Kurzes Feedback zur Beratung bei H&P:
Habe via H&P vor Kurzem eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Der Erstkontakt mit dem Berater war sehr angenehm und hat den Großteil der wichtigen Punkte abgedeckt.
Der ganze Ablauf war sehr langwierig (wie wohl fast immer bei BU, obwohl ich in einem Bürojob arbeite), und während des Ablaufs zeigte sich dann immer mehr, dass der Makler nicht unfehlbar ist, bzw. man sich keinesfalls blind auf ihn verlassen sollte.
-Pluspunkt 1: Sehr gute Übersicht über den Leistungsumfang der verschiedenen Versicherer an Hand einer ähnlichen Liste, wie es sie hier auf FT gibt. Ohne so eine Liste ist man wirklich verloren und DER Grund überhaupt, warum man in Sachen BU zum Makler MUSS (es sei denn, man möchte nächtelang die Versicherungsbedingungen von 50 verschiedenen Versicherungen wälzen....)
-Pluspunkt 2: Angenehme Athmosphäre, sehr gute Erreichbarkeit. Auch Anrufe nach 20:00 stellten kein Probem dar, Emails wurden postwended bearbeitet
-Pluspunkt 3: Reibungslose Abwicklung. Die Dokumente wurden mir per Mail zugeschickt, ich habe sie ausgedruckt, unterschrieben, mit dem Handy fotographiert und zurückgemailt. War alles kein Problem und man braucht keinen Scanner oder muss umständlich den Postweg beschreiten
-Kritikpunkt 1: Wir stellten eine Vorabanfrage bei 3 in Frage kommenden Versicherern. Nachdem die 2 billigeren diese vergleichsweise negativ zurückgaben (=Anforderung vieler zusätzlicher Unterlagen), empfahl der Berater pauschal die Wahl der teuersten Versicherung. Für 20€ im Monat dürfte doch allerdings jeder bereit sein, ein paar Unterlagen bereitzustellen - und tatsächlich hat meine Wunschversicherung nach Erbringung der Unterlagen letztlich zugesagt.
-Kritikpunkt 2: Die Vorabanfrage, die hier auf FT auch immer empfohlen wird, wurde leider nicht anonym gestellt. Das klingt zunächst mal nicht schlimm, denn laut Makler erpart das einfach Arbeit und Zeit, da der Versicherer bei Anfrage der tatsächlichen Versicherung dann direkt bei der Vorabanfrage weitermachen kann. Bei mir kam es jedoch zu folgender Situation: Alle Arztbesuche der letzten 5 Jahre müssen bei der Vorabanfrage angegeben werden, diese Liste erstellte ich für die Vorabanfrage aus dem Gedächtnis. Beim tatsächlichen Antrag an die Versicherung habe ich dann allerdings noch einmal die genauen KK-Unterlagen überprüft und dabei festgestellt, dass dieser Arztbesuch knapp außerhalb der 5-Jahres-Frist lag - ich hätte ihn also nicht angeben müssen und habe ihn daher im Antrag auch nicht erwähnt. Nun war es aber bereits zu spät - durch meine Vorarbanfrage wusste die Versicherung bescheid und bestand auf Unterlagen zu dieser Situation. Es gilt in dem Fall wohl, wer freiwillig oder versehentlich Angaben über die Frist hinaus macht, der wird auf diese auch festgenagelt, ein "Vergessen" gibt es also nicht. Das Ende der Geschichte war, dass genau dieser Körperteil jetzt von der BU ausgeschlossen wird. Im Nachhinein sehr ärgerlich!
Alles in allem würde ich H&P bedingt weiterempfehlen. BU ohne Makler geht nicht, ob es bei anderen Maklern in den genannten Punkten besser oder schlechter ist, wäre Kaffeesatzleserei.
Wer nicht blind dem Makler vertraut und sich kundig macht, welche Punkte ihm bei einer BU besonders wichtig sind, kann nicht viel falsch machen.