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    Grundsätzlich sieht es so aus, dass es in Deinem Alter sinnvoll ist, den Vertrag zu kündigen und schnellstmöglich zu vergessen. Schlechten Entscheidungen sollte man auf keinen Fall noch Geld hinterherwerfen.

    Solltest Du die Auszahlung noch in diesem Jahr erhalten, kannst Du das in ein Depot Deiner Wahl in einen Welt-ETF investieren und hast zumindest mit diesem Guthaben schon einmal eine Verbesserung vorgenommen. Das Altervorsorgedepot kann noch eine gute Möglichkeit für eine Aufstockung der gesetzlichen Rente werden. Da sollte man aber noch abwarten, bis im kommenden Jahr die Vertragsgestaltungen alle bekannt sind.

    Steuerlich sieht es schlecht aus; soweit ich weiß, lassen sich derartige Verluste mit nichts verrechnen und sind somit Lehrgeld. Allerdings bin ich auch kein Steuerfachmann, somit natürlich eine Aussage ohne Gewähr ;)

    Wenn ich es richtig verstanden habe, läuft das Haus auf Deinen Namen und ihr seid nicht verheiratet.

    Ein Gemeinschaftsdepot kann sehr schnell dazu führen, dass ihr in eine Steuerproblematik in Bezug auf Schenkungen hinein lauft. Daher bin auch ich für getrennte Konten.

    Ich bin kein Steuerfachmann, aber entsteht das Thema Schenkung nicht auch dann, wenn z.B. er auf ihr Depot einzahlt? Der Gedanke (als Ausgleich z.B. für Haushalts- oder Carearbeit) wird ja auch hier und da mal in den Raum geworfen.

    Meine Partnerin und ich haben ebenfalls ein Haus (das uns allerdings beiden je zur Hälfte gehört) und abgesehen von einem Gemeinschaftskonto für die laufenden Kosten auch komplett getrennte Finanzen.

    Targobank Gold-Karte
    59€ Jahresgebühr
    1% Cashback, auf 100€ im Jahr limitiert

    d.h. bei nur 5.900€ im Jahr ist die Karte kostenlos


    Da kommen wir tatsächlich zum einzigen Punkt, der mich noch bei Trade Republic hält; deren Visa Debitcard kostet nix (außer einmalige Preise für physische Karten), hat 1% Cashback, auf 15 EUR pro Monat und somit 180 EUR pro Jahr limitiert.

    Für die Anwendungsfälle, bei denen eine echte Creditcard erforderlich ist, habe ich noch die Hanseatic Genialcard, ebenfalls kostenlos.

    Einen Faktor, der hier in meinen Augen noch gar keine Erwähnung gefunden hat, möchte ich noch erwähnen, da er eine gewisse Relevanz hat. Abgesehen von den laufenden Kosten, Abschlusskosten und Opportunitätskosten, die ein Bausparer so mit sich bringt, kommt neben der Sicherheit des Zinssatzes auch eine weitere Sicherheit; nämlich eine relativ hohe Tilgungsrate. Prüfe diesbezüglich einmal die Konditionen Deines Bauspartarifs; da kann manchmal eine böse Überraschung lauern, wenn dann nach Ende der Zinsbindungsfrist des ersten Darlehens und mit Auszahlung des vermeintlich günstigen Bauspardarlehens in einem Zug die zu zahlende Rate spürbar ansteigt.

    Hintergrund wird sicher sein, dass die Bausparkasse auch nicht den Plan hat, über lange Zeiträume einen Zins unter den Marktkonditionen anzubieten. Somit wollen die Dinger schnellstmöglich loswerden... Und wenn man dann die ganzen Werte (also Kosten und Zinsdifferenz) in EUR rechnet, versteht man auch, warum Bausparkassen auch im jetzigen Umfeld ziemlich entspannt noch Zinsen von effektiv rund 2% anbieten können.

    Leider habe ich selbst dieses ganze Konstrukt auch erst zu spät durchdrungen und damit schon einiges an Lehrgeld bezahlt. Meine eigene Immo-Finanzierung läuft aber einfach auf einem Annuitätendarlehen und ohne Bausparer. Sondertilgungen sind möglich (aufgrund meines niedrigen Zinses aber nicht sinnvoll) und ich spare parallel über ETFs (das muss jeder für sich selbst entscheiden, da kann z.B. auch Fest- oder Tagesgeld die passende Variante sein) an, so dass ich nach Ablauf meiner Zinsbindung entspannt entscheiden kann, wie es weitergeht. Von der Panikmache der steigenden Zinsen sollte man sich nicht verrückt machen lassen; ein Bausparer federt davon weniger ab, als man auf den ersten Blick denken würde.

    Da Du ja schon eigene Erfahrungen mit der neuen Sofortorder gemacht hast: Hast Du die Kurse mit den Marktpreisen zum Ausführungszeitpunkt verglichen? Wenn ja, waren die im Rahmen (man kann ja leider kein Limit setzen)?

    An der Stelle hänge ich gern nochmal zwei weitere Order an, einfach um die Prüfmenge zu erhöhen ;)


    Betrifft WKN A1XEY2:


    Betrifft WKN A1XB5U:


    Mir erscheinen beide Kurse angemessen, die sonst anfallenden Ordergebühren hätte ich nur per Limitorder (und Ausführung zu einem anderen Zeitpunkt) reinholen können..

    Bin inzwischen auch komplett bei Scalable.

    Damit kann ich dann auch den Wertpapierkredit nutzen und habe leicht gehebelt. (30%). Würde ich auch beim nächsten Dip nutzen. Mit Prime gerade bei 3,49% (Niedriger als Baunzins aktuell)


    Diese Gedanken hatte ich auch schon hin und wieder... aber was passiert denn, wenn man beispielsweise den von Scalable gestellten Kreditrahmen bis zum Anschlag ausreizt und die Märkte sich weiter nach unten entwickeln?

    Dann müsste nach meinem Verständnis das Depot an Wert verlieren und sich somit auch der Kreditrahmen reduzieren. Wird dann der Überschuss sofort fällig? Das sind so Fragen, die mich noch von dieser Taktik fernhalten...

    Also ich habe für mich festgestellt, dass es ein sehr großer Hebel ist, wenn man sich alle laufenden Kosten mit einer Person (die ein eigenes Einkommen hat) teilt. Alle gemeinsamen laufenden Kosten halbieren sich, Urlaube werden pro Person günstiger...

    Ist aber natürlich auch einfacher gesagt als getan, jemand passendes zu finden...

    Beim Übertrag von Guthaben vom Scalable Tagesgeld auf mein Girokonto konnte ich heute zum ersten Mal einen Schieber für die Echtzeitüberweisung aktivieren. Hat auch wunderbar innerhalb von Sekunden funktioniert.

    Wenn also jemand mit dem Gedanken spielt sich bei Scalable.Capital anzumelden und es bisher an dieser Funktion gescheitert ist, dann kann die Person jetzt einen Haken daran machen.

    Für mich persönlich war es der vorletzte Baustein, warum Scalable stärker unterwegs ist als Trade Republic. Fehlt nur noch eine Karte mit Cashback (oder Saveback wie bei TR)...

    😉

    Ich weiß nicht, was Du mit "Künstlicher Verengung" meinst; selbstverständlich ist das Forum offen für alle. Es hat mich einfach nur überrascht, wollte ich damit zum Ausdruck bringen... Nicht mehr und nicht weniger.

    Dafür gab es aber keine staatliche Förderung, oder?

    Hier wurde schon mehrfach die Förderung erwähnt; ich hätte nicht gedacht, dass ein relevanter Anteil der Forenuser in dieser Einkommenshöhe unterwegs ist. Ist das jetzt nur ein falscher Eindruck? Ich selbst bekomme schon seit vielen Jahren keine Arbeitnehmersparzulage mehr, weil ich (als Unverheirateter in Stkl. 1) über der Einkommensgrenze liege.. bin gespannt auf Eure Antworten!

    Es kommt auf den Bausparvertag an. Wir haben einen Uralt Vertrag, der mit Bonus auf 4,5% Verzinsung kommt (die Bausparkasse versucht zwar seit Jahren, uns loszuwerden, aber da gehen eisern die 6,65 vom AG rein, bis kurz vor Erreichen der Bausparsumme unter Darlehensverzicht aufgelöst wird). Das dürfte aber in der Tat die Ausnahme sein.

    Wenn er keine Abschlussgebühr und keinen jährlichen Preis ("Kontoführung" oder sowas) hat, stimme ich Dir zu. Wobei der Bonus sich oft nur auf die Jahressparleistung bezieht und daher die Gesamtverzinsung nicht so stark anhebt, wie man das gerne lesen würde. 😉

    Meine VL laufen in mein sowieso schon vorhandenes DEKA Depot. Ja, die Fonds sind nein Tick teurer als ETFs, aber das macht in EUR nicht wirklich viel Unterschied und es gibt keine extra Gebühren, außer bei vorzeitiger Kündigung. Und die DEKA wird es aller Voraussicht nach auch noch in 40 Jahren geben.


    Für mich sind die VL ein Geschenk des Arbeitgebers und in Aktienfonds gut investiert. Dafür, dass viele Menschen das verfallen lassen oder in irgendwelche Bausparverträge einzahlen, nehme ich die paar EUR Mehrkosten im Vergleich zu einem ETF gern in Kauf. 🤷🏻‍♂️

    Ein guter Portfolio-Tracker muss für mich zwingend die Möglichkeit haben, sich die Einstandskurse von den Brokern zu holen und die aktuellen Kurse selbst zu ermitteln. Wenn ich das alles manuell machen muss, brauche ich kein Tool, sondern nur eine Excel-Tabelle.

    Interessant finde ich persönlich noch, die Aufteilung der Länder/Branchen/Anlageklassen (also auch Large-/Mid-/Smallcaps, developed/emerging markets) über das gesamte Portfolio, oder gern auch in Abhängigkeit der von Dir erwähnten 3 Töpfe, hinweg zu überblicken, um möglicherweise ungewollte Klumpenbildung zu vermeiden.

    Ich hab eine sehr alte bAV aus Ausbildungstagen, die ich während des Studiums mit Eigenbeiträgen fortgeführt habe. Als dann später die Riesterreform kam bot es sich an in diesem Vertrag Riester zu sparen. Mit versteuertem und krankenversichertem Geld in einem neuen Tarif aber innerhalb der Pensionskasse. Ich habe jedes Jahr den Zuschlag und die Steuerfreibeträge abzüglich Zuschlag bekommen.

    Also mir ist auch kein Konstrukt bekannt, das eine bAV und Riester unter einen Deckel packt. Meine Vermutung geht daher eher in die Richtung, dass zwei (oder sogar 3?) Verträge existieren und einer/zwei davon ruht. Das sollte aber aus Vertragsunterlagen und Standmitteilungen hervorgehen.

    Der Abschluss fand ja vermutlich über einen Berater/Makler statt, so dass der Ansprechpartner sicher mehr Licht in's Dunkel bringen kann..