10k Zeichenbegrenzung in den Beiträgen, gut zu wissen.^^
Auch wenn es nichts mit der eigentlichen Frage zu tun hat.
Wie passen Existenzängste wegen 30€ mehr im Monat und sich über ETFs informieren zusammen?
Sind ja nicht nur 30€ mehr. Kaffeefilter wurden gerade von 69 Cent auf 99 erhöht, 25 Teelichter kosten schon fast 3€, die Milch ist gerade wieder teurer geworden, Nudeln für 99 Cent die Packung, Kosmetikmüllbeutel statt 75 Cent für 75 Stück schon über einem Euro.........Butter und Milch, so was ist groß in den Schlagzeilen, aber bei vielem anderen kommt leiser und heimlicher was drauf.
Deswegen muss ich da aber nicht um Hilfe rufen, ich kann Prospekte lesen und Kilopreise vergleichen, Einkäufe anpassen so dass es weniger stark teurer wird. Die wöchentliche Angebotslektüre hab ich mir wieder angewöhnt, war ganz froh dass so etwas schon länger nicht mehr nötig war.
Ansonsten.........Nachzahlung von rückwirkend bewilligter privater BU-Rente, da kann schnell mal einiges zusammen kommen wenn da viele Jahre zurück gerechnet wird je nach Vertragsbedingungen.
Die Nachzahlung der gesetzlichen EU-Rente hat das Sozialamt sich gekrallt als Ausgleich für das was ich davor von denen bekomme habe, war zwischendurch auch hart weil die wollten das ich meine privaten Alters- und Berusunfähigkeitsversicherungen auflöse von wegen Vermögensgrenze. Da musste ich ziemlich gegenhalten und dann noch mit nachweisen von wegen zweckgebundenen Verträgen, nicht verfügbar vor Zeitpunkt X und so weiter kommen bis die das akzeptiert haben, ohne meine private Absicherung würde ich noch immer in Hartz 4 für Rentner stecken oder eben niedrige EU-Rente und Wohngeld. Je nachdem was unter Berücksichtigung aller dazugehörigen Leistungen und so weiter mehr wäre.
Abgesehen von einer Steuernachzahlung und Wohngeld das ich wegen Neuberechnung vor ein paar Jahren zurückzahlen musste konnte ich genug behalten dass ich sogar am Schalter meiner damaligen Hausbank mal auf Investitionsmöglichkeiten sanft "hingewiesen" wurde, weil das Geld auf dem Sparbuch nicht mehr wird.
Davon hab ich nach und nach einiges in ETFs gesteckt, thesaurierend und in MSCI World/Emergent nachdem ich mich da länger eigenständig schlau gemacht hatte.
Parallel dazu meine Ersparnisse aufgefüllt, auf einem Tagesgeldkonto ca drei Monatseinkommen als Notfallreserve, auf nem anderen Angespartes für geplante größere Anschaffungen die nächsten Jahre......klingt jetzt nach wahnsinnig viel, aber Wohngeldanspruch hat ne Vermögensgrenze von 60k, das werd ich in 10 Jahren nicht knacken. Wahrscheinlich nie.
Ich bemühe mich nicht mehr Geld auszugeben als reinkommt, hab eine Liste mit allen laufenden Kosten und em was dann Netto im Monat über bleibt, was meistens gut klappt.
Mal gebe ich einen Monat was mehr aus, dafür einen Monat danach was weniger, das Übliche eben. Ich hab zu wenig Geld um mir Schulden erlauben zu können, deswegen spare ich für so etwas wie neues Smartphone, neuen PC, neue größere Küchengeräte im Voraus Geld zusammen damit ich mir da keine Ratenzahlungen ans Bein binden muss.
Damit bin ich schon immer gut gefahren, hab seid ich weg war von allen Ämtern ganz gut leben können für meine Verhältnisse, ohne den ganzen Druck und die Sorgen wenn die mal wieder was wollten, keine großen Diskussionen jedes Jahr bei der Neubewilligung der Sozialhilfe weil ich für die nächste Anschaffung fast zu viel Geld gespart hatte, oder weil ich noch Nachweis x, Y und Z anbringen musste, kein Sozialamt das plötzlich die Zahlung der Krankenkasse einstellt weil ich ja irgendwann Rente beantragt habe, damit wären die zuständig.
Was ich erst von der Krankenkasse erfahren hatte als mehrere Monate Schulden angefallen sind und die mich in die Notfallbetreuung schieben wollten wo ich nur noch in lebensbedrohlichen Situationen Anrecht auf Krankenkssenleistungen gehabt hätte, oder in akuten Schmerzfällen, wo die zum Glück hilfsbereit waren so dass ich keine Mahnungen und all den Sch*** an der Backe hatte, sondern erst einmal im Sozialamt Krawall schlagen konnte und dabei weiter meine Arzttermine wahrnehmen.
Die letzten Jahre ging es mir richtig gut, war sogar so weit das ich mich mit dem Geld auf dem Sparbuch auseinandersetzen konnte, schaun das ich einen Teil davon eventuell anlege. Hab geschaut was ich zum Leben brauche, das alle Rücklagen gut gefüllt sind, wie viel ich dann noch im Monat dort weiter ansparen kann.
Jetzt wird alles teurer, überall Horrormeldungen, zusammen mit all meinen Erfahrungen davor kommen alle alten Ängste wieder hoch, das nenne ich Existenzangst! Wahrscheinlich unbegründet, wenn ich demnächst wirklich 120€ für Strom zahlen müsste, dann zahle ich mehr für Strom als ich monatlich sparen kann, weil ich da dann kürzen muss wahrscheinlich.
Ich kann sogar ne Zeit lang mehr ausgeben al ich insgesamt hereinbekomme, dank meiner Notfallrücklagen. Das ändert nichts daran dass das eine Be***** Situation ist.
Wahrscheinlich bekomme ich Wohngeld nach den neuen Sätzen.
Wahrscheinlich gibt es dieses Jahr wieder eine Rentenerhöhung.
Wahrscheinlich gibt es 2024 eine weitere Erhöhung der BU-Renten.
Vielleicht fällt dann das Wohngeld auch schon wieder weg oder wird deutlich weniger, aber das ist ein Vielleicht das relevant wird wenn die drei Wahrscheinlich davor eintreffen.
Mit Wahrscheinlich kann ich nicht rechnen, das ich eventuell vielleicht bald was mehr Geld habe kann ich nicht einplanen. Was ich jetzt habe ist Angst und Sorge, weswegen ich versuche dieses Angebot des Anschluss-Stromvertrags zu verstehen, deswegen schließe ich am Telefon nicht plötzlich so etwas ab wenn ich damit überfallen werde.
Ich hab jetzt 5 Monate früher diesen ganzen Haufen Mist in den ich gedrückt werde, wo ich noch dabei bin mit all dem anderen zurecht zu kommen und ausbalanciere wo ich wie viel ausgebe oder noch zur Verfügung habe. Wo ich geplant hatte jetzt erst einmal den Wohngeldantrag durchzubringen, zu schaun ob ich da wirklich das zusätzlich bekomme was mir nach den neuen Sätzen zusteht. Aber da ist wieder das Wahrscheinlich.
Ich hab vor noch länger zu leben, da kann ich es mir nicht leisten langfristig mehr Geld auszugeben als ich rein bekomme. Und damit mich meine, vielleicht irrationale, Angst wegen all dem nicht zu unüberlegten Kurzschlusshandlungen treibt die im Nachhinein deutlich schlimmer werden, um das alles in den Griff zu bekommen bin ich jetzt eben hier und frage. Trotz ETF, und versuche mehr zu erfahren, andere Sichtweisen und Meinungen, mir bisher unbekannte Informationen zu sammeln, damit ich dann für mich eine rationale Entscheidung treffen kann ohne von Angst getrieben zu sein. Weil das für mich Existenzangst ist, von der ich mich aber nicht zu einer Kurzuschlusshandlung verleiten lassen will.
Ob diese Entscheidung dann im Nachhinein richtig oder falsch ist, keine Ahnung. Das wird die Zukunft zeigen, das weiß keiner vorher.
Lange Rede kurzer Sinn, für mich passend ETF und Existenzangst leider sehr gut zusammen. Egal ob rational oder nicht, Gefühle sind nicht rational und Erfahrungen prägen.