Beiträge von DerDenker

    Ja, die Idee, dass man eine PV-Anlage hat und die Warmwasseraufbereitung dezentral über Durchlauferhitzer gestaltet, habe ich auch Mal präsentiert bekommen.

    Es gibt dabei jedoch ein paar Punkte, die mich ins Grübeln bringen:

    1. In unserem Wohngebiet (die meisten Häuser aus den späten 50ern und frühen 60ern) läuft in vielen Häusern die Warmwasserbereitung dezentral. Wir in unserem Haus haben mehrere Boiler und einen Durchlauferhitzer für eine Dusche. Als ein Boiler ersetzt werden sollte haben es uns die Stadtwerke untersagt, einen weiteren Durchlauferhitzer zu installieren.

    Ebenso im Nachbarhaus (Mehrfamiliennhaus mit acht Parteien) - Der Einbau eines Durchlauferhitzers wurde beide Male untersagt mit dem Hinweis, dass schon zu viele leistungsstarke Verbraucher in dem Haus bzw. der Straße seien. Die Leitungen seien nicht dafür ausgelegt.

    2. Wenn ich eine PV-Anlage habe (wir würden auf ca. 20kWp kommen) und dadurch zumindest im Sommer theoretisch zwei Durchlauferhitzer selbst betreiben könnte, dann bleiben die im Winter eben auch installiert und werden auch genutzt. Dann müssten die Stadtwerke, so würde ich es erwarten, gegen das Konzept dennoch was haben. Die Leitungen in der Straße sind ja weiterhin auch die selben.

    3. Soweit ich die Stadtwerke verstanden habe, sei die Installation und Einspeisung aus einer PV-Anlage aber kein Problem (habe ich schriftlich).

    4. Der neue Eigentümer einer Wohnung im Nachbarhaus hat als Hauptheizquelle Infrarotheizung in alle Zimmer installieren lassen (in wieweit das in einem nicht sanierten Haus, das Ende der 50er fertiggestellt wurde sinnvoll ist, sei dahingestellt). Das war wohl möglich.

    5. Auch gibt es mindestens drei Wallboxen in der Straße. Eine davon später installiert als unsere Anfrage bezüglich des Durchlauferhitzers.

    Die Logik, wann was möglich ist und wann nicht, erschließt sich mir momentan nicht.

    Vielleicht hat ja jemand hier eine nachvollziehbare erklärung für mich. Die Leitungen in der Straße ändern sich nicht und Mal ist das eine ein Problem und Mal das andere nicht...


    Jedenfalls bei unseren Überlegungen, ob, was und wie wir Sanieren wollen kommt zwar die PV-Anlage vor (ist Pflicht) jedoch kein Durchlauferhitzer...

    Grüße,

    DerDenker

    Leider hatte ich noch nie das Gefühl, das Spiel gewonnen zu haben. Wie soll ich da von meinen Erfahrungen oder meiner Post-Siegerehrungs-Strategie berichten?

    Ist sechsstellig in ETF und sechsstelliger Notgroschen (Tagesgeld) tatsächlich schon "Gewonnen"?

    Nachdem ich leider in der eigenen Familie erfahren musste, was ein Pflegefall (Stufe 3) im Heim (anders hätte es innerhalb kürzester Zeit noch mehr Pflegefälle oder psychische Erkrankungen gegeben) monatlich an Zuzahlung (!) kostet, bedeutet für mich "Spiel gewonnen", wenn man eine Person über Jahre im Pflegeheim gut versorgt weiß und die Finanzierung aus den Kapitalerträge des Vermögensstocks bestritten werden kann.

    Sonst kommt zur Belastung, ob der geliebte Mensch gut versorgt ist, noch die Sorge um das Geld und die eigene spätere Versorgung.

    Ob man dieses Spiel überhaupt gewinnen kann? Wenn, dann schaffen das nur sehr wenige!

    Sechsstellig in ETF und in Notgroschen reicht vielleicht dann aus, wenn mindestens einer davon im sehr hohen sechsstelligen Bereich ist.

    Übrigens: Zuzahlung Pflegestufe 3 vor wenigen Jahren (dürfte sich zwischenzeitlich weiter erhöht haben) 3.700.- EUR pro Monat.

    Wer heute 50 ist und mit 80 ins Heim kommt wird sicher über 10.000,- EUR im Monat brauchen, allein wegen der Inflation.

    DerDenker

    Hallo Sela,

    zu den Preisen in der Türkei kann ich nichts sagen und das Niveau / die Qualität der individuell am Patienten angewandten medizinischen Versorgung hängt dort wahrscheinlich genauso von der Einzelperson des behandelnden Arztes ab, wie hier in Deutschland. Dass es dort wie hier auch sehr gut ausgebildete Zahnmediziner, Kieferchirurgen etc. gibt, bezweifle ich überhaupt nicht!

    Ich persönlich bin jedoch bei den Angeboten "mache zwei Wochen Urlaub (egal wohin) und fahre mit einem Mund voller Implantate wieder nach Hause" allerdings sehr skeptisch! Bei anderen Behandlungen mag das anders sein.

    Ich bin kein Mediziner.

    Dennoch braucht in meiner laienhaften Vorstellung ein Implantat Ruhe zum Einwachsen. Eine Belastung in Form von dem fertigen Zahn würde ich persönlich nach nur zwei oder drei Wochen nicht drauf geben wollen.

    Und was passiert, wenn eine Komplikation erst nachdem ich wieder zurück bin auftritt?

    Kann und will ich mich bei meinem bisherigen Zahnarzt dann noch blicken lassen?

    Ja, Du findest hier in Deutschland wie auch in den "Urlaub und neue Zähne Angeboten" Mediziner, die eine deutlich kürzere Behandlungsdauer versprechen als andere.

    Lass Dir von beiden Seiten erklären, wo wer den Vorteil sieht und weshalb das andere unnötig oder ungünstig ist, Stelle alle Fragen, die Du hast - und dann entscheide selbst.

    Grüße,

    DerDenker

    Hallo Hikingadventure,

    beim Thema Kinderdepot gibt es wie immer Vor- und Nachteile.

    Wir haben uns als Eltern für ein Kinderdepot entschieden, weil das Kind von den Großeltern zur Geburt Geld geschenkt bekam.

    Das Geld gehört definitiv und nur dem Kind und den Betrag auf einem Sparbuch liegen zu lassen wäre aus unserer Sicht genauso unverantwortlich gewesen, wie es auf das Familiendepot zu nehmen.

    Wir machen keine regelmäßigen Einzahlungen, wenngleich wir, als das Kind frisch da war, durchaus darüber nachgedacht haben, einen Teil des Kindergeldes direkt dem Kind auf das Depot zu legen. Wir haben uns dagegen entschieden, weil wir denken, dass wir als Familie das Geld jetzt sinnvoller nutzen können und auch später insgesamt flexibler sind, wenn es um Ausbildung, Haus oder sonst etwas geht. Außerdem würde das Kinderdepot nach 18 Jahren nach unserem Geschmack zu groß. Der Sinn des Kindergeldes, dass es dem Kind zugute kommt, sehen wir dennoch als erfüllt. Ob unser Kind bei der ersten Ausbildung (beim ersten Studium) wenn wir Eltern noch Unterhaltspflichtig sind, BAFÖG berechtigt ist, wird sich zeigen. Das haben wir nicht in unsere Entscheidung einbezogen.

    Wir als Eltern hoffen, dass wir genug erzieherische Fähigkeiten haben, unserem Kind einen nach unseren Maßstäben verantwortlichen Umgang mit Geld (und auch andere Werte) beizubringen. Das fängt damit an, dass der Stöpsel im Laden sieht, dass es Ware gegen Geld gibt (mit Kartenzahlung nicht mehr so einfach), geht über eigene Erfahrungen mit Taschengeld, im Jugendalter der gemeinsame Blick ins Kinderdepot und dank diesem Forum hier auch den Beschluß, Einzelaktien zu einer Firma zur Konfirmation zu schenken und gemeinsam die Jahre zu nutzen, um das Prinzip von Aktien und Aktienfonds zu erklären.

    Wenn dann mit dem achtzehnten Geburtstag das Depot an das Kind geht, wird es dann hoffentlich bewußt entscheiden, was es damit machen will.

    Aber die Entscheidung liegt beim Kind und wir Eltern müssen das dann akzeptieren!

    Und vielleicht macht uns die Entscheidung unseres Kindes nur neidisch, weil wir selbst nicht darauf gekommen sind, uns nicht getraut haben, oder es selbst gerne so gemacht hätten...

    Übrigens - jede Familie ist anders. Für uns passt das jetzt so - ob wir unsere Aufstellung bereuen werden? Hoffentlich nicht. Gut, dass wir die Zukunft nicht kennen!

    Zum zweiten Teil der Frage: Da bin ich auch auf die Meinung der anderen gespannt. Aktuell bin ich am Rechnen und merke halt immer wieder, dass man Geld nur einmal ausgeben kann...

    Grüße,

    DerDenker

    Ziemlich verlässliche Zahlen für relativ kleines Geld gibt es über den Gutachterausschuss der Gemeinde.

    Einfach auf dem Rathaus anrufen und fragen, wie die aktuellen Gebühren sind und wann der Gutachterausschuss vorraussichtlich sich damit beschäftigen kann. Dann entscheiden, ob die Einschätzung dort gemacht werden soll.

    Wer mehrere Wochen Zeit hat, für den ist das aus meiner Sicht eine sehr gute Lösung. Wenn schon ein Interessent vorstellig wurde und gleichzeitig aus anderen Gründen der Verkauf dringend ist, kann es allerdings sein, dass die Zeit bis der Ausschuss erneut tagt und diese bestimmte Immobilie auf der Agenda hat, zu lange ist.

    Grüße,

    DerDenker

    Hatte da eventuell ein Darlehensverkäufer Mal wieder die gute Idee noch mehr zu Verkaufen als nur das Darlehen?

    Nein, im Ernst. Ich wurde damals, als ich noch ledig und kinderlos mir eine Wohnung kaufen wollte, auch darauf angesprochen, wer denn im Falle meines vorzeitigen Ablebens die Wohnung erbe um kurz darauf mich darauf aufmerksam zu machen, dass ich meiner Schwester es doch nicht antun könne mit so vielen Schulden...

    Meine Antwort "warum, die Wohnung wird, wenn ich nicht mehr bin, sicher verkauft - sonst muss sie halt die Schulden übernehmen" hat dann zu einem Themenwechsel geführt....

    tommyboy: Darlehen absichern macht nur dann Sinn, wenn für den Erben mit dem Verlust der Arbeitskraft des Erblassers die Existenz bedroht ist!

    Beispiel die Hausfrau stirbt, der erwerbstätige Ehemann muss auf Teilzeit reduzieren um die drei Kinder zu betreuen und gut ins Erwachsenenalter zu begleiten. Durch die Reduzierung der Arbeitszeit komm auch weniger Geld ins Haus und die Raten können nicht mehr bedient werden. Da macht eine Risikolebensversicherung Sinn!

    In Deinem Fall dürfte die Entlastung Deiner Erben durch die Versicherung darin bestehen, dass sie nicht sofort entscheiden müssen, was mit der Immobilie geschehen soll, sondern sich mit der Einigung Zeit (wenn es blöd läuft Zeit zum Streiten) lassen können - der Darlehensgeber hat ja sein Geld schon...

    Grüße,

    DerDenker

    Notiz an mich selbst: Kind zeigen wie ein Sicherungskasten aussieht, wo er ist und was man mit rausgeflogen Sicherungen macht.

    Nein, im Ernst: es tut mir sehr leid, dass Deine Eltern Dir das nicht gezeigt haben. Sie haben es wahrscheinlich nur vergessen, weil es zum einen für viele selbstverständlich ist und wenn alles in Ordnung ist meist auch kein Anlass dafür besteht.

    Ich selbst bin mit 19, am Tag nachdem ich mein Abiturzeugnis erhalten hatte, ausgezogen. Ich weiß auch noch, dass für mich manch Themen sehr überraschend waren (Anmeldeformular für die GEZ im Vorraum der Sparkasse abholen beispielsweise - dürfte heute aber anders funktionieren). Aber ich hatte zum Glück die Unterstützung meiner Eltern oder besser gesagt einen Papa, der mir Schritt für Schrittanleitung gegeben hat - immer eine Aufgabe nach der anderen (Konto eröffnen - Arbeitgeber mitteilen, Krankenkasse suchen - Arbeitgeber mitteilen, u.s.w.).

    Dank Deiner Anfrage hier merke ich gerade, wie wertvoll das war und dafür bin ich Dir und meinen Eltern dankbar.

    Übrigens was mir vergessen wurde beizubringen: ich wusste bis ich 24 Jahre alt war nicht, dass man mit der Girokontokarte auch direkt bezahlen kann. Ich bin immer zum Geldabheben an den Automaten und habe alles in Bar gezahlt, weil mir die Funktion schlicht unbekannt war :D!

    Und ja, in diesem Forum habe ich schon einiges gelesen und notiert, über was ich mit meinem Kind sprechen will, wenn es alt genug dafür ist. Stromkasten und allgemein Haustechnik kam gerade auf die Liste.

    Liebe Grüße,

    DerDenker

    Ein anderer Aspekt:

    Dass jemand, der ein Verfechter der ökologischen Landwirtschaft und der saisonal-regionalen Küche sich nicht unbedingt Bayer (Monsanto) oder Nestlé ins Depot legen mag, kann ich verstehen.

    Beim Thema Waffenhersteller kann ich es auch nachvollziehen, wobei dort die Abgrenzung nochmals schwieriger sein dürfte.

    Nur: diese Einstellung hat nur extrem indirekt Auswirkung auf die jeweilige Firma.

    Wenn ein Unternehmen nicht gerade weitere Anteile verkaufen will, um dadurch flüssiges Geld für irgendwas zu haben, hat der Aktienkurs keine Auswirkung auf die Firma selbst.

    Der Aktienkurs ist nur die Einschätzung der Aktionäre und der potentiellen Aktionäre, wie viel Wert die Firma in Zukunft sein wird - und zwar Wert nach der persönlichen Strategie jedes einzelnen.

    Will sagen: mit dem Kauf von Aktien unterstützt Du im Normalfall nicht die Firma in ihrem Tun! Du gibst auch nicht der Firma Dein Geld, dass diese Dein Geld investieren und mehr produzieren und verkaufen kann!

    Die Firma hat das Geld bereits vor Jahren bekommen - von demjenigen, der die Aktie damals, als von der Firma (!) selbst die Aktien auf den Markt gebracht wurden, gekauft hat.

    Grüße,

    DerDenker

    Vielleicht ist Schule etwas zu früh.

    Wann habe ich tatsächlich das Interesse und die Möglichkeit das gelernte in der Praxis für mich selbst auszuprobieren, Angebote zu vergleichen, auf meine Lebenspläne abzustimmen?

    Dann wenn ich das erste "richtige" Gehalt bekomme!

    Wenn ich mir überlege was für Schulungen übers Jahr so anfallen - für Berufsanfänger noch mehr - warum dann nicht über diesen Weg?

    Und vielleicht kann dann die Personalabteilung auch gleich vorstellen, welcher Gehaltsumwandlungs- und Jobticket- Fahrradfinanzierungs- und sonstige Angebote macht (auch wenn das nicht die besten Angebote des Marktes sind) und wie ein Gehaltszettel aufgebaut ist kann dann gleich mit behandelt werden...

    Grüße,

    DerDenker

    Vor einiger Zeit ergab sich ein Gespräch mit einem Mann, nach außen recht souverän und „im Leben stehend“ wirkend, der sich sehr lautstark und leider schon ziemlich hysterisch darüber empörte, dass der Staat nicht genug helfe.

    Seine Mutter war pflegebedürftig geworden, und nun musste er sich kümmern: körperliche Versorgung, Nahrung, Wohnung, Termine, Ärzte, Pflegedienst, Behörden/Sozialleistungen, Absagen Pflegeheime, Gespräche….

    „Aber ich arbeite doch den ganzen Tag, wie soll das funktionieren, wieso kriegt man keine Hilfe?! Ich stehe ganz alleine da mit dem ganzen Papierkram und allem!“

    Wenn ich diesem Menschen gesagt hätte, er solle sich bitte mehr Zeit nehmen für seine privaten Finanzen und deren Optimierung…ich nehme an, er wäre ausgerastet.

    Es dürfte klar sein, was ich verdeutlichen möchte: Wer sich rein finanziell optimieren möchte, vlt sogar so weit geht, stundenintensiv über Excel-Tabellen für Vorabpauschalen mit 19,80 Euro Steuern zu brüten, lange Überlegungen über evtl Kontokündigungen mit 3,80 Monatsgebühr und Kontowechsel mit 50 Euro „Welcome“ und vorübergehend marginalen Zinsvorteilen mit Papierkram-Ident zu führen, der braucht nicht nur Finanzen, die über sind, sondern vor allem eins: Zeit. Viel Zeit.

    Und Energie und einen freien Kopf dafür, bei vielen irgendwann abends/nachts nach allem.

    Wer tagtäglich in Bereitschaft und in Tat von morgens bis abends, Montags bis Sonntags, neben/mit Beruf, Sorge für junge und ältere Menschen praktiziert, sich persönlich und intensiv kümmert, ist aber a) abends meist durch viele persönliche Einbeziehungen emotional aufgeladen und wünscht sich einen Moment Ruhe, und hat insbesondere b) deutlich weniger oder keine Freizeit.

    ...

    Guter Punkt!

    Wenn ich so in meinem Bekanntenkreis mich so umschaue:

    Es gibt Personen (Männlein wie Weiblein), die sich teilweise schon im Studium (also als sie noch Zeit und den Kopf frei hatten) angefangen haben zu kümmern. Einstieg waren meist Versicherungen wie eine Haftpflicht. Sie sind oft am Thema dran geblieben und haben sich Schritt für Schritt mehr (zu)getraut - bis hin zum bewußten, übermütigen Spekulieren (letzter Schritt meist die Männer bzw. die Damen wenn, dann sehr viel vorsichtiger).

    Dann gibt es die Gruppe (meist die Herren) die sich mit Beginn der Familienplanung erstmals intensiver damit auseinander gesetzt haben. Und die dazugehörigen Damen haben stolz verkündet "darum kümmert sich mein Mann!"

    Was habe ich mich darüber schon aufgeregt! Aber man muss ja höflich bleiben...

    Und dann gibt es die Damen, die Mitte vierzig aufwachen und feststellen dass sie etwas tun sollten - übrigens können da auch Singles darunter sein.

    Manchmal staune ich dann über Aussagen wie "ich bin ja nie mit dem Geld ausgekommen (verdient deutlich überdurchschnittlich und wählt bewußt nur kleine Wohnungen) und bin jetzt über eine App gestolpert - die Arbeitet nach der Briefumschlagmethode und da hatte ich dann voll die Erkenntnis!"

    Die Briefumschlagmethode ist schon im Haushaltsbuch meiner Großmutter von 1956 beschrieben. Damit habe ich schon im Studium angefangen...

    Und welcher Bericht zum Thema Sparen kommt ohne die Erwähnung des klassischen Haushaltsbuch aus?

    Je länger ich darüber nachdenke, desto eher habe ich die Vermutung, dass das "nicht kümmern" in jungen Jahren nicht erfolgt, weil der Einstieg schwer zu finden ist oder mühsam erscheint (betrifft wahrscheinlich alle).

    Später kommt dann die Erkenntnis der Notwendigkeit zusätzlich die traditionellen Geschlechterrollen - und dann kümmert sich er um das Geld und sie um den Haushalt und die Kinder.

    Habt Ihr ähnliche Erfahrungen/Beobachtungen gemacht?

    Und kennt Ihr Leute, die sich früh im Berufsleben sich mit Finanzen beschäftigt haben und es später haben bleiben lassen? Ich nicht...

    Grüße,

    DerDenker

    Das ist nicht meine Behauptung. Es wird oft behauptet, dass es einen 6%-Paygap zulasten von Frauen gäbe. Und ich wollte darlegen, dass die Behauptung nicht stimmt und dass so eine Aussage auch von den Statistikern nie getätigt wurde.

    Es wird jedoch von interessierter, politischer Seite verwendet, und behauptet, dass Frauen weniger bezahlt werden würden, weil sie Frauen sind.

    O.k. vielleicht gehört in meine Aufzählung Gender Pay Gap nicht als Folge von "Person interessiert sich nicht um ihre eigenen Finanzen / Vermögensaufbau / Vorsorge.

    Was ich in meinem Umfeld allerdings durchaus sehe ist, dass häufig bis zum ersten Kind bei ähnlicher Ausbildung und ähnlicher Stelle, (wenn man nicht in einem Betrieb angestellt ist, der fest bewertete Stellen hat) nach Verhandlungsgeschick des einzelnen verdient wird.

    Tendenziell, ich berichte hier jedoch nur aus eigener gefärbter Beobachtung, sind Frauen in ihrer Euphorie, die Stelle überhaupt zu bekommen, schneller mit dem Angebot zufrieden und stehen weniger für sich ein. Ob das mit Finanzbildung zu tun hat steht zugegeben auf einem völlig anderem Blatt.

    Und in dem Alter, in der dann die ersten Führungspositionen anstehen, ist schon ein Teil zu Hause beim Kind.

    Und es ist auch leider, entgegen der in Deutschland geltenden Gesetze auch nicht immer gesagt, dass nach der Elternzeit die Rückkehr auf eine gleichwertige (nicht auf die selbe Stelle!) klappt. Und gleich klagen und sein Recht vor Gericht einfordern, möchte auch nicht jede(r). Und wenn es auch nur die Angst davor ist, dass man beim aktuellen Arbeitgeber danach unten durch ist und man keine andere Stelle am Wohnort findet...

    Grüße,

    DerDenker

    Ja, ja, ja, ja und ja.

    Ja, hierzulande ist das Rollenbild Mann bringt und kümmert sich um das Geld, Frau überlässt es gerne ihrem Partner" leider noch sehr verbreitet.

    Dass hier im Forum dann hauptsächlich die Herren mitschreiben, ist eine logische Folge. Wenn ich mich nicht mit der Materie beschäftige, sei es aus Bequemlichkeit oder weil ich es für die Beziehung wichtig halte, dann ist es eben sehr unwahrscheinlich, dass ich mich auf diese Seite verirre.

    Leider wird Finanzwissen an den Schulen nicht und wenn überhaupt nicht ebenso neutral gelehrt wir sagen wir Gedichtsinterpretation (wobei hier die Note durchaus "beziehungsabhängig" sein kann)

    Und die Gesellschaft macht es aus meiner Sicht es den Damen auch ziemlich leicht, sich nicht zu kümmern:

    - wenig Finanzbildung an der Schule

    - Akzeptanz, dass Mädchen in Mathematik und Naturwissenschaften nicht die gleiche Leistung bringen brauchen wir Buben (umgekehrt übrigens in Kunst und Sprachen)

    - komplizierte Formulare und Formulierungen bei Versicherungen und Geldinstituten (zugegeben, betrifft alle)

    - Elterngeld als Lohnersatzleistung auch wenn man im Jahr zuvor kein Geld verdient hatte, aber weniger als wenn man die Lohnersatzleistung Arbeitslosengeld bekommen würde und gar nicht, wenn das Paar gut verdient (dass einer alleine auf 150.000 Euro kommt, ist weniger wahrscheinlich als dass beide zusammen mit guten bis sehr guten Gehältern das schaffen).

    - Rentenpunkte für jedes Kind, aber nur bis die maximale Punktzahl pro Jahr erreicht ist, wer in seinem gut bezahlten Job sehr schnell wieder arbeiten geht, dessen Erziehungsleistung ist im Sinne der Rente also schlicht weniger Wert.

    - Hebammen, Omas, Kolleginnen (meist selbst Mütter) Internet hören nicht auf, den werdenden und neuen Müttern ein schlechtes Gewissen zu machen, wenn diese darauf drängen schneller in den Beruf zurück zu kehren als frühestens nach einem Jahr: "Das Kind gehört zur Mutter!" "Ich wollte nicht mein Kind in eine Betreuung geben, solange es noch nicht sprechen kann - man weiß ja nie, was ist!"

    - Ehegattensplitting nach heutiger Form

    - Fehlende Vorbilder in der Vorgängergeneration

    -....

    Da braucht man sich nicht über Gender Pay Gap und Teilzeitfalle zu wundern und auch nicht darüber, dass mehr Frauen von Altersarmut betroffen sind als Männer.

    Es ist richtig, dass wenn die Schule die Wissensvermittlung bei einem so wichtigen Thema versäumt, man die Leute später als Erwachsene ansprechen muss.

    Es ist gut, dass sich über das Wie Gedanken gemacht wird.

    Die Bachelor-Arbeit ist ein Indiz dafür und bringt vielleicht auch einen Beitrag zur Lösung.

    Und ich zweifle auch nicht, dass die eine oder andere sich von gut gemachten Videos, erklärt von einer Frau sich eher angesprochen fühlen.

    Ich zweifle aber am Konzept "Finfluenzer*innen!"

    Finfluenzer*in kann grundsätzlich jeder werden, egal ob er oder sie tatsächlich das Wissen hat. Ich kann nicht einschätzen, inwieweit Finfluezer*innen beeinflusst werden von Dritten, die über diesen Weg ein Produkt verkaufen wollen.

    Nur unterstelle ich, dass eine Beeinflussung stattfindet und dass über diesen Weg Produkte verkauft werden!

    Dann doch lieber offen Kommuniziert - wenn ich auf der Comdirect Akademie mich einem Thema widme, dann weiß ich, dass da eine Firma dahinter steckt und sogar welche. Bei der/die/das Finfluenzer*in weiß ich nicht, für wen er/sie/es gerade wirbt oder was bewirbt.

    Und diese Einstellung führt dazu, dass ich mich gerade sehr alt fühle.

    Die Umfrage zeigt mir vor allem eines: Ich bin alt!

    Und ja, es gibt Untersuchungen, die belegen, dass wenn Mädchen und Buben in Fächern wie Mathematik oder Physik getrennt unterrichtet werden, die Mädchen sich besser auf den Unterrichtsstoff einlassen können und dadurch auch meßbar bessere Leistungen bringen als wenn beide Geschlechter gemeinsam unterrichtet werden (verzeiht, dass ich hier nur von zwei Geschlechtern schreibe - soweit ich die Studie in Erinnerung habe, wurden weitere Geschlechter nicht betrachtet).

    Bei "Physikunterricht für Mädchen" habe ich allerdings eher das Vertrauen, dass der selbe Soff und die selben Formeln und die selben Gesetze und die selben Versuche behandelt werden, wie bei allen anderen.

    Bei Videos oder auch Büchern "Finanzen für Frauen" habe ich dieses Vertrauen warum auch immer nicht! Und beim Begriff Finfluenzer zweimal nicht!

    Liebe Grüße,

    DerDenker

    Unbedingt, gute Seite. Dort bin ich immer mal wieder.

    Es sind aber zwei Paar Stiefel: Mit dem verlinkten Rechner des IW Köln kann man seine eigene Position im Gehaltsgefüge ermitteln. Die Studie des DIW Berlin handelt aber vom Vermögensgefüge.

    Nicht immer führt ein hohes Gehalt zu einem hohen Vermögen, umgekehrt hat so mancher Mensch mit übersichtlichem Einkommen ein verblüffend hohes Vermögen.

    Guter Hinweis!

    Ich kenne einige Kollegen, die gut verdienen aber aufgrund ihres Lebenswandels keinen Fuß auf den Boden bringen!

    Und das ist nicht nur der Mann in seiner Midlife-Crisis, der wie ein Bienchen sich bei verschiedenen Blümchen niederlässt....

    Nicht umsonst wird hier immer wieder darauf hingewiesen, dass Durchhaltevermögen bei der Vermögensbildung durch Sparen unbedingt dazu gehört.

    Hallo Hippo,

    folgendes hätte ich damals verstanden, als es uns betraf:

    1. Ein Kindererziehungsjahr ist ein Rentenpunkt, für die ersten drei Lebensjahre des Kindes sind die drei Punkte zu verteilen

    2. Wenn einer mehr als das Durchschnittsgehalt bekommt und damit mehr als einen Rentenpunkt im Jahr erwirtschaftet, wird der Kindererziehungspunkt reduziert, so dass dennoch in dem Jahr maximal 2,1 Punkt erreicht werden können.

    3. Die Rentenpunkte werden, wenn die Erziehungsberechtigten nichts anderes vereinbaren erstmal der Mutter zugeschrieben

    4. Soll der Partner, weil er sich hauptsächlich um die Erziehung gekümmert hat, die Punkte bekommen, muss die Mutter schriftlich einreichen, dass sie die Punkte auf den Partner übertragen möchte und der Partner muss zusätzlich schreiben, dass er die Punkte haben möchte.

    5. Es hilft, wenn auch beispielsweise über die genommenen Elternzeitmonate und/oder reduzierte Wochenarbeitszeit auch tatsächlich nachgewiesen werden kann, dass die Erziehung eben nicht hauptsächlich die Mutter übernommen hat.

    Wenn alles ausgefüllt ist unbedingt BEIDE Rentenpunktbescheide der folgenden Jahre zusammen und vergleichend prüfen!

    Bei uns hat die Rentenversicherung zwar aufgrund des gemeinsamen Schreibens, dass die Punkte dem Partner angerechnet werden sollen, der Mutter (im ersten Jahr) den Rentenpunkt wie gewünscht nicht gewährt - aber dem Kindsvater eben auch nicht!

    Ende vom Lied: wir haben eine Anwalt gebraucht und der Fall würde vom Sozialgericht entschieden. Der Vater hat nun die Punkte, weil aufgrund der genommenen Elternzeit und den vereinbarten Arbeitszeiten tatsächlich nachgewiesen werden konnte, dass er sich mehr gekümmert hat und weil die Schreiben auch eindeutig formuliert und korrekt und fristgerecht eingereicht wurden.

    Meine dringende Empfehlung daher: wer die Kindererziehungszeiten nicht nur bei der Mutter belassen will, der geht bitte unbedingt zur Beratung und fragt und prüft und fragt und prüft - und zwar immer beide gemeinsam!

    Sicher kommen noch weitere Infos von anderen Forenteilnehmern.

    Und falls ich etwas nicht korrekt oder zu ungenau dargestellt haben sollte, so bitte ich um Korrektur.

    Grüße,

    DerDenker

    Wenn ich eine Immobilie verkaufe und die Gemeinde ihr Vorkaufsrecht ausübt, dann habe ich doch als Verkäufer keinen Schaden, weil die Gemeinde den vereinbarten Kaufpreis an mich zahlt. Ich übergebe als Verkäufer quasi nur dem Schlüssel an jemanden von der Gemeinde und nicht dem ursprünglichen Käufer - oder habe ich da was falsch verstanden?

    @denatured1666: mach Dir bitte keine Sorgen.

    Die Wahrscheinlichkeit, daß alles enttäuschend unspektakulär ablaufen wird, ist riesig!

    Wenn man von Millionären spricht,

    meint man dann Vermögens,Millionären oder Einkommensmillionäre?

    Das ist ja ein himmelweiter unterschied

    Ich kann nur von mir sprechen: ich denke bei Millionär als erstes an den Vermögensmillionär. Stichwort "mein Haus, mein Auto, mein Boot, mein Pferd".

    Grüße,

    DerDenker

    Wenn ich Diskussionen über "ich will aber keine Aktien von Firmen, die der Rüstung dienen" oder "ich will nur moralisch, ethisch gute Firmen" (was immer das auch sein mag), mitbekommen, dann Frage ich mich "Warum?"

    Eine Firma wird doch nur in dem Moment, in dem sie Anteile von sich erstmalig auf den Markt (die Börse) bringt mit Geld der Käufer unterstützt.

    Später im Handel hat die Firma nichts mehr von der Bewertung. Wenn die meisten Anleger und potentiellen Anleger die Firma nicht mehr haben wollen, rauscht zwar der Kurs in den Keller, auf die Geschäfte (beispielsweise Liquidität) der Firma hat das aber doch erstmal wenig Auswirkungen.

    Wenn jemand sich für grüne Fonds entscheidet, dann doch wohl, weil dasjenige erwartet, dass in Zukunft den Umweltsündern das Geschäftsleben schwer gemacht wird. Ich persönlich erwarte jedoch eher, dass die Wähler und die Politik durchaus auch ein Auge darauf haben werden, dass die Mehrheit der Firmen bei dem Wandel mitkommt - hängen doch daran Arbeitsplätze und Wohlstand.

    Und wenn das in einem Bereich der Welt nicht so sein sollte, dann ist es die Chance für eine andere Region.

    Und eine einzelne Firma, die nicht mitkommt fliegt irgendwann aus dem Index.

    Differenzierter sehe ich das allerdings durchaus bei Aktien - im Gegensatz zu Fonds.

    Als ich kürzlich das Konfirmationsgeschenk für mein Kind gekauft habe, habe ich mich gegen Nestle entschieden, weil ich erwarte, dass 14jährige lieber Anteile an einer Firma akzeptieren, die gegen die Meinung des Umfeldes weniger verteidigt werden muss (Stichwort Wasserrechte) - und das Umfeld von 14 jährigen ist erfahrungsgemäß auch gegen Waffen....

    Die Kriterien waren also ziemlich anders, als dass üblicherweise Aktien ausgewählt werden.

    Grüße,

    DerDenker

    Ich würde es eher beim potentiellen künftigen Arbeitgeber versuchen.

    Gemäß Paragraph 670 BGB:

    "Macht der Beauftragte zum Zwecke der Ausführung des Auftrags Aufwendungen, die er den Umständen nach für erforderlich halten darf, so ist der Auftraggeber zum Ersatz verpflichtet."

    Gilt auch für Fahrt- und Übernachtungskosten, sogar Lohnausfall, zu und durch Bewerbungsgespräche. Und nachdem wir uns hier, wenn ich die Kommentare lesen, alle einig sind, dass es eine notwendige Anschaffung ist, um am Bewerbungsgespräch teilnehmen zu können, müsste auch ein Mikrofon erstattungsfähig sein.