Ich habe mir bei den ersten Zeilen schon gedacht, dass die Beziehung zumindest nicht mehr 100%ig Intakt ist und eine Trennung nicht mehr ausgeschlossen erscheint.
Zur Eingangsfrage bzgl. der Moral:
Du warst arbeiten und hast ein Einkommen für deine Familie erwirtschaftet, sie hat sich um die Kinder gekümmert. Kindererziehung ist harte Arbeit und der Aufwand mit einem Vollzeitjob vergleichbar. Sicherlich geht die zeitliche Belastung der Kindererziehung noch über einen Job hinaus. Das sollte man nicht vergessen. Im Gegenzug wohnte sie unentgeltlich in deinem Haus und hat noch dazu die private Rentenversicherung bezahlt bekommen. Meiner Meinung nach war die Regelung während der Erziehungsphase für beide fair und keine Seite hat die andere übervorteilt.
Nun hat sie ein besseres Einkommen als du. Damit ist sie in der Lage, auf eigenen Füßen zu stehen und ist nicht von dir abhängig. Da du trotz des geringeren Einkommens 50 Prozent der Haushaltskosten bestreitest hat sie hier (klare) Vorteile.
Ich würde behaupten, die Dame ist in der aktuellen Situation zu 60 Prozent im Vorteil. Wenn es um die Moralfrage geht: Sie sollte eher ein schlechtes Gewissen haben als du.
Nun ein (von dir nicht explizit angefragter) Tipp:
Da eine Trennung zumindest möglich erscheint, solltest du erstmal nichts geben, was du nicht musst. Gehen wir davon aus, du wärst noch für die Kinder unterhaltspflichtig. Dann solltest du das Haus definitiv auf dich laufen lassen. Bei einer Trennung hättest du so Verhandlungsmasse für eine außergerichtliche Einigung. Wenn ihr etwas gehört kann es passieren, dass das Haus verkauft wird und du verlierst dein Eigentum.
Wenn sie fragt, warum du das nicht machen willst, kannst du sie ja fragen, ob sie dir nicht vertraut 
Deswegen würde ich am Status quo der Vermögensverteilung nichts ändern und sie eher noch bei den Haushaltskosten etwas zur Kasse bitten.