Beiträge von FinanztipUser

    Die Frage ist: Ist es nach EU Recht rechtens, einen Festgeldvertrag bei Umzug innethalb der EU zu kündigen?

    Mal ganz praktisch: Wie genau bekommt das deine Bank denn überhaupt mit, wenn Schreiben z.B. weiterhin bei einem Familienmitglied in Deutschland ankommen?

    Ich würde mich glaube ich primär um die melderechtlichen und steuerrechtlichen Regelungen kümmern. Und den Bankvertrag im Vertrauen darauf, dass das Festgelt einfach weiterläuft, nach Möglichkeit eben einfach weiterlaufen lassen...

    Willst du denn auch vorsorglich alle Bankverbindungen in Deutschland kündigen? Ein Girokonto z.B. würde ich glaube ich versuchen zu behalten.

    Bislang immer noch mein größter Posten, ich hoffe, der bleibt möglichst lange verschont.

    PS Laut justetf.com 3,9 Mrd. (LU) vs. 0,3 Mrd. (IE) bzw. 5,4 Mrd. vs. 1,4 Mrd., wenn man die Accs mitzählt.

    Ich hatte vor rund 2 Jahren die UBS mal angeschrieben deswegen und da war die Aussage per Mail, dass eine Schließung oder Zusammenlegung der ETFs nicht geplant sei…

    Find die Geschäftspolitik an der Stelle schwer einzuschätzen, kann mir vorstellen, dass sie beide ETFs/Standorte erhalten aber auch, dass die ETFs fusioniert werden, dann aber ziemlich sicher zu Gunsten des ETFs in Irland.

    Übrigens: sollte die DWS theoretisch entscheiden, den ETF zu schließen ( tut sie nicht) gibt es keinen „Schaden“..,

    Der Steuerschaden kann schon ganz beträchtlich sein, wenn ich bei einem langfristigen buy-and-hold Portfolio (bei mir mit Entnahme nur der Ausschüttungen/Dividenden) dann plötzlich mit einem Zwangsverkauf und zwangsweise Realisieren der Gewinne inkl. der Steuerzahlungen konfrontiert bin. Betrifft den Thesaurierer hier grundsätzlich genauso, auch wenn der Steuerschaden durch die Vorabpauschale etwas relativiert wird...

    Dazu kommt der Stress mit der Wiederanlage, ggf. nicht mehr zueinander passende Ausschüttungstermine der unterschiedlichen/neuen ETFs und eben zusätzliche Transaktionskosten.

    Diese Kriterien haben alle seriösen Portale in der Beurteilung und als Quatsch würde ich es nicht bezeichnen, gerade diese beiden Kriterien werden genutzt weil häufiger Verschmelzungen oder Stilllegungen vorkommen (können).

    Nicht unbedingt: Hatte mich beim UBS-World-SRI gewundert, wie lange Finanztip an der Empfehlung des ETFs mit Auflage in Luxemburg festhält (LU0629459743)! Schon seit Jahren empfiehlt die Finanztest der Stiftung Warentest die Neuauflage in Irland (IE00BK72HH44), einfach weil die steuerlich günstiger und ansonsten völlig identisch ist. Erwartbar ist das Fondsvolumen dort innerhalb relativ kurzer Zeit so gestiegen, dass eine Schließung des neuen Fonds extrem unwahrscheinlich ist. Quizfrage: Welcher von beiden ETFs (also der in LU oder der in IRL) wird wenn dann von der UBS zukünftig geschlossen? ;)

    Hätte man sich an die Finanztip-Empfehlung gehalten, hätte man a) auf den vermutlich zukünftig eher zu schließenden ETF und dann auch noch b) auf den ETF mit finanziellen Nachteilen durch höhere Steuerzahlungen gesetzt...

    Ähnlich hier: Warum sollte man den o.g. Geldmarkt-ETF der DWS als Wackelkandidaten bewerten? Der ist mit 500 Mio € Volumen doch auch für die DWS lohnend und preislich auch für die Anleger die absolut rationale Entscheidung, da nur etwa halb so teuer.

    Denke wirklich, es wäre an der Zeit, diese Regeln einmal zu überdenken!

    Typisch Sparkassenbashing: Alle Sparkassenangestellten sind per se böse, nur der Walz ist gut und deswegen muß man sein Buch kaufen.

    Fun Fact: Walz ist gelernter Bankkaufmann mit Ausbildung bei einer Sparkasse! ;)

    Insofern halte ich es für sehr lesenswert was er (dann als Finanzwissenschaftler/Professor und Verbraucherschützer) schreibt über das Thema private Finanzen und Bank"beratung", egal um welche Bank es sich letztlich handelt.

    Hallo zusammen,

    im Parallelthread diskutieren wir ja gerade unter anderem über den Sinn von Anlagen in Geldmarkt-ETFs. Finanztip gibt im Ratgeber dazu die folgenden Empfehlungen für Geldmarkt-Staatsanleihe-ETF ab: https://www.finanztip.de/investmentfonds/geldmarktfonds/

    -> https://www.justetf.com/de/etf-profile…in=DE000A0Q4RZ9 (iShares)

    -> https://www.justetf.com/de/etf-profile…in=DE000ETFL227 (Deka)

    Offenbar auf Grund des Selektionskriteriums "Mindestalter 5 Jahre nicht erreicht" wurde der hier bei den Staatsanleihe-Geldmarkt-ETFs nicht empfohlen:

    https://www.justetf.com/de/etf-profile…in=LU2641054551 (Xtrackers)

    Frage: Ist das nicht eher fatal bzw. ist das in diesem Anlagesegment aktuell nicht der beste ETF? Die TER ist mit 0,07% deutlich unter der des iShares (0,13%) und des Deka-ETFs (0,12%). Die DWS ist kein kleiner Laden und die Fondsgröße mit 500 Mio EUR auch mehr als ausreichend. Am Chartverlauf der drei im Vergleich sieht man die bessere Performance des Xtrackers durchaus und ich halte alle drei für vergleichbar sicher.

    Gibt es aus Eurer Sicht irgendeinen Grund, der gegen den fast halb so teuren Xtrackers spricht und für die anderen beiden (jenseits von Ausschüttung/Thesaurierung)?

    Danke und Gruß

    FinanztipUser

    Der Immobilienanteil (vermietete Objekte) liegt bei ca. 30% (mein eigengenutztes Häuschen außen vor). Der Aktienanteil liegt ebenfalls bei ca. 30%.

    Genau das sehe ich immer wieder bei wirklich größeren Vermögen: Im Grunde eine Drittelung der Anlageklassen in a) Immobilien inkl. Ländereien, b) Aktien, c) sonstiges (Anleihen, Gold, Devisen, Tangible Assets, etc.). Man könnte das als "naive" Diversifikation bezeichnen, wenn man über die wesentlichen Anlageklassen in etwa zu gleichen Teilen streut. Funktioniert regelmäßig erstaunlich gut und die Betreffenden sind für die unterschiedlichsten Szenarien und zukünftigen Entwicklungen damit ziemlich gut aufstellt...

    Damit fühle ich mich - ganz persönlich - recht solide und robust aufgestellt. Aus meiner Sicht das Entscheidende, denn ich muß mit meiner Asset-Allocation gut schlafen können - nicht "fremde Dritte". Bislang ist es aber auch objektiv gesehen recht ordentlich gelaufen.

    Die ersten Sätze sind zweifellos richtig, ich würde argumentieren: Der letzte Satz hängt damit unmittelbar zusammen! ;) Alles auf eine Asset-Klasse zu setzen führt bei praktisch keinem zum Erfolg.

    Aber bleiben wir bei der einfachen Ausgangsfrage: Geldmarktfonds oder TG/FG? Meine Antwort: Beides, allein schon aus Gründen der Streuung der Ausfallsichersheit (Verfügbarkeit) und sei es nur temporär! Hat schonmal jemand versucht, mit einem Geldmarktfonds seine Rechnungen mit einer Echtzeitüberweisung zu begleichen? Oder am Wochenende am Geldautomat davon abzuheben? Eben. Streuung, Streunung, Streuung der gesamten Anlage und auch der mehr oder weniger liquiden Mittel kann ich da nur sagen... :)

    Das hatte ich (Gold betreffend) bezüglich der staatlichen Notenbanken schon befürchtet (mit ihren > 36.000 Tonnen Gold und den jährlichen Zukäufen von 1.000 Tonnen Gold):

    Glaube die Notenbanken machen das nur zum Spaß...^^ Im Ernst: Jeder wirklich große Fonds dieser Welt setzt daneben auch auf Immobilien. Warum nur? Im Geldmarkt wird natürlich nichts investiert um irgendwas zu stabilisieren, da werden Gelder geparkt, mehr nicht. Aber warum investiert man wohl in Gold und warum machen die das mit den Immobilien? Alle irgendwie doof, im Fondsmanagement der größten Fonds dieser Erde? :/

    Sovereign: Wie hoch ist prozentual dein Anteil an Geldmarktfonds (Anleihen mit Laufzeiten unter einem Jahr) und wie hoch etwa der Gold/Immobilienanteil in deinem Gesamtportfolio und was für ein Ziel verfolgst du damit?

    Als Fan des Streuens, setze ich auf die einleitend genannten Geldmarktfonfs nur für Liquidität. Tages/Festgeld kann und sollte das ganze m.E. für Privatanlager aber ergänzen. Auch hier wieder, um Ausfallrisiken durch Streuung zu reduzieren und sei es nur, weil sich die Anteile gerade nicht verkaufen lassen und ich am Wochendene Geld abheben möchte... ;)

    Das Forum wird immer unlesbarer für Leute bei der Suche nach fachlichen Aussagen.

    Finde die Aussage und den Streitpunkt in der Sache wirklich wichtig und auch zum Thread passend: Kann man die Sinnhaftigkeit von Anlagen in Geldmarktfonds/TG/FG, oder wie zuletzt diskutiert in Gold, vom Tisch wischen mit ein paar Liniencharts/Kursverlaufsdaten der Vergangenheit?

    Ich würde wie gesagt argumentieren: Auf keinen Fall, denn Liniencharts aus der Vergangenheit sagen einfach nichts aus über strukturelle Risiken einer Anlageklasse, über systematische Risiken oder Fragen der zukünftigen Wirtschafts- und Finanzsystementwicklung.

    Das würde ich jedem hier als „fachliche Aussage“ mit auf den Weg geben wollen: Jede Anlageklasse hat systematische Risiken, die sich im Fall der Aktienmarktanlage auch mit einem ETF auf 10.000 Unternehmen nicht wegdiversifizieren lassen. Deshalb würde ich jedem hier raten, sich auch mit systematischen Risiken des Finanzmarks zu beschäftigen, bevor man blind in der Hoffnung auf die maximale Rendite alles in Aktien oder noch besser alles in Bitcoin investiert!

    Geldmarktfonds (TG/FG), Anleihen, Gold und Immobilien haben ihre Berechtigung und werden in praktisch allen größeren Portfolios nicht ohne Grund regelmäßig mit einbezogen.

    Und deine Annahme, dass es ab jetzt komplett in die andere Richtung laufen könnte, basiert auf was? Deine gesamte Argumentation kann man mit ,,this time is different" zusammenfassen. Bisher war es so, aber ab jetzt wird es vielleicht anders sein. Das ist subjektiv und ideologiebehaftet. Diese seltsame Logik kannst du auf jeder verrückte Idee anwenden, die bisher nicht funktioniert hat aber ab jetzt ,,bestimmt funktionieren wird".

    Und wieder verdrehst du die Aussagen in deiner sehr merkwürdigen Art und Wahrnehmung der Dinge: Ich sage nicht, dass "ab jetzt komplett alles in eine andere Richtung laufen" würde. Ich sage: Geschichte ist keine Einbahnstraße und keine Mechanik. Jedes bisherige Wirtschafts-, Finanz-, und Währungssystem wurde (i.d.R. durch krisenartige Umbrüche) von einem neuen abgelöst und es wäre in meinen Augen heillos naiv, verblendet und völlig unrealistisch, wenn man annehmen würde, dass das zukünftig nicht mehr so wäre...

    Denkst du etwa, dass es eine hohe Wahrscheinlichkeit gibt, dass der homo sapiens nicht weiter konsumieren wird und Unternehmen die Produkte und Dienstleistungen bereitstellen werden?

    Nein, aber warum glaubst du ernsthaft, dass der Konsum und die Produktion eines Homo Sapiens am anderen Ender der Welt zwangsläufig immer mit dem ETF in deinem Depot verknüpft bleiben muss? :rolleyes:

    Deshalb investiert man in die Weltwirtschaft. In alle Länder und Branchen. Ca. 9000 Unternehmen. In ein antifragiles System.

    Du scheinst die Phrasen von Beck ja wirklich Ernst zu nehmen... "antifragiles System"... Da würde sich jeder Wirtschafts- und Finanzhistoriker drüber totlachen. Eigentlich jeder, der versucht, komplexe systematische Zusammenhänge jenseits von autistischen Zahlenbetrachtungen zu verstehen... :/

    Aber wie schreibt hier Sovereign häufiger sinngemäß: "Viel Erfolg mit deinen Finanzen", wenn du das derzeitige Finanzsystem und den ETF in deinem Depot tatsächlich und ernsthaft für "das Ende der Geschichte" hältst!

    Francis Fukuyama waren solche katastrophalen Fehleinschätzungen anschließend wenigstens peinlich...