Wenn ich heute 100€ in eine Riesterrente einzahle, muss der Anbieter jederzeit nachweisen, dass diese 100€ zum Rentenbeginn zur Verfügung stehen.
Bei klassischen Versicherungen gibt es dafür den Rechnungszins, aktuell 0,9%. Wenn der Anbieter mehr Erträge erwirtschaftet, können diese Überschüsse risikoreicher angelegt werden.
Bei Fairr & Co. gibt es Anleihen als "sichere" Komponente. Wenn diese wackeln, so im März 2020, fliegt den Anbietern das ganze Konzept um die Ohren. Da es bei diesem Konstrukt keinen Rechnungszins gibt, kann die Beitragsgarantie eigentlich nicht funktionieren...
Der Vertrag meiner Frau liegt aktuell im Minus mit einem Aktienanteil von 3%. Damit ist das Konzept aus meiner Sicht gescheitert und ich werde abwarten, ob sich die Vorgaben für die Rieserrente ändern. Ansonsten wird der Vertrag ruhend gestellt - spätestens wenn die Kinderzulagen entfallen, die sorgen momentan nämlich für eine hohe Förderquote.