Ich bin quasi pflichtversichert über die VBL. Der Arbeitgeber zahlt monatlich 5,49%, ich 1,81% meines Bruttos dort ein. Und dann gibt es eine Punktesystem analog zur Deutschen Rentenversicherung. Ich bin nie tiefer eingestiegen, was mit den Beiträgen eigentlich passiert. Weil der AG-Anteil aber so groß ist und ich ohnehin kein Wahl habe, bleibe ich einfach gespannt, was am Ende rauskommt. Die jährliche Übersicht, die ich diesbezüglich zugeschickt bekomme, stimmt mich erst einmal positiv.
Beiträge von Pfeffersack
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Wir sind verheiratet, haben zwei Kleinkinder, und fahren, seit wir verheiratet sind, ein anderes Modell, das wir von meinen Eltern übernommen haben.
Wir haben ein Gemeinschaftskonto, auf dem alle unsere Einkünfte landen. Dann hat jeder ein eigenes Girokonto, auf dem monatlich ein kleines Taschengeld landet, mit dem dann jeder machen kann, was er will.
Tagesgeld, Festgeld, ETFs laufen dann gemeinschaftlich und gehören uns beiden. Ebenso das Haus.
Weil unsere Einkommen ungleich verteilt sind und meine Frau sich karrieremäßig für die Kinder zurück genommen hat, finden wir die Regelung beide fair. Im Falle einer Scheidung wäre sie aber dennoch benachteiligt, weil man Berufserfahrung und Karriere nur bedingt nachholen kann. Auch das spricht dafür, dass sie gleichberechtigt an meinem Einkommen teilhaben kann.
Soweit, so stimmig - für uns.
Schwieriger ist es bei der Frage, wer sich um Geldangelegenheiten kümmert. Das bin meist ich, weil es mich mehr interessiert und auch Freude bereitet. Weil es aber so ein elementares Thema ist und wir sehr unterschiedlichen Mentalitäten im Umgang mit Geld haben, fühle ich mich damit oft unwohl. Neben dem Interesse und der Freude empfinde ich es nämlich auch als Verantwortung und die sollten wir gemeinsam tragen.
Unsere sehr schöne Lösung dafür: Wir lesen jetzt zusammen das Buch von Saidi und reflektieren das bezogen auf unsere Situation. Das macht Spaß und wir schaffen eine gemeinsame Wissensbasis. Ich trete nicht als der Lehrer auf, sondern wir beschäftigen uns gemeinsam mit der Materie.
Es gibt zugegebenermaßen auch schwache Momente, in denen ich mir wünschte, jeder würde sich selbst um seine Finanzen und um seine Altersvorsorge kümmern
Aber dann frage ich mich auch, was uns das bringt, wenn dann einer im Alter gut aufgestellt ist und der andere nicht. Auch unser Leben im Ruhestand wollen wir ja gemeinsam verbringen und gestalten. -
Ich muss immer wieder an die Nachkriegsgeneration denken, der wir das Wirtschaftswunder zu verdanken haben. Jene Generation, die dieses Land aus einem Trümmerfeld zu einer der reichsten Nationen der Welt aufgebaut hat. Zahlreiche Patente, Weltmarktführer, das „Land der Dichter und Denker“, die besten Maschinen und Autos,...
Was das Wirtschaftswunder angeht, bin ich ganz bei Dir. Was die Nachkriegsgeneration da unter widrigsten Bedingungen geschaffen hat, ist in der Tat beeindruckend. Damit man aber nicht in eine verklärende Nostalgie verfällt, die ich dir nicht unterstelle und auch nicht bei dir rauslese, will ich daran erinnern, dass nicht nur die Nachkriegsgeneration am Wirtschaftswunder mitgewirkt hat, sondern auch ältere Generationen und dass man Deutschland ab 1933 sicher treffender charakterisieren kann, als das "Land der Dichter und Denker".
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Das 4-Töpfe Prinzip zielt mit dem Tagesgeld/Geldmarkt-ETF genau darauf ab, nicht nur fürs Alter zu sparen.
"Außerdem gilt Dein Tagesgeld auch als Sparkonto, z. B. für Deinen Urlaub"
https://www.finanztip.de/daily/finanzti…toepfe-prinzip/Ich käme nicht auf die Idee, für meine nächste Hobby-Ausrüstung oder den nächsten PC im Welt-ETF zu sparen.
Ja, das stimmt, aber das wollte ich auch nicht Abrede stellen. Es ging mir um die Frage, wie man die Sparquote gestaltet und dass Sparen für mich und meines Erachtens auch für Finanztip kein Selbszweck ist. Und da lautet die Empfehlung von Finanztip dann, dass man eben rund 20% Sparquote anstreben sollte. Das verstehe ich so, dass man Gehaltssteigerungen dann aber auch entsprechend der 50:30:20-Regel verteilen kann und nicht alles auf Krampf in die Sparquote stecken muss.
Ich verstehe nicht so ganz, wie der Eindruck entstehen konnte, ich würde statt Tagesgeld ETFs zum Ansparen für Urlaube und Hobbies empfehlen. Aber es ist ja egal - ich sehe das nicht so

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Hm, gerade im Finanztip Forum könnte man aber den Eindruck bekommen, dass es doch genau so sei.
Den Eindruck gewinne ich auch immer wieder, aber sehe das eben anders. Die Finanztip-Idee "Finanzen ganz einfach" zielt auch nicht darauf ab.
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Da hast du schon recht aber als Single muss ich eben auch alles allein zahlen, würde man zu zweit wohnen (ohne Kinder) könnte man sich die Wohnkosten aufteilen und hätte viel mehr Geld übrig.
Lifestyle Inflation bedeutet halt das man auch viel mehr sparen muss, bzw. ganz andere Sparvermögen braucht. Sparen ist ja kein Selbstzweck, deswegen finde ich es so schade das da immer nur von Altersvorsorge und Rentenlücke geredet wird. Das ist unsexy.
Würde ich 10-20% sparen und ordentlich Lifestyle Inflation haben, hab ich viel größere Ausgaben, muss immer voll Arbeiten und sparen. Ich hab da lieber gemäßigte, sinnvollere statt unnötig hohe Ausgaben, spare über 50% und kann frühzeitig meine Arbeitsstunden drastisch reduzieren und in vorzeitige Rente gehn wann ich es will und nicht wann der Staat sagt.Gut, das hängt von der finanziellen Gesamtsituation ab und nicht nur vom verfügbaren Monatseinkommen. Und auch vom Lebensentwurf.
Es soll ja auch Menschen geben, die quasi bewusst auf eine heftige Lifestyle Deflation im Alter zusteuern, weil YOLO. Wäre jetzt auch nicht mein Vorgehen 😉
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Wenn dann hier Leute aber das doppelte oder teils noch viel mehr verdienen dann haben die am Monatsende nach meinem Gefühl wohl auch nicht wirklich mehr über. Mir scheint die Lifestyle Inflation schlägt da meist hart zu. Oder was machen die Leute mit dem Geld? Ich mein allein ein Haus kostet eben ordentlich - macht aber auch eben viel Arbeit! Meine gut dimensionierte 2 Zimmer Wohnung hat Full Service, Hecken, Flurlichter, Flur kehren, Schnee schippen, Mülltonnen - ich muss absolut nichts machen und auch meinen gelben Sack nicht selbst mit dem Auto irgend wo hin fahren wie so manch einer.
Neben dem Umstand, das Lebenshaltungskosten regional doch sehr unterschiedlich sein können, spielt die Haushaltsgröße natürlich eine Rolle. Wenn man mit dem doppelten Einkommen die vierfache Anzahl an Personen durchbringen muss, relativiert sich das hohe Einkommen etwas. Und wenn man halbwegs konsequent nach der 50:30:20-Regel lebt, bleibt nichts übrig und man hat ja trotzdem anständig etwas zur Seite gelegt.
An sich ist die Lifestyle Inflation kein Problem, wenn sich das Einkommensniveau halten lässt. Und eine höhere Sparquote lässt sich auch realisieren, aber die Frage ist auch: Wofür? Wir fahren eine Sparquote von deutlich über 20% (wobei sich die Geister scheiden, was man alles in die Sparquote reinzählt). Das ist aber eher meinem Bedürfnis geschuldet, den Lebenswandel nicht ausufern zu lassen, als dass es mit Blick auf die Altersvorsorge nötig wäre. Sparen, Investieren und Vorsorgen sind ja auch kein Selbstzweck.
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Ich denke, das hat auch immer viel mit der "hedonistischen Tretmühle" zu tun. Vor Jahren hätte ich wahrscheinlich noch gesagt, das Geld was ich heute zur Verfügung habe, wäre ein Traum.
Heute denke ich wieder, es dürfte gerne mehr sein, wenn nach Rate für die ETW, sonstigen Fixkosten, den Sparraten, Sicherheitsbaustein nicht mehr wirklich was übrig bleibt.
Das kann ich gut nachempfinden. Ich sorge mich zusätzlich immer um die sogenannte Lifestyle Inflation. Allerdings weniger meinetwegen, sondern eher wegen meiner Familie. Finanziell habe ich nie so unbeschwert gelebt, wie als Junggeselle mit Teilzeitanstellung und günstigem WG-Zimmer. Insofern bin ich sicher, dass ich auch mit deutlich weniger zufrieden sein könnte. Ob das bei meinen Kindern und meiner Frau auch so wäre? Da bin ich mir nicht so sicher. Es fällt uns jedenfalls nicht schwer, das Familieneinkommen gut unters Volk zu bringen und mehr ausgeben würden wir sicher auch schaffen, ohne uns groß anzustrengen

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Ich bekomme 99k brutto plus einen hohen Zuschuss zur bAV im oberen Management in der Sozial- und Gesundheitsbranche. Ich bin Mitte 30 und bin sehr zufrieden mit dem Gehalt. Zusammen mit dem Gehalt meiner Frau auf einer 50%-Stelle und dem Kindergeld für zwei kleine Kinder kommen wir auf gut 7.000€ netto im Monat (und dann noch Weihnachts- und Urlaubsgeld). Wir können gut fürs Alter vorsorgen und entspannt das Haus abzahlen.
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Nein, die Widerruffrist beginnt ja erst mit Erhalt der Ware. Also alles gut.
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Um mal eine andere Perspektive hinzuzufügen:
Mietshäuser Syndikat – Die Häuser denen, die drin wohnen
Das Mietshäuser Syndikat setzt auf selbstorganisiertes Wohnen, bei dem mögliche Renditen dann wieder solidarisch eingesetzt werden, um anderen Menschen selbstorganisiertes Wohnen zu ermöglichen. Ich war in zwei solcher Projekte mal zu Gast und fand das bemerkenswert.
Vielleicht ja auch was für @Pablo
Edit: Eine andere Perspektive, die aber auch nicht mehr viel mit der Ausgangsfrage zu tun 😅
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Also mit Blick auf die Gemeinnützigkeit vergleichen wir da den Verkauf von Merch mit dem Verkauf von Merch in einer gemeinnützigen Organisation.
Aber im Ernst: Es wäre kein Problem. Ich denke eher, dass niemand so einen Pulli kaufen würde und es schlichtweg keinen Markt dafür gibt. Aber mal abwarten, wie @Elgobs Vorschlag aufgegriffen wird.
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Auch eine gemeinnützige Stiftung kann einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhalten. Das ist durchaus möglich und auch üblich.
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Komisch unter Faire Fonds steht bei diesem Fonds dazu etwas anderes.
Ja, Du hattest bei einem Beitrag weiter vorne festgestellt, dass es sich bei den unter Rüstung aufgezählten Unternehmen um Unternehmen aus dem Bereich Transport handelt, etwa Mitsubishi. Vom Schwerpunkt her keine Rüstungsindustrie, aber natürlich dennoch auch Rüstung.
Man wird vermutlich kaum eine moralisch absolut unverfängliche Lösung finden, wenn man nebenbei noch die Weltwirtschaft abbilden will. Und je mehr man sich darin verfängt, bloß keine Rüstungsunternehmen zu kaufen, desto fraglicher wird ja, warum man eventuell bereit ist, andere moralisch problematische Investments dennoch zu tätigen. Ich vermute, dass es kein richtig und falsch geben wird und man mit den Grautönen leben muss. Eine zu 90% gute Lösung ist ja immer noch besser, als es gar nicht erst zu probieren.
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Vielen Dank für den interessanten Link! Die Homepage kannte ich noch gar nicht.
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Um einmal zur Ausgangsfrage zurückzukommen. Mir ist so ein ETF leider nicht bekannt. Ich bespare den FTSE ESG Global All Cap als Art Versuch einer eierlegenden Wollmilchsau. Der schließt allerdings noch weit mehr aus:
"Der ETF investiert nicht in Unternehmen, die in Geschäfte mit geächteten und konventionellen Waffen involviert sind. Ebenso ausgeschlossen sind etwa Atomkraft und die Stromerzeugung aus Öl, Kohle oder Gas sowie die Herstellung von Tabakwaren.
Für kritische Geschäftsbereiche wie Pornografie, Glücksspiel und Alkohol gelten Umsatzschwellen. Außerdem gilt ein Unternehmen auch dann als involviert in einen Geschäftsbereich, wenn es mindestens 50 Prozent der Anteile an einem anderen Unternehmen hält, das in einem von Ausschlusskriterien betroffenen Geschäftsbereich aktiv ist.
Keine Begrenzungen gibt es etwa für die Förderung von Öl, Gas und Kohle, Pipelinebau- und betrieb oder Ölraffination. Explizit nicht betroffen von den Ausschlusskriterien sind Finanzkonzerne, auch wenn sie in Rüstung, Waffen und fossile Brennstoffe investieren und entsprechende Unternehmensanteile halten."
Quelle: https://www.ecoreporter.de/artikel/etf-te…nachhaltigkeit/
Das ist sicher der nicht der Weisheit letzter Schluss, aber für mich ein angemessener Kompromiss.
Für mich ist es übrigens kaum nachzuvollziehen, was für "denknotwendige" Eskapaden die Anfrage hier bei einigen auslöst. Meine persönliche Motivation ist lediglich, dass ich von Waffenverkäufen möglichst wenig profitieren will. Ich sage nicht, dass ich mich da vollkommen rausziehen kann (Zulieferer etc.), noch, dass ich Rüstungsindustrie grundsätzlich für falsch halte. Ganz sicher denke ich auch nicht, dass meine Investmententscheidung ein Signal an die bösen Menschen und Staaten der Welt sendet, dass man mich mal wieder überfallen sollte. Ganz so reich bin ich dann leider doch nicht.
Manchmal wünschte ich mir, dass hier Grautöne ein wenig akzeptierter wären.
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Moin Betty,
ein paar Fragen und Gedanken:
1. Hast Du mehr Infos zu der Wohnung? Wie groß ist sie? Ist sie derzeit vermietet? Wenn ja, zunwelchem Mietzins? Wie sieht der Mietspiegel vor Ort aus? Ist das Haus gut in Schuss? Stehen demnächst größere Sanierungsmaßnahmen an? Wenn man die Fragen klärt, vielleicht auch mit einem Sachverständigen, kann man zumindest abschätzen, ob die Wohnung zur Geldanlage taugt.
2. Willst Du die Wohnung als sinnvolle Anlage für Deine Mutter kaufen oder als spätere Wohnmöglichkeit für Dich? Das sind aus meiner Sicht zwei sehr unterschiedliche Dinge.
3. Verwaltet Du das Vermögen Deiner Mutter oder verwaltest Du schon Dein zukünftiges Erbe? Nach letzterem klingt es für mich gerade eher. Das mag auch in Ordnung sein, bedeutet für die Anlage des Geldes aber wieder eine andere Ausgangslage.
4. Schätzwerte für die Höhe eine Instandhaltungsrücklage gibt es, aber die hängen natürlich vom Zustand und dem Alter der Wohnung ab.
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Im Ausgangspost hieß es doch, dass die Rechnung erst noch kommen soll? Was denn nun?
Wenn Sie die Rechnung bezahlen, würde man das vemutlich als Schuldeingeständnis werten. Ergo: Nicht zahlen, sofort der Versicherung melden. Melden kann man es doch sowieso. Was soll denn mehr passieren, als dass die Versicherung sich nicht kümmern will?
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Ganz so weit würde ich vielleicht nicht gehen … ab und an liegt Wissenschaft sicher auch mal richtig. Aber auf jeden Fall gilt: Was nicht falsifizierbar ist, ist keine Wissenschaft.
Ja, das trifft es sicher besser.