Beiträge von Buntbart

    Eine mehrjährige Flaute an der Börse mit großen Auswirkungen auf die Realwirtschaft hat wohl kaum ein Anleger mit hohen Depotwerten schon mal erlebt.

    Da ist was dran! Die "kleineren", die ich miterlebt habe (2008, Corona, ersten Jahre Ukraine, Zoll-Krieg) haben mir aber auch gezeigt, dass ich einigermaßen volatitilitätsrobust bin. Und bisher gab es auch noch nie den Fall, dass ich mal an die Depotwerte ran musste. Notgroschen und stabilem Gehalt sei Dank. Der Notgroschen hat sich kaum erhöht, der ETF/Aktien-Anteil ist dann einfach mit mit der Zeit von 2% in 2003 auf aktuell 88% gewachsen. Wenn ich die Rentenanwartschaften berücksichtige, liegt der "unsichere" Anteil bei 58%.

    Ist ja spannend, offenbar gibt es doch relativ viele Leute hier, die nach der Safe-Asset-Floor Methode investieren, statt eine fixe Quote zu haben. Ich unterstelle mal, dass viele auch erst im Laufe eines Investorenlebens auf diese Idee kamen und nicht schon vor 10 oder 20 Jahren, so dass sicherlich ausreichend Vermögen vorhanden war, um den Safe Asset Teil gleich ausreichend hoch aufzufüllen.

    Aber was würdet ihr denn einem kompletten Neueinsteiger empfehlen? Ich nehme an, dass doch wahrscheinlich zuerst der Safe Asset Teil aufgefüllt werden soll (daher ja auch "safe", da man ja nicht weiß, wann man das Geld wirklich braucht. Wenn man aber ggf. da von mehreren Monatsgehältern, ggf. sogar 1-2 Jahresgehältern ausgeht, spart man ja jahrelang in einen Geldmarkt-ETF ohne jegliche Rendite und lässt die gewinnbringenden Aktien aussen vor. Was macht ihr also in so einer Situation?

    ich bin da relativ einfach gestrickt. Ein "Notgroschen" von aktuell 4 Netto-Monatsgehältern auf einem Tagesgeld-Konto ("Notgroschen"), das Giro-Konto nach dem Gehaltseingang soweit gefüllt lassen, dass man seine Monatsausgaben gut bewältigen kann plus kleiner Puffer, der Rest geht ins Depot (ETFs). Als Mieter mit vergleichsweise sicherem Job funktioniert das sicherlich ganz gut. Würde ich auch "Neueinsteigern" empfehlen. Also erst Notgroschen aufbauen ("1-2 Jahresgehälter" braucht es dafür definitiv nicht), dann investieren, je nach Risikotragfähigkeit.

    Habt ihr keine fixe Asset Allokation?


    Das, was ich oben beschrieben habe ist nichts anderes als Rebalancing.


    Verstehe nich warum ich so viel Haß ernte - bin maßlos enttäuscht von euch

    nein, habe ich nicht. Und was meine Antwort mit Hass zu tun hat, kannst wohl nur du beantworten. (ja, bei einem "euch" fühle ich mich angesprochen). Hab meines Erachtens unaufgeregt und sachlich auf deine Frage geantwortet.

    Ein Frage zum Abschluss: was hat ATH mit Rebalancing zu tun? Ist das nicht völlig unabhängig voneinander. Wenn ich den Grundgedanken hinter Fixed Asset Allocation richtig verstehe, dann macht man das Rebalancing einmal im Jahr. Wenn ich das bei jedem ATH mache oder bei jedem (Mini-Crash), dann hätte man ja viel zu tun und müsste ordentlich Federn lassen aufgrund der Transaktionskosten.

    Willkommen im Forum, kann meine Vorredner eigentlich nur noch bestätigen:

    1. ja, würde ich auch so machen

    2. ohne das Produkt und vor allem die Kostenstruktur zu kennen, kann man hier wenig sagen. Bauchgefühl tendiert aber zu kündigen (lass dich von Axa informieren, zu welchen Bedingungen das möglich ist) und das Kapital in ein den selbst gemanagten ETF stecken.

    Halte es so einfach und übersichtlich wie möglich. Neben den Pflichtbausteinen würde ich eigentlich nur noch

    - eigenes Depot

    - Altersvorsorgedepot und

    - Tagesgeldkonto

    sehen.

    Klingt nach Neid, mit Arroganz übertüncht.

    Von verschiedenen Lerntypen hat der jedenfalls noch nichts gehört.

    jedenfalls mal wieder ein Fall, wo sich jemand durch andere Sichtweisen stark getriggert fühlt und sie mit missionarischem Eifer "heilen" will.

    11. Gebot: Du sollst nicht spielen!

    Dann spiele halt. Viel Glück beim lernen! Du wirst es brauchen.

    Vielen Dank! Dir brauche ich Glück ja nicht wünschen. Aber vielleicht freust du dich als Nichtspielender über ein "Immer eine ausbalancierte Kosten-Nutzen-Matrix!" oder "immer eine leicht positives Chancen/Risiko-Portfolio!".

    wo wurde nochmal behauptet, dass "der Mensch nur durch Erfahrung lernt". Ich hatte es so gelesen, dass man auch (!) durch Spielen lernt. Hier und auch von Saidi/Finanztip wird jedenfalls sehr oft auf irgendwelche Rechner verwiesen, und empfohlen, dass man damit mal "Rumspielen" soll.

    Mach ich auch gerne und erschließe mir dadurch ein Prinzip/Konzept oft schneller als wenn ich nur Gesetzestexte lese.

    Ich beziehe eine Riesterrente, deren Abschluss vor 2012 liegt. Ist es wohl möglich die Auszahlung so zu verändern, das ich sie bis zum 85. Lebensjahr komplett ausbezahlt bekomme, ohne das sie nach dem 85. dann zu einer Leibrente umgewandelt wird, oder gilt diese Möglichkeit nur für Verträge, die noch nicht in Auszahlung sind? Habe mir mit 60 Jahren 30 % direkt auszahlen lassen und auch die nicht geförderten Anteile kapitalisiert.

    darf man fragen, was du für einen Rentenfaktor hast. Die sind ja bei solch alten Verträgen oft noch recht hoch. Vielleicht bekommst du sie über diesen Weg "komplett ausgezahlt" oder sogar überzahlt?

    Manche Leute tun das jedenfalls.;)

    Es gibt aber auch durchaus Leute, die begreifen, dass man beim Roulette langfristig nicht gewinnen kann. Da muss man keine Erfahrung machen, sondern man kann durch einfache Überlegungen selbst drauf kommen und diese Dummheiten unterlassen.

    sagt Schwachzocker ....

    war der nickname Coldanalyst nicht mehr verfügbar? ;)

    Was werden die Volksbanken versuchen?

    Natürlich…Union Investment Produkte sollen unters Volk gebracht werden,

    Es werden (logisch) aktive ETF sein, damit die wunderbaren aktiven Fondsmanager:innen zeigen können, wir erfolgreich man sein kann.

    https://www.dasinvestment.com/altersvorsorge…kte-ueberblick/

    Zitat: "Die Einzahlungen fließen zunächst vollständig in den Aktienfonds. Wird nichts unternommen, sinkt der Aktienanteil– wie gesetzlich vorgegeben – fünf Jahre vor Ende der Ansparphase auf 50 Prozent und zwei Jahre vorher auf 30 Prozent."

    Hab ich was nicht mitbekommen? Oder ist das einfach falsch? Lese zum ersten Mal von so einer gesetzlichen Vorgabe.

    Wer sich nicht ausprobiert sammelt keine Erfahrung.

    Absolut. Ich finde es in der Rückschau schon erstaunlich, dass ich mich immer für einen nüchternen analytischen Typ gehalten habe, mich umfassend informiert habe, dabei auch immer wieder die gleichen Ratschläge und Ergebnisse präsentiert bekommen habe. Alles logisch und verständlich, zumindest auf kognitiver/rationaler Ebene.

    Um wirklich zu verstehen und es wirklich zu verinnerlichen, musste ich dann aber doch die "Spielwiese" haben und dieses und jenes Hype-Produkt kaufen.