Für die Barwertbetrachtung musst Du den aktuellen zukünftigen Zahlungswert nehmen und darfst da nicht irgendwelche eventuelle Erhöhungen mit einrechnen, die Dir noch nicht unwiderruflich zugesichert sind.
Dein Zahlenbeispiel ist deshalb nicht korrekt. Du musst den Wert nehmen ...
c) wenn ich Stand heute nichts weiter einzahlen würde bis Renteneintritt
... und dann mit 0,975hoch25 (also mit 0,53) multiplizieren
(Ich rechne für mich persönlich immer konservativer mit 0,97)
Wenn Du alle Barwerte aus den unterschiedlichen Quellen zusammen hast, hast Du Deine zukünftige Bruttoeinnahme zum heutigen Barwert. Das dann in einen Brutto-Netto-Rechner geworfen, dann hast Du einen Anhaltspunkt für Dein zukünftiges Monatsbudget nach heutiger Kaufkraft. (Ich wiederum zeihe pauschal großzügige ein Drittel für alle Abgaben und Beiträge von der Gesamtsumme ab.)
Das Hochrechnen für eine Vermögensbilanz mit dem Faktor 240 wäre auch mein Ansatz, da die meisten Renten irgendwo um die 20 Jahre ihren Break-Even haben und auch die aktuelle durchschnittliche Rentenbezugszeit der DRV sich in etwa dort bewegt. Aber mit der Zahl kann man eigentlich nichts vernünftiges anfangen. In meine Vermögensbilanz nehme ich konservativ den heutigen Liquidierungswert (z.B bei einer KLV, RV, etc.) und bei Posten, die diesen nicht haben (z.B. DRV), die fließen mit 0 in diese Bilanz.
Da man keine Glaskugel hat und sich bei den meisten bis zum Rentnerdasein noch sehr viel ändern wird, macht unnötiges Mikromanagement und Pfennigrechnerei in meinen Augen keinen Sinn. Einmal im Jahr die Positionen im Excel anpassen (z.B. wenn Jahresauszüge kommen) reicht vollkommen aus. Am Anfang hat man noch eine starke Abweichung nach unten, jedoch wird diese immer kleiner, je näher man dem Rentnerdasein kommt und auf dem Weg hat man schon viel mehr Überblick als die Masse und einen eher unterschätzten als überschätzten.