Beiträge von flip

    Hallo liebe Freunde der gepflegten Diskussion,

    ich würde gerne auch mal meine Erfahrungen zur debeka teilen. Ich bin als Beamter mit 50% Beihilfeanspruch seit 2001 bei der debeka. Ich war grundsätzlich auch immer zufrieden, leider hat diese Zufriedenheit in den letzten Jahren etwas abgenommen. Zum einen natürlich wegen der Beitragsentwicklung - meine Beiträge haben sich in den letzten acht Jahren auf inzwischen 371,24 Euro/Monat verdoppelt - zum anderen auch wegen der Leistungen. Immer wieder kommt es vor, dass Leistungen gekürzt werden, die früher anstandslos bezahlt wurden. Zuletzt rund 200 Euro bei der Krankengymnastik, mit dem Hinweis, dass die Beihilfe auch nicht mehr zahlt. Was mich wundert, weil dafür bin ich doch eigentlich privat versichert mit Beihilfeergänzungstarif?

    Das ist mal ein interessanter Punkt und zwei Fragen an Dr. Schlemann

    1. Der Beitrag kommt mir äußerst günstig vor (ja, ich weiß, Beihilfe) und die Frage ist dann, ob andere Versicherer nicht eine ähnliche "Erhöhungshistorie" aufweisen.

    2. Das. was der User dort beschreibt, ist ein Problem der Beihilfe und nicht der DeBeKa. Also wenn der "Leistungskatalog" der Beihilfe eingeschränkt wird, kann die ausführende Krankenkasse nichts dafür, da sie keine Erstattung bekommt.

    Oder habe ich das Beihilfesystem falsch verstanden.

    Also ich weiß nicht wie die Zukunft aussieht. Aber gehen wir mal davon aus, dass der ETF nochmal so 20, 30 % steigen wird - und dann ist die Party vorbei. Also der Regierung fällt auf, dass man nicht nochmal eine halbe Billion in Rüstung stecken möchte ohne dass die Linkspartei dann bei 30% steht, die Ukraine wird in irgendeiner Form befriedet (also der Aufwand dahinter quantifiziert) und die restlichen Konflikte in der Welt laufen weiter wie bisher.

    Der ETF wird einbrechen und erreicht wann genau das alte "Allzeithoch"? In zehn Jahren, wenn Russland wieder hinreichend aufgerüstet hat?

    Je nachdem wie tief du dich mit dem Thema Finanzen beschäftigen willst und wie kompliziert du es haben willst, könntest du dich bei so einem langen Zeitraum auch mit Faktorinvesting beschäftigen.

    Ich glaube in jedem 20-Jahreszeitraum seit 1975 sind z.B Small Caps besser gelaufen als der "normale" Markt aus Large und Mid Caps. D.h. natürlich nicht, dass du all dein Geld nur in Small Caps stecken solltest.

    "Ich glaube" heißt also, dass du es nicht getan hast und es aber anderen Leuten empfielst?

    Wenn ich mich an meine wissenschaftliche Zeit erinnere, dann war der einzige valide Faktor "Momentum" und auch der ist Phasenabhängig. Also mit den klassischen ETFs (MSCI World, FTSE All World) fährt man schon gut.

    Die Firma "Normandie Kapital" ist ein Betrug. Die gezahlten Gelder landen nicht auf IHR Konto, sondern auf eines von denen. Das Geld ist verloren.

    Wo soll es denn sonst sein? Das ist keine Bank also hast du dort auch kein Konto. Wenn sie Festgeld "vermitteln" ist das Geld nicht verloren, sondern an deren Partner gebunden. Also natürlich bekommst du das nicht sofort zurück.

    Warum es dieses Konstrukt überhaupt braucht ist mir allerdings schleierhaft. Das Zielpublikum ist vermutlich wieder Generation Sparkasse, denen man jetzt was neues andrehen kann. Und Schweiz ist ja auch seriös und so.

    Danke für Deine Auskunft, ich werde darüber mal nachdenken - sind alles gute Impulse hier :thumbup:

    Die Frage ist immer die gleiche: Wann braucht man das Geld und hat man einen Plan?

    Über Jahre Festgeld ohne Plan zu halten ergibt nie Sinn. Tagesgeld war noch nie sinnvoll, sofern es über das abfedern von Zahlungen in der kurzen Frist geht (3-6 Monate). Grundsätzlich war es nie sinnvoll irgendwelche Hoppings zu betreiben, um im Micromanagement den letzten Euro herauszuholen, während man mit der Nichtanlage in reale Anlagen die eigentlichen großen Summen verbrennt.

    Bei der Bank11 sind die Festgeldzinsen gestiegen. 1 Jahre +0,2%, 2 Jahre, +0,4%, 3 Jahre +0,45%, 4 Jahre 0,55% und 5 Jahre 0,6%. Das ist das was ich nicht verstehe.

    Weil sie Zinsen auf Anleihen über alle Laufzeiten grundsätzlich gestiegen sind.

    Für dich ist nicht der Referenzzinssatz der Zentralbank relevant, sondern die Zinsstrukturkurve. Und die Bank11 gibt das über ihr sich aktualisierendes Anleihe-Portfolio einfach weiter.

    Die Schuldner haben doch von der Inflation profitiert. Ihre Schuld ist deutlich leichter geworden. Die höheren Zinsen stellen nur die Normallage wieder her.

    Ja, so die Theorie auf den ersten Seiten der VWL-Einführungsbücher. Das gilt aber nur, wenn die Zinskurve sich nicht großartig ändert, die Lebenshaltungskosten konstant bleiben (im Rahmen der langfristigen Inflation) und die Löhne angemessen steigen.

    Aufgrund des langfristigen Finanzierungsbedarfs für Verteidigung und Infrastruktur nicht nur in Europa würde ich eher nicht damit rechnen, dass Immobilienkredite billiger werden. Eher würde ich langfristig wieder mit Zinsen im historischen Durchschnitt rechnen (4-8% p.a.).

    Gott bewahre. Man muss nur einmal zehn Jahre zurück gehen, um zu sehen, was das für ein Sprengstoff ist.

    In den kommenden Jahren laufen die ersten Niedrigzinshypotheken aus und die Leute müssen dann mehr als das fünffache an monatlichen Raten aufbringen um die Restschuld zu tilgen. Gut das wir keine Inflation und gesteigerte Abgabenlast in der Zwischenzeit hatten, sodass man ausreichend Einkommen zum Ansparen hatte.

    Die Zinssenkungen von denen du sprichst betreffen nur den Tages-Zins unter Banken und EZB.

    Da die Finanzwelt bereits steigende Zinsen am langen Ende vorwegnimmt (Stichwort Schulden-Aufnahme der Bundesrepublik Deutschland auf dem Weltmarkt mittels Anleihen), sinken die Zinsen am langen Ende nicht.

    Das ist der richtige Ansatz.

    Zentralbanken beeinflussen den Zins am unteren Ende (Kurzläufer). Immobilienkredite sind aber durch Langläufer determiniert. Also gaaanz grob zehnjähriger Hypothekenzins durch zehnjähriger Bundesanleihe

    Die dadurch entstehende Zinsstrukturkurve war lange Zeit hochgradig invers, also es war sinnvoll kurzfristige Staatsanleihen zu kaufen oder aber direkt am Geldmarkt zu investieren (Geldmarkt-ETF).

    Das hat unsere Regierung nun durch die "Ankündigungspolitik" rund um das Sondervermögen mit einem Schlag vernichtet. Allein die Ankündigung dass man Hunderte Milliarden an Schulden aufnehmen will und noch oben keine Grenzen kannte, hat dazu geführt, dass sich die Zinsstrukturkurve "normalisiert hat". Also es werden wieder niedrige Zinsen auf Kurzläufer und höhere Zinsen auf langläufer erwartet.

    Unmittelbar sind dadurch Geldmarkt-ETFs mehr oder weniger unrentabel geworden (was noch nicht auffällt) und die Kurse für länger laufende Staatsanleihen eingebrochen, da sie unattraktiver gegenüber den kommenden, höherverzinsten Anleihen werden. Die Bundesanleihencoupons, welches die Referenzanleihen im Euroraum sind, sind gestiegen, wodurch für alle Eurostaaten die Refinanzierung teurer wird. In Italien und Frankreich knallen schon die Sektkorken. Und die Hypothekenzinssätze für diese Zeiträume ebenfalls.

    Glücklicherweise ist unsere Finanzbildung in der Bevölkerung nicht so stark ausgeprägt, dass der CDU/SPD/Grünen-Wähler, der jetzt eine Immobilie kauft, nicht rafft dass er durch diese umsichtige Politik nun die kommenden 10, 15 Jahre jeden Monat zehn Prozent mehr zahlen muss.

    Das Risiko für eine Pleite bei Blackrock, Vanguard und Co. halte ich für sehr gering. Sollte da aber wirklich mal was passieren, wird man wohl an die entsprechenden Anteile bzw. das Äquivalent in Geld längere Zeit nicht herankommen.

    Warum?

    Es gibt exakt zwei Szenarien:

    - Dein Ishares (Blackrock) ETF wird von einem anderen Anbieter übernommen.

    - Deine Anteile werden veräußert und du bekommst den Betrag minus Steuern gutgeschrieben.

    Der erste Punkt tritt bei Breiten-ETFs wie dem MSCI-World ein. Der zweite eher bei Nischenprodukten.

    Nein, nur weil das Risiko höher ist, ist die erwartbare Rendite noch lange nicht höher. Das siehst Du falsch. Nur umgekehrt ist es richtig: Wo die erwartete Rendite höher ist, ist auch das Risiko höher.

    Das ist bei Aktien so, aber nicht bei Anleihen - da dieser Markt konstruiert bzw. geplant ist. Logischerweise ist bei Ausgabe die Bonität - also das Risiko - die Entscheidende Größe für den Zins, also die Rendite. Ein Schuldner wird nicht bei einem hohen Risiko eine niedrigen Zins bekommen. Das Risiko determiniert die Rendite. Was das für Auswirkungen auf den Sekundärmarkt hat (also Kursgewinne), ist noch einmal eine andere Frage. Aber es führt grundsätzlich dazu, dass Fonds mit einem höheren Langläuferanteil stärker schwanken.

    Zitat

    Ja, ich mache es aber nicht im sicheren Anteil des Depots, sondern im riskanten.

    Dass das so schwer zu begreifen ist...

    Das ist nicht schwer zu begreifen. Die Frage ist halt, was "riskant" ist. Offenkundig bist du sehr risikoavers. Das ist okay, aber du repräsentierst dann aber eine Minderheit.

    Der Fixed-Income-One enthält bombensichere Staatsanleihen, recht solide Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, Fremdwährungsanleihen und Wandelanleihen.

    TER: 0,45% p.a.

    Und heraus kommt dabei eine Rendite, die gerade mal etwas besser war als ein stink normaler Geldmarktfonds.

    Wer braucht das und wozu?

    Die Rendite ist im Vergleich erwartbar höher, weil das Risiko (auf dem niedrigen Niveau) höher ist. Wie soll es auch anders sein, wenn ich da Langläufer enthalten habe? Mal abgesehen davon spricht du selber davon, dass du mehrere Anleihen kaufen willst, um zu diversifizieren. Du machst also genau das, was der Fonds tut.

    Da komme ich drauf, weil ich das, was ich in der Grundschule gelernt habe, angewendet habe: Mathematik, hier in Gestalt von Prozentrechnung.

    Das hat der Fonds in der Vergangenheit gebracht. Und Rendite gibt es nur gegen das entsprechende Risiko. Wer nicht einmal das glaubt, der hat wohl tatsächlich den heiligen Gral der Geldanlage gefunden.

    Es mag ja sein, dass Du das glaubst. Ich glaube das aber nicht.

    Ich habe keine Ahnung was du meinst. Es redest hier niemand davon, was der Fonds in der Zukunft bringen wird und auch nicht darüber wie er konstruiert ist und das er bestimmte Ziele erreichen will.

    Du kommst mir aber des häufigeren hier sehr überheblich daher und willst andere Leute von deiner Meinung von oben herab belehren. Lass das mal sein bitte.

    Nein, hatte sie nicht. Ich habe die Wertpapiere auf mein Depot übertragen lassen und mich dann erstmal nicht weiter darum gekümmert.

    Ich warte schon ein über zwei Wochen auf die Antwort sowohl der Bank als auch von der Allianz. Aufgrund schlechter Erfahrungen (die Ing Diba hat 3 Monate nicht reagiert) wollte ich nicht mehr so lange warten.

    Meine Bank ist die Flatex, mit der ich sonst sehr zufrieden bin.

    Entschuldige, aber das Ergibt keinen Sinn.

    Warum sollte die ING dir antworten? Du hast das Depot von der ING nach Flatex übertragen lassen. Damit ist die ING raus. Was soll sie sie auch tun? Sie hat keine Handhabe mehr über die Wertpapiere. Dein Ansprechpartner ist nun Flatex.

    Höhere Rendite aufgrund höheren Wachstumsraten. Gleichzeitiger Wegfall von "volatilen" Unternehmen da das Land später nicht mehr EM ist, oder aber die Marktkapitalisierungsgewichtung dafür sorgt, dass bei schlechter Entwicklung, das Unternehmen aussortiert wird.

    Da es nicht "diese Länder" gibt, ergibt die Aussage auch keinen Sinn.