Beiträge von Sovereign

    Das stimmt aber nur, wenn man an Überbewertungen und Blasen glaubt (oder gleich an Gespenster).

    Du meinst, so wie eine Europäische Zentralbank (EZB), die beispielsweise in der jüngeren Vergangenheit diverse Male (um nicht zu sagen mantraartig) vor einer Immobilienblase in der EU und insbesondere im Euroraum gewarnt hatte ...?

    ^^


    Meine damalige Empfehlung an mehrere EZB-Mitarbeiter: Die EZB könnte mal eine Kommission oder zumindest einen Arbeitskreis ins Leben rufen, um die Ursachen für die Immobilienblase (Überbewertungen von Immobilien) zu ergründen ...

    :)


    PS: Diese offizielles Organ der Europäischen Union (sprich die "Behörde" EZB), weiß zudem ja auch auf den Basispunkt genau, wann die Spreads auf Staatsanleihen der Euro-Mitgliedsländer noch "fundamental gerechtfertigt" sind - und ab wann es sich um "irrationale Übertreibungen" der Märkte handelt (zumindest was ganz Ähnliches wie Blasen), bei denen sich dann die EZB zum Eingreifen gezwungen sieht ...

    Steigend Gymnasial- und Abiturquoten sind ein Effekt der Bildungsexpansion, die Noteninflation hingegen ist vermutlich eher ein Effekt der mangelnden Selektionsleistungen der Schulen (wer will schon als Schule mit schlechten Schülern angesehen werden).

    Bin nicht ansatzweise ein Bildungsexperte oder Fachmann für den internationalen Vergleich von Bildungssystemen:

    Angenommen, das wären schlüssige Erklärungen, so stellt sich aber schon bei nur Einsatz von GMV (Gesunder-Menschen-Verstand) die Frage, ob diese Phänomene dann nicht auch in anderen (mit Deutschland vergleichbaren) Ländern (der OECD) auftreten sollten ... ?


    Oder wie es mir mal ein Prof. hier vor Ort versuchte zusammenzufassen:

    "Die Schulen sind heute -vermutlich auch politisch so gewollt sprich gezielte Absenkung des Leistungsniveaus - deutlich wohlwollender, gnädiger und nachgiebiger bei der Notengebung und der Vergabe des Abiturs, während parallel das tatsächliche und fundamentale Leistungsniveau der Jugendlichen in der Breite messbar sinkt. Das Abitur hat damit seine Funktion als zuverlässiger Gradmesser für die allgemeine Studierfähigkeit teilweise bis weitgehend eingebüßt. Der Grund, warum Hochschulen zunehmend eigene Auswahlkriterien einführen"


    Apropos "Auswahlkriterien" abseits des universitären Umfelds sprich Unternehmen und Personalchefs betreffend:

    Wenn immer mehr ein Abitur im Lebenslauf haben, werden dessen Abitur-Noten wichtiger. Und auch aus welchem Bundesland dieses Abitur stammt (Beispiel: Berlin versus Bayern). Wenn immer mehr einen akademischen Abschluß haben, werden die Noten desselben wichtiger. Schließlich wird auch immer wichtiger, an welcher Universität (Renommee) im In- oder Ausland dieser Abschluß erzielt wurde. Die Auswahlkriterien (Selektion) werden somit - als Reaktion auf diese beschriebene Entwicklung (Abiturquote und Noteninflationierung) - ausdifferenzierter und verschieben sich, werden aber natürlich nicht verschwinden.

    Es ist ein Unding, dass in Bayern die Lehrer die Abitur deren eigenen Schüler korrigieren.

    Verstehe den Satz so wenig ...

    ... wie die Diskrepanz "PISA-Studie" einerseits versus "Abiturquote und Einser-Noten" andererseits.

    Entweder - sehr pointiert formuliert a la Feuerzangenbowle (Professor Crey und Schüler Pfeiffer, der mit den drei "f" - ein "f" vor dem "e" und zwei "f" danach) - unsere "Schöler werden immer dömmer" (Tenor PISA-Studie) oder unsere Schüler werden immer besser, gebildeter und schlauer (Entwicklung Abiturquoten und Einser-Bewertungen) ... ?


    Oder es existiert - losgelöst von PISA und dem internationalen Vergleich - eine rein "binnenwirtschaftlich" sprich innerdeutsch orchestrierte, massive Erhöhung der Abiturquoten und orchestrierter Inflationierung von Einser-Noten ... :rolleyes:

    Sollte dem so sein, ist die sich anschließende Frage nach dem Grund sprich dem "Warum" ... ?

    Eventuell nur mal wieder die typischen Schlechtredner Deutschlands am Werk ... ?!


    Gegen die vermeintlich (niederschmetternden) Ergebnisse der PISA-Studie sprich doch:

    Die massive Zunahme der Abiturquote (zu meiner Schulzeit in der Oberstufe noch bei nur rund 10% - heute bei 45-50% und damit eine vervier- oder verfünffachte Abiturquote

    Der massive Zuwachs an Einser-Noten über die letzten Jahre hinweg (gemäß mir erinnerlicher Statistik der Kultusministerkonferenz (KMK)). Tenor: Die Einser-Bewertungen haben sich von einer Seltenheit oder Ausnahme zu einem Massenphänomen entwickelt.

    Stadtstaat Berlin - um nur ein Beispiel aus diversen zu nennen: Allein seit dem Jahr 2006 bis heute ist eine Verzehnfachung der Bestnote 1,0 zu konstatieren und eine Eins vor dem Komma (1,0 - 1,9) erreichen in Berlin über 30% der Schüler mithin fast jede(r) Dritte.


    Demzufolge scheinen die Leistungen der Schüler an/in deutschen Schulen in den vergangenen Jahren doch sensationell besser geworden zu sein ... ?!


    Kommt mir mit der PISA-Studie ein bißchen so vor, wie beim Thema der "Wettbewerbsfähigkeit" des Standort "Deutschlands". Nur wenn man anfängt, das mit anderen Ländern zu vergleichen, sieht das mau aus.

    Bezüglich der PISA-Studie und dem Vergleich mit anderen Ländern: Anstatt sich mal über die tolle Entwicklung der Abiturquoten und die sensationelle Entwicklung bei den Noten (siehe oben) hierzulande zu freuen ... muß da unbedingt auch noch - das Leistungsniveau der Schüler betreffend - ein Vergleich mit anderen Ländern angestrengt werden ... ?

    Der US-Anteil am globalen Aktienmarkt und die wirtschaftliche und geopolitische Entwicklung der vergangenen 120 Jahre in den USA ist der wohl größte Survivership Bias den es gibt.

    (nachträglich gefettet von mir)

    Als Finanz-Laie mußte ich das ("Survivership Bias" - oder "Survivorship" ... ?) nachschauen. Das sollte demnach für "Überlebenden-Verzerrung" stehen.

    Nur: 120 Jahre "überlebt" doch ohnehin und generell kein Mensch und Anleger ... ?

    Zudem: Die USA und insbesondere ihre Unternehmen sind ja (jedenfalls noch) nicht am Ende ... ?


    Für meinen Teil - als Finanz-Laie, wenn auch ein an dem Thema Finanzen Interessierter - bin ich mit der Lindy-Regel gut gefahren: "Die Wahrscheinlichkeit, daß etwas auch in Zukunft erfolgreich ist und/oder funktioniert, ist umso höher, je länger das auch schon in der Vergangenheit erfolgreich war und/oder funktioniert hatte".

    Unterlegt natürlich stets mit einem kleinen Plan B (als "Versicherung"), da Friktionen, Brüche oder eruptive Entwicklungen nie ausgeschlossen werden können. Ebenso wie Veränderungen im Grand Design (Ende des Bretton-Woods-Systems und Fiat-Money-System (70er), Experiment Einheitswährung im Fiat-Money System (Ende 90er)).


    Dir/Euch weiter ganz viel Glück mit den privaten Finanzen ... !

    Die Frage ist doch was leitet man daraus ab: 90% auf dem Tagesgeld? Oder sollte man seine Resilienz irgendwie trainieren?

    Mit kleineren Summen in große Hebel oder Optionen/Zertifikate gehen um sich gegen Kursschwankungen und Verluste abzuhärten?

    Als zugebenermaßen nur Finanz-Laie (aber einer, der schon viel gesehen und erlebt hat) würde ich nichts davon empfehlen.

    Empfehlen würde ich dagegen stets - und zwar vor Einstellung (Gewichtung) der eigenen Asset-Allocation - neben der objektiven Risikotragfähigkeit insbesondere auch die eigene subjektive Risikobereitschaft (Risikotoleranz) zu prüfen und möglichst genau zu ergründen (sprich zu definieren). Beispielsweise anhand einer Simulation (und zwecks Veranschaulichung), was bei unterschiedlichen Aktienquoten und einem heftigen Crash dies dann bezogen auf die Gesamtmittel und in Euronen bedeutet.

    Selbst dabei bleiben aber (eine Sachgesetzlichkeit) zwei Imponderabilien. Zum einen muß eine solche Simulation von Vergangenheitswerten ausgehen (Rückspiegelbetrachtung in Sachen MDD und Dauer bis zur Erholung der Aktienmärkte). Von was sollte auch sonst ausgegangen werden ? Die Daten der Vergangenheit sind bekannt, die Zukunft ist aber unbekannt; sprich es könnte in Zukunft auch weniger schlimm in Sachen MDD und Dauer von Verlustperioden aussehen aber eben auch schlimmer kommen. Zum anderen kann im Einzelfall ein rein simulierter (nur in der Theorie durchgespielter) Crash andere emotionale (Aus)Wirkungen entfalten, als ein dann in praxi tatsächlich erlebter. Die beiden Unwägbarkeiten sollte einen aber nicht davon abhalten, sich vorab intensiv um das Thema der subjektiven Risikobereitschaft zu kümmern. Dafür habe ich zu oft die (fatalen) Auswirkungen gesehen, wenn dieses Thema nur stiefmütterlich, sehr oberflächlich oder kaum bis gar nicht vorab behandelt wurde. Last but not least: Ihre wirkliche sprich tatsächliche subjektive Risikobereitschaft (Risikotoleranz) erfahren so manche Anleger auch erst über ihr Anleger-Leben hinweg.

    Nach meinem Eindruck dürfte es hier zudem einige geben (insbesondere unter den Fragenden), die Crashs wie 2000ff und 2008ff nicht selbst erlebt sprich durchlebt (also mit eigenem finanziellem Engagement im Aktienmarkt) haben. Schon deshalb halte ich diesen Aspekt für einen wichtigen.


    Dir weiter gute Gedanken und ebensolche Entscheidungen ... !

    Off-Topic Anfang das Strangthema betreffend - aber meines Erachtens von genereller Relevanz


    In dem Kontext

    Ich würde Netzbeobachtungen sein lassen, dort sind viele Experten unterwegs auf die man verzichten sollte, schaut ab und an bei Finanztip rein und gut ist.

    Unabhängig von der schlichten Tatsache, daß ich mich zu relevanten Themen (die "privaten Finanzen" sind nach meinem Dafürhalten unstrittig darunter zu subsumieren) niemals nur anhand einer einzigen Quelle informieren würde (das hatte ich schon damals (Ende 60er/Anfang 70er) nicht praktiziert - und würde ich auch keinem Dritten so empfehlen) - und heutzutage bei der "Netzbeobachtung" kritische Distanz und ggf. Selektion zu empfehlen ist:

    Fraglos kann - gerade hierzulande - alles nur begrüßt werden, was tendenziell in Richtung "Verbesserung der Finanzbildung" passiert. Erst recht, wenn dies ohne kommerzielles Eigeninteresse geschieht (Beispiel Finanztip). Einerseits.

    Andererseits spielt das aber Finanztip betreffend - jedenfalls teilweise - auf bestenfalls mediokerem Niveau (das war mir schon bei Themen wie dem "Dreieck der Geldanlage" (Finanzbildung/Schule) und einem Video zur "Eurokrise" aufgefallen).

    Jüngst hatte ich mir zufällig den "passende Ratgeber für Dich" (*) zum Thema "Digitaler Euro" (Stand 11/2023 ...) von der "Payment Expertin" (Josefine Lietzau) mal reingezogen. "Die Ergänzung für Europas Bargeld" - de facto geht es hier wohl eher um Bargeld innerhalb der EU und der Eurozone ...

    Nach dem ersten Dutzend "soll" im Text habe ich die "solls" nicht mehr weiter gezählt. Was hätte in der EU und Eurozone nicht schon alles sein "sollen" ... angefangen von den EU-Verträgen rund um die europäische Einheitswährung bis hin zur Lissabon-Strategie der EU ... Da hätte ich in Sachen "Digitaler Euro" ebenso gut mit EZB-Mitarbeitern wie Ulrich Bindseil und/oder Jürgen Schaaf über das besagte Thema sprechen können ... Oder mit der Presseabteilung der EZB ... Oder einer von der EZB beauftragten PR-Agentur ... Oder dem TV-Sender Euronews, der mit 25 Mio. € per annum seitens der EU gesponsert wird ...

    Keine einzige Silbe in Sachen einer differenzierten Sicht Richtung "Pro und Contra" bzw. "Chancen und Risiken". Jeder halbwegs ernsthaft an diesem Thema Interessierte und verständige 17- oder 18-Jährige dürfte zumindest rudimentär um die Chancen aber auch Risiken dieses Projekts wissen (einerseits "Kostenlos und relativ sicher, mit Offline-Funktion, kann die europäischen Unabhängigkeit fördern (versus Visa, Mastercard), ermöglicht Echtzeit-Transaktionen, Ergänzung des Bargelds" versus "Datenschutz und Privatsphäre (Informationelle Selbstbestimmung, gläserner Bürger, Möglichkeit digitales Geld zu programmieren), Gefahr von Bank-Runs (in Krisen dürfte Geld von Banken zu EZB wandern), Schwächung der Geschäftsbanken (Geschäftsmodell, Kreditvergabe), Cyberrisiken und Technikabhängigkeit, weitere Zurück- bzw. Verdrängung des Bargelds, sehr geringe Höchstgrenze für Bürger" geplant (max. 3.000 €)" ) - um einige typische Stichworte zu nennen.

    Eine fundierte und ausgewogene Information zu dem Thema (Digitaler Euro) sieht - meines Erachtens jedenfalls - anders aus


    (*) Zugebenermaßen vielleicht (nur) eine persönliche Geschmacksfrage und/oder Altersfrage. Das "Siezen" als Ausdruck gegenseitigen Respekts ist bei diversen Stellen längst unter die Räder gekommen (angefangen von einem Staatsunternehmen wie der Deutschen Bahn über Schwedische Möbelhäuser bis hin zum Karriereportal des Bundes (eine offizielle Website der Bundesrepublik Deutschland - "Hier findest Du die Stelle, die zu Dir paßt"...) reitet man auf der Duzwelle. Vom Technikmarkt über den Autohandel bis zum Wettanbieter heißt es "Hol Dir einfach" unser Produkt XY... wo doch tatsächlich gemeint ist "Kaufen und bezahlen Sie einfach" unser Produkt XY ... Das omnipräsente Du entwertet sich nach meinem Dafürhalten selbst, weil es keinerlei gegenseitiges Kennenlernen und keine vorherige Vertrauensbildung mehr voraussetzt. Im Sport - selbst im Profisport - gehört es seit Jahrzehnten zu den Usancen. Ob es aber bei Themen wie ausgerechnet den "privaten Finanzen" zu den Usancen gehören sollte, könnte - meines Erachtens - jedenfalls trefflich diskutiert werden. Das wäre aber wieder ein anderes Thema.


    Off-Topic Ende - das Strangthema betreffend

    xe-2026

    Der guten Ordnung halber: Habe nur Deinen Beitrag Nr. 1 überflogen ...


    An Deiner/Eurer Stelle würde ich die Versicherungsseite (bin keine Fan von Versicherungen, eher im Gegenteil; nichtsdestotrotz ...) zumindest mal einem Check unterziehen (Optimierungen möglich ? Lücken vorhanden ? usw. - in Sachen PHV, BU-Schutz, ggf. RLV). Mein bewährtes doppeltes Motto: "Versichern" kommt vor jedem Anlegen und Investieren und sich dabei auf das existenziell Wichtige konzentrieren, dies dann aber auskömmlich gestalten. Das halte ich schon für einen Single für zwingend, dürfte aber erst recht bei anstehenden Plänen (inkl. Familienplanung) wie den Eurigen gelten.


    Eine Liquiditätsrücklage (für Notfälle) würde ich in solchen Konstellationen immer eher bei sechs als bei nur drei Netto-Monatseinkommen verorten. Das kann zugebenermaßen aber auch anders gesehen und gehandhabt werden.

    In Sachen Fahrzeug und Eurem finanziellen Setting

    Im Auge haben wir einen Skoda Octavia Jahreswagen für rund 30.000-35.000 Euro.

    würde ich - ganz persönlich - eher eine (oder zwei) finanzielle Schublade(n) niedriger ins Regal greifen. Was ohne dramatische Abstriche in Sachen Platz, Komfort und Sicherheit auch möglich sein sollte.

    Unser Ziel ist es, dass wir es uns finanziell erlauben können, dass meine Partnerin mit 60 in den Ruhestand geht und wir einfach sorgenfrei leben und reisen können. Zu dem Zeitpunkt wäre ich dann folglich 65. Ergibt einen Investitionszeitraum von gut 30 Jahren.

    Langfristige Ziele zu definieren und zu verfolgen, auch Finanz-Ziele, ist immer gut und wichtig. Nach meinen Erfahrungen trifft man nämlich eher oder besser, auf was man (ab)zielt. Über derartig lange Zeiträume kann aber viel passieren (damit einem das Leben nicht dramatisch "dazwischenkommt", dabei können einem Versicherungen etwas helfen; siehe oben).

    Vor dem Hintergrund, daß ihr die "Zeit auf Eurer Seite" habt

    gut 2000 Euro bleiben übrig

    ist es sicherlich ein guter und gangbarer Weg diese Sparquote (immerhin rund 30% bezogen auf Euer gemeinsames Netto) - statt einer 50 : 50 Aufteilung (risikoarm/risikoreich) - mit einer gewissen oder deutlichen Übergewichtung (je nach subjektiver Risikobereitschaft - z. B. 70%) in den Aktien-ETF-Sparplan (risikoreicher Teil) zu schieben.

    In der Situation und dem Alter würde ich mir aber stets ein gewisse finanzielle Beweglichkeit (auch gedankliche Beweglichkeit sprich Flexibilität) bewahren. Die privaten Rahmenbedingen können sich allein durch die Familienplanung ziemlich ändern. Die Sparquote würde ich dennoch möglichst nicht (nie) unter 15% besser 20% sinken lassen.

    Beispielsweise zu Veränderungen

    Wir wohnen zur Miete (1050 Euro warm)

    Das ist sehr preisgünstig (insbesondere beim Blick auf meine Region hier als fast "enorm" preisgünstig zu bezeichnen).

    Der Bedarf in Sachen "Wohnen" könnte sich aber absehbar (ggf. deutlich) ändern; siehe hier:

    und 1-2 Kinder in den nächsten fünf Jahren.

    Das ist für Euch kein großes Problem (ggf. größere Wohnung anmieten), sollte man bei der mittelfristigen Finanzplanung aber auf dem Schirm haben.


    Finde, daß Ihr zum einen für Euer Alter recht solide aufgestellt seid und zum anderen auch umsichtig und mit Bedacht vorgeht.


    Weiterhin gute Gedanken und ebensolche Entscheidungen wünsche ich Euch ... !

    Bei einem Crash ist es vielleicht ganz gut, sich das Denken zu ersparen ...

    Bei einem (jederzeit möglichen) Crash wäre es vor allen Dingen gut gewesen, zuvor seine objektive Risikotragfähigkeit und subjektive Risikobereitschaft (Risikotoleranz) genau geprüft und die Asset-Allocation dementsprechend eingestellt zu haben ...

    ... und einfach nicht mehr ins Depot zu schauen.

    Dann kann man sich sein Depot betreffend auch derartige (bizarr-kafkaesk anmutende) "Krücken", wie beispielsweise die folgende,

    die Zugangsdaten wegwerfen und sein Leben genießen.

    ersparen ...

    Und Rendite strebst Du nicht an?

    Jedenfalls nicht mit den im besagten Beitrag Nr. 283 genannten Vehikel. :)


    Nur am Rande

    Wobei: Für eine reine "Versicherung" hat beispielsweise Gold sich gar nicht so schlecht entwickelt (dürfte sich in Euronen gerechnet etwa im Wert bzw. Preis gut verfünfzehnfacht haben (pro kg bei Euroeinführung 1999 um 7.900 € - aktuell um 122.000 €)

    :)

    In dem Kontext

    Dann wünsche ich Dir gute Besserung!

    Vielen Dank !

    In Sachen Gesundheit sieht es für mein fortgeschrittenes Alter recht gut aus. In Sachen private Finanzen sogar außergewöhnlich gut (insbesondere in Relation zu dem hier in dem Form ansonsten so Üblichen). :)


    Dir wünsche ich vor allen Dingen weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

    Unabhängig von dem klassischen und nicht ganz unbegründeten Spruch:

    "Bei Geld hört die Freundschaft auf" ...

    bedeutet Geld für nicht wenige "gedruckte" Freiheit oder zumindest eine gewisse Unabhängigkeit.

    Das sind - jedenfalls mir - zu bedeutsame Aspekte, um darüber Witze zu machen.


    (Ohne jetzt in eine Exegese - die Unterschiede von Humor vs Witz betreffend - einzusteigen)


    Last but not least: Die (nicht selten fatalen) Folgen einer falsch eingeschätzten und/oder falsch eingestellten subjektiven Risikobereitschaft (Risikotoleranz) habe ich zu oft gesehen - um dem noch mit Humor oder Witz zu begegnen.

    Dass Spässchen gemacht werden, hat den Nebeneffekt, das Thema nicht zu zu ernst zu nehmen, gerade wenn sich jemand dazu entschieden hat, auf Aktien zu setzen.

    "Pfeifen im Walde" ... sei es als Nebeneffekt oder Haupteffekt.

    Wurde neben der objektiven Risikotragfähigkeit insbesondere die subjektive Risikobereitschaft (Risikotoleranz) adäquat eingestellt - sollte dies entbehrlich oder überflüssig sein ...

    Bill Ackman und Cathie Wood verkaufen Alphabet Positionen. Mag7 .....

    Die wirkliche oder wahre Problematik diesen Strang betreffend dürfte - nach meinem Dafürhalten - eher darin liegen, daß ziemlich viele hier (vermutlich eher die meisten) niemals einen richtigen Crash am Aktienmarkt a la 2000 ff und 2008 ff erlebt haben. Vor allen Dingen nicht live miterlebt bzw. durchlebt haben - sprich mit relevantem, eigenem Engagement am Aktienmarkt.

    Noch mal anders kann das Ganze dann übrigens aussehen, wenn just zu dieser Zeit des Crashs das eigene Humankapital (z. B. altersbedingt) dann bereits Richtung Null tendiert oder schon bei Null steht (als Rentner/Ruheständler).

    Das wurde schon oft geschrieben. Es wurde nur noch nie gesagt welche.

    Nö, denn das wurde es nämlich. Paßt offensichtlich nur nicht in Dein Weltbild und/oder übersteigt Dein Vorstellungsvermögen.

    Die Ziele und Finanz-Ziele von Menschen können sich nämlich unterscheiden. Wer hätte das gedacht ... ?

    Selbst wenn ich mein Geld auf ein Sparbuch lege, dann mache ich das wegen der Rendite.

    Das mag bei Dir so sein. Diese Vorgehensweise wäre mir zumindest aber neu.

    Wenn ich beispielsweise u. a. auch Bargeld (ausfallsicheres Zentralbankgeld in meiner "Heimat"währung), als fremde Sorten (ausfallsicheres Zentralbankgeld in einer anderen Währung), physisches Gold (u. a. in einer möglichst rechtssicheren Region) halte, um nur drei Beispiele zu nennen - dann mache ich das nicht wegen der "Rendite" - sondern wegen meinem prioritären "Finanz-Ziel" einer möglichst robusten und resilienten Finanz-Aufstellung.


    Paragraph Eins - jeder macht Seins


    Dir weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

    Nicht vertrauensfördernd:

    Stephan Kemper, Anlagestratege bei BNP Paribas, sieht darin eine klare Reaktion der Märkte: „Dass französische Staatsanleihen mittlerweile eine höhere Rendite aufweisen als vergleichbare Papiere aus Italien, liefert deutliche Anhaltspunkte für die anhaltende Skepsis der Investoren.“

    Diese grundsätzliche Skepsis gegenüber Frankreich ist aber nichts Neues:

    ... ausgerechnet "seinen Blick nach Frankreich zu werfen". Ein Land, das schon lange als Paradebeispiel für Reformunfähigkeit gilt.

    Beim Bargeld muss ich immer alles mitschleifen.

    Das mit dem "mitschleifen" beim "Bargeld" wird im Auge des Betrachters liegen.

    Habe beispielsweise ich so noch nie wahrgenommen oder empfunden - und ich zahle seit meiner Schulzeit alles möglichst und alles Mögliche in bar - und das bis zum heutigen Tag (jedenfalls, soweit dies heute noch möglich und rechtlich erlaubt ist).

    Nur aus reiner Bequemlichkeit beispielsweise würde ich mein Datenschutz-Grundrecht der "Informationelle Selbstbestimmung" niemals aufgeben bzw. opfern. Dazu kommt für mich noch das prioritäre Ziel einer möglichst robusten und resilienten Aufstellung meiner privaten Finanzen.

    Mit den Karten, Handy reicht mir ein ganz kleines Portemonnaie, zumal ist es so viel hygienischer. Das Bargeld anlangen, das davor 30 andere Leute in der Hand hatten... Graust mich jedes Mal.

    Mir reicht ein kleines Bündel Geldscheine, welches nur wenige Gramm wiegt (pro 1.000 € um die 5 Gramm schätze ich mal).

    Jedenfalls bin ich froh - sollte die neue EU-Bargeldverordnung (nach meinem Kenntnisstand geplante Implementierung zum Juli 2027 (*)) so in Kraft treten, wie geplant - daß dann endlich auch Händlern, Geschäften und Restaurants ein Riegel vorgeschoben wird, die ausschließlich Kartenzahlung sprich unbare Zahlung akzeptieren.

    Weniger froh bin ich und als eher besorgniserregend empfinde ich dagegen die darin enthaltenen weiteren Punkte (Obergrenze von 10.000 € (für Unternehmen und Selbständige), Ausweispflicht ab 3.000 € (Händler müssen ab dem Betrag die Identität des Kunden prüfen und dokumentieren) - wenigstens sind Privatpersonen, die nicht gewerblich handeln, von der Obergrenze ausgenommen).

    (*) Die EU-Länder werden gemäß der neuen EU-Verordnung zudem verpflichtet, den Zugang zu Bargeld (Bargeldinfrastruktur via Geldautomaten und Bankfilialen in Stadt- aber auch Landregionen) sicherzustellen. Kernziel der neuen EU-Bargeldverordnung ist eine grundsätzliche Annahmepflicht für Bargeld im Handel und in der Gastronomie. Pauschale "No Cash" Schilder oder reine Kartenzahlungsgeschäfte (im Präsenzhandel) sollen damit unzulässig werden.


    ECB-Website:

    "Bargeld spielt nach wie vor eine wichtige Rolle für unsere Gesellschaft. Es ist für jede Volkswirtschaft unverzichtbar. Unsere Untersuchungen zeigen: Die meisten Menschen finden es wichtig, mit Bargeld bezahlen zu können, und an Verkaufsstellen wird am häufigsten bar bezahlt.

    Die EZB und die nationalen Zentralbanken des Euroraums haben sich dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, daß Bargeld auch in Zukunft allgemein verfügbar ist und weiterhin akzeptiert wird. Daher begrüßen wir (als ECB) den Vorschlag der Europäischen Kommission für eine neue Verordnung zur Stärkung des Status von Euro-Bargeld als gesetzliches Zahlungsmittel. Mit dem Vorschlag sollen der Zugang zu Euro-Banknoten und -Münzen und ihre Akzeptanz im gesamten Euroraum rechtlich garantiert werden"


    Immerhin. Einerseits.

    Vor dem Hintergrund des § 14 Bundesbank-Gesetz (BBankG) und des Art. 128 des "Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union" (AEUV) aber eine Selbstverständlichkeit ("auf Euro lautende Banknoten sind das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel" im Euroraum bzw. von der EZB und den nationalen Notenbanken ausgegebene Banknoten sind die einzigen Banknoten, die in der EU als gesetzliches Zahlungsmittel gelten"). Andererseits.


    Es war schwer genug, dem im EU-Parlament und der EU-Kommission Gehör und danach Geltung zu verschaffen und die neue Verordnung durchzusetzen. Nichtsdestotrotz dürfte insbesondere vor dem Hintergrund des EZB-Projekts "Digitaler Euro" weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit rund um diese Thematik indiziert sein.

    Interessanterweise wird der digitale Euro von den gleichen Schwurblern bekämpft, die den bargeldlosen Zahlungsverkehr bekämpfen.

    Was könnte oder sollte an einer Sachgesetzlichkeit "interessant" sein ... ?! Das ist in dem Fall schlicht ein logische Folge bzw. kausal miteinander verknüpft.


    Apropos "bekämpfen":

    Bei sachlich-nüchterner Betrachtung wird seitens der EU, EZB und EU-Kommission seit über einem Jahrzehnt gezielt das Bargeld "bekämpft": Angefangen von dem angekündigten Aus für den bis dato größten Euro-Geldschein bereits im Jahr 2016 durch die EZB (vor dem Hintergrund der Inflation seit Euroeinführung im Jahr 1999 bis heute, wäre statt der Abschaffung des 500er längst ein 1000er Geldschein (oder noch höheres Nominal) erforderlich, um das gleiche Niveau in Sachen Barzahlungsmöglichkeit von 1999 sicherzustellen) über Ein- und Beschränkungen wie Barzahlungsobergrenzen in Verbindung mit Identifikationspflichten (mit sukzessive immer weiter abgesenkten Grenzen; Beispiel Goldkauf von 15.000 über 10.000 bis runter auf 2.000 ...) und eingeführten Herkunftsnachweisen (selbst bei Einzahlung auf das eigene Konto ...) bis hin zu generellen Barzahlungsverboten.


    Wer weder zum vollständig "gläsernen Bürger" (Stichwort: Informationelle Selbstbestimmung; gemäß BVerfG ein Datenschutz-Grundrecht) verkommen will (subtiler formuliert zwangsweise "transformiert" werden will) - die Programmierbarkeit digitalen Geldes beispielsweise stellt nach Meinung vieler Fachleute ein großes Problem und eine ganz erhebliche Gefahr dar (insbesondere bei der parallelen immer weiteren Zurückdrängung des Bargelds inkl. der Bargeldinfrastruktur) - noch die Macht von Staaten (Obrigkeit als Inhaber des Geldmonopols) und staatlichen Notenbanken sozusagen ins Unendliche ausgeweitet sehen will, wird beides (immer größeren Druck und Zwang zum bargeldloser Zahlungsverkehr und das Projekt "Digitaler Euro") eher bis sehr kritisch sehen.

    Solche Bürger, Fachleute, Professoren, Ökonomen, Datenschützer etc. pp. als "Schwurbler" zu bezeichnen, sagt meines Erachtens mehr über Dich aus - als über diese Protagonisten.

    Erst recht vor dem Hintergrund und dem Blick in die lange Geld-, Währungs- und Finanzgeschichte. Zu den wenigen "roten Fäden" über die Jahrtausende und Jahrhunderte zählt da schlicht die Tatsache, daß das Vertrauen der Menschen in die Stabilität und Werthaltigkeit des staatliches Geldes (oder das Geldes der entsprechenden Obrigkeit) immer und immer wieder enttäuscht - präziser in vielen Fällen "gezielt verraten" - wurde.


    Der an solchen Themen Interessierte mag nur einmal auf den Umgang der Obrigkeit mit dem jüngsten Geldexperiment "europäische Einheitswährung" und den Umgang derselben Obrigkeit mit den diesbezüglich eigenen (!) EU-Verträgen schauen. Damit war es nämlich so bestellt, daß diese Einheitswährung bereits nur 10 Jahre nach ihrer Einführung gerettet werden mußte (und zwar "Whatever it takes" ...). Die diversen und schweren strukturellen Konstruktionsmängel dieser Einheitswährung wurden bis zum heutigen Tag nicht behoben.


    Zugegebenermaßen hast Du aus meiner Sicht - rein monetär gesehen - relativ wenig zu verlieren. Das ist aber fast nur eine Petitesse oder ein zumindest eher zu vernachlässigender Aspekt - vor dem Hintergrund der oben aufgezeigten Problematik und Gefahren.


    Dir nichtsdestotrotz weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

    ;(^^ Habeck'sche "legendäre" Aussage.

    Eine der "legendärsten" Aussagen vom Herrn Habeck nach meinem Dafürhalten (und nicht nur dem meinigen):

    Wie er im TV bei Maischberger als u. a. Bundesminister für Finanzen (!) erklärte (bzw. es jedenfalls versuchte ...), was eine Insolvenz ist ...

    Hänschen Rosental (Dalli Dalli TV Show) hätte früher mit dem Ausruf ins Publikum "Sie sind der Meinung das war" ... und die Antwort des Publikums "Spitze" ... abwartend mit seinem dann typischen Luftsprung verbunden und gekrönt hätte.

    Und zwar einsame Spitze.