Beiträge von langerhans

    Für 100%ig klare Fälle brauche ich gar keine Rechtsschutzversicherung. Ich würde aber bei Kleinbeträgen nicht klagen. Ich finde die Mentalität auch etwas seltsam, erst Verträge zu unterschreiben und diese dann später anzufechten und Gebühren, mit denen man einverstanden war, zurückzufordern.

    Ja, 100% war der falsche Begriff, die Versicherung ist bei 90-99% klaren Fällen sinnvoll. Hier liegt der Klarheitsfaktor mE niedriger.

    Ich kann diese "Mentalität" sehr gut verstehen. Glaubst du, Firmen wie die BHW würden auch nur eine Sekunde zögern, bei sich ändernder Rechtslage, Verträge bzw. Vertragsbedingungen zu ihren Gunsten zu ändern? Natürlich nicht. Also sollte man das selber auch nicht tun, wenn sich die Rechtssprechung weiterentwickelt.

    Goldmicha : Die with zero. Du lebst noch ca. 26 Jahre. Wenn du einen geringen annual return von 3% auf die 900k annimmst, kannst du jedes Jahr gut 51k Euro zusätzlich ausgeben, um das komplette Vermögen dann zum Todeszeitpunkt verprasst zu haben.

    Ausserdem musst du sehen, dass es unwahrscheinlich ist, dass du in deinen späten 70ern noch grossartig viel unternehmen können wirst, vielleicht hast du Glück aber die meisten Leute sind leider nicht mehr fit. Demnach kannst du die 26 Jahre auch auf 15 Jahre reduzieren und jetzt noch mal richtig was erleben, 15 richtig intensive Jahre, mit ca. 87.000 Euro zusaetlichem Budget jedes Jahr.

    Alles andere ist doch Quatsch. Der Sarg hat kein Regal.

    Denn!s bist du dir bei den von dir genannten Beträgen sicher? Ich habe kürzlich entdeckt, dass meine Eltern für mich genau das gleiche Produkt abgeschlossen haben. Es ist keine tolle Versicherung, aber dennoch bin ich Stand heute bei 10.500€ eingezahlten Beträgen, und erhielte bei Beitragsfreistellung ab heute garantierte 23.200€ als Einmalbetrag (zum Fälligkeitstermin 2048), was immerhin gut 3.5% jährlichem Zinssatz entspricht - gar nicht so schlecht!
    Da vor 2005 abgeschlossen zudem noch steuerfrei (zumindest Stand heute) und damit umgerechnet sogar 4.4% effektiver Jahreszins. Das kann - aktuell - kein Tages- oder Festgeld.

    Ich setze seit Jahren erfolgreich 50% der Kosten an. Ich arbeite allerdings 99% im Homeoffice und fahre <10x im Jahr in die Firma. Die 50% sind aber bisher immer ohne Beanstandung akzeptiert worden.

    Warum so großzügig dem FA gegenüber? 8h HomeOffice, 1h anderweitige Nutzung pro Tag (2h am Wochenende) ergeben eher 80% (abgerundet wegen Urlaub). Setze ich auch so an, wurde nach o.g. Erklärung akzeptiert.

    Das hoffe ich auch! Bin mir da nach euren Beiträgen aber jetzt doch gar nicht mehr so sicher... Sicher ist nur, dass es jedenfalls keine "richtige" Antwort auf meine Ausgangsfrage zu geben scheint, jedenfalls keine, auf die sich alle irgendwie einigen können. Aber so ist das ja oftmals im Leben ^^ Vielen Dank jedenfalls für die vielen Pro- und Contra-Argumente, die mir jetzt bei den Entscheidungen in der nächsten Zeit helfen werden!

    Das Grundgefühl ist angekommen, dass die Einzeltitel (zumal kumuliert mit den gleichen Titel im MSCI-World) sehr risikoreich sind. Also auf lange Sicht irgendwie - möglichst steueroptimiert - zumindest teilweise verkaufen. Dabei wenn möglich Steuern zu sparen finde ich übrigens durchaus legitim und ich wundere mich, dass das in diesem Forum ab und zu etwas belächelt wird. Wenn diese Website und dieses Forum ja durchaus darauf abzielen, die Rendite seiner Geldanlage (bei vertretbarem Risiko) zu optimieren, warum dann nicht in gleichem Maße versuchen Steuern sparen? Denn wie Schwachzocker richtig sagt:

    Handball - ist aber meine Trikotnummer ;)

    Aus meiner Sicht gibts da schon eine richtige Antwort: in Einzeltiteln nur Geld anlegen, welches man zu 100% bereit ist, zu verlieren, also Spielgeld. Besser heute als morgen aus allen Einzeltiteln aussteigen und in ETFs anlegen. Steuerersparnis gibt es in deinem setup keine, egal ob du heute oder in 30 Jahren verkaufst.

    Und WISO Steuer fragt dann einfach die vollen Rechnungsbeträge bei mir ab, führt im Hintergrund Berechungen durch und trägt dann die korrekten anteiligen Werte in die entsprechenden Felder der elektronischen Steuererklärung ein - kann ich mir das so vorstellen?

    Genau. Das Programm fragt alles ab, was es benötigt und trägt dann die richtigen Werte ein. Ich habe es nicht mehr genau im Kopf, ggf. musst du trotzdem selber noch was berechnen, aber das Programm wird dir genau sagen, was wie wo du berechnen und eintragen musst. Ich habe das letztes Jahr selber für eine energetische Sanierung gemacht und es als relativ einfach in Erinnerung.

    Nun bin ich verwirrt. Was gilt denn nun? Eigentlich hätte ich auch gedacht, ich trage einfach die vollen Beträge ein, aber wie ist das beim Abschreiben über drei Jahre hinweg. Ich kann doch nicht jedes Mal den vollen Betrag eintragen, oder?

    langerhans: WISO Steuer werde ich mir als Hilfsmittel für die Steuererklärung noch kaufen.

    Dann mach dir keinen Kopf und mach es einfach mit WISO. :)

    Es kommt vermutlich darauf an, was genau das für ein Kapitalprodukt war, mit dem du den Verlust eingefahren hast, denn Verluste aus Aktien lassen sich nicht mit Verlusten aus ETFs verrechnen. Generell ist es bei unterschiedlichen Anlageklassen schwierig - wobei da auch diverse Gerichtsverfahren anhängig sind, sich also noch was tun könnte.

    Kurz zusammengefasst: Einfach machen! Wenn das Finanzamt es nicht anerkennt, kannst du immer noch schauen ob sich ein Widerspruch mit Verweis auf laufende Prozesse lohnt.

    Da das den Rahmen einer einfachen Frage sprengt und eher Richtung Steuerberatung geht, wird sich hier keiner groß aus dem Fenster lehnen.

    Tipp: Stell die Frage exakt so mal bei Chatgpt ein. Es wird eine passende Antwort kommen. Und die Umsetzung macht dann ein Steuerberater oder du selber, falls du es kannst.

    Werde ich mal versuchen. Ja sicherlich geht das in eine steuerberatende Richtung, aber doch bei aller Liebe nicht um einen komplizierten Fall. Sowas passiert doch ständig, und dazu muss es doch Erfahrungswerte geben.

    Falls noch relevant: Lass gut sein, das interessiert niemanden und wird weder gemeldet noch geprüft. Einfach weglassen.

    Hallo,

    ich hatte mit einem Partner vor 2 Jahren eine GbR gestartet. Seitdem haben wir nur (geringe) Verluste iHv ca. 1000€ eingefahren und diese auch steuerlich geltend gemacht. Wir werden das Projekt nun beenden bzw. auf Eis legen. Was ist der beste Weg, um diese Unternehmung steuerneutral zu beenden oder auf Eis zu legen?

    Option 1: Wir behalten die GbR und geben 0€ Einkünfte in der Steuererklärung in Zukunft an. Meine Befürchtung: Das FA will in 1-3 Jahren eine Steuernachzahlung plus Zinsen, weil das Projekt als Liebhaberei eingestuft wird und die Verluste rückwirkend aberkannt werden.

    Option 2: Wir lösen die GbR auf. Ähnliche Befürchtung wie in Option 1, außerdem müssten wir dann im Fall der Fälle wieder eine neue GbR gründen, wenn das Projekt doch wieder aufleben sollte.

    Kann mir jemand dazu eine Empfehlung aussprechen, welche Option besser wäre? Sind meine Befürchtungen gerechtfertigt? Gibt es noch weitere Optionen, die sinnvoll erscheinen?

    Danke und Grüße

    Antwort der Santander: „Ihre Zustimmung zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen liegt seit dem 07.12.2021 im Onlinebanking vor.“

    Keine Ahnung, was die damit genau meinen, ich habe nachgefragt. Sollte ich im Onlinebanking bei irgendwas auf akzeptieren geklickt haben, wäre das Ganze wohl durch, oder kann man da auf ein unterschriebenes Dokument bestehen?