Beiträge von ETF-Horst

    Hallo Herzerle ,

    ich stehe vor einer ähnlichen Entscheidung wie Du und habe mir ähnliche Gedanken gemacht. Gibt hier dazu auch einen Thread.

    Wenn Du Dich näher mit dem Thema Dividenden/Dividenden ETF beschäftigen willst, solltest Du auch mal auf dem YouTube Channel von Christian W. Röhl (echtgeld.tv) oder seinem Blog vorbeischauen (einfach mal googlen).

    Wie meine Vorredner schon geschrieben haben, sind spezialisierte Dividenden ETF meist weniger breit gestreut als ein "konventioneller" MSCI World oder ACWI und haben meist in der Vergangenheit weniger gut performt (vergleiche FTSE All World und FTSE All World High Dividend).

    Es gibt aber auch Dividenden ETF, die mit der Performance durchaus mithalten konnten:

    zB SPDR S&P US Dividend Aristocrats UCITS ETF oder WisdomTree Global Quality Dividend Growth UCITS ETF

    Dabei ist aber zu beachten, dass ersterer nur US-Aktien enthält, dafür aber ausschließlich die sog Dividenden-Aristokraten. Natürlich ist nicht gesagt, dass die künftige Performance so sein wird wie die vergangene (wie immer), aber ich finde diese (und andere) ETF für den von Dir beabsichtigten Zweck durchaus interessant. Man kann theoretisch solch einen ETF ja auch einem breiter gestreuten hinzumischen.

    Ich glaube, dass man sich bei 100% Aktien die 0,48% an Quirion sparen kann. (die TER der ETF musst Du ja auch ohne Quirion bezahlen, wobei Q da schon versucht, möglichst günstige ETF zu nehmen).

    Q investiert im Prinzip in DM und EM über ganz normale ETF, dazu kommt dann noch ein Strauß an Faktor-ETF wie Momentum oder SC. Das wird dann prozentual angeblich nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gewichtet. Ob das mehr bringt als ein simpler ACWI oder FTSE All World, werden wir erst in der Zukunft wissen. Der FTSE All World passt schon.

    Hallo,

    wie schon bereits erwähnt, würde ich in eurer Situation auch nicht mehr allzuviel in Aktien anlegen, vielleicht 10%, max 20%. Ihr müsst jetzt nicht mehr jedem Prozent Rendite nachjagen.

    Bei 700k insgesamt lohnt es sich aber vielleicht, auch mal sichere Anleihen in Betracht zu ziehen. Die 700k müsste man auf mind 7 TG oder FG Konten aufteilen. Ihr könntet den risikoarmen Anteil auch mit Anleihen abdecken, die aber folgende Kriterien erfüllen müssen:

    beste Bonität

    kurze Laufzeit

    Heimatwährung, also EUR

    Das könnte man über zB kurzlaufende Bundesanleihen machen, bequemer wäre aber da ein Anleihen ETF. Vorteil: man ist jederzeit liquide, kann Anleihen auch vor Fälligkeit verkaufen, hat dann zwar ein Kursrisiko, das aber relativ überschaubar ist. Das ist das, was zB auch Kommer für den "sicheren" Teil des Vermögens empfiehlt.

    Viel Erfolg!

    Was spricht denn dagegen, wenn Du eine Generalvollmacht über alle Vermögens- und Finanzangelegenheiten hast, ihre Konten online zu führen? Wenn Du mit dieser Vollmacht am Bankschalter Geld abheben kannst (was Du ja darfst), dann kannst Du doch auch online Transaktionen für sie durchführen.

    Eröffne doch auf Ihren Namen ein FG Konto, geh mit ihr zur Post und mach dort Post-Ident, und dann kannst Du online mit den Zugangsdaten für Sie Geld anlegen.

    Oder irre ich mich?

    Folgendes Beispiel. Du hast einen Sparplan über 1000€ pro Monat. Außerdem hast Du aktuell Mieteinnahmen aus der Immobilie, sagen wir Dein Anteil sind 300€/Monat. Jetzt wird die Immobilie verkauft und Dir fehlen Ende des Monats diese 300€. Jetzt hast Du zwei Varianten, das Problem zu lösen:

    1. Du investierst den Erlös in ein Investment und ziehst aus diesem jeden Monat 300€. Das kann ein Dividenden-ETF sein oder eine Zinsanlage. Diesen Ertrag musst Du versteuern, faktisch entnimmst Du aus der Anlage also eher 400€ als 300€

    2. Du reduzierst Deinen Sparplan auf 700€ im Monat. Jetzt reicht das Geld wieder. Da Du nichts entnimmst, sondern einfach weniger einzahlst, zahlst Du auf diese 300€ auch keine weiteren Steuern. Den Erlös der Immobilie packst Du in einen Thesaurierer und rührst ihn erst in der Rente wieder an.

    Variante 2 ist steuerlich offensichtlich besser. Dazu ist sie viel besser steuerbar, denn du bist nicht von schwankenden Ausschüttungen abhängig.

    Danke auch dir für die Erklärung, mittlerweile hat es bei mir klick gemacht (manchmal dauert es einfach etwas länger :D, nur wie oben schon beschrieben klappt das bei mir nicht so richtig wegen relativ geringer Sparrate...

    Jo. ? Das stimmt aber auch nur für Fonds mit bestimmtem Aktienanteil. Falls der TO auf Dividendenaktien gehen sollte, sieht es schon wieder anders aus.

    Das wäre dann next Level. Ich habe mir aber fest vorgenommen, das Thema Einzelaktien nicht anzupacken, auch wenn es noch so verlockend ist. Es reicht eigentlich, dass ich es nicht lassen konnte, mit Themen ETF rumzuspielen. :rolleyes:

    • Wenn Du die alleine über Ausschüttungen bekommst, sind 12 x 1.000,- Euro zu versteuernder Gewinn. Abzgl. des Freibetrags zahlst Du also auf 11.000,- Euro Steuern.
    • Wenn Du es über Anteilsverkäufe machst, sind von den mtl. 1.000,- bspw. die Hälfte (Kurszu-)Gewinne und die andere Hälfte Deine eigenen Einzahlungen. Du zahlst also nur auf 5.000,- Euro Steuern.

    Ok, danke, ich hatte da irgendwie eine mentale Blockade, das ist natürlich richtig, wenn ich Anteile verkaufe, ist das ja nicht 100% Gewinn im Gegensatz zu Dividenden. Jetzt habe ich es verstanden. ^^

    Die Diskussion zwischen Thesaurierer-Entsparern und Ausschüttungsfreunden gehört zu den gaaanz prinzipiellen und sie wird andernorts viel dogmatischer und erbitterter geführt als hier in diesem Forum. Ich persönlich bin da … mein erster Post hier, viel weiter oben … sehr pragmatisch und kann neben den rein rationalen Vorteilen des einen auch die emotionalen Vorteile des anderen erkennen.

    Ohja, man stelle sich nur vor was los ist, wenn man mit dieser Fragestellung im WPF einen Thread aufmacht. Ich bin sehr froh, dass der Umgangston hier viel angenehmer ist... ;)

    Um die Diskussion geht es mir gar nicht, auch wenn ich da im Lager der Thesaurierer wäre.

    Mir geht es um den Vorschlag, den freien Cashflow direkt zu schaffen, indem man die Sparrate reduziert und dafür den Erlös des Hauses als Einmalanlage zu investieren anstatt den Cashflow indirekt zu erzeugen, indem man Geld in eine Anlage investiert, die einen regelmäßigen Cashflow erzeugt.

    Denn wenn ich Horst richtig verstanden habe, ist das ursprüngliche Ziel nicht Dividenden zu bekommen, sondern den verfügbaren Cashflow auf gleichem Level zu halten wie er mit der Immobilie ist.

    Wie eben schon geschrieben, bin ich prinzipiell auch eher im Lager der Thesaurierer. Die Dividenden sollen nur Mieteinnahmen ersetzen, so der Gedanke.

    Es ist richtig, dass man seine Sparrate reduzieren könnte, dieses Geld dann zum ausgeben nutzt und den Erlös in einer Einmalanlage in den Thesaurierer stecken kann. Bei mir ist die Situation nur so, dass meine monatliche Sparrate momentan relativ klein ist, im Vergleich zum Gesamtdepot eher eine homöopathische Dosis. Da gibt es also nicht viel zu reduzieren. Mein Depot ist dadurch zustande gekommen, dass ich einen größeren Betrag quasi als zeitlich gestreckte Einmalanlage investiert habe, bis ich mit meiner Zielsumme investiert war. Jetzt, wo ich mehr oder weniger vollständig investiert bin, spare ich zwar noch monatlich weiter, aber momentan nicht so viel, dass es so viel wäre wie die Mieteinnahmen bzw die Ausschüttungen aus dem Dividenden ETF. Von daher wäre selbst bei Reduzierung der Sparrate auf 0 eine monatliche Ausschüttung wünschenswert.

    Aber ich denke es wird auf eine Mischung aus "den Thesaurierer weiter besparen" und einen neuen Div ETF hinzunehmen hinauslaufen.

    Ich möchte das an der Stelle nochmal hochholen, denn JDS hat absolut recht. Ihr seid in der Diskussion am Anfang in Richtung Dividenden-ETF abgebogen und optimiert da jetzt lokal rum. Steuerlich ist diese Variante ohnehin deutlich vorteilhafter für den gleichen Cashflow als Dividenden mit 25% Abgeltungssteuer.

    Also, so ganz prinzipiell bin ich ja auch eher auf der Seite der Langfrist B&H Anleger, und zwar mittels Thesaurierer. So habe ich angefangen und will das auch eigentlich durchziehen.

    So ganz verstehe ich das aber nicht, was Du schreibst, warum die Variante "alles in den Thesaurierer" steuerlich besser ist. Wenn man alles im Thesaurierer lässt und ihn nicht anpackt, klar, dann schon, wegen Zinseszins und Steuerstundung. Wenn ich aber dem Thesaurierer regelmäßig Anteile entnehme (anstelle von Dividendenausschüttungen), muss ich die auch versteuern und sie unterliegen nicht mehr dem Zinseszinseffekt.

    Ich kam ja auf die Idee des Dividenden ETF, weil ich anstelle der Mieteinnahmen anderweitige regelmäßige Zahlungen haben wollte, müsste dann beim Thesaurierer also regelmäßig verkaufen.

    Wenn man einen schwankungsarmen und dennoch gut rentierenden Dividenden-ETF sucht, würde ich immer den SPDR S&P US Dividend Aristocrats (IE00B6YX5D40) empfehlen. Ich schaue hier vor allem auf die Volatilität und Rendite, um stabile Cashflows zu erzielen. Die historische Entwicklung hat mich überzeugt: Performance 13.3% p.a. bei ähnlichen Risikokennzahlen wie ein MSCI World (Vola 18%/3 Jahre, max. Drawdown -36%, Sharp Ratio 0.84/5Jahre). Seit Auflage 2011 gab es nur ein Jahr mit negativer Rendite (2020). Selbst in Krisenjahren wie 2018 und 2022 war die Rendite positiv - entgegen dem weltweiten Trend (US Div Aristocrats +5% vs MSCI World-13%).

    Das klingt alles sehr verlockend und der ETF sieht ja auch sehr gut aus, aber ich denke trotzdem, dass ich mich besser fühle, wenn ich breiter diversifiziere. Auch wenn Coca Cola und McDonalds weltweit verkaufen, so sehe ich trotzdem in zu viel USA ein Klumpenrisiko. Wie hier auch schon diskutiert. mein USA Anteil ist momentan etwas über 50% und damit fühle ich mich ganz wohl. Auch wenn es nur in den USA die wahren Aristokraten gibt lt. Definition. Eine Möglichkeit wäre ja auch noch, den US Div Aristocrats mit einem FTSE AW High Div zu mischen...

    Ich persönlich fand das Buch von Röhl/Heussinger "Cool bleiben und Dividenden kassieren" ganz interessant. Da wurde auf sehr unterhaltsame Art das Thema beleuchtet und auch mal analysiert.

    Danke für den Tipp! Ich mag den Röhl ganz gerne sehen und hören und werde mir das mal anschauen.

    Aufgrund der Tatsache, dass man ja schon im MSCI World einen reichlichen US-Klumpen hat, würde ich - wenn es ein Dividenden-ETF sein soll - lieber zu einem global besser diversifizierten ETF greifen - FTSE AW High Div wäre wohl die breiteste Alternative. Es ist zwar verlockend, nur auf die US Div Aristokraten zu setzen, aber ich investiere ja auch nicht nur in den S&P 500, obwohl das in der Rückschau erfolgreich gewesen wäre.

    Ist wirklich nicht einfach, die Performance spricht schon dafür (jedenfalls in der Vergangenheit), einen normalen marktbreiten ETF zu nehmen, und dann Anteile abzuverkaufen, wenn man Geld braucht. Ganz nebenbei erzeugt das aber auch höhere Transaktionskosten - wenn man nicht bei einem Neo ist und für 0 oder 1 EUR verkaufen kann. Und auch wenn die Kurse gen Süden gehen, würde ich eher keine Anteile verkaufen, die Ausschüttungen vom Div ETF kämen aber auch in schlechteren Zeiten.

    Es ist halt schon recht praktisch, wenn das Geld so wie Miete von alleine auf dem Konto landet. Und man kann es ja auch sofort wieder reinvestieren, wenn man es nicht braucht.

    Schwierige Entscheidung, die Vor- und Nachteile gegeneinander anzuwägen...

    Replikationsmethode hatte ich ja schon erwähnt, aber dass das so viel ausmacht?

    Die Zusammensetzung sollte doch bei gleichem Index identisch sein. Jedenfalls sind es beide Male 100 Aktien. Swapper sind ja oft effizienter was die TD angeht als Replizierer, aber das sollte doch keinen Einfluss auf die Ausschüttungen haben?

    Wenn in beiden ETF die gleichen Firmen zu gleichen Anteilen sind, dann gibt es doch ganz genau die gleichen Dividenden für den ETF, die dann an die Anleger ausgeschüttet werden? Oder ich habe da einen Gedankenfehler.

    Und jetzt noch eine ganz doofe Frage.

    Der

    iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE) ISIN DE000A0F5UH1

    und der

    Xtrackers STOXX Global Select Dividend 100 Swap UCITS ETF 1D ISIN LU0292096186

    bilden den gleichen Index ab.

    Trotzdem schüttet der Xtrackers ungefähr doppelt so viel aus als der iShares (Quelle just ETF). Wie kann das sein? Weil der eine swapt und der andere nicht? Der Kursverlauf ist bei beiden so gut wie identisch.

    ETF-Horst

    Als bekennender Dividenden-ETF-Fan kann ich deine Überlegungen voll nachvollziehen und habe in etwa dieselben ETFs in meinem Depot.

    Und zusätzlich habe ich - wie auch @TamInvest vorschlägt - noch den Vanguard FTSE AW am Start, ebenfalls die ausschüttende Variante.

    Passt in meinen Augen prima, auch wenn bei den reinen Dividenden-ETFs die Gesamtperformance tatsächlich unterdurchschnittlich ist. Was mich aber nicht stört, da diese bis zum letzten Tag im Depot bleiben und später vererbt werden sollen. Den FTSE AW hingegen werde ich nach Rentenbeginn schrittweise verkaufen.

    Es wäre bei mir ja dann ähnlich. Mein herkömmliches World-Depot soll ab Rentenbeginn schrittweise abverkauft werden. Der/die Dividenden ETF würden dann vorher und auch in der Rentenphase zusätzlich cash generieren. Klingt jetzt nicht so schlecht. Bei einer Immo schauen viele ja auch nicht auf den Wert sondern eher auf die Mieteinnahmen.

    Danke für den Input.

    Generell gilt: Wachstumsaktion laufen im Wachstumsphasen besser, Qualitätsaktien in volatilen bzw. "schwierigen" Zeiten. Die optimale Rendite erhältst du logischerweise aus einer Kombination von beiden. Wenn du langfristig nur auf eine Komponente setzt, dann wirst du nie die beste Rendite erreichen.

    Das hört sich aber doch so an, als ob eine Beimischung eines Dividenden ETF gar nicht so schlecht wäre. Ich bin ja schließlich noch in thesaurierende "normale" ETF als Langfristanlage investiert.

    2. Schaue niemals auf Dividendenrenditen. Sorry, aber das ist ein Basiswissen. Mal abgesehen davon, dass dein EM-ETF sehr volatil ist, hast du im laufenden Quartal eine Halbierung der Absolutzahlung.

    Deshalb frage ich ja. Aber so ganz habe ich das nicht verstanden. Laut extraETF schüttet der EM-ETF im März 23 9ct aus. Das ist absolut gesehen die Hälfte vom März 22, stimmt. Aber die Prognose für 23 ist genauso hoch wie für 22 und in den letzten Jahren gab es keine absolute Halbierung der Ausschüttung.

    Nichtsdestotrotz würde ich aber sowieso nicht so viel Geld in einen EM ETF stecken, dazu ist mir die Gesamtperformance dann doch etwas zu heikel.

    Zitat

    Trotzdem ist ein Investment in einen ETF lohnender als die Sanierung der Immobilie. Es gab nur ganz wenige Periode, in denen sich Immobilien rentiert haben. Unter anderen nach einem Crash bzw. in der jüngeren, inflationierten Phase. Mit einer Bestandsimmobilie (ohne Top Lage) hat man praktisch immer verloren. Da kommt es am Ende nur darauf an, wieviel sie noch bringt. Bis dahin zahlst du drauf während der ETF sofort Erträge bringt.

    Wir haben gerade ebenfalls so einen Fall in der Familie und je länger ich über die Zahlen gegrübelt habe, desto weniger ergibt ein "Sanieren, Halten und Vermieten" Sinn. Und das trotz akzeptabler Lage.

    Das bestärkt mich auf jeden Fall weg von der Immo hin zum ETF.

    Hallo ETF-Horst,

    die Frage müssen Sie sich letztendlich nach Ihren Zielen beantworten. Wenn Sie großes Interesse an einem laufenden Geldeingang haben, spricht viel für einen Dividenden- ETF. Auch Ihre derzeitige Immobilie schwankt im Wert und tendenziell wird sie, ohne grundlegende Sanierung, sogar immer weniger Wert haben, bis zum Extremfall Grundstückswert minus Abrisskosten. Dagegen ist ein nicht so toll performender Dividenden- ETF sogar stabiler.

    Gruß Pumphut

    Das ist genau der Punkt. Die Immobilie ist alt, und da werden in der Zukunft massive Ausgaben für Instandhaltung und Sanierung nötig sein. Ich vermute auch, dass selbst "nur" ein Dividenden ETF da stabiler wäre. Und mit viel weniger Aufwand verbunden.

    Man lässt natürlich ungerne Performance liegen und unter diesem Aspekt wäre es natürlich eine Möglichkeit, einen "normalen" ETF zu nehmen und immer Anteile zu verkaufen. Aber ein ausschüttender Dividenden ETF ist da natürlich viel bequemer.

    Und auf Sicht nur der letzten 12 Monate ist der Vanguard High Dividend sogar besser gelaufen als der normale Vanguard. Wenn das so weitergeht, wäre die Entscheidung pro Dividende genau richtig. Aber das ist wieder Kristallkugel...

    Ich kann nur zum Kursverlauf der Vergangenheit beitragen. Ja, hohe Dividenden Zahlungen können als Value Eigenschaften betrachtet werden. Die 10er Jahre waren growth orientiert.

    Danke, so hätte ich mir das auch erklärt, Dividendentitel sind eher Value, aber muss ja nicht richtig sein, was ich mir so überlege. ;) Daher danke für die Bestätigung und auch ichbins

    Hallo,

    ich bin durch eine Erbschaft anteiliger Besitzer einer Immobilie, die regelmäßige Mieteinnahmen abwirft. Dieses zusätzliche Einkommen ist nicht viel, ist aber sehr willkommen, um den Gehaltseingang etwas zu optimieren.

    Jetzt steht zur Debatte, die Immobilie eventuell zu verkaufen. Ich überlege nun, wie ich das Geld, das in meinem Anteil steckt, anderweitig anlegen kann, ohne auf den monatlichen Geldeingang zu verzichten. Und da bin ich auf Dividenden-ETF gekommen. Wenn ich den kompletten Betrag in einen Dividenden ETF stecke, würde ich bei einer Ausschüttungsrendite von 4-5% schon mehr Geldeingang haben als die bisherige Miete.

    Als Kandidaten habe ich mir bspw ausgeguckt:

    Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield UCITS ETF Distributing ISIN IE00B8GKDB10

    SPDR S&P Global Dividend Aristocrats UCITS ETF ISIN IE00B9CQXS71

    iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE) ISIN DE000A0F5UH1

    wobei der Vanguard natürlich viel breiter gestreut ist als die letzten beiden, aber auch weniger Ausschüttingsrendite liefert.

    Wenn man aber die Performance dieser ETF mit einem normalen FTSE All World oder MSCI World vergleicht, so können die Dividenden ETF nicht mithalten und sind die letzten Jahre schlechter gelaufen. (Nebenfrage: warum eigentlich? Ich würde mir das erklären, dass die wachstumsstarken Groth Aktien in den Dividenden ETF gefehlt haben - ist das die Erklärung?)

    Was meint ihr dazu? Sollte man rein nach der Ausschüttingsrendite gehen oder ist die Gesamtperformance wichtiger?

    Kann man solch einen ETF als Ersatz für eine Immobilie nehmen (was den cashflow angeht) oder habe ich da einen Denkfehler?

    Ich habe ansonsten schon ein breitgestreutes ETF Portfolio (mit normalen Brot und Butter ETF), das der Altersvorsorge dient und einfach B&H mäßig bis zur Rente laufen soll. Den Dividenden ETF würde ich hiervon losgelöst betrachten, er soll nur die "Mieteinnahmen" generieren.

    Letzte Frage: was ist von solchen ETF zu halten: iShares Emerging Markets Dividend UCITS ETF ISIN IE00B652H904

    Die Ausschüttungsrendite ist ja sensationell mit über 9%, aber der Kursverlauf ist natürlich jetzt eher nicht so doll...

    Vielen Dank!