Danke für eure Antworten. So langsam steige ich dahinter, wie alles funktioniert.
Steuerlicher Gewinn = (Verkaufspreis abzgl. Verkaufskosten) ./. (Kaufpreis zzgl. Kaufkosten)
Auf den Wert fällt dann die Abgeltungssteuer an.
Ok, das ergibt Sinn.
Inzwischen bin ich auch etwas schlauer bzgl. der anfallenden Kosten bei Scalable und teile das gerne:

Der obere Kauf war über Gettex. Keine zusätzliche Kosten, aber 19 Cent teurer.
Der untere Kauf war der Kauf einige Sekunden später über Xetra. 1,50€ Provision, die inzwischen von meinem Guthaben auf dem Verrechnungskonto entnommen wurden.
Diese 1,50€ sind auch auf der Wertpapierabrechnung ausgewiesen. Einen Hinweis auf steuerliche Relevanz gibt es dort allerdings nicht - ich vermute, das kommt erst (falls es denn korrekt berücksichtigt wird) mit der Jahresabrechnung, wie ich es auch von anderen Konten kenne?
Die 3,99€ Gebühr, die Scalable für den Kauf über Xetra berechnet, wurden wie bereits von euch beschrieben vom Referenzkonto abgebucht. In meinem Scalable-Online-Account werden die allerdings nirgends gelistet.
Weil es mich interessiert hat, habe ich folgendes gemacht: Die Realtime-Kurse (Geld-/Briefpreis) von Gettex, Börse Stuttgart und Xetra (dort eben mit 15 Min. Zeitversatz) einen Tag lang aufgezeichnet (Bildschirmaufnahme). Und dann im Nachhinein analysiert und die Preise mit gleichem Zeitstempel verglichen.
Rohdaten hierzu im Anhang. ETF ist der Xtrackers MSCI USA, also ein wahrscheinlich relativ liquider ETF. Hier der Briefpreis über die verschiedenen betrachteten Zeitpunkte.

Stuttgart ist i.d.R. am günstigsten, 0,02% günstiger als Xetra - das wird aber durch die, wenn ich es richtig sehe, höchsten Handelsgebühren wieder aufgefressen, außer man hat 6-stellige Handelsvolumina.
Zu meiner Überraschung ist auch Gettex im Schnitt 0,009% günstiger als Xetra - und das kann ich nicht nachvollziehen. Die Kurse zieht sich Gettex ja wahrscheinlich auch von Xetra. Und dann kommt der Spread noch hinzu. Je größer der Spread, desto teurer für Käufer & Verkäufer. Und hier sollte Xetra eigentlich im Vorteil sein - ist es aber nicht. Entweder sind meine entnommenen Daten nicht geeignet, der ETF nicht repräsentativ oder ich habe irgendwo noch etwas nicht verstanden.
Hier der Spread: In Stuttgart zeitweise sogar bei 0,00€. Gettex und Xetra vergleichbar mit leichtem Vorteil für Gettex.

Der oben schon mal angesprochene Testkauf des Invesco-ETFs verhält sich auch eher, wie ich es erwarten würde. Zu nahezu gleichem Kaufzeitpunkt ist Xetra etwas günstiger als Gettex. In dem Fall 19 Cent. Da wäre der Brake-Even-Point, ab dem es sich lohnt bei Xetra statt Gettex zu kaufen bereits bei ca. 2.700€ erreicht.
Nebenbei: Dass die unterschiedlich hohen Kosten nicht über Wohl und Wehe meines Börseninvestments entscheiden werden, ist mir bewusst. Die Entwicklung des vom ETF abgebildeten Index macht um mehrere Größenordnungen mehr hinsichtlich der Wertentwicklung des Investments aus als die Handelskosten. Es interessiert mich aber einfach und ich möchte es nichts desto trotz verstehen, was für einen Käufer mit kleinem Handelsvolumen (da ist es in diesem Vergleich gewiss Gettex) und großem Handelsvolumen am günstigsten kommt.
Sparplan habe ich auch einen aufgesetzt. Allerdings erst am letzten Bankhandelstag im Juli. Auf Nachfrage beim Support hat mir der nette Mitarbeiter geschrieben, dass Sparpläne spätestens am 3.letzten Bankarbeitstag des Monats angelegt werden müssen, da die letzten beiden Tage für die Anforderung der Lastschriften vom Referenzkonto gebraucht werden. Ich habe dann die Anregung gegeben, dies irgendwo als Hinweis zu vermerken, damit man als Kunde weiß, woran man ist. Der Mitarbeiter hat darauf geantwortet, dass er es weitergeben wird. Ob das tatsächlich auch passiert, kann ich natürlich nicht nachverfolgen, aber zumindest war der Mitarbeiter nett und die Wartezeit im Chat mit ca. 5 Min. auch ok.