Beiträge von ArminL.

    Hm, ich weiß ja nicht, ob wirkliche Anfänger hier verstehen, was er meint. "Nachwürzen", "Planet" und viele mehr, diese Begriffe kommen aus dem Nichts. Als Anfänger hätte ich keine Ahnung gehabt, was er meint. Warum er mit EM oder mit Europa nachwürzen will, verstehe ich sogar als jemand, der es mittlerweile verstanden hat, auch nicht wirklich.

    Ich finde die ersten Podcastfolgen von Saidi deutlich besser für Einsteiger!

    ausnahmsweise mal gut gegangen

    Ich hoffe, dass du dieses "ausnahmsweise" wirklich auch so erkennst! Die Gefahr ist groß, dass du es aufgrund des Erfolgs in der Vergangenheit doch nochmal versuchst. Will dir nicht zunahetreten, kenne dich nicht, aber ich meine das auch in erster Linie für die mitlesende Allgemeinheit.

    Ich habe es hier letztens in einem anderen Zusammenhang beschrieben (tldr: drittletzter Absatz). Da war implizit auch dieses "teuer verkaufen, günstig kaufen" mit gemeint.

    Oder ganz kurz gesagt: Das Finanztip-Prinzip, wie man mit Geld umgeht, ist einfach wirklich gut und zwar auf mehr Ebenen, als ich es im Podcast und auf den Seiten gelesen habe.

    Definitiv! Woran mache ich das fest? Ich würde es aushalten[*], bis zur Auszahlungsphase nicht mehr in mein Depot zu schauen und hätte trotzdem große Gewissheit, dass große Gewinne drin stecken.

    [*] Ich schaue trotzdem regelmäßig rein, weil dort halt auch mein Tagesgeldkonto ist und es manchmal eben benötige. Aber ich bin mir wirklich sicher, dass ich das grundsätzlich aushalten könnte.

    Anderer Beweis: Wenn ich in mein Depot schaue und sehe, dass es im Minus ist, dann freue ich mich. Zumindest in der Ansparphase. So würde es doch keinem aktiven Investor gehen?!

    Ob das am Ende aber tatsächlich zu mehr Lebensqualität und peace of mind führt, wage ich zu bezweifeln.

    Da möchte ich widersprechen. Wenn man ganz weit herauszoomt und beide Strategien (1. reine Basis auf Marktkapitalisierung mit maximaler Streuung (IMI / All-Cap) und 2. maximale Vermeidung von Klumpenrisiken usw. (Kommer)) betrachtet, dann zeigen sich zwar aktuell noch kaum Unterschiede ("sie kleben aneinander"), aber welche Wette gewinnt, ist ja ungewiss. Sehr gewiss erscheint aber, dass eine der beiden Strategien besser laufen wird. Relativ gewiss ist, dass auch die zweite Strategie zumindest gut laufen wird. Wenn man das Ersparte dann 50/50 auf die beiden Strategien aufteilt, dann kann das schon einen beruhigenden Effekt haben.

    Ich persönlich mache es ähnlich, nur investiere ich nicht gleichzeitig in beide, sondern zeitversetzt und habe mich für den Kommer als ersten entschieden, weil er seine Wirkung potenziell erst nach längerer Zeit entfalten kann als ein IMI / All-Cap.

    Zusätzlich möchte ich nicht in zu viele verschiedene ETFs investieren, ich will es übersichtlich halten. Und es müssen verschiedene sein, weil ich für die 3x10-Strategie keine zwei weiteren Depots eröffnen will (Vollmachten verwalten usw.).

    So habe ich es für mich entschieden und kann es – siehe die Zeilen hier – auch begründen. Niemand muss mir folgen! Aber ich habe durch diese Entscheidung durchaus etwas an Lebensqualität und Hirnfrieden gewonnen! :)

    Das entscheidende ist m.E., dass man von einem Produkt überzeugt ist.

    Das ist letztlich das stärkere Argument, da gebe ich dir Recht.

    Ich mache es so, dass ich in der 3x10-Strategie als erstes in den Kommer investiere, damit er den größten Anlagehorizont hat und daher seine potenziellen Vorteile am besten ausspielen kann (falls nicht, dann eben nicht). In den anderen Jahren werde ich aber wohl näher am Markt bleiben. Aber schau mer mal...

    0,30 %

    Das wäre super!

    Ich erwarte aber nicht, dass die TER so weit runtergeht. Der Sprung von 0,50 % auf 0,45 % kam relativ früh. Der nächste Sprung auf potenziell 0,40 % wird – vermute ich – länger dauern und – ich vermute – ein Sprung auf 0,35 % könnte der letzte sein. Jeder 5 %-Sprung ist ja anteilig größer.

    Naja, schauen wir mal :)

    Was würdet ihr sagen:

    Wie weit kann die TER der Kommer-ETFs realistisch noch sinken bei steigendem Fondsvolumen? Steigendes Fondsvolumen wird ja in der Verwaltung keine wirklichen Mehrkosten ausmachen. Die größeren Umschichtungen sind aber bei steigendem Fondsvolumen direkt proportional dazu teurer.

    Mir selbst geht es nämlich so und vielen hier offensichtlich auch, dass die Kosten ein Haupthemmnis sind, auf den Kommer zu setzen. Wenn man ihn z.B. in einer 3x10-Strategie als ersten ETF nimmt, dann hat man potenziell durch den langen Anlagehorizont eher eine Chance auf eine Mehrrendite, allerdings auch über längere Zeit die höheren Kosten.

    Oder anders gefragt: Ab welcher TER würden diejenigen unter euch, die liebäugeln, aber wegen den Kosten nicht zugreifen, in den Kommer-ETF investieren?

    Der Zinssatz ging von ca. 0,5% (ich weiß es nicht mehr) auf 2% hoch. Nicht weltbewegend, aber den minimalen Aufwand durchaus wert. Dass der Zinssatz dem Markt stark unterlegen ist, ist mir relativ egal, da ich das meiste des Notgroschens eh im Geldmarkt habe. Habe auf dem Tagesgeldkonto nur einen niedrigen vierstelligen Puffer, falls ich mal in einem Monat etwas mehr Geld ausgeben muss. Wenn der Notgroschen mal angefasst werden muss, müssen halt Geldmarkt-Anteile verkauft werden. Dauert bissl länger, aber ist kein Problem.

    Liegt vielleicht an der Uhrzeit, was genau meinst du damit?

    Wenn ich mein Tagesgeldkonto bei der 1822direkt leere, dann verschiebe ich es zu MeineBank, wo ich mein Girokonto habe. Das Geld wandert also von der 1822direkt weg. Das wollen sie verhindern und bieten mir daher einen besseren Zinssatz auf mein Tagesgeldkonto.

    Meine Schwester hat beides bei der 1822direkt. Wenn sie das Geld vom Tagesgeldkonto aufs Girokonto verschieben möchte, kommt das Angebot nicht.

    Was ich bei der 1822 immer mache:

    Wenn so eine Aktion startet, dann tue ich so, als ob ich mein Tagesgeldkonto leere Richtung Girokonto (andere Bank). Da kommt dann immer eine Nachricht, dass sie mir einen höheren Zins anbieten, wenn ich dieses Leeren bleibenlasse.

    Vorteil, wenn man mehrere Banken nutzt, denn das geht nicht, wenn das Girokonto auch dort ist, weil dann das Geld ja so oder so bei ihnen bleibt.

    Vielleicht probierst das mal! Wie gesagt, diese Meldung kommt, bevor du die Überweisung aufs Girokonto vollends ausführst.

    Verstehe nicht. Für welche Jahre hast du denn die Steuerbescheide für die Prämie eingereicht? Unabhängig von 2025 hättest du doch in jedem Fall die 23er und 24er einreichen können. Und durch mehr Einkommen in 2025 hast du 1000 Euro 'verloren'? Sei froh, dass es die Förderung (noch) gibt.

    Es müssen die aktuellsten zwei letzten Jahre sein. Das sind bei mir 2024 und 2025, weil ich die 2025'er schon gemacht habe.


    Ich verstehe Opportunitätskosten so: Kosten heißen immer, dass ich weniger Geld habe, weil ich Kosten ja begleichen muss. Opportunitätskosten verursachen weniger Geld aber so, dass potenzielle Einnahmen entgangen sind, egal durch welche Umstände (darunter auch eine "zu früh" abgegebene Steuererklärung). So definierte Opportunitätskosten lassen sich nicht vermeiden.

    Wenn ich einen Notgroschen anspare, ihn aber ein Leben lang nie brauche, dann ist mir Rendite entgangen. So wie eine Alarmanlage, die Geld gekostet hat, die aber nie angesprungen ist. Aber würde jemand ernsthaft sagen, dass sich die Alarmanlage nicht trotzdem gerechnet hat? Ich denke / hoffe nicht, denn sie war gezielt für diesen Zweck angeschafft und das sogar in der Hoffnung(!), dass sie niemals anspringt, weil dadurch die subjektive Sicherheit z.B. im Haus immer gegeben war.

    Wenn ich nun den Notgroschen gezielt auswähle, dann ist das mit der Alarmanlage durchaus vergleichbar. Ich möchte Sicherheit, daher spare ich einen Notgroschen als Puffer an, aber ebenso in der Hoffnung, ihn nie benötigen zu müssen, weil das ja bedeutet, dass man nie in finanziellen Nöten war.

    Dieses Konzept hatte ich früher nicht, also in diesen ersten Beispielen, die ich genannt hatte. Allein schon deshalb, weil einem dieses Finanztip-Prinzip so eine Ruhe und Sicherheit ermöglichen kann, bin ich so froh, mich endlich mit Finanzen beschäftigt zu haben und das zum Glück hier, also an der richtigen Stelle. Wer auch immer in irgendeinem Forum oder unter irgendeinem Youtube-Video oder so geschrieben hat (ich zitiere aus dem Kopf): "Hör dir die ersten vier Folgen Geld ganz einfach von Saidi an, mehr brauchst du nicht zu wissen", der oder dem verdanke ich einiges! Hab mir alle vier bei einem längeren Spaziergang angehört und bin als anderer Mensch zurückgekehrt. So einfach, so vollkommen logisch!

    Wenn mich etwas ärgert, dann eben, dass ich mich nicht viel früher finanziell gebildet habe. Aber die Zeit war wohl einfach noch nicht reif, ETFs waren noch nicht so etabliert, die TER womöglich noch viel zu hoch usw. Ich hatte aber die Möglichkeit (engl.: opportunity), mehr Geld einzunehmen, habe es aber nicht wahrgenommen und damit habe ich Opportunitätskosten mir selbst gegenüber verursacht.