Beiträge von Sovereign

    Maxstoll347 , an anderer Stelle hier schreibst Du:

    Ich besitze zu 50% eine Wohung (Gesamtwert der Wohnung 2024 = 180k) und lebe mit meinem Bruder in meinem Elternhaus das uns zu zweit gehört ...

    Das Geld nur auf der Bank rum liegen zu lassen wäre ja eigentlich blöd. Klar kommen beim Haus auch demnächst Renovierungsarbeiten, aber 70k ist schon ne ganze Menge.

    Zum einen und ganz generell: Vor obigem Hintergrund wäre mir - ganz persönlich - generell Deine finanzielle Aufstellung bereits zu "immobilienlastig", wenn Du nun auch noch Deinem Bruder seinen halben Wohnungsanteil abkaufst, wird diese Unwucht noch größer.

    Zum anderen sind 70k (leider) nicht viel Geld, wenn es um das Thema Immobilie geht.

    Ich könnte meinem Bruder Knapp 90k so auszahlen habe dann aber nichts mehr an Rücklagen.

    Zudem: Meine gesamten freien Mittel würde ich - ganz persönlich - niemals in eine einzige Sache (bzw. Anlageklasse) packen - egal, ob es nun um eine Aktie, eine Immobilie, eine Anleihe oder einen Barren Gold geht.

    Ansonsten stellt sich - neben den klassischen anderen Fragen (Standort der Immobilie (Makro- und Mikrolage - eher strukturschwache Region oder Lage mit Perspektive und Potential), Baujahr, Zustand, Reparatur-/Sanierungsstau, Ausstattung (Schnitt, Balkon, Aufzug, Garage), Höhe Instandhaltungsrücklage, solider und solventer Mieter, Struktur der Eigentümergemeinschaft, Qualität der Hausverwaltung) - mir zuerst die Frage, wie sich denn die Miete zum Wert der Wohnung verhält. Sprich wieviel Jahresnetto-Kaltmieten (JNK) die vermeintlichen 180k ausmachen (wobei der Marktpreis aus 2024 der Wohnung nunmehr ein anderer sein kann ...). Und ob dieser Faktor (Kaufpreis in JNK) dann ein marktgerechter ist.

    Eine weitere Überlegung kann dabei auch sein, ob Du Dir vorstellen kannst, diese Wohnung perspektivisch (also irgendwann später einmal) selbst zu beziehen.

    Meine Frage wäre noch: Was wäre wenn ich in 3-4 Jahren Geld brauche und die Wohnung dann verkaufe

    Aus meiner Sicht sollte man bei einer Immobilie einen Zeit- sprich Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren (aufwärts) mitbringen. Und die Bereitschaft sich um die Immobilie zu kümmern (Aufwand rund um die Vermietung).

    und den Kredit ablöse. Geht das ohne Probleme?

    Wenn Du dann einen Käufer findest, wird das gehen. Je nach Zinsumfeld und Dauer der Zinsfestschreibung im Darlehensvertrag kann das aber eine zusätzliche Zahlung an die Bank auslösen (Vorfälligkeitsentschädigung (VVE)). Der Kaufpreis sollte dann zudem so aussehen, daß dieser für die Ablösung der noch verbliebenen Restschuld reicht und Dir somit Geld übrig bleibt. Sollte die 10-jährige Spekulationsfrist bei vermieteten Immobilien noch nicht erreicht sein ("wenn ich in 3-4Jahren Geld brauche" ...) und der Wert der Wohnung bis dahin gestiegen sein, werden darauf Steuern anfallen.


    Nach nur summarischer Prüfung wäre meine - ganz persönliche - Tendenz, daß mit der Wohnung eher zu lassen und mich finanziell breiter aufzustellen (auch mit dem Erlös aus dem Verkauf der Wohnung) beispielsweise via einem weltweiten Aktien-ETF.

    Das Ganze sollte aber auch vor dem Hintergrund Deiner sonstigen finanziellen Gesamtlage zu sehen und bewerten sein (Alter, Einkommen, Sicherheit desselben, steuerliche Situation, Plan zur Altersvorsorge, schon bestehende diesbezüglich Ansprüche etc. pp.). und auch Deiner weiteren Lebensplanung (willst Du beispielsweise dauerhaft mit Deinem Bruder zusammen in Eurem Elternhaus leben ?).


    Dir gute Gedanken und dann ebensolche Entscheidungen wünsche ich .. !

    Dem Newsletter "für Frauen" von Finanztip (Beitrag Nr. 1) möge - aus meiner Sicht - Erfolg beschieden sein, da meines Erachtens jede Initiative nur begrüßt werden kann, die - auf objektiver, neutraler Basis und ohne kommerzielles Eigeninteresse - auf die Verbesserung der Finanzbildung hierzulande abzielt. Einerseits.

    Für mich erschließt sich aber die unterschiedliche bzw. fragmentierte Herangehensweise (Frau/Mann) nur sehr bis äußerst bedingt. Absolut prioritär wäre für mich immer die Vermittlung der unverzichtbaren Basics - wenn diese Grundlagen verstanden noch besser "inhaliert" sind, scheint mir der geschlechtsspezifische Aspekt eher irrelevant. Andererseits.


    Da mir hier beim Überfliegen im Kontext mit "Female Finance" auch Sachen in Richtung kostenpflichtiger "Kurse, Coaching, Mentorin" ins Auge gefallen sind - damit kam ich sozusagen gezwungenermaßen mal kurz in Kontakt. Conclusio: Da kann ich jedenfalls nur dringend und zwingend abraten (überwiegend "Mindset"- und "Motivations"-Allgemeinplätze - um die Formulierung Phrasen zu vermeiden - für zig Tausende Euronen an Gebühren zudem).

    Nur am Rande aber in dem "geschlechtsspezifischen" Finanz-Kontext:

    Mußte mir - auf ausdrücklichen Wunsch einer jungen Dame - beispielsweise einmal kurz "Madame Moneypenny" (Natascha Wegelin - oder so ähnlich zumindest) und ihr kostenpflichtiges Angebot (inkl. Ihrer "Bildungseinrichtung GmbH", Berlin) ansehen ("reinziehen" trifft es präziser)

    Nach meinem Dafürhalten spielt das auf niedrigem bis niedrigstem Niveau und ist primär ein Verkauf von teuren Zusatzleistungen, bei denen aber das Kosten/Nutzenverhältnis nicht (ansatzweise) paßt.

    Es gibt aber auch (leider) keine Garantie für Qualität, nur weil das Angebot kostenfrei ist und/oder von offizieller Seite kommt ...

    Ein ehemaliger Staatssekretär (der arme Kerl verbringt seinen Ruhestand in Berlin ...) hatte mir in 2024 eine Info zum damals in Berlin stattfindenden "Festival für Finanzbildung" zugesandt. Wohl eine Initiative des Bundesministerium für Finanzen (BMF) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Nach deren eigenem Wording "Deutschlands größter Fachkongress für Finanzbildung" (hatte zuvor davon noch nie was gehört ...). Gefördert werden solle damit (dem Festival, Vorträgen, Unterlagen, Newsletter, Arbeitsmaterialien, Veranstaltungen usw.) die "Finanzbildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen".

    Inkludiert war im weiteren Verlauf u. a. auch ein interaktives Spiel für Kinder und Jugendliche von 10 bis 15 Jahren ("Finanzabenteuer", Website des BMF "mitgeldundverstand" - oder so ähnlich zumindest). Das Spiel machte auf mich jedenfalls einen eher seltsamen bis wirren Eindruck (am Ende gab es eine Auswertung mit Punkten für "Lebensqualität" und "Silber" ... - vielleicht bin ich auch einfach zu alt für ein Spiel wie das "Finanzabenteuer" ...). Das Spiel findet sich vielleicht in den Tiefen des Netzes noch irgendwo.

    Über den eher mediokeren Rest (Text) bin ich nur noch im Tiefflug drüber. Ein lustiger Satz ist mir aber in Erinnerung geblieben (bei der Lebensphase "Ruhestand"):

    "Auch im Ruhestand bleibt der Kontakt zum Finanzamt erhalten" ^^

    Dem kann und muß ich zumindest vollumfänglich zustimmen.


    Auch damit dann mit dem Steuergeld das oben genannte interaktive Spiel "Finanzabenteuer" online gestellt werden kann ... :)


    Meine mich, wenn auch nur dunkel, zu erinnern, daß das Ganze im Rahmen der sog. "Nationalen Finanzbildungsstrategie" laufen könnte. Start der Initiative war seitens BMF und BMBF bereits im Frühjahr 2023 unter Einbindung der OECD. Aktuell soll laut dem Ex-Staatssekretär gerade das BMF einen umfassenden und konkreten Referentenentwurf dazu vorgelegt haben, der irgendwann in 2027 zur Umsetzung kommen soll. Auf Verbesserungen beim Spiel "Finanzabenteuer" kann also noch gehofft werden ...

    Ob das auch für die "Finanzabenteuer" des BMF, in Person des Bundesministers für Finanzen, in der Realität gilt, wäre wieder eine (ganz) andere Fragestellung ...

    ,,Der Durchschnitt mag ja schon immer extrem schlecht gewesen sein, aber meine Einzelinvestments schlagen strukturell und langfristig den Durchschnitt

    Zum wiederholten Male (siehe schon Nr. 4.852): Immobilien (in der Direktanlage) sind Unikate - die deutsche Durchschnittsimmobilie kann käuflich (Gott sei Dank - aus meiner Sicht) gar nicht angekauft werden.

    Hätte ich heute deutsche Vermietungsimmobilien, würde ich mich sofort davon trennen.

    Aha.

    Ich übersetz das mal:

    Hätte ist allerdings Konjunktiv.

    Könnte mit guten Gründen so zu verstehen sein, daß Du überhaupt keine deutschen Vermietungsimmobilien hast - geschweige denn einen relevanten Bestand davon ... ?

    Zudem besteht somit eine zumindest gewisse bis hohe Wahrscheinlichkeit, daß Dir diesbezüglich jede Praxiserfahrung fehlt ...

    Ich gehe davon aus, dass die kommenden 20 Jahre eine Katastrophe werden.

    Aha.

    Ich übersetz das mal:

    Diese Formulierung "Ich gehe davon aus" hatten u. a. zwei damalige Kollegen (Mergers & Acquisitions, Investor Relations) in der Regel verwandt, wenn Sie nichts Definitives wußten und/oder keine valide und ihnen zurechenbare, ernsthafte Prognose abgeben wollten oder konnten ...

    Apropos "Katastrophe die kommenden 20 Jahre" ...

    In dem Bereich gab es schon derart viele und komplett falsche Prognosen, daß mir da eher Zurückhaltung indiziert scheint.


    Der früheren Bundeshauptstadt Bonn wurde nach der Ernennung Berlins zur neuen Hauptstadt (1990) ein Immobiliendesaster prognostiziert. Es kam aber anders und Bonn durchlief praktisch ähnliche bis gleichen Phasen wie die andere deutschen Großstädte (Bonn-Sondereffekt nach dem Regierungsumzug mit einer leichten Stagnation, Boom der 2010er Jahre (Weltfinanzkrise, Eurokrise, Ära der Finanziellen Repression mit immer weiter ins Negative gedrückten Realzinsen, Flucht in Sachwerte), jüngste Marktbereinigung seit 2022 mit danach beginnender Marktkonsolidierung bzw. einsetzender -stabilisierung auf leicht bis etwas niedrigerem Preisniveau (im Vergleich zum All Time High).

    Diverse Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung in den 1990er und 2000er Jahren gehören zu denen mit den dramatischten Fehleinschätzungen - in der Retrospektive. Tenor: "Deutschland ist zu Ende gebaut und die Bevölkerung wird schon bis 2030 deutlich bis drastisch schrumpfen.

    Beispiel Berlin und der damalige signifikante Wohnungsleerstand in der Stadt, nicht zuletzt aufgrund dessen und der damaligen Annahme, daß die Wohnungsnachfrage stagniert oder sogar sinkt, hatte sich der damalige Berliner Senat in den 1990er und 200er Jahren von rund 300.000 Wohnungen seiner kommunalen Wohnungsbestände getrennt und diese versilbert (sprich privatisiert). In der Retrospektive nur eine weitere der vielen dramatischen Fehlprognosen.


    Um nur drei typische Beispiele - aus diversen - zu nennen und zudem die anderen typischen Ballungsräume in Deutschland außen vor zu lassen. Nach Einschätzung diverser Fachleute wird sich immobilientechnisch das Stadt/Land Gefälle noch weiter ausprägen (Stagnation der Immobilien-Preise und/oder beschleunigter Preisverfall in strukturschwachen Regionen und weiterer, moderater bis höherer Preisanstieg in Ballungsräumen und/oder Großstädten).

    Das Schöne an der privaten Kapitalanlage ist aber, dass jeder genau das bekommt was er oder sie verdient... ;)

    Das gilt eher für Bürger in Demokratien. Letztlich bekommt nämlich das Wahlvolk, die Regierung und Politik, die es verdient.

    In der privaten Kapitalanlage gilt das aber nicht unbedingt. Entgegen dem Wahlvolk habe ich nämlich schon einige Mal gesehen und erlebt, wie sich da der altbekannte Spruch realisierte:

    "Die dümmsten Bauern haben und ernten die dicksten Kartoffeln"


    Nur am Rande aber in dem Kommer-Kontext und einer gewissen Kommer-Penetranz:

    ... drängt sich mir die Frage auf - natürlich prognosefrei, rein rational und risikoadjustiert - ob ggf. Provisionen fließen könnten, wenn man einen Herrn Kommer, ein Produkt von ihm oder seine "kommer"zielle Vermögensverwaltung regelmäßig erwähnt und/oder Promotion dafür betreibt ...

    (Die aus meiner Sicht interessante Frage hatte ich beispielsweise auch schon mal an Thomas.Schreiber gestellt - was aber ohne Antwort blieb...)


    Dir/Euch nichtsdestotrotz weiter ganz viel Glück mit den privaten Finanzen ... !

    In dem Kontext

    Du meinst EU weite vereinheitlichte Energieversorgung. Euro-Strom? Analog zu einer einheitlichen Währung?

    bleibt hierzu

    Mit dem Preisniveau (und -aufbau) von Ungarn? Oder dem von Deutschland?

    nur der Hinweis:

    Der "vereinheitlichte Euro-Strom" wird in Sachen "Preisniveau" so effizient funktionieren und länderspezifisch adäquat sprich angemessen und treffsicher sein ...

    ... wie der vereinheitlichte Einlagesatz (Einlagenzins) sprich "Leitzins" der EZB für die 21 Euro-Mitgliedsländer - bei Inflationsraten von über 20 Prozent (Lettland und Litauen) sowie in der Spitze von 25 Prozent (Estland) und für Frankreich bei einer Inflationsrate < 1 Prozent sowie Zypern mit einer Inflationsrate von Null bis 0,5 Prozent.


    One Size fits all ...

    Es ist vielleicht eine dumme Nachfrage, aber was hat das mit "diesem Land" zu tun? Wie sieht denn im internationaler die Behandlung von Assets empirisch aus?

    Der "deutsche Sicherheitssparer" ist für so manche Protagonisten hier eine feststehende und häufig (fast wie ein Mantra sozusagen) verwendete Terminologie.

    Deine Frage halte ich übrigens nicht für "dumm" - zumal mir international, jedenfalls in unserem geographischen Umfeld, sehr ähnliche und tendenziell "risikoaverse" (*) finanzielle Verhaltensweisen begegnet sind (Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich usw.). Nach meinen Erfahrungen sind daher Formulierungen wie (mehr oder weniger) "risikoarm" bzw. "risikoreich" die treffenderen (siehe auch unten zu absoluten "Sicherheiten" ...).

    Zu meinen langjährigen Beobachtungen gehört in dem Bereich auch, daß in vielen (eher den meisten) Ländern, oftmals die "objektive Risikotragfähigkeit" der Menschen (deutlich) über der "subjektiven Risikotoleranz" (subjektiven Risikobereitschaft) rangiert. Mag im Sinne der so generierten Ergebnisse eventuell zu beklagen sein - dies mit der Brechstange von außen ändern zu wollen oder sich als Betroffener (Anleger) selbst darüber hinwegzusetzen, kann aber ebenfalls sehr negative bis fatale Folgen haben. Davon (etwas) abweichende Erfahrungen habe ich insbesondere in den USA, Kanada, Australien und UK - teilweise auch in Schweden - gemacht (der angelsächsische Raum scheint mir generell etwas finanz-affiner).

    Siehe beispielsweise hier:

    ... gerade der deutsche Sicherheitssparer heutzutage ...

    Oder beispielsweise hier:

    ... immerhin die Anlageklasse schlechthin für den deutschen Sicherheitssparer ...

    (beide Zitate nachträglich gefettet von mir)

    Die Liste ließe sich übrigens leicht und lange fortsetzen.

    Unabhängig von dieser schlichten Tatsache;

    Für meinen Teil habe ich in dem Bereich private Finanzen den Glauben an absolute "Sicherheiten" schon vor sehr langer Zeit aufgegeben. Als "Sicherheiten" sehe ich da nur noch die Inflation, die Steuern und die mit jedem Investment verbundenen (mehr oder weniger hohen) Kosten/Gebühren.

    Ob im Kontext mit eine sog. "Zinswende" (zögernd und zaghaft seitens der EZB eingeleitet im Jahr 2022) und insbesondere ausgehend von einer historischen Ära der Niedrig-, Null- und letztlich einem sogar nominalem Negativzins (EZB) - schließlich jahrelang auf einem Niveau mit einer Null (!) vor dem Komma (den Zins für Immobiliendarlehen betreffend) bereits

    bei strukturellen Umbrüchen im Immobilienmarkt

    hiervon - "strukturellen Umbrüchen im Immobilienmarkt" - gesprochen werden kann, scheint mir eher fraglich bzw. noch ziemlich offen - auf die längere Sicht gesehen.

    Die in Nr. 4.840 - von @St. Irving - aufgeführte Grafik ("Wohnimmobilienpreisindex" von 1969 bis 2025 stammt nicht zufällig vom "Immobilienexperten" Herrn Kommer ... ? :rolleyes:

    Unabhängig von "steuerlichen Aspekten" und "Leverage-Effekten" sowie einer zwingend angezeigten Unterscheidung "Eigengenutzte Immobilie" vs "Vermietete Immobilien":

    Eventuell kann oder will er nicht verstehen, daß es sich bei Wohnimmobilien in aller Regel um Unikate handelt - schon angefangen beim Standort/Lage derselben (Ursache: Eigeninteresse aus "kommer"zieller Sicht samt pro domo-Haltung ... ? :/).

    Nur am Rande: Kein Mensch kann die deutsche "Durchschnittsimmobilie" kaufen - sondern nur Immobilien in Chemnitz, dem Kyffhäuserkreis, in Primasens usw. - und in München, in Frankfurt am Main, auf Sylt usw. Dazwischen liegen mehr als einige Hundert km - nämlich finanztechnisch gesehen Welten.

    Einen Wohnimmobilienpreisindex via ETF habe ich jedenfalls noch nie gekauft ... - sondern ausgewählte Objekte an ausgewählten Standorten.

    Nur am Rande

    Der Immobilie ... wird ein sehr hohes Maß an Vertrauen geschenkt ...

    Ist das hierzulande so ... ?

    Meines Wissens landen die Deutschen regelmäßig und "zuverlässig" bei allen mir bekannten Studien in Sachen "Wohneigentumsquote" auf dem letzten Platz in der gesamten Eurozone ...

    Bei dem Zinsumfeld und dem demografischen Tsunami, der auf uns zurollt

    Immobilien habe ich auch schon gekauft und finanziert bei einem zweistelligen Zinsniveau sprich völlig anderen Zinsumfeld.

    Hier vor Ort (Ballungsgebiet mit diversen Großstädten, zwei Landeshauptstädten und mehreren Universitäts-/Schwarmstädten) besorgt die Politik (und viele Mieter) eher der auf sie absehbar "zurollende Tsunami" - aufgrund der sich noch weiter öffnenden Schere aus Wohnungsnachfrage einerseits und Wohnungsangebot andererseits.


    Dir st55 weiterhin gute Gedanken und @ @St. Irving Dir/Euch weiter ganz viel Glück mit Euren privaten Finanzen ... !

    Na ja, immerhin besser als deutsche Immobilien in den letzten 4 Jahren.

    (nachträglich gefettet von mir)

    Und

    Es ist eine Kombination aus einem Fokus auf einen zu kurzen Zeitraum, Wunschdenken und Nachgeplapper der Slogans der Finanzindustrie.

    (nachträglich gefettet von mir)

    :/


    Minus 20%. Selbst in München. =O

    Sollte auch für beispielsweise Frankfurt am Main etwa hinkommen (nominal minus 12-13% und damit real um die minus 20%).


    Natürlich kann ich nur für mich sprechen:

    Was sollte mich zum einen der Preis (Marktwert) eines (seit fast 50 Jahren lastenfreien) selbst genutzten EFH mit nettem Grundstück interessieren, in dem ich seit gut fünf Jahrzehnten wohne und lebe und dies auch weiterhin beabsichtige zu tun ... ?

    Dazu kommt als Nebeneffekt, daß sich hier seit dem Kauf die Grundstückspreise etwa verfünfzehnfacht haben ...

    Was sollte mich zum anderen der Preis (Marktwert) von vermieteten Immobilien interessieren, die ich ohnehin im Bestand behalten will (Stiftung auf den Todesfall inkl. Vorratsstiftung) und die zudem seit Jahrzehnten beständig stabile Erträge (Mieten) - meines Erachtens eine gute Ergänzung zu den stark schwankenden Aktienkursen übrigens - liefern ... ?

    Unabhängig sowohl von steuerlichen Aspekten als auch Leverage-Effekten: Dazu kommt, daß die allermeisten der vermieteten Immobilien bis 2022 ihren damaligen Preis (Marktwert) bereits vervielfacht hatten ...

    Wie von mir antizipiert

    Gratuliere !

    Mich würde - im Kontext mit meinem Aktiendepot - aber offen gesagt mehr interessieren, was Du aktuell für die Aktienmärkte "antizipierst" ... ? :)


    In diesem Sinne ...


    Dir weiterhin viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

    So wie letztens Griechenland?

    Auch wenn bei der sog. Griechenland-Rettung (inkl. Bail-out und Bail-in) die vertragliche Architektur des Euro - samt den Säulen auf denen diese beruhen sollte - eingerissen wurde ... war dies von den Volumina und dem Gewicht des Landes eher - pointiert formuliert - im Bereich "Kindergeburtstag" anzusiedeln (auch wenn selbst schon diese kleine Rettungs-Veranstaltung (bis dato dennoch die größte der Finanzgeschichte für ein einzelnes Land) bereits für jahrelangen Streit, Ärger, Stress, Verbitterung etc. pp. innerhalb der Eurogruppe geführt hatte ...)

    ... der viel interessantere Fall dürfte - mit fast an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit - Frankreich werden.

    Als ich letztens mal auf den diesbezüglichen Spread geblickt hatte im Vergleich zu deutschen Bundesanleihen betrug dieser rund 100 Basispunkte ... und die neuen Präsidentschaftswahlen in Frankreich stehen noch aus (April 2027) ...

    Die frühere und traditionelle Bipolarität (Gaullisten vs Sozialisten) existiert praktisch nicht mehr. Das Parlament ist schon lange fragmentiert mit rund einem Dutzend Parteien (im Assemblee nationale sitzen m. W. 11 Fraktionen ...). Die gemäßigteren Kräfte werden um ähnliche Wählergruppen kämpfen und dürften sich so gegenseitig Stimmen wegnehmen. Von dieser Zersplitterung könnten am Ende die radikalen Kräfte ganz "links außen"(Jean-Luc Melenchon) oder ganz "rechts außen" (Kandidat des Rassemblement National) profitieren. Die EU dürfte (wieder mal) die Luft anhalten ...

    Die französische Währung galt schon damals (70er) stets als "Schwund- oder Schrottwährung" (subtiler formuliert als ausgesprochene "Weichwährung"). Allein in der - für eine Währung sehr kurzen - Zeit vom Ende des Bretton-Woods-Systems (70er) bis zum Eintritt Frankreichs in die EWU (1999) hatte der Franc 53% gegenüber der DM abgewertet sprich verloren ...

    Ähnliches galt auch für die anderen Weichwährungsländer wie Italien (Abwertung der Lira im gleichen Zeitraum um die 82% gegenüber der DM) Griechenland (Abwertung der Drachme über 90% gegenüber der DM).

    Frankreich gilt längst als das idealtypisches Beispiel für ein reformunfähiges Land. Nach meinen Aufzeichnungen ist mir kein einziges Jahr seit Euroeinführung bekannt, in dem Frankreich den EU-Vertrag von Maastricht (Maastricht-Kriterien) eingehalten hätte ... Die Abweichungen (stets sprich ausnahmslos Überschreitungen) lagen und liegen teilweise beim Doppelten des gemäß dem EU-Vertrag Erlaubten (das jährliche Defizit betreffend und die Gesamtschuldenquote zum BIP betreffend).

    Ich bezweifle, ob da nochmal jemand "Whatever it takes" raushaut.

    Ich bezweifle nicht, daß man dann alles Menschenmögliche versuchen wird. Inklusive von Seiten auch der "Zauberlehrlinge" der EZB ... Es ginge dann aber um Volumina im Billionenbereich. Unabhängig von der Durchführbarkeit und Machbarkeit: Das Hauen und Stechen dürfte ein entsprechendes sein.

    Abgesehen von den bis heute nicht behobenen Konstruktionsmängeln der Einheitswährung: Es ist der EU und der EU-Kommission, die sich selbst als "Hüterin der EU-Verträge" bezeichnet, bis zum heutigen Tage ebenfalls nicht gelungen, die Grande Nation (Frankreich) zu Einhaltung der eigenen (!) EU-Verträge zu bringen. Die Fragilität des Konstrukts (Einheitswährung) wird deutlich, wenn man einmal gedanklich durchspielt, daß Deutschland - als nur eines von 21 Euro-Mitgliedsländern - an einem Sonntag seinen Austritt aus dem Währungsexperiment der Einheitswährung erklärt: Der Euro wäre vermutlich schon am nächsten Börsentag - sprich dem folgenden Montag - bereits Geschichte ...

    Da ist eine Auflösung der EU und des Euro schon wahrscheinlicher, wie sie vom rechten Rand schon jetzt lauthals skandiert werden.

    Nur am Rande aber in dem Kontext: Lange Jahre war übrigens der oben erwähnte Jean-Luc Melenchon (Partei "La France insoumise") einer der erbittertsten Kritiker und Gegner des Euro und hatte sogar den "Frexit" thematisiert ...

    Vermute eher, daß die eigentliche Gefahr von der Konstruktion (EU, Euro, Kommission, EuGH) selbst ausgeht (Bürokratie, Regulatorik, fragiles Währungsexperiment, immer mehr Zentralisierung bei aber paralleler Leistungsschwäche usw.). Ein "Implodieren" - oder sukzessiver Ver- und schließlich Zerfall - scheint mir daher wahrscheinlicher als ein "Explodieren".

    Die neue geopolitische Lage - statt regelbasierter Ordnung tendenziell konfrontative Großmächte, die auch Druck, Drohung, Gewalt bis hin zu Krieg als Mittel ihrer Politik definieren - könnte diesen Erosionsprozess der EU noch zusätzlich befördern, weil damit die "Hard Power" (wirtschaftliche Stärke und militärische Potenz) noch mehr in den Vordergrund rückt und noch deutlich wichtiger wird (internationale Wettbewerbsfähigkeit und insbesondere autarke glaubwürdige Abschreckung und Verteidigungsfähigkeit). Ein sukzessives Zerreiben der EU - die von Putin über Trump bis Xi Jinping ohnehin eher als "störend" oder "lästig" empfunden wird - gehört daher zu den realistischen Szenarien.

    Scheint mir jedenfalls als Szenario realistischer als eine immer noch größere und immer noch engere EU ("Ever closer Union")

    Erinnert mich an eine legendäre Runde in Brüssel (müßte um 2013 gewesen sein) mit einem legendären Einwurf eines Briten. Thema war (mal wieder) den Euro weiterhin irgendwie zu retten. In dem Kontext fiel die Aussage eines Franzosen:

    "This EU and the Euro are not working, which is why we need more EU and more Countries in the Euro". Die britische Stimme aus dem Hintergrund:

    "So even more of the same failing ?"


    Im Kontext u. a. auch mit den privaten Finanzen: Vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen kommen - meines Erachtens - entsprechenden "Kautelen" (sprich Vorkehrungen) erhebliche Bedeutung zu.

    Unabhängig von der (traurigen) Tatsache, daß ich gelernt habe (lernen mußte), daß sich hier jede(r) ausdrückt, wie es bei ihm/ihr - und vermutlich seinem/ihrem Umfeld - zu den Usancen gehört,

    wenn Leuten denen die Umwelt (Umwelt? Also ICH brauche keine Umwelt) und Klimawandel scheiß egal sind ...

    (nachträglich gefettet von mir)

    dürfte es bereits - nach meinem Dafürhalten - für einen interessierten und verständigen 16- oder 17-jährigen Schüler klar und damit evident sein, daß Politik eine eher ziemlich komplexe Angelegenheit ist, bei der diverse Aufgaben und Ziele eine Rolle spielen, die zudem (oftmals bis meist) in einem typischen Konkurrenz- oder zumindest Spannungsverhältnis stehen. Der limitierte Blick - sozusagen prioritär isoliert - auf nur ein einziges Thema, dürfte jedenfalls dieser differenzierten Aufgabenstellung nicht (ansatzweise) gerecht werden.

    Ganz ähnlich wie beim Thema "private Finanzen" übrigens und dem sogenannten magischen "Dreieck der Geldanlage" die Aspekte "Sicherheit, Liquidität und Rentabilität", die ebenfalls in einem Konkurrenz- oder zumindest signifikanten Spannungsverhältnis stehen. Wobei ich jedem/jeder nur empfehlen kann, aus dem Dreieck ein Fünfeck zu machen, um sowohl die Punkte "Inflation" als auch "Steuern" (insbesondere in einem Hochsteuerland wie Deutschland) adäquat zu berücksichtigen. Im Idealfall ist daraus seit 1999 bzw. 2002 - spätestens aber seit 2010 und allerspätestens seit 2012 - ein Sechseck geworden, um auch den Aspekt politisches "Experiment einer europäischen Einheitswährung" adäquat zu berücksichtigen und abzubilden.

    Dir - als vermutlich studiertem Naturwissenschaftler ... ? - sei daher ein Blick neben der Ökologie auch auf die Ökonomie empfohlen. Siehe - insbesondere auch aufgrund der geographischen Nähe - das Beispiel der ehemaligen DDR: In dem letzten Vierteljahrhundert dieses ökonomischen Stagnations-, Niedergangs- und letztlich Untergangsmodells - des real existierenden Sozialismus - war es um die Umwelt und den Klimaschutz desaströs bestellt (angefangen von der Verschmutzung der Luft über die der Böden bis hin zu der des Wassers).

    Ohne eine wenigstens halbwegs funktionierende Wirtschaft - inkl. wenigstens halbwegs wirtschaftlichem Wachstum und ebensolcher wirtschaftlicher Dynamik - wird es erfahrungsgemäß auch für den Umweltschutz - und damit den Klimaschutz - eher mau aussehen.

    In diesem Sinne ...


    Dir weiterhin ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

    Ich ... nutze den blauen Balken.

    Verstehe.

    Die Frage, die sich mir aufdrängt: Wie kann Dein "blauer Balken" vor folgendem Hintergrund

    Langjährige wirtschaftliche Stagnation oder sogar wirtschaftlicher Niedergang fördert meist die (linken und rechten) Ränder im politischen Spektrum.

    in Bezug auf die "Balken" mit den Prozentzahlen der Parteien nach Wahlen (im TV oder den Printmedien präsentiert) sinnvoll "genutzt" werden ... ?

    So wie ich das meine zu verstehen: Dir würden diese "Balken" dann zwar dank Deines "blauen Balken" nicht mehr angezeigt sprich diese sind - jedenfalls für Dich - unsichtbar.

    Bei Realitätsbezug aber ändert Dein "blauer Balken" doch nichts an den "Balken", die solche Wahlergebnisse anzeigen sprich die Wahlergebnisse selbst ... ?!


    Dir weiterhin nichtsdestotrotz - sei es nun mit oder ohne Deine "blaue Balken" - ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

    Hieran

    Als nicht studierter Naturwissenschaftler kann ich zu dem speziellen Thema hier wenig bis eher fast nichts inhaltlich beitragen. Als interessierter Bürger dagegen kann ich immerhin die so generierten Ergebnisse bewerten - und diese sehen für Deutschland eher mau bis (sehr) traurig aus.

    beißt die Maus (leider) keinen Faden ab.

    Ich denke, die Diskussion um Atomkraft in D ist unwiderruflich beendet für die nächsten Jahrzehnte und ich will auch gar nicht in eine aussichtslose Diskussion darüber einsteigen.

    Sehe ich ähnlich. Dürfte unserem Land (und auch jedenfalls noch viele Jahre dem Klima) allerdings eher zum Schaden als zum Nutzen gereichen.

    Daß es zum Thema der deutschen sog. Energiewende zum einen auch (ganz) andere Meinungen von renommierter Seite gibt (siehe Nr. 482; inkl. der EU in Sachen Atomkraft; siehe Nr. 497) und zum anderen so manche Aussage in der Retrospektive sich als völlig falsch herausgestellt hat (beispielsweise die Kostenrechnung a la Jürgen Trittin (Die Grünen) im Gegenwert von einer Kugel Eis pro Haushalt und Monat) sind aber ebenfalls Tatsachen.

    Dem Folgenden muß ich allerdings mit Blick auf die so generierten Ergebnisse (Kosten/Nutzen-Relation)

    Dass ich den Ausstieg allerdings für unsinnig und nicht klimafreundlich finde, möchte ich explitzit betonen.

    vollumfänglich zustimmen.

    Die linksgrünen Steinzeitmenschen sind einfach hoffnungslos verloren.

    Ohne mir diese Zuschreibung zu eigen machen zu wollen (auch in der ultra-rechten Ecke gibt es "Steinzeitmenschen" mit mehr als seltsamen und fragwürdigen bis hin zu abenteuerlichen sprich verfassungsfeindlichen Vorstellungen ...

    allerdings erschreckt (eher befremdet) es mich als langjährigen politischen Beobachter, mit wem aktuell und ganz offensichtlich "links-grün" eine Koalition in Berlin anstrebt. Mit welchen Haltungen man es da teilweise zu tun bekommt, ist nämlich ebenfalls offensichtlich (Antisemitismus, Nähe zur Clan-Kriminalität, jahrelange Mitgliedschaft der Spitzenkandidatin in der "Roten Hilfe" (gemäß Verfassungsschutz "die größte und einer der wichtigsten Gruppierungen im deutschen Linksextremismus" ...) - da wird der aberwitzige Ansatz der "Vergesellschaftung" von Wohnungen "weit unter Marktwert" (fast) zur Nebensache

    sehe ich die links-grün dominierte Politik der vergangenen Jahre - auch abseits der sog. Energiewende - sehr kritisch.

    Insbesondere die Bereiche betreffend (VWL, BWL, Jurisprudenz), zu denen ich über eigene Expertise inklusive langjährigen Erfahrungen verfüge - im Gegensatz zu naturwissenschaftlichen Themen (siehe oben).

    Über die vergangenen, langen Jahre kam es mit dieser Art von Politik in mehreren Bereichen zu diversen politischen Experimenten, erheblichen (teilweise historischen) Fehlentscheidungen und auch Unterlassungen mit schwerwiegenden Folgen (Experiment europäischen Einheitswährung, die mit diversen Konstruktionsmängeln behaftet ist, Umgang mit den eigenen diesbezüglichen EU-Verträgen, Euro-Rettung a la Kanzlerin Merkel, Umgang mit der Asyl- und Migrationskrise a la Kanzlerin Merkel (*), schleichende Erosion der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland).

    (*) Bis heute konnte mir noch niemand schlüssig erklären, wie auf lange Sicht (mehr oder weniger) offene Grenzen (eher mehr, wenn das Wort "Asyl" genannt wird; zudem: Wer es erstmal irgendwie in die EU oder bevorzugt nach Deutschland geschafft hat, kann sich zumindest berechtigte Hoffnungen machen, da auch dauerhaft "geduldet" zu bleiben ...) und ein derart weit ausgebauter sprich üppiger Sozialstaat (Wohlfahrtstaat) wie der unsrige, nicht zu einem Widerspruch werden (da dauerhaft schwerlich bis eher nicht finanzierbar). Von den weiteren negativen Folgen mangelnder Integration ganz abgesehen.


    Meine Vermutung oder mein Verdacht (präziser eine Befürchtung):

    Was würde es im Ergebnis bedeuten, wenn im Bereich "Energiewende/Klimaschutz" ähnliche Experimente laufen, es zu ähnlichen Fehlentscheidungen kommt, ebenfalls erhebliche Unterlassungen vorliegen - wie in den oben genannten Bereichen (Währung, Rechtsstaatlichkeit, Pacta sunt servanda, monetäre Ökonomik, Umgang mit Migration, Wirtschaft, internationale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts) ... ?!

    Ich halte mich da ganz bedeckt wie der Blocktrainer. Tut ja nichts zur Sache die persönliche Lage.

    Ist das bei Dir wirklich so ... ?

    Siehe beispielsweise hier:

    Ich habe das Geld lieber in Wohnimmobilie und Grund&Boden gesteckt.

    Oder von der Tendenz her beispielsweise hier:

    Ein Invest in Grund und Boden und Wohneigentum sehe ich als die Eierlegendewollmilchsau... Wohn-, Lebens-, und Wohlstandssinvest in einem.

    Wohneigentum sehe ich gar nicht mal als Vermögensanlage, sondern als Fundament des Lebens.

    wie es um Deutschland steht konnte man schon an der Wohneigentumquote ablesen.

    Aber dann sind wir wieder bei Immobilien zur Eigennutzung, die einem schon zu Lebzeiten Vergnügen bereiten, vorallem in Meer- oder Berg-nähe und wie Gold rüstig und unbezwingbar im Wert steigen.

    wohl dem der es zum Wohneigentum geschafft hat und aus dem Strudel von Staffelmieten, sonstigen Mieterhöhungen und Eigenbedarfskündigungen geschafft hat.

    etc. pp. ...

    andiii_98 , vielen Dank für Deine fundierte, detaillierte und sachbezogene Einlassung (Nr. 18) auf meinen Beitrag (Nr. 17) - aus dem Du einen Halbsatz zitierst hast ... :)


    Ein bekannter Marxist sagte mal "Frag nicht, was dein Land für dich tun kann. Frag, was du für dein Land tun kannst." Achso, der war gar kein Marxist, die Frage fehlt aber generell in aktuellen Debatten.

    Ach so, deshalb also empfiehlt Finanztip aus altruistischem und national-patriotischem Ansatz als Lösung stets den ETF auf den heimischen Dax ... ^^

    Nur am Rande aber genau in dem Kontext: Mit der von mir seit über 50 Jahren generierten Wertschöpfung und den daraus resultierenden (kräftigen bis sehr üppigen) jährlichen Steuerzahlungen (nahtlos seit den 70ern) dürfte ich mehr für dieses Land getan haben, als viele (eher die meisten) anderen hier. Da ist meine gemeinnützige Stiftung auf den Todesfall noch nicht mal berücksichtigt ...

    Und eine Marxistin sagte mal "Socialists run out of other people's money".

    Die links-lastigen Parteien, ihre Protagonisten und ihre Anhänger schielen typischerweise auf das Geld von anderen Leuten sprich fremden Dritten. Mit diesen Mitteln gehen sie dann gerne großzügig und großherzig um. Gerne auch nach dem Modell "Gießkanne".

    Folgendes ist aber noch näher am Kern der Sache:

    Bonmot aus jenen Zeiten: "Der Sozialismus wird jetzt auch in der Sahara eingeführt. Was passiert ? Einige Jahre nix - dann wird der Sand knapp" ...

    Der legendäre Milton Friedman (1912 - 2006) pflegte noch genereller zu denken:

    "Wenn dem Staat die Verwaltung über die Wüste Sahara übertragen würde, dann herrscht selbst da in einigen Jahren Sandmangel" ...

    Last but not least

    War sie etwa auch keine Marxistin? Ist Merz ein Sozialist?

    ???

    Fragen über Fragen.

    Die Du Dir offensichtlich stellst.

    Für mich sind das nicht ansatzweise relevante Fragen.


    Dir nichtsdestotrotz weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

    dezenter Verweise auf das Foto das die Studie zum "Vermögen" einleitet - https://cdn.prod.www.spiegel.de/images/d212407…5.99_fpy50.webp

    Dezenter Hinweis meinerseits: Präferiere Artikel, die "Ross und Reiter" explizit nennen - und nicht solche, bei denen ich Fotos oder Bilder deuten muß und/oder da was heraus oder eher hinein interpretieren soll.

    mit abschließendem Sprichtwort; Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

    So hatten die Verkäufer der "Bild" in den frühen 70er Jahren für das Blatt geworben:

    "Wer nicht lesen kann - schaut sich die Bilder an"


    Für meinen Teil bin ich aber immerhin des Lesens mächtig ...


    Dir weiter - im wahrsten Sinne des Wortes - ganz viel Glück und Glücksgefühle mit Deinem (vermutlichen) Eigenheim (welches hoffentlich nicht in der Pampa oder "jwd" liegt, wie manche Berliner zu sagen pflegen) ... !

    Ich finde auch, dass manchmal vergessen wird, dass neben dem Solidaritäts- bei uns eben auch das Subsidiaritätsprinzip gilt. Alle, die sofort nach staatlichen Lösungen verlangen (s. Mietendeckel oder "Tankrabatt", wobei man diese natürlich auch aus anderen Gründen hinterfragen kann), sind einfach auf dem Holzweg.

    :thumbup:


    Den linken Genossen (der SPD oder noch linksseitiger - und auch denen hier im Forum) wäre - um nur ein Beispiel aus sehr vielen zu nennen - die Lektüre eines aktuellen Beitrags von Sonja Marten zu empfehlen, der Chefvolkswirtin der DZ-Bank, dem Spitzeninstitut des genossenschaftlichen Bankensektors zur fragilen Verfassung der deutschen Wirtschaft:


    "Das Problem sind dabei nicht nur die zyklischen und krisenbedingten Belastungsfaktoren, sondern vor allem auch strukturelle Schwächen. Der Kapitalstock wächst auf sehr niedrigem Niveau. Ähnlich verhält es sich bei der Faktorproduktivität, während die demographische Entwicklung unser Potentialwachstum zunehmend belastet. Gegen Demographie läßt sich wenig ausrichten, Produktivität kann aber erhöht und der Kapitalstock ausgebaut werden. Hierfür sind Investitionen unabdingbar - und zwar nicht nur durch den Staat, sondern vor allen Dingen durch die private Wirtschaft.

    Bislang ist davon wenig zu spüren. Die realen deutschen Bruttoanlageinvestitionen sind seit 2019 nicht mehr gewachsen, sondern gesunken. Das ist schon für sich betrachtet ein besorgniserregender Befund. Noch schwerwiegender wird er im internationalen Vergleich: In den USA sind die Investitionen im gleichen Zeitraum um 70 bis 80 Prozent gestiegen ...

    Im Mittelstand war die Investitionsbereitschaft im Frühjahr 2026 niedriger als während der Finanzmarktkrise oder der Pandemie. Die Gründe: Hohe Arbeitskosten und Steuern, Regulierung sowie teure Energie ...

    Die jüngsten politischen Entwicklungen drohen nun den Reformwillen weiter einzudämmen. Die Koalitionsparteien sehen sich massivem Druck vom rechten und linken Rand ausgesetzt. Die Bereitschaft, dem Wähler einen harten Reformkurs zuzumuten - so notwendig er auch ist, dürfte weiter nachlassen ...

    Für die längerfristigen Wachstumsperspektiven verheißt das nichts Gutes, und auch der Anleihenmarkt dürfte einen dauerhaft mangelnden Reformwillen mit wachsendem Unmut aufnehmen"

    (nachträglich gefettet von mir)

    (Quelle; Rubrik: "Europaplatz Frankfurt"; Head: "Politischer Reformstau", FAZ 28. 09. 2026)


    Dir st55 , weiter gute Gedanken und gutes Gelingen mit Deinen privaten Finanzen ... !

    SemperFidelis , der guten Ordnung halber: Bin nur im Tiefflug über den verlinkten Artikel drüber ("Spiegel") und habe zudem nur Deinen Beitrag Nr. 1 gelesen.


    Präkere Lebensmodelle mit Mietwohnung usw... sind halt nichts für die Ewigkeit.

    Von dem Aspekt "Wohneigentum" - im Kontext mit der Studie - hatte ich in dem Artikel nichts gelesen ... oder das überlesen ... ?

    Zum Realitätsbezug: Kenne diverse Leute mit "Mietwohnung" (darunter auch solche mit einer sehr schönen bis luxuriösen "Mietwohnung" - oder sogar mehreren an unterschiedlichen Standorten), bei denen nicht (ansatzweise) von "prekären Lebensmodellen" gesprochen werden kann ...

    Präkere Lebensmodelle ...

    als Schreibweise - könnte dagegen als prekäre Situation die deutsche Rechtschreibung betreffend ausgelegt werden ...).


    Aus meiner Sicht zur Überschrift "Vermögen macht glücklich":

    Vermögen macht nicht unbedingt und zwingend glücklich. Es kann aber "beruhigend" wirken und Optionen schaffen, Freiräume eröffnen bis hin zu mehr Unabhängigkeit oder Freiheit generell. Was unter "Vermögen" zu verstehen ist (u. a. als definierte Zahl sprich Größenordnung sozusagen), dürfte zudem eine (sehr) individuelle Angelegenheit sein (geordnete Finanzen, solide finanzielle Verhältnisse, gut situiert, wohlhabend, finanzielle Unabhängigkeit, finanzielle Freiheit - um nur einige typische Beispiele zu nennen).

    Aus meiner Sicht und Haltung macht aber vor allen Dingen "etwas vermögen" - im Sinne von etwas können, schaffen, auf die Reihe bringen, auf das Gleis setzen etc. pp. - zufrieden bis glücklich. Ein solches "etwas vermögen" ist sehr bis ganz nah nahe dran am Humankapital, welches in der Regel die Basis für Vermögen bildet (Lottogewinner, Erben oder Beschenkte außen vor).

    "Vermögen" in diesem Sinne erfüllt auch die ganz wesentlichen Voraussetzungen für das Modell der "sozialen Marktwirtschaft" - ((*) das Hauptwort (Nomen/Substantiv) ist dabei die "Marktwirtschaft" und das Eigenschaftswort (Adjektiv) "soziale" (abgeleitet von sozial) beschreibt das Hauptwort näher) - bei der Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit zentrale Begriffe sind (das Gegenteil davon bildet eine Haltung, bei der "Vater Staat" letztlich für alles verantwortlich ist und für alles sorgen soll - statt sich als Staat auf das Setzen der passenden Rahmenbedingungen zu konzentrieren, die einer sozialen Marktwirtschaft das Gelingen ermöglichen).

    Dabei gilt: Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Wer aber ohne Schuld in Not und Armut gerät, dem hilft die Gemeinschaft. Das nennt man dann Solidarität (der Solidargemeinschaft). Das ist aber als subsidiäres Prinzip gedacht und auch so zu verstehen.


    (*) Etwas ist - nach meinem Dafürhalten - hierzulande (längst) aus dem Lot geraten. Nicht erst seit den letzten Landtagswahlen, bei denen die politischen Ränder weiter sehr stark zugelegt haben. "Sinn der sozialen Marktwirtschaft ist es, daß Prinzip der Freiheit auf dem Markte mit dem des sozialen Ausgleichs zu verbinden" (Definition gemäß des legendären Alfred Müller-Armack, der als einer der Väter des Modells der "sozialen Marktwirtschaft" bezeichnet wird). Diese Formel verlangt eine Balance, denn sozialer Ausgleich ist nicht dasselbe wie die Garantie - auch unter veränderten (globalen) Bedingungen - jedes einmal erworbenen Besitzstandes. Wo diese Unterscheidung und das subsidiäre Prinzip verloren geht, bleibt vom Begriff der "sozialen Marktwirtschaft" irgendwann nur noch das Adjektiv übrig - ohne sein Hauptwort.

    Im Herbstgutachten prognostizieren die Wirtschaftsforschungsinstitute einen weiteren Anstieg der hierzulande bereits erreichten Staatsquote von 50,3 Prozent (Jahr 2025) auf 51 oder 52 Prozent.

    Bullshit-Asymmetrie

    Als nicht studierter Naturwissenschaftler kann ich zu dem speziellen Thema hier wenig bis eher fast nichts inhaltlich beitragen. Als interessierter Bürger dagegen kann ich immerhin die so generierten Ergebnisse bewerten - und diese sehen für Deutschland eher mau bis (sehr) traurig aus.

    Bei den Bereichen, zu denen ich aber jeweils ein Studium erfolgreich absolviert habe (VWL, BWL, Jurisprudenz) ist mir aber das Folgende schon seit geraumer Zeit aufgefallen:

    "Bullshit" (nur um sich Deiner Ausdrucksweise zu bedienen ...) kommt immer nur von der anderen Seite. Ganz ähnlich beim Populismus: "Populistisch" ist immer nur die andere Seite ...


    Dir nichtsdestotrotz weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

    Einundzwanzig...

    ... war es nicht sogar die EU bzw. die EU-Kommission selbst, die bereits vor geraumer Zeit (seit dem Jahr 2022 ... ?) die Atomkraft offiziell und explizit als "klimafreundlich" bzw. als "umweltverträgliche Übergangstechnologie" eingestuft hatte ... ?!

    Wenn dem so wäre, spräche dies jedenfalls für Realitätsbezug und Pragmatismus (statt Ideologie oder Visionen). Ansonsten nicht unbedingt eine Kernkompetenz der real existierenden EU ...

    Meines Wissens hatte Österreich gegen diese Einstufung der Atomkraft seitens der EU geklagt, ist aber vor dem EuGH damit gescheitert.

    Vor allem Frankreich und andere kernkraftfreundliche Staaten setzen sich erfolgreich für diese Einstufung der EU bezüglich der Atomkraft ein, um den Weiter- und Neubau von Reaktoren abzusichern.


    Erinnert mich ein klein wenig an die aktuelle Rentendiskussion. Ausgerechnet Andrea Nahles (SPD) sieht inzwischen die von ihr selbst (als Bundesarbeitsministerin im Jahr 2014 ... ?) eingeführte "Rente mit 63 für besonders langjährig Versicherte" kritisch bzw. steht dieser ablehnend gegenüber. Zu dem nunmehr Realitätsbezug bei Frau Nahles (SPD) dürfte ihre veränderte Rolle entscheidend beigetragen haben: Statt als Lordsiegelbewahrerin (in dem Fall Ladysiegelbewahrerin ...) eines immer noch weiteren Ausbaus des Sozialstaates für die SPD zu agieren - muß sie als heutige Chefin der sog. Arbeitsagentur das "große Ganze" sprich insbesondere die Sicherung von Arbeitskräften im Fokus haben. Das wäre ein anderes aber aktuelles (trauriges) Beispiel das "Gesamtkunstwerk" der Rentenkommission betreffend.

    Newb , vielen Dank für Deine übliche Bewertung bzw. Reaktion. Wie stets allerdings ohne jede Rückfrage, was Dich denn" konkret verwirrt" - oder liegt eine "generelle Verwirrung" vor ... ?


    Im Kontext zu Nr. 482

    Die damalige Aussage von Franz Alt hat mich persönlich schon damals "verwirrt" ... ^^

    Die damalige Aussage von Jürgen Trittin ebenfalls - und in der Retrospektive wirkt das statt "verwirrend" sogar eher "verstörend" ... <X

    Ansonsten leite ich Deine Reaktion gerne an Herrn Prof. Sinn und die Redaktion des Wall Street Journal weiter ... :)


    In diesem Sinne ...


    Dir weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !