Die Forschung sagt dazu: Ab rund 500.000 Euro Nettovermögen gelten Haushalte als wohlhabend (oberste 10 Prozent). Wohlhabend und reich sind dabei analog zu sehen.
Im ersten Moment mag man stutzen, aber historisch betrachtet dürfte ein Hausbesitzer (500.000 Euro) wohl durchaus als wohlhabend gelten. Woran man sieht, bei welch niedriger Schwelle bereits der Sozialneid im Sinne von "Reichtum verpflichtet" und "Reiche muss man zur Kasse bitten" beginnt.
...und genau diese Definitionen / Aussagen passen für mich in meiner Blase nicht zusammen...
500.000 EUR Nettovermögen pro Haushalt
40% Eigenheimbesitzer, davon die Hälfte mit Immobilien, die mehr Wert sind als 500.000 (hier in der Gegend ist so ziemlich alles, was den aktuellen Bauanforderungen (Energieeffizienz) entspricht und eine Familie mit zwei Kindern bequem wohnen lässt, darüber - und wir sind nicht Großstadt)
Davon die Hälfte, die die Immobilie bereits abbezahlt hat - da hat man doch schon die 10% zusammen...
Und was ist mit denen, die nicht in Immobilien investieren?
Und wie schaffen dann dennoch so viele meiner Kollegen es zu Wohneigentum (oft Bauplatz + Fertighaus + Ehefrau zu Hause bei Kleinkind)?
In 20 Jahren gelten die alle hoffentlich als wohlhabend, weil dann Haus abbezahlt.
Oder ist die Wertgrenze vielleicht inflationsbedingt veraltet?
Wo ist mein Denkfehler?
Grüße,
DerDenker