Beiträge von Alex777

    Wer möchte, kann sich aus Spaß an der Freude auch mal eine ganze Bande dieser ausschüttenden ETF zusammen klicken. Je nach gewähltem Zeitraum ist da für jede Vorliebe und Sympathie das passende Ergebnis dabei. Nur bei den langen Zeiträumen bisschen schwerer zu lesen, da die Produkte immer auf 0% starten.

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    Ein Beispiel. Vergleicht man den Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield ETF in seiner ausschüttenden (A1T8FV) bzw. thesaurierenden Variante (A2PLTB), dann kann man den Effekt der Ausschüttung schön beobachten:

    Der Wert eines ETF-Anteils (NAV) und damit auch der Kurs des ausschüttenden ETF (orange) entwickelt sich etwas geringer als der des thesaurierenden ETF (rot), obwohl die abgebildeten Aktien völlig identisch sind. Der Unterschied ergibt sich aus den ausgeschütteten Dividendenerträgen. Während der Dist diese an die Anleger weiterreicht und damit nicht im Fondsvermögen hält, legt der Acc die wieder Fondsintern an. Damit verringert sich beim Dist der NAV; beim Acc nicht.

    Vergleicht man dann die Wertentwicklung einer hypothetischen Anlage in diese ETF und rechnet dazu die Ausschüttungen (vor Steuer!) wieder dazu, dann laufen beide Werte absolut identisch.

    Blöd nur, dass wir in Deutschland Kapitalerträge gemeinhin zu versteuern haben. Auch wenn wir sie unmittelbar nach Zufluss wieder anlegen.

    Nein, die Anzahl der Anteile bleibt gleich und nimmt weiterhin an der erhofften Wertsteigerung teil. Was bei einem Verkauf eben nicht der Fall wäre.

    Wird eine Dividende gezahlt, dann verringert sich das Eigenkapital der jeweiligen Firma. Schüttet ein ETF diese Erträge nun aus, statt sie wieder zu investieren (zu thesaurieren), dann verringert sich entsprechend auch der Kurswert des ETF. Das Geld verschwindet nicht, es landet auf deinem Verrechnungskonto. In gleichem Maße kriegst du aber auch nichts geschenkt.

    Für die Rendite spielt die Anzahl deiner gehaltenen Anteile keine Rolle. Jeden Börsentag neu nimmst du an der Wertentwicklung deines ETF oder deiner Aktie teil. Wenn ihr Kurs aufgrund der Ausschüttung gesunken ist, dann wirst du eben von diesem geringeren Punkt aus weitermachen.

    Im Umkehrschluss heißt das auch, für die Wertentwicklung (vor Steuern) spielt es erstmal keine Rolle, ob du eine Ausschüttung erhältst, oder ob du stattdessen Anteile im identischen Nennwert verkaufst. Denn im Szenario "Verkauf statt Dividende" ist der Wert des Anteils, also der Kurs, einfach proportional höher. Es nimmt sich nix. Wohlgemerkt vor Steuern.

    Nach Steuern kann das schon deutlich anders aussehen. Immerhin werden deine Ausschüttungserträge (abgesehen von eventueller Freistellung) direkt bei Zufluss mit 26,375% (bzw. 18,5% bei AktienETF nach Teilfreistellung) belastet. Dieses Geld hat dann der Staat; es steht dir zu einer Wideranlage nicht zur Verfügung.

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    Bisher weitgehend unspektakulär. Fahrzeugschein hochladen, halbes Jahr warten und irgendwann kommt dann mal eine Überweisung aufs Konto.

    Bei Quotlix kannst du bei der Anmeldung die Option "Auf aktuelles Kalenderjahr begrenzen" wählen.

    Bis lang hatte ich mir überlegt das Geld in den SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF (isin: IE00B3YLTY66) zu stecken und in 10 Jahren mal zu schauen, was draus geworden ist. 99 % des weltweiten Marktes in einem einzigen Papier zu minimalen Kosten (0,17 % TER).

    Das ist doch ein ganz hervorragende Überlegung. Würde ich so beibehalten.

    Habt ihr auf eurem Verrechnungskonto tatsächlich keinerlei Liquiditätsreserve?

    Ich habs jetzt für mich so gelöst, dass ich die Einträge aus meinen alten ausschüttenden ETF einfach liegen lasse. Die kommen aktuell ganz gut getimed Mitte Dezember. Damit ist das aktuell so bisschen ein Selbstläufer.

    Eigentlich liegt auf meinen Verrechnungskonten immer was drauf, aber es wär blöd wegen so einem Scheiß dann die VAP von hand machen zu müssen. Einfach nervig.

    Deine Argumentation ist doch völlig nachvollziehbar und auch absolut in Ordnung.

    Ich kann den Wunsch nach regelmäßigen Erträgen verstehen. Wichtig ist aber auch die Erkenntnis, dass es für das Gesamtvermögen keinen unterschied macht, ob man eine Ausschüttung erhält oder die vergleichbare Menge durch Verkauf erlöst. Es ist höchstes ein persönliches Vorlieben, dass man Ausschüttungen bevorzugt.

    Problematisch wird es, wenn man dafür Zugeständnisse an die Zusammensetzung des Depots machen muss. Ein Beispiel wären die sog. Dividend Aristocrats, also Titel die vor allem für ihre Ausschüttungen, aber nicht ihren Kursgewinn, die Herzen der Anleger erobert haben. Sprich, auf der Suche nach Dividendenerträgen läuft man schnell Gefahr, die Gesamtrendite (total return) des eigenen Investements aus den Augen zu verlieren. Das wäre schade.

    Ja, mit Ausschüttungen gehen Nachteile einher, die aber scheinbar für viele OK sind. Höhe und Zeitpunkt werden Fremdbestimmt. Auch steuerlich sind Dividendenerträge nicht bessergestellt als Erlöse durch Kursgewinne. Wenn das für euch klar geht, dann ist das eben so.

    Schön wäre allerdings, wenn es uns gelingt zumindest die landläufig Bekannten Wunschvorstellungen zu Dividendentiteln nicht noch weiter zu festigen.

    Es geht mir wirklich um zwei Ausschütter, die etwas zusätzliche Dividende erbringen.

    Dann hast du dich ja schon aktiv entschieden. Wenn du wirklich eine Ausschüttung willst, sind die beiden Kandidaten naheliegend. Sicherlich bist du dir bewusst, dass du dann eben eine Themenwette eingehst, die im Sinne der marktbreiten Geldanlage Zugeständnisse erforderlich macht.

    Nur ums mal erwähnt zu haben; es gibt auch Produkte wie den A40121, bei denen sich die regelmäßigen Auszahlungen nicht aus Dividenden der Holdings sondern aus Optionserträgen speisen. Auch diese Produkte sind mit erheblichen Nachteilen verbunden. Daher ist das ausdrücklich keine Empfehlung, aber könnte halt schon interessant sein, wenn du das mit einem regulären ETF kombinierst. Aber bitte immer mit dem Wissen, dass es sich nicht um eine optimale Lösung handelt.

    Was spricht denn dagegen, einfach Mittel in passender Höhe zu entnehmen? Bei der Ausschüttung taucht das irgendwann zufällig mal in vorab nicht abzusehender Menge als Überweisung auf. Okay schön. Der Kurs fällt aber in gleichem Maße.

    Wenn du nun sagst du hättest vielleicht gerne 3%, dann kannst du ja auch einfach 3% Verkaufen, und hast das Geld zu dem Zeitpunkt und in der Höhe, wo es dir eben passt. Ja ok, du musst einmal eine Order erstellen. Aber dafür wird nach FIFO auch nur der Ertragsanteil versteuert. Eigentlich ganz ok?

    Mit dem FTSE All-World A1JX52 hat noch nie jemand was verkehrt gemacht. Der hat zwar die geringste Ausschüttung von den Dreien, aber da kannst du bedarfsgerecht per Entnahme nachhelfen.

    Die anderen beiden sind halt vor allem Themenwetten auf dividendenstarke Firmen. Kann klappen, muss aber nicht.

    Der Vorteil vom DBX0AN ist die große Liquidität und enge G/B-Spannen. Da kann man für einen Tag reingehen. Beim ausschüttenden Parallelfonds DBX0A2 ist die G/B-Spanne idR. schon deutlich größer.

    Das mag gut sein. Es gibt schon Gründe wieso der DBX0AN oft zuerst genannt wird. Allerdings stört mich bei einem Tag auch die Vorabpauschale nicht. Sicherlich muss man vorher einfach wissen, was man möchte.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es bei vielen komisch ankommt, wenn sie auf ihren Geldmarktfond noch „draufzahlen“ (=Steuer auf die VAP), aber der GMF die Erträge einfach intern akkumuliert.

    Ein ausschüttender GMF (wobei wir ja annehmen: Ausschüttung = Ertrag < Basisertrag) ist da vielleicht bequemer, weil er mehr so funktioniert wie Tagesgeld, wo die Zinsen laufend nach Steuer ausgezahlt werden.