Beiträge von Schofseggel

    Der Eingriff fand in der Nähe statt. Details dazu tun hier nichts zur Sache. Narkose war natürlich notwendig, Vollnarkose aber optional. Der Narkosearzt kam von weit her, war aber nicht als nicht zur Praxis gehörend zu erkennen. Beim Eingriff selbst handelte es sich NICHT um Kieferorthopädie i.e.S., sondern um die Entfernung eines Querliegers. Wir haben uns definitiv nicht "wie ein Löwe" um Vollnarkose bemüht, sondern die Nebenwirkungen im Blick gehabt. Insbesondere war von Angst, Übelkeit, Atmung und Nervosität unsererseits nicht ansatzweise etwas zu spüren.

    Während die Ärzte bei Routinekontrollen sagen „nehmen sie mal 5 Tage diese Creme und dann sehen wir uns in einem Jahr wieder“ Spricht die Abrechnung andere Dinge. Ich werde das meinem BU-Markler vorlegen, wie das einzuordnen ist.

    Da wird richtiggehend betrogen. Hier ein Beispiel:

    • Kind im Zahnspangenalter bekommt kieferorthopädischen Eingriff. Der Arzt spricht sich für Vollnarkose aus. Warum das nötig sei, solle ich mit dem Anesthesisten erörtern.
    • Es folgt eine Woche später ein Termin mit einem Anesthesisten in derselben Arztpraxis. Das Kind auf dem Behandlungsstuhl wird nicht gefragt, hört einfach aufmerksam zu. Ich stelle ein paar Fragen.
    • Es folgt die OP in Vollnarkose.
    • 1/2 Jahr später möchte ich das Kind BU versichern. Denke mir, es sei vielleicht sinnvoll, den Patientenstatus anzufordern, den auch die BU anfordern würde. Bekomme ihn. Dort steht die Aussage eines Arztes, den ich nicht kenne und der lt. google 100km entfernt seine Praxis hat. "Folgende Diagnosen wurden festgestellt:
      • F40.2 Spezifische Ängste
      • 41.9 Angststörung
      • F43.0 Akute Belastungsreaktion [Reaktion auf eine außergewöhnliche körperliche oder psychische Belastung]
      • R06.88 Störung der Atmung
      • R11 Übelkeit und Erbrechen
      • R19.8- Symptome, die das Verdauungssystem und den Bauchraum betreffen
      • R45.0 Nervosität
      • T88.8 Sonstige näher bezeichnete Komplikationen bei chirurgischen Eingriffen ...
      • Z76.9 Person, die das Gesundheitswesen in Anspruch nimmt"
    • Mir geht fast der Hut hoch. Liegt da eine Verwechslung vor? Wer ist dieser Arzt überhaupt? Frage meine Frau, ob sie ihn kennt (tut sie nicht).
    • Bitte die Krankenkasse, diesen Unsinn zu erklären bzw. aus dem Bericht zu streichen. Die lehnt ab. Sie könne Inhalte nicht sehen (Datenschutz). Das könne nur die Kassenärztliche Vereinigung.
    • Stelle dort dieselbe Frage. Erfahre erstmals, dass die Kieferorthopädie-Geschichte damals diesen Psycho-Quatsch ausgelöst habe. Streichen könne auch sie das nicht. Verweist mich an den Arzt.
    • Stelle den Arzt zu Rede, wie er zu dem Unfug kommt.
      Er: "Das schreibe ich immer hin, wenn ich Vollnarkose mache".
      Ich: "Und warum?"
      Er: "Bei Kindern über 15 muss man begründen, warum man Vollnarkose macht".
      Und also leiert er einfach etwas herunter und darf Vollnarkose abrechnen.
    • Hätte ich nicht zufällig nach einer BU geschaut und genug Zeit zum Daten abfragen gehabt, wäre er damit durchgekommen. Und hätte der Sohn nach jahrelangen BU-Einzahlungen eines Tages wirklich was psychomäßiges bekommen, dann hätte man ihm wohl noch einen Strick daraus gedreht nach dem Motto "Das hattest Du ja damals verschwiegen".

    Das Abrechnungssystem in der GKV ist wie dafür gemacht, um massiv zu betrügen. Der Patient sieht nicht, was über ihn geschrieben wird. Die Kasse sieht nicht, was der Patient erhalten hat und dazwischen machen es sich ein paar Weißkittel sehr gemütlich. Heute reden alle von Bürokratieabbau, aber ich möchte mal wissen, wie man solchen Knilchen auf die Schliche kommen will, wenn sie mit noch intransparenteren Abrechnungswegen ihr Geld drucken können.

    Könnte man besser formulieren, ja. Eltern und Studentin sollten jedenfalls wissen, wo genau die Grenze liegt, ab der sich Jobben eben nicht lohnt, weil das Studium mit seinen bezogenen Kosten und anderweitigen Belastungen einfach länger dauert, ohne dass netto mehr Geld zur Verfügung stehen würde.

    Ich meinte die Frage etwas ganzheitlicher: Alle Grenzen bzgl. Kindeseinkommen. Die Beispiele, die ich genannt hatte, sind mir einigermaßen klar. Aber da gab es z.B. auch eine Einkommensgrenze von 624€ im Jahr, die bei (auch qualifizierenden) Studentenjobs praktisch sofort hinderlich für Elternfinanzen wäre (https://www.haufe.de/steuern/finanz…164_564716.html), womit ich nicht gerechnet hätte und vielleicht gibt es mehr.

    Liebe Foristen,

    Ich habe so dunkel im Hinterkopf, dass man unter Umständen drauf zahlt, wenn Abkömmlinge ihr erstes Geld verdienen.

    Kann jemand von Euch Tipps geben, was beim ersten Einkommen der Kinder zu beachten ist? Gibt's da irgendwo eine Übersicht, ab welchem Zuverdienst z.B. das Kindergeld gestrichen wird, eine eigene Krankenversicherung fällig wird, und insbesondere wo die Grenzen liegen, an die ich womöglich mometan noch überhaupt nicht denke?

    Was empfehlt Ihr? Wie geht Ihr damit um?

    Und da schließt sich der Kreis. Als Blüm "die Renten sind sische" gesagt hat, waren sie das noch einigermaßen. Seither hat man die Wiedervereinigung aus der Rentenkasse bezahlt und bekam im Tausch einen rechten Rand in der Deutschlandkarte, der zwischen tiefrot und hellblau alterniert.

    So, jetzt habe ich 17 Millionen gegen mich. Shitstrom on!

    Schlimm genug, dass man darüber nachdenken muss. Ich habe im Ohr, dass der Staat der schlechtere Unternehmer sei. Aber hier wäre es wohl sinnvoller gewesen, das Thema dem Staat anstatt die Bürger den Banken zu überlassen. Seufz.

    Mit Verlaub, das ist Quatsch. Ich mit Jahrgang 1979 (grad noch Generation X, die komplett unter die Wehrpflicht fiel) habe gedient und zwar auch alle anderen Jahrgänger. Die Wehrpflicht wurde 2011 abgeschafft, also reichte die weit bis in die Millennials.

    Dass wir alle die Friedensdividende verfrühstückt haben ist dennoch richtig, aber dass nur die Boomer gedient hätten, ist einfach falsch..

    Ich habe auch nicht behauptet, dass nur die Boomer gedient hätten. Lies nochmal nach: https://de.statista.com/statistik/date…ndwehrdienstes/. Mit Jahrgang 1979 müsstest Du Dich schon verpflichtet haben, um auf 15 Monate zu kommen. Spielt im Kern der Aussage aber auch keine Rolle.

    ... gerade (30.08.25 08:15) läuft im Deutschlandfunk (30.08.25 08:15) ein Interview mit Herrn Fratzscher vom DIW zum Thema „freiwilliges Jahr für Boomer-Rentner“ ...

    Ein kleines Detail:

    In diesem Sommerloch-Beitrag des DLF (https://www.deutschlandfunk.de/reform-herbst-…er-diw-100.html) geht es um ein verpflichtendes soziales Jahr für Boomer, nicht um ein freiwilliges.

    Übrigens: Von einem Wirtschafts"forscher" würde ich etwas weniger Klisches und one-size-fits-all-Denkmuster erwarten. Es sind nicht die Boomer, die zu wenige Kinder in die Welt gesetzt und damit ein Demographie-Problem erzeugt haben, sondern es sind manche Boomer, die man - entsprechenden Willen vorausgesetzt - durchaus zu Ausgleichsmaßnahmen aller Art heranziehen könnte. Nur mal so als Beispiel.

    Und es sind auch nicht die Boomer, die die Friedensdividende verfrühstückt haben, sondern alle. Im Gegenteil: Die Boomer waren davon sogar die einzigen, die 15 Monate ihres Lebens einen Pflichtdienst leisten mussten. Und die heute 65+jährigen sind auch nicht deswegen für einen Pflichtdienst, weil sie nicht betroffen wären, sondern weil sie selbst erlebt haben, dass das die einzige Möglichkeit war, vor Übergriffigen abzuschrecken. Nur mal so als anderes Beispiel.

    Wir brauchen weniger Schwätzer und mehr Macher "in diesem unserem Lande".
    Guten Abend.

    Fernwärme ist eine tolle Sache, aber m.E. unterreguliert. Als einzelne Mietpartei hat man da kaum eine Chance, Kosten zu sparen. Die Fix-Kosten dominieren alles. Und ein Verweis auf andere zu teuere Heizarten hilft mir da wenig.