Von den etwa 40 "Koryphäen" dieses Forums weiß ich von 2, daß sie weiblich sind. Selbst wenn ich das bei wenigen anderen noch nicht erkannt haben sollte (Ich halte das Geschlecht für die Geldanlage für ziemlich irrelevant), sind wir hier doch ein ziemlicher Männerclub.
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Auf der anderen Seite scheint das herkömmliche Rollenbild bei männlichen und weiblichen Fragern mehr als gelegentlich durch: Der gutverdienende Mann räumt mit Steuerklasse III die günstigen Steuersätze ab und läßt die schlechterverdienende Frau mit Steuerklasse V bluten. Oder: Er legt das Geld an, die Frau himmelt ihn allenfalls an.
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Also fischen Finanzinfluenzerinnen ihre Geschlechtgenossinnen ab - von Frau zu Frau - was ja auch ein Geschäftsmodell ist. Ich finde die 6 Mille, die Natalia Wegelin (Madame Moneypenny) von ihren Jüngerinnen verlangt, schlichtweg zuviel. Aber sie hat Erfolg mit dem Geschäftsmodell, sie bekommt das wohl bezahlt. Und mehr als sagen: Hier im Forum gibts die gleiche Info für umme! kann man ja nicht.
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Ich finde den Fragebogen für einen Studi nicht schlecht, wenngleich er nicht ergebnisoffen konstruiert ist. Wenn ich mich von Finfluenzern nicht finfluieren lasse, gehen etliche Fragen ins Leere.
Ich könnte mir sehr gut vorstellen, daß sich Frauen von Finfluenzern auch nicht finfluieren lassen, sehr wohl aber gezielt von Finfluenzerinnen. Dieser Aspekt kommt im Fragebogen aber überhaupt nicht vor.
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Ja, ja, ja, ja und ja.
Ja, hierzulande ist das Rollenbild Mann bringt und kümmert sich um das Geld, Frau überlässt es gerne ihrem Partner" leider noch sehr verbreitet.
Dass hier im Forum dann hauptsächlich die Herren mitschreiben, ist eine logische Folge. Wenn ich mich nicht mit der Materie beschäftige, sei es aus Bequemlichkeit oder weil ich es für die Beziehung wichtig halte, dann ist es eben sehr unwahrscheinlich, dass ich mich auf diese Seite verirre.
Leider wird Finanzwissen an den Schulen nicht und wenn überhaupt nicht ebenso neutral gelehrt wir sagen wir Gedichtsinterpretation (wobei hier die Note durchaus "beziehungsabhängig" sein kann)
Und die Gesellschaft macht es aus meiner Sicht es den Damen auch ziemlich leicht, sich nicht zu kümmern:
- wenig Finanzbildung an der Schule
- Akzeptanz, dass Mädchen in Mathematik und Naturwissenschaften nicht die gleiche Leistung bringen brauchen wir Buben (umgekehrt übrigens in Kunst und Sprachen)
- komplizierte Formulare und Formulierungen bei Versicherungen und Geldinstituten (zugegeben, betrifft alle)
- Elterngeld als Lohnersatzleistung auch wenn man im Jahr zuvor kein Geld verdient hatte, aber weniger als wenn man die Lohnersatzleistung Arbeitslosengeld bekommen würde und gar nicht, wenn das Paar gut verdient (dass einer alleine auf 150.000 Euro kommt, ist weniger wahrscheinlich als dass beide zusammen mit guten bis sehr guten Gehältern das schaffen).
- Rentenpunkte für jedes Kind, aber nur bis die maximale Punktzahl pro Jahr erreicht ist, wer in seinem gut bezahlten Job sehr schnell wieder arbeiten geht, dessen Erziehungsleistung ist im Sinne der Rente also schlicht weniger Wert.
- Hebammen, Omas, Kolleginnen (meist selbst Mütter) Internet hören nicht auf, den werdenden und neuen Müttern ein schlechtes Gewissen zu machen, wenn diese darauf drängen schneller in den Beruf zurück zu kehren als frühestens nach einem Jahr: "Das Kind gehört zur Mutter!" "Ich wollte nicht mein Kind in eine Betreuung geben, solange es noch nicht sprechen kann - man weiß ja nie, was ist!"
- Ehegattensplitting nach heutiger Form
- Fehlende Vorbilder in der Vorgängergeneration
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Da braucht man sich nicht über Gender Pay Gap und Teilzeitfalle zu wundern und auch nicht darüber, dass mehr Frauen von Altersarmut betroffen sind als Männer.
Es ist richtig, dass wenn die Schule die Wissensvermittlung bei einem so wichtigen Thema versäumt, man die Leute später als Erwachsene ansprechen muss.
Es ist gut, dass sich über das Wie Gedanken gemacht wird.
Die Bachelor-Arbeit ist ein Indiz dafür und bringt vielleicht auch einen Beitrag zur Lösung.
Und ich zweifle auch nicht, dass die eine oder andere sich von gut gemachten Videos, erklärt von einer Frau sich eher angesprochen fühlen.
Ich zweifle aber am Konzept "Finfluenzer*innen!"
Finfluenzer*in kann grundsätzlich jeder werden, egal ob er oder sie tatsächlich das Wissen hat. Ich kann nicht einschätzen, inwieweit Finfluezer*innen beeinflusst werden von Dritten, die über diesen Weg ein Produkt verkaufen wollen.
Nur unterstelle ich, dass eine Beeinflussung stattfindet und dass über diesen Weg Produkte verkauft werden!
Dann doch lieber offen Kommuniziert - wenn ich auf der Comdirect Akademie mich einem Thema widme, dann weiß ich, dass da eine Firma dahinter steckt und sogar welche. Bei der/die/das Finfluenzer*in weiß ich nicht, für wen er/sie/es gerade wirbt oder was bewirbt.
Und diese Einstellung führt dazu, dass ich mich gerade sehr alt fühle.