Bitte entschuldigt meine dumme, aber ehrlich gemeinte Frage:
Was spricht dagegen, dass auch Beamte, Ärzte usw alle einzahlen wie in Österreich. Mit dem was da mehr reinkommt, wäre es doch leichter einen kapitalstock für die Aktienrente aufzubauen wie beispielsweise der norwegische Staatsfonds.
Mir ist klar, dass das nicht alles von heute auf morgen gehen würde und manche nicht in Euphorie ausbrechen werden, sondern sehr sehr langfristig wäre. Aber wenn man keine Veränderungen vornimmt dann wird sich auch nichts verändern. Eine Aktienrente via eines norwegische Staatsfonds muss ja auch nicht zwingend die einzelne Säule sein, aber mit eine langfristig tragende. Und vielleicht würde da auch mal ein größeres Plus erzielt werden was man finanziell für andere Projekte verwenden könnte.
Kann mich jemand abholen?
Danke!
Die Beamten müssen nach dem Grundgesetz alimentiert werden. Deshalb zählt auch das letzte Gehalt und nicht der Durchschnitt der Erwerbsbiographie wie in der GRV.
Die Pension entspricht quasi GRV+Betriebsrente.
Wenn man Beamte in die GRV zwingt, muss der Staat trotzdem draufzahlen und eine Zusatzversorgung wie im öffentlichen Dienst erfinden.
Ist der Beamte der Meinung, er bekommt nicht genug, kann er den Rest einklagen. Momentan sind bereits 60 Verfahren am Bundesverfassungsgericht bezüglich der Besoldung/Versorgung anhängig.
Darüber hinaus zahlen Beamte ihre Pension quasi selber. Es wurde in den 60ern ca. 2 mal auf 7 Prozent gehalt verzichet. Sog. Eckmann-Vergleich. In der Neuzeit wurden viele Jahre 0,2% der Gehaltserhöhungen nicht ausbezahlt, sondern in Versorgungsrücklagen gesteckt.
Addiert man das alles zusammen, kommt man in einen ähnlichen Bereich wie den derzeitigen 18,6% Beitragssatz in der GRV.
Problem ist vor allem, dass man jeden Hinz und Kunz Lehrer zum Beamten gemacht hat. Das ist einfach keine hoheitliche Tätigkeit.