Beiträge von fBerlin

    Sicherheit Volatilität und Flexibilität wird oft vermischt.

    Sicherheit ist, wenn man langfristig nach Inflation und und Steuern kein Geld verliert, sondern gewinnt.

    Wenn man Geld als Kaufkraft (und nicht als eine Zahl) betrachtet sind in diesem Sinn Tagesgeld, Geldmarkt usw. nicht wirklich sicher.


    Wenn ich für eine bestimmte Summe eine geringe Volatilität und eine hohe Flexibilität brauche ist bei kleinen Summen das Tagesgeld eine Alternative und bei größeren Summen ein Geldmarkt ETF.

    Der Xtracker Overnight Xtrackers II EUR Overnight Rate Swap LU0290358497 ist eine Alternative. Aber warum einen riesigen Swap ETF mit 22 Mrd. € investieren? Niemand weiß wie sich ein derartiger ETF in einer tiefen Krise verhält. Wie sicher sind die hinterlegten Sicherheiten? Theoretisch sollte es funktionieren.

    Deshalb gehe ich für den flexiblen Teil meines Depots in kurzlaufende Staatsanleihen.

    Xtrackers II Germany Government Bond 0-1 LU2641054551. Da ist mein Schuldner bekannt.

    Wenn der deutsche Staat nicht zahlen kann, wird er sich das Geld von seinen Bürgern holen.

    Ich kann auch auf ETF mit anderen Euro Staatsanleihen gehen und Frankreich, Spanien, Italien hinzunehmen. Dann bekomme ich hinter der Kommastelle etwas mehr Rendite, aber ob ich mehr Sicherheit bekomme ist fraglich.

    Ein Spezialfall ist wenn ich nicht flexibel sein möchte, sondern eine größere genau definierte Summe zu einem genau definierten Zeitpunkt braucht. Dann sind die Laufzeit ETF von Xtracker (Xtracker Maturity) oder iShares (ibonds) eine Alternative, die normalerweise etwas mehr Rendite erwarten lässt als die Tagesgeld oder Geldmarkt (nd gleichzeitig im Notfall täglich verfügbar ist. Im Extremfall von sehr stark steigenden Zinsen kann die Rendite kleiner sein, als im Geldmarkt.

    Wenn ich Rendite suche, suche ich nicht im Anleihenteil, sondern lege alles Geld, das ich nicht flexibel brauche zu 100 % in den Aktienmarkt.

    Der Vanguard ESG Global All Cap UCITS ETF - (USD) Accumulating beinhaltet die entwickelten Märkte, die emerging markets und auch die Small Caps. Also eine Art ESG Variante des SPDR MSCI All Country World Investable Market UCITS ETF (Acc).

    Er filtert kontroverse Firmen raus und wichtet aber ansonsten nach Marktkapitalisierung und führt keine neue Wichtung ein. Für das Filtern werden teilweise Schwellwerte angesetzt (z.B. 5% ) . Dies hat den Effekt, dass einige Anleger den ETF nicht grün genug finden, da es Firmen gibt, die z,B. 4 % ihres Umsatzes in kontroversen Feldern machen. Die wirklich kontroversen Firmen bleiben aber draußen.

    Dies hat aber den Vorteil, dass der ETF Stand heute 5757 Positionen hat und den Weltaktienmarkt inclusive Small Caps abbildet. Für mich ist es dass beste ETF Produkt am Markt.

    Der Xtrackers MSCI AC World Screened UCITS ETF 1C ISIN IE00BGHQ0G80 ist auch ein gutes Produkt. Er enthält aber keine Smallcaps und filtert teilweise nicht so streng wie der Vanguard.

    Bei Xtrackers stehen auf der Webseite weit unten unter "Engagement des Fonds" die wirklich interessanten Felder, die man aber erst aufklappen muss um an diese Infos zu kommen.

    Ich stimme Sovereign und Gerd Kommer zu, dass Deutschland ein erhebliches Klumpenrisiko darstellt.

    Wer hingegen schreibt

    Naja…“Angst fressen Seele auf“….

    Wenn man nicht mal den Mut hat, sich ein gestaffeltes Anleihen-Depot mit Anleihen der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Bayern zu zulegen….schwierig…

    hat nichts aus der Geschichte gelernt.

    "Mit Spareinlagen sind Anleger mehrfach schlecht gefahren. In der Hyperinflation 1923 und bei der Nachkriegs-Währungsreform 1948 schmolz das Ersparte der Deutschen jeweils auf einen Bruchteil zusammen." (Zitat Wirtschaftswoche)

    Aktuell: Vor der Wahl hat man sich zur Schuldenbremse bekannt und nach der Wahl wird eine Schuldenorgie ermöglicht. - deren Rückzahlung völlig offen ist....

    Wenn man vorgesorgt hat (z.B. internationale Aktien, Staatsanleihen (auch deutsche) Mietimmobilien in Deutschland), dann braucht man für den Ruhestand auch risikoarme Assets außerhalb Deutschlands. Dies (glaube ich) meint Gerd Kommer in seinem Blogbeitrag.

    (besonders wichtig ist dies, wenn man z.B. als Unternehmer keine Leistungen aus der gesetzliche Rente bekommt - aber auch die gesetzliche Rente hängt am Wohl von Deutschland))

    Die risikoarmen Assets können nicht Staatsanleihen von Staaten sein, die viel höher verschuldet sind als D (USA, Japan.....). Auch spanische, italienische Anleihen halte ich für keine gute Idee.

    Eine gute Idee wären vielleicht Eurostaatsanleihen der Schweiz, Norwegen, Niederlande..... (aber dafür kenne ich kein Produkt.)

    Eine andere gute Idee kurzlaufende Unternehmensanleihen von erfolgreichen internationalen Unternehmen hoher Bonität - und da sind wir beim Klumpenrisiko von Banken und bei der Suche nach geeigneten Produkten

    Den von Gerd Kommer empfohlenen L&G Corporate Bond ex-Banks IE000YMQ2SC9 gibt es erst seit einigen Monaten. Das Konzept finde ich gut, aber wenig Umsatz, hoher Spread auch auf Xetra und Tradegate....) - Ich hatte eine erste Position gekauft.

    Ich suche wegen der Ansteckungsgefahr bei den Banken alternative ETF mit kurzlaufenden Unternehmensanleihen hoher Bonität mit einem geringen Anteil von Banken...

    (Also eigentlich was dieser L&G genau macht)

    Falls Ihr alternative Vorschläge, habt bin ich dankbar.

    Kurzlaufende deutsche Staatsanleihen sind sicher der wichtigste / größte Teil im Anleihen Teil meines Depots. Dies ist auch ein Klumpenrisiko, da alles außer Aktien mit Deutschland zu tun hat. Wenn man im Ruhestand ist, muss der sichere Teil wirklich sicher und gestreut sein. Zur Streuung sollen Unternehmensanleihen beitragen.

    Banken sind nun mal eine Branche mit sehr geringen Eigenkapital und sehr hohen Schulden...

    Gerade bei Bankenkrisen sehe ich auch eine hohe Ansteckungsgefahr.

    (Im Gegensatz zu anderen Branchen)

    Die meisten Unternehmensanleihen ETF haben Bankenanteile von mehr als 40%

    Der ishares Ex Banks ETF hat leider Laufzeiten bis 5 Jahre.

    Der BNP Paribas Easy EUR Corporate Bond SRI PAB 1-3Y UCITS ETF ( A2PP8B) hat laut JustETF ein Vermögen von 2 Mrd. €. Man findet wenig über die Zusammensetzung. Bei Eulerpool habe ich die größten 150 Anleihen aufsummiert und komme auf 13 % Bankanteile

    Habt ihr mehr Infos zum BNP Paribas Produkt?

    Hallo Sparkönigin,

    Vielen Dank für Deine Beiträge. Sie führen wieder zum eigentlichen Thema dieses Forums der Geldanlage zurück. Natürlich kaufe ich mit der Aktie ein kleines Stück eines Unternehmens und profitiere von den Gewinnen des Unternehmens. Jeder muss für sich selbst entscheiden, ob mit seinem Eigentum Maschinen zum Töten von Menschen produziert werden sollen. Dies ist aber nicht das Thema des Forums. In diesem Forums geht es um die Frage: Wie finde ich Produkte´, die dies ausschließen oder zumindest stark reduzieren. Ich kann Cosumer Staples, Healthcare ETF oder bestimmte Fonds mit aktiven Management investieren - immer eine sehr starke Reduktion der Diversifikation. Die von Dir genannten SRI sind auch eine Reduktion der Diversifikation aber eine gute Alternative zu meinen Vorschlägen. Larry Fink (der Chef von Blackrock) hatte wegen seines ESG Engagements sehr viel Gegenwind verbunden mit Rücktrifftsforderungen. Während vor 2 Jahren noch Waffen bei den ishares SRI eindeutig ausgeschlossen waren - ist es jetzt nicht mehr so eindeutig / leicht zu finden. Bei MSCI ist es auch schwierig Informationen diesbezüglich zu finden.

    Es ist sehr schwer entsprechende Produkte zu finden. Faire Fonds ist ein Ansatz (leider etwas unübersichtlich keine Trennung nach Aktien / Anleihen, ETF Gruppen), Ecoreporter sehr eingeschränkt, Finanzfluss hat Filter wirklich einfach ist es leider nicht. Ich bin für alle Tipps für die Suche nach passenden ETF (breit diversifiziert mit keinen Waffenproduzenten oder einem sehr geringen Anteil von Waffenproduzenten) dankbar.

    Viele Diskussionsbeiträge gehen am Thema vorbei:

    Die Frage war ETF ohne Rüstungsindustrie.

    Die Frage muss sich jeder Anleger selbst stellen: Möchte er an Produkten, die zum Töten von Menschen geschaffen wurden, Geld verdienen. Es war nicht die Frage ob es strengere ESG Produkte mit einer besseren CO2 Bilanz gibt. Es war auch nicht die Frage ob Soldaten Turnschuhe von Adidas tragen. Apple/ Microsoft Produkte werden sicher an vielen Stellen im Militär eingesetzt - deshalb ist Apple / Microsoft kein Rüstungsunternehmen, das hauptsächlich von der Produktion von Waffen lebt. Seit mehr 2000 Jahren führen immer die Guten gegen die Schlechten Krieg. Mit Begeisterung haben wir 1914 gegen Frankreich und England gekämpft. 1939 haben wir die "Untermenschen" bekämpft. Der letzte größere Krieg war der amerikanische Angriff auf den Irak. Heute ist Krieg für viele ein Computerspiel oder eine Hollywood Film bei der immer der Gute gewinnt. Der Krieg ist nie unendliches Leid für die Herrführer egal ob sie der Kaiser, Hitler, Bush oder Putin heißen. Der Krieg ist aber unendliches Leid für das Volk, dass vom Krieg betroffen ist, für Ukrainer und Russen. Wenn man an diesem Leid nicht verdienen möchte, und gleichzeitig breit diversifiziert anlegen möchte, muss man lange suchen.

    Folgende ETF schließen die Rüstungsindustrie aus:

    Vanguard ESG Global All Cap UCITS ETF - USD ACC ETF (IE00BNG8L278)

    Er schließt die Rüstungsindustrie aus und bildet die gesamte Welt inklusive Entwicklungsländer, Großunternehmen wie die Kleinunternehmen ab (5857 Unternehmen).

    Er ist also viel breiter aufgestellt als der MSCI World – für mich der beste ETF überhaupt

    Eine Alternative ist der Xtrackers MSCI AC World ESG Screened UCITS ETF (IE00BGHQ0G80).

    Er bildet auch die Industriestaaten und die Entwicklungsländer ab aber nicht die SmallCaps.

    (Mehr als 2000 Unternehmen)

    Beide ETF sind deutlich besser von der Diversifikation als der MSCI World und enthalten keine Rüstungsunternehmen