss ich wohl auch nicht. Wenn es allein PV-Anlagen vermietet, warum soll es dann auch noch das Haus vermieten?

    Der PV-Betreiber ist nicht nur normaler Mieter eine Sachanlage, sondern neben dem Vermieter (Eigentümer) auch dem EEG und dem Netzbetreiber gegenüber verantwortlich. Darum die vorgeschriebenen Eintragungen.

    Auch ist die PV-Anlage in der Regel nicht Teil des Gebäudes, es sei sie ins Dach eingebaut. Da ist der Blick auf die (Gebäude-)Versicherung wichtig.

    Ein gemeinsamer Mietvertrag für Gebäude und PV-Anlage dürfte juristisch nicht einfach sein.

    Als Vermieter bleibst Du Besitzer der Anlage, der auch für Haftung und Versicherung zuständig ist. Der Mieter wird nur Betreiber und muss bei der Verrsicherung als solcher gemeldet werden.

    Der Betreiber ist für die Unterhaltung der Anlage zuständig.

    Auch der Eintrag des Betreibers im Markstammdatenregister ist erforderlich und muss jedesmal geändert werden, wenn der Mieter wechselt. Erkundige Dich beim Netzbetreiber, was der verlangt. Dort muss der Betreiberwechsel sicher auch jedesmal gemeldet werden.

    Ganz so einfach, wie ein normaler Mietvertrag, ist es nicht.

    Das Verpachten einer PV-Anlage oder der Verkauf des PV-Stroms an den Mieter hat nichts mit MIeterstrom zu tun, wenn diese Regelung aus dem EEG nicht genutzt wird.

    Ich hatte meine Anlage, Baujahr 2000, von Januar bis Juni 2022 an den Mieter vermietet, um die EEG-Abgabe für den PV-Strom im Haus zu umgehen. Vertragsformulare zur PV-Vermietung bietet der DGS Franken eV gegen Gebühr an. Zur Vermietung gehören auch die Ummeldung der Anlage im Markstammdatenregister auf den Mieter, die Mitteilung an den Netzbetreiber und die Versicherung. Der Mieter wurde Betreiber der Anlage und konnte den PV-Strom dann ohne EEG-Abgabe im Haus nutzen.

    Seit Juli 2022 gibt es die EEG-Abgabe nicht mehr und ich habe die PV-Anlage wieder als Betreiber übernommen. Der neue Mieter wird von mir mit PV-Strom beliefert, wofür die technischen Voraussetzungen (Messzähler) geschaffen wurden. Ich bin jetzt nicht nur Stromerzeuger sondern auch Stromlieferant (im EEG beschrieben), hierfür ist ein Gewerbe erforderlich (Anmeldung bei der Kommune).

    Der Mieter erhält von mir den gesamten Strom, auch aus dem Fremdnetz. In Absprache mit dem Mieter wurde ein Stromversorger gesucht, mit dem ich als Vermieter den Stromliefervertrag abgeschlossen habe. Die Abschläge leistet der Mieter an mich und ich leite sie weiter. Am Ende des Jahres erhält der Mieter die Rechnung des Stromversorgers von mir durchgereicht.

    Für den PV-Strom habe ich dem Mieter ein Angebot gemacht. Die Abschläge zahlt der Mieter an mich und am Ende des Jahres erhält er von mir eine detaillierte Rechnung.

    Der Stromüberschuss aus der PV-Anlage geht weiter in die Einspeisung zum jeweiligen Tagespreis.

    Voraussichtlich wird der Mieter rund 30 Prozent seines Jahresverbrauchs (ohne Speicher, ist geplant) vom Hausdach erhalten. Dieses Mischangebot ist für ihn günstig, da der PV-Strom vom Hausdach deutlich günstiger ist, als der Fremdstrom. Für mich als Betreiber und Stromlieferant ist es nur etwas mehr Aufwand. Viel wichtiger ist aber: Es dient dem Planeten Erde.

    Enpal bietet PV-Anlagen für 20 Jahre zur Miete. Nach einem Blick auf die Internetseite vermute ich, dass die Monatmiete sehr hoch ist, oder Billiganlagen verbaut werden. Denn, am Ende der Laufzeit soll die Anlage für 1 Euro zu kaufen sein. Ich würde mich vor Ort erkundigen (Stadtwerke) ob die auch Mietangebote machen. Lass Dir mehrere Angebote machen.

    Ich persönlich halte nichts davon, habe inzwischen drei eigene Anlagen.

    Passus: Bezeichnung für den Inhalt der Wohnungsübergabe.

    Man könnte schreiben: Die Wohnung ist zu verlassen, wie bei Wohnungsübergabe erhalten. Das ist die Regel. So mach ich es als Vermieter.

    Maßgeblich ist, wie die Wohnung übergeben/übernomen wurde. Ich würde den Mietvertrag in Abstimmung mit dem Vermieter ändern, oder einen neuen Mietvertrag mit dem Übergabepassus verlangen.

    Ich würde mich bei Behindertenorganisationen (Lebenshilfe, Diakonie usw) erkundigen, welche Wege es gibt, die Tochter abzusichern.

    Wenn nach dem Tod der Eltern kein Behinderten-Testament vorliegt, macht das Sozialamt die Hand auf, bis das Vermögen der Tochter verbraucht ist. Erst danach wird wieder Grundsicherung gezahlt.

    Ich habe für meine Kinder vom Fachanwalt und Notar ein spezielles Testament (ein Sohn hat 100 GdB und ist in einer Werkstatt) erstellen lassen. Dabei werden die Kinder nur Vorerben und ein benannter Testamentsvollstrecker verwaltet das Erbe. Die Kinder haben den Nutzen aus dem Erbe, wobei kein monatliches Geld fließt (Grenzbetrag bei Grundsicherung), sondern Sachlseistungen die Erbausschüttung bilden (Kleidung, Möbel, Reise, Auto usw). Solch ein Testament ist juristisch gesichert, kostet aber auch etwas Geld.