xe-2026
Der guten Ordnung halber: Habe nur Deinen Beitrag Nr. 1 überflogen ...
An Deiner/Eurer Stelle würde ich die Versicherungsseite (bin keine Fan von Versicherungen, eher im Gegenteil; nichtsdestotrotz ...) zumindest mal einem Check unterziehen (Optimierungen möglich ? Lücken vorhanden ? usw. - in Sachen PHV, BU-Schutz, ggf. RLV). Mein bewährtes doppeltes Motto: "Versichern" kommt vor jedem Anlegen und Investieren und sich dabei auf das existenziell Wichtige konzentrieren, dies dann aber auskömmlich gestalten. Das halte ich schon für einen Single für zwingend, dürfte aber erst recht bei anstehenden Plänen (inkl. Familienplanung) wie den Eurigen gelten.
Eine Liquiditätsrücklage (für Notfälle) würde ich in solchen Konstellationen immer eher bei sechs als bei nur drei Netto-Monatseinkommen verorten. Das kann zugebenermaßen aber auch anders gesehen und gehandhabt werden.
In Sachen Fahrzeug und Eurem finanziellen Setting
Im Auge haben wir einen Skoda Octavia Jahreswagen für rund 30.000-35.000 Euro.
würde ich - ganz persönlich - eher eine (oder zwei) finanzielle Schublade(n) niedriger ins Regal greifen. Was ohne dramatische Abstriche in Sachen Platz, Komfort und Sicherheit auch möglich sein sollte.
Unser Ziel ist es, dass wir es uns finanziell erlauben können, dass meine Partnerin mit 60 in den Ruhestand geht und wir einfach sorgenfrei leben und reisen können. Zu dem Zeitpunkt wäre ich dann folglich 65. Ergibt einen Investitionszeitraum von gut 30 Jahren.
Langfristige Ziele zu definieren und zu verfolgen, auch Finanz-Ziele, ist immer gut und wichtig. Nach meinen Erfahrungen trifft man nämlich eher oder besser, auf was man (ab)zielt. Über derartig lange Zeiträume kann aber viel passieren (damit einem das Leben nicht dramatisch "dazwischenkommt", dabei können einem Versicherungen etwas helfen; siehe oben).
Vor dem Hintergrund, daß ihr die "Zeit auf Eurer Seite" habt
gut 2000 Euro bleiben übrig
ist es sicherlich ein guter und gangbarer Weg diese Sparquote (immerhin rund 30% bezogen auf Euer gemeinsames Netto) - statt einer 50 : 50 Aufteilung (risikoarm/risikoreich) - mit einer gewissen oder deutlichen Übergewichtung (je nach subjektiver Risikobereitschaft - z. B. 70%) in den Aktien-ETF-Sparplan (risikoreicher Teil) zu schieben.
In der Situation und dem Alter würde ich mir aber stets ein gewisse finanzielle Beweglichkeit (auch gedankliche Beweglichkeit sprich Flexibilität) bewahren. Die privaten Rahmenbedingen können sich allein durch die Familienplanung ziemlich ändern. Die Sparquote würde ich dennoch möglichst nicht (nie) unter 15% besser 20% sinken lassen.
Beispielsweise zu Veränderungen
Wir wohnen zur Miete (1050 Euro warm)
Das ist sehr preisgünstig (insbesondere beim Blick auf meine Region hier als fast "enorm" preisgünstig zu bezeichnen).
Der Bedarf in Sachen "Wohnen" könnte sich aber absehbar (ggf. deutlich) ändern; siehe hier:
und 1-2 Kinder in den nächsten fünf Jahren.
Das ist für Euch kein großes Problem (ggf. größere Wohnung anmieten), sollte man bei der mittelfristigen Finanzplanung aber auf dem Schirm haben.
Finde, daß Ihr zum einen für Euer Alter recht solide aufgestellt seid und zum anderen auch umsichtig und mit Bedacht vorgeht.
Weiterhin gute Gedanken und ebensolche Entscheidungen wünsche ich Euch ... !