Beiträge von Barrikade

    Ok, ich habe nochmal nachgeguckt, 10-12% der ab 60-jährigen haben dieses hohe Einkommen, Kinderfreibeträge und auch Alleinerziehen-Status haben diese auch nicht mehr und die geringe zu versteuernde Rente ergibt sich möglicherweise aus relativ geringen Rentnversicherungsbeiträgen in jüngeren Arbeitsjahren.

    Aber es muss schon viel zusammen kommen, damit die Gesamtrechung möglichst gut ausgeht.

    Aber ich glaube wir haben hier in etwa das gleiche Verständnis, dass sich das AVD lohnt.

    Buntbart : danke das du dir Mühe gemacht hast, ich schaue mir deine Tabelle nochmal an.

    Das mit den 3 (ETF) und 4 Jahren (Riester + AVD) hatte ich eigentlich deswegen gemacht, weil die Zulagen erst im Jahr darauf ausgezahlt werden (also 2028 für 2027 usw.) und somit nicht gleich 2027 Rendite/Zinsen wirksam werden. Kann sein, dass sich da noch ein Rechenfehler eingeschlichen hat, dass prüfe ich noch.

    "bei Depot/Tagesgeld solltest meiner Meinung nach noch den Sparerfreibetrag berücksichtigen"

    Bei diesen geringen Summen in schon höherem Alter ist der Sparerfreibetrag normalerweise schon woanders berücksichtigt, mit dem AVD fangen wir ja gerade erst im Jahr 2027 an, es wurde ja vorher schon woanders investiert, das AVD sehe ich hier nur als möglicherweise leicht verdientes Zubrot.

    "der Abstand zwischen Grenzsteuersatz vor und in Rente halte ich für zu hoch. Üblicherweise nimmt man einen Abstand von 5 %-punkten an."

    Den Grenzsteuersatz kannst du ja aus deiner letzten Steuererklärung ermitteln und 42% sind nicht unüblich bei (inzwischen schon normalem) zu versteuernden Einkommen (Steuerjahr 2026):
    - Alleinstehende ca 70.000 €
    - Verheiratete ca 140.000 €

    Während der Rentnerzeit geht man mit 27% Grenzsteuersatz in etwa von einer:
    - Bruttorente Alleinstehende 35.200 €
    - Bruttorente Verheiratet 70.400 €

    "bei Riester ist die Zulage nicht beitragsproportional, sondern vom sv-pflichtigen Brutto des Vorjahres und der Höhe des Eigenbeitrages abhängig.

    Ich bin davon ausgegangen, dass bei Riester der Maximalbetrag der geförderten Einzahlung bei 2100 € liegt und die Maximalförderung dann 175 € beträgt (egal wie hoch das SV-pflichtige Brutto ist), da habe ich aber auch einfach die KI gefragt, war für mich aber so stimmig, das habe ich dann proportional runter gerechnet.

    "die 7% Netto-Rendite auch bei Riester anzunehmen, ist mEn nunrealistisch, durch die produktimmanenten höheren Vertragskosten und die Absicherung der Garantie dürfte die Netto-Rendite eher bei unter 3% liegen, selbst wenn alle Beiträge (Eigen und Zulage) in das gleiche Wertpapier gesteckt würden wie im Depot bzw AVD"

    da stimme ich dir voll zu, ich wollte ja nur mal vergleichen, wenn man überall die gleiche Rendite hätte, wie dann die Zahlen aussehen, interessant war eben auch für mich, wenn man als Rendite 0% einträgt. Damit kann man dann auch dem Einwand entgegnen, was passiert wenn der gewählte ETF im AVD um -30% absackt.

    Hallo Barrikade,

    einer der Vorteile ist, dass das AVD nicht mehr zwingend verrentet werden muss, sondern man auch einen Auszahlplan (Start flexibel zwischen 65 und 70, Dauer bis mindestens 85) wählen kann. Das ist m.E. der größte Vorteil am AVD für Personen, die kurz vor der Rente sind.

    Deine Rechnung habe ich mir nicht angeschaut. Allerdings rechnest du wohl mit 7% Zinsen. Beim Aktienmarkt gibt es ordentlich Rendite, aber nicht garantiert. Vielleicht steht der ETF am Ende bei -30%.

    Warum schreibst du förderunschädliche Komplettauszahlung? Nur 30% sind förderunschädlich auszahlbar (100% im Spezialfall von Kleinbetragsrenten).

    Muss dich nochmal zitieren.

    Ein noch größerer Vorteil ist aber, wenn die AVD Anlage nicht bis zum Alter von 85J im AVD festhängt, sondern wenn du diese nach der 100% Auszahlung minus Steuern selbst woanders anlegen kannst.

    Hallo Barrikade,

    einer der Vorteile ist, dass das AVD nicht mehr zwingend verrentet werden muss, sondern man auch einen Auszahlplan (Start flexibel zwischen 65 und 70, Dauer bis mindestens 85) wählen kann. Das ist m.E. der größte Vorteil am AVD für Personen, die kurz vor der Rente sind.

    Deine Rechnung habe ich mir nicht angeschaut. Allerdings rechnest du wohl mit 7% Zinsen. Beim Aktienmarkt gibt es ordentlich Rendite, aber nicht garantiert. Vielleicht steht der ETF am Ende bei -30%.

    Warum schreibst du förderunschädliche Komplettauszahlung? Nur 30% sind förderunschädlich auszahlbar (100% im Spezialfall von Kleinbetragsrenten).

    Die 7% Rendite sind ein Parameter, du kannst auch gern mal 0% eingeben und wirst sehen, dass selbst das sich beim AVD super lohnt. Die Rendite ist fast egal bei der kurzen Laufzeit.

    Wenn man noch diesen 3-5 Jahreszeitraum hat, könnte man sich das AVD so über die Einzahlungen hintrimmen, das man immer unter der Kleinstbetragsrente bleibt und somit 100% abzüglich Steuern ausgezahlt bekommt.

    Soweit ich gesehen habe, kann man auch 2 AVDs haben und die Zulagen aufteilen. Das würde bei denjenigen, die noch länger bis zur Rente haben weiteren Spielraum erlauben.

    Wenn ich es richtig verstehe, wäre Deine Schlussfolgerung, dass sich bei gleichen Bedingungen (Kosten und Rendite) das AVD auch kurz vor dem Renteneintritt lohnt.

    Genau das wollte ich mit der Kalkulation erreichen. Die beste Rendite erhält man:

    • wenn man 1800 € am Anfang des Jahres einzahlen
    • Durch ein hohes Einkommen einen hohen Grenzsteuersatz hat
    • Die Anlage selbst eine gute Rendite bringt
    • Als Rentner einen geringen Grenzsteuersatz hat

    In meiner Kalkulation kann man mit diesen Parametern herumspielen.

    Hallo zusammen,

    ich habe für die älteren Jahrgänge in meinem Familienkreis (60 .. 64) eine Tabelle erstellt, die die Renditen bezüglich ETF/Tagesgeld, Riester und Altersvorsorge Depot einmal rechnerisch untersuchen soll.

    Vorgaben waren:

    • Besparung beginnt erst (!) am 1.1.2027 (Start des Altersvorsorge-Depots)
    • 3 Jahre Besparung 2027-2029
    • jährliche Einzahlung 1800,- € um die max. staatliche Förderungsmöglichkeit ausschöpfen
    • förderungsunschädliche Komplettauszahlung (!) Anfang 2030
    • Jahr des Rentenbeginns 2029
    • ETF und Riester habe ich nur zum Vergleich mit eingebaut
    • wahrscheinlich würde auch niemand einen neuen ersten Riestervertrag 2.x - 3 Jahre vor der Rente abschließen.

    Würde mich freuen, wenn Ihr ein Haar in der Suppe findet, ich habe die Formeln selbst entwickelt, aber mit Gemini meine Ansätze und Werte überprüfen lassen. Ich bitte aber den oben genannten Fokus zu beachten.

    Das würde mich auch sehr interessieren. Ich habe schon gehofft, dass bald was offizielles von SC kommt. Bei dem Teil mit den Steuern wäre ich interessiert, ob das wirklich vollständig korrekt inkl. Vorabpauschale etc. ist.

    BTW: ich komme mittlerweile mit SC zurecht was die Dokumente angeht. Was mich aber nervt ist, dass man nicht sieht was genau man bereits heruntergeladen hat. Mir fehlt der Button "lade einfach alles herunter und gleiche es mit den lokalen Dokumenten ab".

    https://github.com/ScalableCapital/scalable-cli

    das gibt es ja erst seit kurzem. Das ist mir allerdings zu nerdig.

    Deswegen habe ich auch noch was drum herum gebaut. Für Traderepublic habe ich sowas ähnliches, kann dort auch für mehrere Konten alles abholen.

    Und man kann es auch gut nutzen um kostenlos real time Kurse zu erhalten mit einer eigenen watchlist und gleichzeitig den spread berechnen und anzeigen lassen.

    Und last but not least kann man sich für jede Transaktion basierend auf dem aktuellen Verkaufspreis die Steuern anzeigen lassen.

    Ich finde die von Scalable gewählte Lösung auch mega umständlich. Das war ja der Grund, warum ich dafür ein Tool programmiert habe, damit es wieder per Klick geht.

    Von Flatex hört man immer wieder, das sie eine sehr übersichtliche Darstellung der Steuerdaten haben, das würde mich in der Tat reizen.

    Was für ein Tool verwendest du ?

    Ich habe mir von github das Scalable Kommandozeilen Tool geholt und lade alle Dokumente auf einmal runter.

    fyi es gibt jetzt auf github eine offizielle API von Scalable :

    https://github.com/ScalableCapital/scalable-cli

    Ich selbst habe sie noch nicht getestet.

    Es gibt ein neues, offizielles Tool von Scalable Capital auf GitHub.

    Das Unternehmen hat unter der verifizierten Organisation ScalableCapital das Repository scalable-cli veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine offizielle Befehlszeilen-Schnittstelle (CLI – Command Line Interface) für Entwickler, die in der Programmiersprache Rust geschrieben ist.

    Das Wichtigste zu diesem neuen Tool im Überblick:

    Was kann die neue Scalable CLI?

    • Entwickler- & KI-Fokus: Sie ist dafür gedacht, den Scalable Broker über das Terminal zu steuern, lokale Automatisierungen einzurichten oder das Depot für KI-Agenten zugänglich zu machen.
    • Saubere Daten: Statt unzuverlässigem "Screen Scraping" (dem automatisierten Auslesen der normalen Website über Tools wie Selenium) liefert die CLI direkt strukturierte JSON-Daten.
    • Handelsfunktionen: Sie unterstützt grundlegende Order-Typen wie Market-, Limit- und Stop-Orders direkt aus dem Terminal heraus.

    Wie läuft die Freischaltung?

    Da es sich um sensible Finanzdaten handelt, ist das Tool stark abgesichert:

    1. Man lädt die CLI herunter (für macOS z. B. via Homebrew über brew install scalable-cli).
    2. Über den Befehl sc installation-code generiert man einen lokalen Code.
    3. Diesen Code muss man per E-Mail von der im Scalable-Konto hinterlegten Adresse an cli.beta@scalable.capital senden, um für die Beta-Phase freigeschaltet (allowlisted) zu werden.
    4. Der Login selbst nutzt ein OAuth 2.0 Verfahren, das aus Sicherheitsgründen manuell von einem Menschen durchgeführt werden muss.
    Zitat

    Sicherheitshinweis: Nutzen Sie ausschließlich das offizielle Repository (github.com/ScalableCapital/scalable-cli). Es gibt auf GitHub auch inoffizielle Skripte und Web-Scraper von Drittanbietern – bei diesen sollten Sie niemals Ihre echten Login-Daten eintragen, da Ihre Depot-Sicherheit sonst gefährdet ist.

    Naja,ich lasse viel mit KI Hilfe programmieren, aber Unterstützung in Excel ist bisher nicht wirklich erfolgreich. Ich bin da auch der Meinung, das Thema ist so komplex, das man schon in Excel fit sein sollte. Sonst reichen 3-4 Klicks und alles ist kaputt.

    Kommt drauf an, welche KI man verwendet, das geht inzwischen wunderbar. Ausserdem sollte man ein Versionsmanagementsystem verwenden und die KI sofort automatische Tests schreiben lassen. Sie testet damit dann ihre Änderungen selbst, fixt sie oder geht sogar einen Schritt zurück.