Beiträge von Thymian

    Der Invesco ist ein aktiver ETF - den wird Finanztip aus Prinzip ignorieren (müssen)

    Hast du nicht gesehen, was ich in meinem ursprünglichen Post zum Thema aktives/passives Investment geschrieben habe?

    Dann hier nochmal:

    Gerd Kommer im ersten seiner drei Blog-Beiträge zum Thema Factor Investing:

    "Factor Investing ist im Kern passives Investieren, also der Verzicht auf aktives „Stock Picking“ (gezielte Auswahl einzelner Aktien; allgemeiner formuliert „Asset Picking“) oder aktives „Market Timing“ (taktisches „Rein-Raus“ bezogen auf ganze Marktsegmente)."

    https://gerd-kommer.de/blog/factor-investing-die-basics/

    Zum Thema "passives Investieren" ist auch das Interview von Christian W. Röhl mit Gerd Kommer sehenswert (Zitat: "Echtes passives Investieren im wörtlichen Sinne dieses Begriffs gibt es nicht - Passive investing does not exist!").

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    Es gibt einige sehr spannende aktive Ideen bei aktiven ETF, die aber alle an einem kranken: es gibt keinerlei Nachweis, dass diese aktiven Strategie auf Dauer einen Mehrwert generieren können.
    Einzig der Mehrwert für die Fondsgesellschaft steht immer fest.

    Ist eine Überrendite von 7% pro Jahr über die letzten 5 Jahre für den genannten ETF gegenüber allen von finanztip empfohlenen ETFs kein Nachweis?

    Du verglichst aber halt Äpfel und Birnen. Wenn Du den Invesco Global Active ESG mit den ETF auf die einzelnen Faktoren Quality, Momentum und Value und Faktor-Neutral vergleichst wird da schon eher ein Schuh draus.

    Ich vergleiche nicht Äpfel mit Birnen, da meine ursprüngliche Frage nicht war, welcher Faktor-ETF ist der beste, oder ist ein Multi-Faktor-ETF besser als einer mit nur einem Faktor.

    Meine ursprüngliche Frage war, warum finanztip den genannten ETF nicht empfiehlt, und da ist es schon legitim, auch einmal auf die Performance im Vergleich zu den von finanztip empfohlenenen (Nicht-Faktor-)ETFs zu schauen.

    So der so: 5 Jahre ist kein wirklich langer Zeitraum. Könnte auch mal bitter für den Invesco werden, wenn die 3 Faktoren gemeinsam ausfallen oder auch nur 2 der Faktoren.

    Das stimmt beides, aber es stimmt auch, dass niemand weiß, ob Nicht-Faktor-ETFs sich in Zukunft besser entwickeln als Faktor-ETFs.

    "Faktoren" sind ja keine reine Spekulation, sondern eine Entdeckung der Finanzwissenschaft als Merkmale von Aktien, die sich bei der Geldanlage nutzen lassen.

    Eine andere Frage ist, warum finanztip den genannten ETF von Invesco (mit "ESG" im Titel) nicht als nachhaltig empfiehlt (ändert sich vielleicht bald, da finanztip angekündigt hat, die nachhaltigen ETFs in Kürze neu zu bewerten).

    Bei nachhaltigen ETFs macht finanztip ja einige Kompromisse, wie die Akzeptanz erheblich geringerer Marktbreiten (Anzahl der Positionen im ETF), und spricht beim iShares DJ Global Leaders Screened UCITS (IE00B57X3V84) sogar weiter eine Empfehlung ("als Kompromiss") aus, obwohl sich dieser ETF seit 2025 aufgrund neuer Regularien gar nicht mehr nachhaltig nennen darf.

    Dass finanztip Faktor-ETFs nicht generell ablehnt, zeigt dieses Video:

    https://www.youtube.com/watch?v=oeRuW76dy2I

    Keiner der von finanztip empfohlenen ETFs ist ein Faktor-ETF.

    Werden diese von finanztip aus Prinzip nicht empfohlen, oder erfüllen die meisten Faktor-ETFs einfach nicht die Qualitätskriterien von finanztip?


    Doch was ist mit dem "Invesco Global Active ESG Equity UCITS ETF Acc" (IE00BJQRDN15)?

    Dieser ETF berücksichtigt die Faktoren Momentum, Quality und Value, und erfüllt auch ESG-Nachhaltigkeitskriterien.

    Der Fonds besteht seit 2019 und hat hat ein Volumen von 2,45 Mrd. Euro.

    Die TER liegt bei 0,3% (zum Vergleich: der von finanztip empfohlene nachhaltige ETF von ishares IE00B57X3V84 hat eine TER von 0,6%).

    Die Risikoklasse ist 4 (also wie bei vielen ETFs).

    Oder liegt die Nichtempfehlung von finanztip daran, dass laut onvista.de der Fonds "aktiv gemanagt" ist?

    Gerd Kommer im ersten seiner drei Blog-Beiträge zum Thema Factor Investing:

    "Factor Investing ist im Kern passives Investieren, also der Verzicht auf aktives „Stock Picking“ (gezielte Auswahl einzelner Aktien; allgemeiner formuliert „Asset Picking“) oder aktives „Market Timing“ (taktisches „Rein-Raus“ bezogen auf ganze Marktsegmente)."

    https://gerd-kommer.de/blog/factor-investing-die-basics/

    Zum Thema "passives Investieren" ist auch das Interview von Christian W. Röhl mit Gerd Kommer sehenswert (Zitat: "Echtes passives Investieren im wörtlichen Sinne dieses Begriffs gibt es nicht - Passive investing does not exist!").

    https://www.youtube.com/watch?v=NIL4PNVe6bA


    Die Streuung des Fonds ist mit etwas mehr als 200 Positionen zugegebenermaßen nicht sehr groß - wahrscheinlich gibt es nicht mehr Aktien, die Qualitätskriterien von Invesco erfüllenen (zum Vergleich: der von finanztip empfohlene nachhaltige ETF von UBS LU0950674332 hat knapp 380 Positionen).

    Dafür ist die Performance des Invesco Global Active ESG mit über 20% pro Jahr in den letzten 5 Jahren mehr als 7% pro Jahr besser als sämtliche von finanztip empfohlenen ETFs.

    Saarländer, Tomarcy und Carbar gehen davon aus, einen Multifaktor-ETF mit preisgünstigeren einzelnen ETFs mit den entsprechenden Einzelfaktoren ersetzen zu können:

    Zitat

    Ich halte den SPDR ETF auf den er sich bezieht für ebenso gut, aber eben deutlich günstiger. Und mit einem beliebigen USA ETF und dem FTSE All-World ex US kann man sich ein US-klumpenfreies 2-ETF Portfolio für unschlagbare 0,09% TER bauen. Der Gerd Kommer ETF ist also exakt fünf mal so teuer. Selbst unter Hinzunahme eines dritten ETF wie bspw. eines Small-Value ETF wird es nicht bedeutend teurer. Wieviel beim Kommer ETF nun echter Mehrwert ist und wieviel wohl die "Brand" Gerd Kommer ausmacht, muss jeder für sich selbst beantworten.

    Zitat

    Die Ideen von Fama und French kann man übrigens spottbillig mittels eines Welt-ETF UND eines „Global Small Cap Value“ -ETF als Kombination bekommen.

    Zitat

    Wenn ich die Kommergewichtung mit in Deutschland erhältlichen Avantis ETFs nachbaue, brauche ich da 5 unterschiedliche ETFs..... In Summe bezgl. der TER natürlich billiger als beim Kommer, aber auch erheblich komplizierter in der langfristigen Balancierung.

    Statt diesem "Mixing" gibt es aber noch eine andere Art, einen Multi-Faktor-ETF zu konstruieren: das "Integrating":

    https://capinside.com/c/multi-faktor…schiede-auswahl

    Dabei muss jede Aktie in dem ETF gleichzeitig die Erfordernisse der gewählten Faktoren erfüllen, was den Aufwand in der Konstruktion solch eines ETFs natürlich erhöht.

    Gerd Kommer hat dieses "Integrierte Multifaktor Investing" sehr anschaulich im zweiten seiner drei Blog-Beiträge zum Thema Faktor Investing beschrieben:

    https://gerd-kommer.de/blog/integrier…ctor-investing/

    Kann es sein Traders Place nur eine Überweisung pro Tag erlaubt?


    Gestern Morgen habe ich Geld vom Zinskonto auf mein Verrechnungskonto überweisen.


    Dann wollte ich das Geld vom Verrechnungskonto auf mein Referenzkonto überwiesen.

    Das klappt nicht.


    Aber am Montag morgen wird dann das Geld überwiesen.

    Traders Place teilte mir vor einiger Zeit Folgendes mit:

    "Wenn Sie vor 13:30 Uhr von dem Verrechnungskonto auf das Zinskonto oder umgekehrt überweisen, dann erfolgt die Wertstellung taggleich, andernfalls verzögert."

    Das hatte ich zuerst ja auch vermutet, dass der Verkauf einer Position und der unmittelbare Kauf danach einer anderen Position die Überziehungszinsen verursacht hätten, dem war aber nicht so (beide Vorgänge hatten dasselbe Wertstellungs-Datum).

    Die Überziehungszinsen wurden durch die vorzeitige Verschiebung des Erlöses in das Zinskonto verursacht (wäre wahrscheinlich auch bei einer Überweisung zurück auf mein Referenz-/GIrokonto der Fall gewesen).

    Deswegen ist ein Geldmarktfonds auch nicht in allen Fällen als Notgroschen geeignet, da der Erlös aus einem (Teil-)Verkauf nicht unmittelbar zur Verfügung steht.

    Ich habe alles noch einmal nachgeprüft und sehe, dass die Überziehungszinsen nichts mit den geschilderten Vorgängen zu tun haben, sondern mit einem Verkauf einer Position vor einigen Monaten.

    Den Erlös hatte ich sofort (noch vor dem Wertstellungs-Datum) in das Zinskonto verschoben, womit das Verrechnungskonto ins Minus geriet - wieder was gelernt!

    Vor einigen Wochen habe ich in meinem Depot eine Position verkauft und von dem Erlös sofort eine andere Position gekauft.

    Beide Vorgänge haben dasselbe Valuta-Datum.

    Trotzdem wurden mir nun Überziehungszinsen berechnet, ist das gerechtfertigt? Den obigen Beiträgen zufolge eigentlich nicht, - auf die ich mich beim Kauf auch verlassen hatte.

    Hallo FinanztipUser,

    bist du noch in den Invesco ESG Faktor - ETF (IE00BJQRDN15 / A2PHJT) investiert?

    Auch ich habe keine weiteren Multi-Faktor-ESG/SRI-ETFs gefunden (nur einen wie mir scheint identischen von Invesco, aber mit Währungsabsicherung (IE00BJQRDP39 / A2PHJU).

    Und auch mir ist unklar, warum dieser aktive Fonds so niedrige Kosten hat.

    Ist dir bekannt, ob dieser ETF die "Mixing-" oder die "Integrating-Strategie" verfolgt?

    Laut rentenfuchs.info könnte im Rentenantrag in Zukunft die Frage nach der Hochrechnung möglicherweise wegfallen:

    Hochrechnung Ja oder Nein? - Schwierigste Frage im Rentenantrag soll wegfallen! - rentenfuchs.info
    Die bisher schwierigste Frage im Rentenantrag: Hochrechnung Ja oder Nein? Dies soll sich mit einem neuen Verfahren in Zukunft ändern!
    www.rentenfuchs.info


    Trotzdem würde ich gerne das bisherige Verfahren verstehen, das in folgendem Beitrag erklärt wurde:

    Hochrechnung beim Rentenantrag - rentenfuchs.info
    Hochrechnung ja oder nein? Diese Frage stellt sich beim Ausfüllen des Rentenantrags R0100. Alles Wichtige zur Hochrechnung in diesem Beitrag!
    www.rentenfuchs.info


    Im Antrag R0100 der DRV

    Antrag auf Versichertenrente (Rentenantrag)
    Formular R0100: Antrag auf Versichertenrente
    www.deutsche-rentenversicherung.de

    wird momentan unter 9.7.2 gefragt, ob das Arbeitsentgelt bis zum Rentenbeginn hochgerechnet werden soll [um die Auszahlung der ersten Rentenzahlung zu beschleunigen - es geht um die letzten Monate unmittelbar vor Rentenbeginn].


    Auf S. 21 des Antrags wird aber darauf hingewiesen, dass sich eine Hochrechnung in bestimmten Fällen negativ auf die Rentenhöhe auswirken kann.

    Dies sei u.a. der Fall, wenn "in den letzten 12 Kalendermonaten vor dem Hochrechnungszeitraum eine Entgelterhöhung lag".

    Dieser Punkt ist mir nicht klar: eine Entgelterhöhung vor dem Hochrechnungszeitraum würde doch durch die „Jahresmeldung“ bzw die „gesonderte Meldung“ bereits erfasst, oder?

    Es macht Sinn, dieses Formular auszufüllen, wenn du nicht willst, dass Anteile aus deinem Depot verkauft werden, um Gebühren und Steuern zu bezahlen.

    Wie erwähnt: wenn ein Konto flex besteht, kann die Steuer auf die Vorabpauschale nicht vom eigenen Girokonto eingezogen werden (auch nicht mit diesem Formular, wenn du es genau liest).

    Wie ebenfalls erwähnt, musst du sowohl Gebühren als auch Steuern selbst auf dein Konto flex überweisen.

    Eine jährliche Depotgebühr hat es schon immer gegeben; siehe finvesto.de/Beratung & Service/Downloads/Vertragsunterlagen: Bedingungen, Preise & Leistungen/finvesto Depot & Konto/zukünftig gültig Preis- und Leistungsverzeichnis Depot ab 1.7.2025.

    Dort siehst du, dass ein VL-Depot pro Kalenderjahr € 12,- kostet.

    Hier nochmal einige Infos und Klarstellungen, u.a. zum Thema „Abrechnung der Vorabpauschale“ / „Einzugsermächtigung“ (siehe dazu auch meine Nachrichten vom 28.11.2024 und 2.12.2024):

    Falls wie bereits erwähnt, mit dem VL-Depot automatisch auch ein „Konto flex“ eingerichtet wurde, kann die Steuer auf die Vorabpauschale nicht vom eigenen Girokonto eingezogen werden, sondern muss von diesem (wie die jährliche Depotgebühr) auf das Konto flex überwiesen werden (ggf. vorab mit einem Pauschalbetrag).

    Wenn das Konto flex nicht gedeckt ist, fallen Überziehungszinsen an.

    Ganz umsonst ist das Formular „Auftrag zur Abrechnung der Vorabpauschale“ auf der Seite von finvesto (unter downloads/Steuerliches) aber trotzdem nicht.

    In diesem Formular kann nämlich ein Kreuz gesetzt werden bei „Einzug der Vorabpauschale“, womit die Steuer dann vom Konto flex abgebucht wird; wenn das Formular nicht ausgefüllt wird oder das erwähnte Kreuz nicht gesetzt wird, werden Anteile des Fonds zum Begleichen der Steuer verkauft.

    Wer übrigens der Erhöhung des jährlichen Depotentgelts von € 10,- auf € 12,- ab dem 1.7.2025 noch nicht zugestimmt wurde, sollte dies bis 30.6.2025 tun, da die Geschäftsbeziehung laut finvesto sonst beendet wird (bei bereits bestehenden VL-Depots gilt das alte Depotentgelt auch noch für das Jahr 2025).

    Wer bei finvesto noch kein VL-Depot hat und bis 30.6.2025 noch eines eröffnet, profitiert für das Jahr 2025 noch von dem alten jährlichen Depotentgelt in Höhe von € 10,-/Jahr.

    Korrekturen und Ergänzungen:

    1) Die jährliche Depotgebühr für ein Depot, das nur für VL genutzt wird, steigt für bereits bestehende Depots ab 2026 von € 10,- auf € 12,- (Zustimmung erforderlich bis 30.6.2025).

    Für VL-Depots, die erst im Jahr 2025 neu eröffnet werden, gilt die neue Gebühr bereits ab 1.7.2025:

    https://banking.fnz.de/p/eoxpublic/rest/download-public-formular/getCustomerFormPdf/customerFormId/218/customerFormVersion/13

    2) Bei einem VL-Depot wird meist auch automatisch ein „Konto flex“ miteröffnet (auf das zB die jährliche Depotgebühr überwiesen werden kann); falls ein „Konto flex“ existiert, gilt mein Hinweis vom 28.11.2024 (Punkt 1) nicht, laut dem die Steuer auf die Vorabpauschale mittels Einzugsermächtigung vom eigenen Girokonto abgebucht werden könne.

    Wie bei der Depotgebühr muss also die Anfang jeden Jahres fällige Abgeltungssteuer selbst (auf das „Konto flex“) überwiesen werden, oder es wird schon davor ein ungefähr passender Betrag überwiesen, damit das Konto flex für die Steuer gedeckt ist.

    3) Wenn ein VL-Vertrag nach sieben Jahren frei verfügbar ist, zB am 31.12.2030, wird Ende 2030 ein Antrag auf Depotübertrag gestellt (Details siehe oben), mit dem Vermerk „Ausführungsdatum 1.1.2031“.

    Falls die letzten beiden links nicht funktionieren, hier der jeweilige Suchpfad:

    zu 1)

    (Einzugsermächtigung Vorabpauschale)

    finvesto.de/Beratung & Service/Downloads/Steuerliches/Auftrag zur Abrechnung der Vorabpauschale

    https://deref-web.de/mail/client/Ti…lar12799800.pdf

    zu 3)

    (Depotübertrag)

    finvesto.de/Beratung & Service/Downloads/Handeln/Depotübertrag/Auslieferung von Fondsanteilen

    https://deref-web.de/mail/client/TS…lar12122400.pdf

    "Ist ein VL-Vertrag nach 7 Jahren abgelaufen und frei verfügbar, sollte der Vertrag auf ein anderes persönliches Depot übertragen werden, damit kein höheres VL-Vertragsentgelt anfällt, denn das VL-Vertragsentgelt von € 10,-/Jahr gilt nur für einen laufenden VL-Vertrag, und wenn nur dieser als eine einzige Position im finvesto-VL-Depot liegt."

    Liegt neben dem laufenden Vertrag auch noch der davor liegende Vertrag im (siebten) Ruhejahr im Depot, fallen trotzdem nur € 10,-/Jahr Vertragsentgelt an.

    Wenn in einem neu eröffneten Depot noch keine Einzahlungen erfolgt sind, fällt auch noch kein Vertragsentgelt an.