Beiträge von ichbins

    Geldanlagen sind so ähnlich wie Akku aufladen, bis 80% geht es einfach bzw schnell. Wer unbedingt mehr braucht, muss halt mehr Zeit investieren, ob es für den Akku oder der Geldanlage günstiger wird, sei dahingestellt. Wichtig ist nur, jeder entscheidet das für sich selbst, daher finde ich gegenseitige, was ich mache ist richtig, auch in diesem Forum als unangemessen. Zusammengefasst: viele Wege führen nach Rom.

    Ich kann Dir nur schwer folgen. Du meinst also, wenn Privatpersonen auf Staatsschulden in SpaceX investieren kompensiert das unseren Exportüberschuss und führt damit zu einer Lösung unseres Rentenproblems?

    Nochmal, weil wir sehr abdriften. Ich sage nur, BAV, AV Depot, Riester etc. sind alle nur Augenwischerei, weil sie die zentralen Probleme der Produktionsmenge von Gütern und Verteilungsgerechtigkeit überhaupt nicht adressieren. Ggf. sogar kontraproduktiv sind. Besser wären diese Schulden einfach in Investitionen wie Bildung, Infrastruktur Stärkung Wirtschaft oder Binnennachfrage und eine grundlegende Diskussion über Verteilungsgerechtigkeit.

    Da bin ich teilweise bei dir, besonders bei der Verteilungsgerechtigkeit und der Bildungspolitik. Wenn man, wie es hier die Meisten tun, weltweit investiert, ist man halt sicherer unterwegs. Sicherlich könnte man deutsche börsennotierte Unternehmen mehr einbeziehen, allerdings fehlt mir die Idee, wie man das umsetzen könnte. Ob das ganze die deutsche Wirtschaft mehr stärkt, da auch sehr viele Unternehmen nicht börsennotiert sind, mag ich bezweifeln.

    Ich fühle mich einfach mal angesprochen und finde das greift hier etwas kurz. Im Jahr 2027 wird der deutsche Staat Schulden für mein AV Depot aufnehmen und davon werde ich knapp 60 % in amerikanische Firmen investieren. Unter anderen auch SpaceX und Tesla etc.. Die Sinnhaftigkeit darf man durchaus kritisch sehen.

    Im übrigen kommt der Kern der Diskussion daher, dass unser Rentenproblem einfach ein nationales Problem ist. Das hat nichts mit Engstirnigkeit zu tun

    Naja als Exportland, das Deutschland nun mal ist, muss man auch mit dem Gegenteil leben. Als Beispiel dient mir der norwegische Staatsfonds der auch weltweit unterwegs ist.

    Also De-Industrialisierung wie in England? In England hat man die Finanzindustrie. Was machen wir dann ohne engstirniges National-Denken und hoffentlich nicht hirnlos oder gefährlich?

    Warum, De-Industrialisierung? Meine Aussage besteht nur darin, dass die Industrie international arbeitet. Alleine in meiner näheren Umgebung gibt es 12 Firmen aus 5 Nationen die hier produzieren. Jetzt überlegt VW und der sächsische Wirtschaftsminister in Zwickau auch chinesische E-Autos zusammen zu bauen, war bisher undenkbar. Alle genannten Unternehmen zahlen hier Steuern und Sozialabgaben, die Gewinne gehen dann halt in die Herkunftsländer. Andersrum sieht es mit deutschen Firmen im Ausland genau so aus. Wenn man sich dieser Entwicklung bewusst entzieht, wird das nicht lange gut gehen und in einer oben genannten De-Industrialisierung landen.

    Das bedeutet dann, dass andere für uns arbeiten und uns mit Rohstoffen und mit Produkten versorgen?

    Warum sollten sie das tun? Geben wir ihnen dafür eine Gegenleistung? Wenn ja: was könnte das sein?

    Das passiert doch täglich weltweit, deutsche Firmen produzieren im Ausland und ausländische in Deutschland. Damit sind die meisten Länder der Welt intensiv vernetzt. Nehmen wir als Beispiel Amazon, die verkaufen bis in den letzten Winkel weltweit und der Gewinn geht nach Amerika. Deutsche Handelskonzerne treiben sich auch in ganz Europa rum und die Gewinne gehen nach Deutschland. Mein Arbeitgeber verkauft in über 150 Länder und verdient überall und die Kohle kommt zu ihm nach Deutschland. Daher ist dieses engstirnige National-Denken, wie es gerade wieder aufkommt, hirnlos und gefährlich.

    Ironie on:
    Aber Du kannst doch nicht erwarten, dass jemand der 50 Jahre in der Münchner Innenstadt gelebt hat, nun als Rentner umziehen muss weil die Rente nicht ausreicht.
    Natürlich hat dieser Rentner dann ein Recht darauf in seinem gewohnten Umfeld wohnen bleiben zu können. Alles andere wäre ja total unsozial.

    Naja, leider betrifft es nicht nur Rentner die sich den Wohnraum in ihrem Kiez nicht mehr leisten können, sogenannte Luxus-Sanierung haben schon viele Menschen die Heimat gekostet.

    Ich sehe das Hauptproblem darin, dass es keine Tarifpflicht gibt. Die Gewerkschaft kann viele gute Ideen haben, viele Unternehmen werden auch bereit sein Leistungen zu erbringen, allerdings gibt es dann auch etliche, die sich da wie immer raushalten werden. Am Verhandlungstisch sitzen eben nur die Tarifler, einige übernehmen das dann, aber der größere Teil wird es nicht tun. Also muss eine gesetzliche Regelung geschaffen werden, sonst bleiben die Unterschiede bestehen, egal wie die Lösungen aussehen.

    In meinem Freundes- und Bekanntenkreis ist das immer noch so.


    Mit einem Bruchteil kann ich über bspw. über ETFs reden. Über Summen sprechen wir da aber auch nicht.

    Ein Teil findet das interessant und hört interessiert zu, ändert aber nichts.

    Ein anderer Teil hat sein Geld bei der lokalen Sparkasse oder Volksbank auf dem zinsträchtigen Geldmarktkonto.

    Ich vermute mal, du stehst für weit über 90% aller Deutschen, bei Geld hört die Freundschaft auf, wäre der nächste Spruch und da geht es bei weitem nicht nur um (ver)borgen. Selbst ein Tipp zu Finanztip oder Test wird müde lächelnd abgetan, der Bankberater oder Versicherungsberater sind da wahre Freunde, selbst wenn man weiß das es Verkäufer sind. Ein allwissender Bekannter hat mir mal die DVAG auf den Hals gehetzt und war sauer, dass ich nichts abgeschlossen habe, selbst mein Einwand „pure Abzocke“ konnte er nicht begreifen, es ist halt so und wird sich wohl auch nicht so schnell ändern. Schade!

    Wenn es für alle Arbeitgeber zur Pflicht wird, was erst einmal sehr sinnvoll wäre, kann ein einheitliches System genutzt werden. Am sinnvollsten wäre es natürlich, private Anbieter nicht mitverdienen zu lassen. Wir haben eine GRV, diese macht trotz aller finanziellen Probleme, einen guten Job. Zumindest ist mir persönlich noch nichts aufgefallen, die Vorgaben kommen ja von der Politik. Wenn man 75,00 Euro monatlich über 45 Jahre mit 3,5% anlegt, hat man knapp 100.000 €. Natürlich nur bei einer Steuerfreiheit. Das wären etwa 400€ -500 € Rente und könnte bei Erhöhung der Einzahlungen nach Inflation bei dieser Kaufkraft bleiben. Ich weiß Aktien ETFs würden mehr bringen, allerdings ist das nicht jedermanns Sache, daher mal eine Art Festgeldberechnung. Damit wäre sehr vielen Menschen geholfen, auch wenn ich ETF Anhänger bin, es wäre ein Anfang. Wenn natürlich Versicherungen und Banken als Vertragspartner ins Boot geholt werden, sieht der Ertrag nicht mehr so gut aus, selbst wenn ETFs ins Spiel kämen. Nur eine Überlegung, ehe der Shit Storm über mich hereinbricht.

    Naja, immer schwierig die Qualität eines Finanzberaters einzuschätzen. Ich würde mir schon die Zeit nehmen, mich mit den Grundlagen einer Anlage zu beschäftigen, dann hat man wenigstens einen gewissen Überblick was der Berater einem empfiehlt. Dazu eignen sich die Seiten von Finanztip, die passenden Videos von Saidi und sein Buch, ebenfalls von Hartmut Walz das Buch, Ihre Finanzen fest im Griff. Weiterhin ist immer wichtig, wann brauche ich wieviel, danach richtet sich jede Anlage aus. Es ist schon sehr wichtig, ob ich einen Teil in 5,10 oder 20 Jahren brauche.

    Ohne USA und Tech wären die Renditen der letzten Jahre deutlich überschaubarer gewesen. Aber es ist so in Deutschland, die Maler haben überwiegend schwarz…. Momentan ist nun mal Tech weit voraus und da sitzen die Hauptakteure nun mal in Nordamerika. Wie lange der Hype noch anhält wissen wir nicht, allerdings wird es wohl kaum zum platzen einer Blase kommen, der weltweite Bedarf ist einfach zu groß. Oder ohne weltweiten ETF wird es schwer 8o

    Was ich bisher aus dem Handwerk kenne, werden die Arbeitsplätze heutzutage gerade zu Beginn massiv schlechter bezahlt als früher. Meist steigt man niedriger ein und wird zusätzlich auch erst später hochgestuft. Oftmals ist auch die erreichbare (End-)Vergütung geringer. Dazu kommen viele 'Leckerlis' von Altverträgen die einfach abgeschafft wurden. Dahingehend hat 'die Wirtschaft' schon sehr gut entlastet, belastet halt der GRV (und den Arbeitnehmer damit doppelt)

    Hmm, da ist verallgemeinern nicht die beste Idee, habe 2 Unternehmer im Freundeskreis. Sanitär und Elektrik, beide sagen übereinstimmend aus, ohne gute Gehälter zu zahlen, findet man keine guten Leute. Mag nicht überall zutreffen, ist aber wohl gerade im Handwerk häufig zu hören.

    Naja, vermutlich beginnen Facharbeiter ihre Ausbildung mit etwa 16 teilweise mit 18 Jahren, wenn dann 45 Jahre eingezahlt wird, sind diese Anfang bis Mitte 60, womit ein Renteneintritt mit Mitte 60 möglich wäre. Heißt mit 65 könnten sie in Rente und damit wären die Diskussionen um schwere Arbeit im Alter erledigt. Sicherlich muss dann für andere, zB. operierende Ärzte und so weiter eine Regelung geschaffen werden, aber auch da gäbe es Möglichkeiten.

    Naja, ich kenne die Höhe deiner Steuerzahlung nicht, ich bin vom hin und her in die 1 ETF Strategie gewechselt, Europa ist mein Geldmarkt ETF und die Rente, also investiere ich nicht zusätzlich in europäische Aktien, außer die im weltweiten ETF mit drin sind, kann in deinem Fall allerdings Sinn machen, wenn Europa tatsächlich nach vorne prescht, viel Glück!