Beiträge von elijah2807

    Natürlich ist das eine Werbeprämie. Aber die muss halt auch irgendwann mal wieder verdient werden...

    Und eine Bank kann immerhin mit einer relativ guten Präzision berechnen, dass Sie irgendwann Ihr Depot, Ihre Baufinanzierung oder sonst irgendwas bei der Bank machen, woran die Bank dann wieder Geld verdient.

    Ob Cashboard das so kann, weiß ich nicht.

    Hallo @Moses,

    wenn Sie so an Aktien heran gehen, dann sollten Sie nicht in Aktien investieren.

    • Es gibt nicht den optimalen Zeitpunkt - zumindest kann man den nicht in Vorhinein bestimmen. Teilen Sie Ihr Geld in 5, 6 oder 10 Tranchen auf, die Sie nach und nach alle zwei mOnate oder so investieren. Dann gewöhnen Sie sich an das tägliche Auf und Ab und die Wahrscheinlihckeit, dass Sie den falschesten Zeitpunkt erwischen, sinkt
    • Natürlich können Ihre Aktien auch über Jahre im Minus stehen. Darum sagt man ja auch dass man in Aktien nur investieren soll, wenn man das Geld 10 Jahre lang nicht braucht. Dividendenaktien entschädigen einen immerhin noch mit einer Dividende, die einen Teil des Minus wieder kompensiert
    • Kein Mensch kann Ihnen sagen, ob "die Einzelwerte" aufgeblasen sind. Wenn Sie nach Ihrer persönlihcen Analyse eine Aktie für überbewertet halten, dann kaufen Sie sie halt nicht. Was ist denn "normal"? Das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis im DAX liegt derzeit nicht wesentlich über dem langjährigen Durchschnitt. Die Kurse sind auch hoch, weil viele Unternehmen derzeit einfach auch sehr gutes Geld verdienen. Die Frage ist, ob Sie - und die anderen Investoren - glauben, dass das so weiter geht.

    Sie "sollen" gar nichts. Sie sollten das machen, was für Sie richtig ist und sich für Sie richtig anfühlt. Mein Eindruck ist, dass es Aktien nicht sind. Natürlich sind Dividendenaktien über die letzten 50 Jahre eine Anlageform mit einem guten Rendite-Risiko-Verhältnis. Aber wenn Sie nicht gut schlafen, wenn Ihr Depot 20% im Minus steht, dann Finger weg von Aktien.

    Hier im Forum bekommen Sie Tipps darüber, wie andere Leute die Situation sehen. Was für mich funktioniert, muss für Sie noch lange nicht das Richtige sein.

    Viele Grüße,
    Elias

    PS: Wenn Sie es doch machen wollen: Bei 200.000 Euro würde ich ein bißchen breiter streuen als nur 11 Titel. 5.000 pro Einzelaktie, da haben Sie schon ein schön breit aufgestelltes Portfolio.

    Hallo,

    das war bevor Cashboard gelauncht wurde - damals hieß das Refined Investment und wollte algorithmisches Trading für Privatanleger zugänglich machen.

    Ist also nicht das gleiche Produkt. Aber ich frage mich auch, wie die mit einem Produkt was 2% + X macht die 3% Werbebonus (150 / 5000) wieder reinholen wollen...

    Cheers
    Elias

    Wir haben uns mit dem Thema beschäftigen müssen, als ich meine Gesellschaft gegründet habe. Als Gesellschafter haben meine Mitgesellschafter und ich natürlich ein begründetes Interesse daran, dass ein privater Rosenkrieg nicht auf das Unternehmen durchschlägt. Und um das zu vermeiden ist eine von den gesetzlichen Regeln abweichende Vereinbarung notwendig...

    Exakt so ist es.

    Vielleicht sollte man dazu sagen, dass die Rollen sich im Laufe der bald 15 Jahre, die wir nun zusammen sind mehrfach gewechselt haben - erst beide im Studium, dann meine Frau gearbeitet, ich Student, dann beide gearbeitet, aber ich mehr verdient, dann hat meine Frau noch ein Abschluss gemacht, da war dann ich Alleinverdiener, dann wieder beide gearbeitet, jetzt ich Gründer und sie Alleinverdienerin...

    Da wir uns immer gegenseitig den Rücken freigehalten haben, wenn der andere es brauchte oder damit der andere seine Träume verfolgen konnte - der zusätzliche Abschluss meinre Frau, meine Unternehmensgründung - haben wir das festgelegt, dass das im Nachhinein nicht anders sein soll. Hat sich für uns beide richtig angefühlt.

    Ja, genau so ist das bei uns - allerdings geht es bei unseren Regelungen eher um Vermögen als um laufendes Einkommen. Aber der Großteil des Vermögens ist natürlich durch das gebildet worden was beim höheren Einkommen hängen geblieben ist.

    Details behalte ich jetzt mal für mich ;)


    Ersatzlose Abschaffung des Ehegattensplitting würde übrigens schnell das BVerfG auf den Plan rufen, da aus der Ehe ja auch ein Versorgungsanspruch resultiert, den dann wiederum der Staat nicht zu erfüllen braucht. Insofern gibt es durchaus gute Argument für eine steuerliche Besserstellung der Ehe - ob sie so ausgestaltet werden muss, dass sie das 100/0-Prinzip befürdert steht natürlich auf einem anderen Blatt. Vielleicht findet man ja eine bessere Lösung...

    Leider sind da viele Leute gebrannte Kinder - zu oft hörte man von Beratern, die sehr suggestiv und überzeugend aber letztendlich einseitig, falsch oder zum Schaden des Kunden "beraten".

    Sollte bei Honorarberatern weniger der Fall sein, aber viele schütten dann das Kind mit dem Bad aus und sagen dass alle nix taugen. Insofern gehen dann viele in die Totalverweigerung - alles was "Berater" am Anfang oder am Ende des Titels hat wird abgelehnt.

    Hallo @TOM10

    willkommen im Forum.

    In der Frage schimmern ein paar Sachen durch, die in Bezug auf Aktien sehr gefährlich sind:

    • Kurzfristigkeit: Acht Monate sind nichts. Die Frage ist nicht: Wie steht mein Portfolio nächstes Jahr da? Sondern in 10,12 15 Jahren... Und wenn Sie nicht an 10 Jahre oder mehr denken, sind Aktien das falsche Anlageprodukt.
    • Aussagen über die Zukunft aus der Vergangenheit ableiten: Es gibt vermutlich wenige Aktienfonds auf der Welt, die in den vergangenen acht Monaten NICHT gut gelaufen sind. Daraus abzuleiten, dass das genauso weitergehen wird, ist fahrlässig. Wer weiß was Trump als nächstes aus dem Hut zaubert oder was bei den Wahlen in FR, NL und DE dieses Jahr passiert. Ob es nächste Woche einen großen Terroranschlag gibt? Dann ist die vergangene Performance ganz schnell genau das: Vergangenheit. Aber alle diese Ereginisse sollten Ihnen in Hinblick auf Ihr Portfolio egal sein, weil sich die Lage in zehn Jahren hoffentlich beruhigt hat.
    • Abwesenheit eines Zieles und einer Strategie: Was ist das Ziel Ihrer Anlage in Aktien? Altersvorsorge? MIt 30/40/50 genug F*ck You Money zu haben um dem Chef mit dem nackten A.... ins Gesicht springen zu können? Den Kinden was hinterlassen? Was ist das Ziel?
      Die Strategie ist der Weg auf dem Sie dieses Ziel erreichen. Wenn Sie ein Ziel und eine Strategie hätten, dann müssten Sie die Frage nicht stellen, sondern würden die Antwort kennen. Denn wenn ein Einmalkauf Sie Ihrem Ziel näher bringt, dann würden Sie es machen. Wenn nicht, dann halt nicht...

    So, und nach dieser Moralpredigt (sorry!) als konkrete Antwort auf die Frage:
    Wenn Sie das Geld nicht brauchen (wirklich nicht, auch in 3, 5 oder 8 Jahren nicht) und sich damit wohlfühlen, dann investieren Sie es. Niemand kann Ihnen sagen, ob der MSCI World kurzfristig weiter steigt oder morgen 25% runter geht. Aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Sie in 10 Jahren mit dem Kauf einen guten Schnitt gemacht haben werden.

    Beste Grüße,
    Elias

    Diese Möglichkeit haben Sie immer. Wenn es sein muss ist Ihr Depot in ein paar Minuten liquidiert, die Sparrate gestoppt und das Geld einen oder zwei Tage später auf dem Konto.

    Klar können Dinge geschehen, die das notwendig machen. Und niemand verbietet Ihnen irgendwann in drei Jahren Ihre Gewinne mitzunehmen und Sie in ein Häuschen oder ein Boot oder eine Comicfiguren Sammlung zu stecken. Sie sollten aber nicht mit dieser Möglichkeit planen - denn es ist hundertfach erwiesen, dass kurzfristiger Aktionismus nach dem Motto - rin inne Kartoffeln, raus ausse Kartoffeln - gerade bei Privatanlegern dazu führt, dass sie sich die Rendite kaputt machen.

    Dazu empfehle ich das Buch "The Behavior Gap" - gibt es auch auf Deutsch, einfach mal googlen.

    Viele Grüße,
    Elias

    PS: Eines noch - das ist jetzt Wortklauberei, aber Ihr angezeigter Depotstand ist kein "Guthaben" im klassischen Sinn. Daher sollten Sie ihn auch nicht so betrachten - nach dem Motto: Ich hab ja noch 10.000€ Guthaben im Depot. Bei einem Depot handelt es sich um eine Verwahrstelle für Wertpapiere, kein Konto. Für diese Wertpapiere wird zum Zeitpunkt zu dem Sie verkaufen möchten ein Preis festgestellt. Sie haben nur Anspruch auf die Papiere, nicht auf genau den Wert der Ihnen heute in Ihrem Onlineportal angezeigt wird. Diesen Unterschied muss man sich immer klar machen. In der Realität wird der ermittelte Preis sehr nah an dem sein, was Ihnen angezeigt wurde - aber das muss nicht so sein.

    Ich vermute, dass @MrSpeedy mit 2 Kindern wohl kaum 200€ im Monat für langfristige Geldanlage übrig hätte, wenn sein Einkommen unter dem Steuerfreibetrag läge. ;)

    Insofern vermute ich, dass der Sparerfreibetrag gemeint ist. Da einfach entsprechende Freistellungaufträge bei der Bank hinterlegen, dann sollte auch keine Kapitalertragsteuer abgezogen werden. Und bei 100€ Sparrate dauert es eine ganze Weile bis wir da in Ausschüttungs-Größenordnungen kommen wo man sich um den Sparerfreibeträge Gedanken machen muss...

    So, und jetzt beruhigen wir uns mal alle wieder und kehren zu dem umgänglichen, freundlichen und wir-führen-hier-keine-heiligen-Kriege-wie-in-anderen-Foren-Umgangston zurück, für den wir alle dieses Forum hier schätzen. Und da gehören despektierliche Verballhornungen des Usernamens sicher nicht dazu, mein lieber @Oekonom

    Die Frage von @my2cents wurde glaube ich hinreichend beantwortet:

    • Ganz sicher sind nur Bundesanleihen, Festgeld und Tagesgeld, die bringen derzeit halt nix ein
    • Aktien, breit gestreut, sind über den Zeitraum eine Alternative, die mehr Rendite erwarten lässt, aber natürlich verbunden mit mehr Risiko
    • Immobilien könnten ebenfalls eine Alternative sein. Der Vorteil ist, dass man sie hebeln kann, und damit eine vernünftige Rendite erzielen kann. Aber risikofrei sind sie auch nicht, und sie machen Arbeit.

    Alles weitere muss @my2cents mit sich selbst und vielleicht noch seinem Partner / seiner Partnerin ausmachen.

    Beste Grüße,
    Elias

    PS:
    Und als kleine, bitte nicht ganz ernst zu nehmende Retourkutsche:
    Frage: Wie kann man feststellen, daß ein Oekonom lügt?
    Antwort: Wenn sich seine Lippen bewegen.

    PPS: Bin übrigens selber Volkswirt.

    Was spricht dagegen das Ganze in eine Immobilie, z.B. ein Mehrfamilienhaus oder eine Handvoll Wohnugen zu investieren?

    Wenn es nicht gerade München sein soll kann man 200.000 schon als ganz ordentliches Eigenkapital für ein Haus mit 4 oder 6 Parteien nutzen.

    Natürlich ist auch das nicht absolut sicher, aber mit 4-6 (oder mehr) Wohnungen haben Sie schon ein bißchen Risikostreuung und Sie haben den gewünschten monatlichen Cash Flow.


    Coupa IPOs — and Pops
    There was another successful tech IPO last Thursday. From the Wall Street Journal:

    Shares of Coupa Software Inc. more than doubled in their stock market debut, lifting the company’s market capitalization to more than $1.5 billion and marking the latest billion-dollar tech company to make a splash going public.


    Last week data-center infrastructure company Nutanix Inc. also pulled off an IPO with a market cap twice as rich as investors made it in its last private valuation. Together, the Nutanix and Coupa deals gives late-stage investors confidence that high valuations can still be profitable if those gains hold.


    [...]. Coupa Software, whose software tools help businesses manage spending, had priced its shares at $18 apiece on Wednesday night, at the high end of its expected range of $16 to $18. Shares opened on the Nasdaq at $35, then rose as high as $41.61 in the first hour of trading, eventually closing at $33.28.

    [...].

    Anyhow, like Nutanix, Coupa's stock popped in a big way, leading to the usual outrage on Twitter that banks were unfairly enriching themselves and their clients at the startups' expense and demands that the system change. That, though, is quite unlikely to happen — and it's not clear that startups would be better off if it did.

    Why (Most) IPOs are Under-Priced
    First off, there has been a lot of (inconclusive) academic research into IPO underpricing, which is usefully summarized in this New York Times DealBook column. The theory with the most empirical support is basically "lemon theory":

    The information asymmetry theory assumes that the I.P.O. pricing is a product of information disparities. This theory takes a variety of forms, but the most influential one was put forth by Kevin Rock almost a quarter-century ago. He theorized that uninformed investors bid without regard to the quality of the I.P.O. Informed investors bid only on the offerings they think will gain superior returns. But with weak I.P.O.’s only uninformed investors will bid and lose money. The losses are so great that the uninformed investors will eventually leave the I.P.O. market…The underwriters, however, need the uninformed investors to bid since informed investors do not exist in sufficient number. To solve this problem, the underwriter reprices the I.P.O. to bring in these investors and ensure that uninformed investors bid. The consequence is underpricing.

    The whole article is worth a read, but what I am more interested in is why there is very little movement to change matters and, as long time Stratechery members might suspect, this leads me to incentives.

    Under the current IPO system there are four relevant actors when it comes to IPO pricing: the company's managers, the company's shareholders (which obviously overlap with the managers), the investment bank, and institutional investors who are invited to bid on shares in what's known as the "book-building" process. Looking at the incentives of each of these actors is, I think, pretty illuminating as to why "pops" are the norm:

    • The company's managers receive a massive amount of benefit from a stock "pop": first and foremost, a "pop" builds a very positive narrative about the company's prospects and gives a big cushion for the first several earnings calls. In addition, a "pop" is very good for morale: remember, employees can't sell for 180 days until after the IPO, so they care about the actual stock price, not the IPO offering price. On the flipside, an IPO that is overpriced is disastrous for management: the company is immediately under immense pressure to deliver on quarterly earnings, and it is much more difficult to take advantage of one of the big upsides of being public — using stock for acquisitions (I think this is one reason why Facebook didn't buy Waze; whether that would have been a good move is a separate discussion).
    • Stockholders also benefit from a stock pop. Remember, only a very small portion of stock is made available in an IPO (usually around 10%). Many investors continue to hold stock after the IPO, which means they are in fact the biggest beneficiaries of a "pop". And, on the flip-side, a stock that is flat or under pressure hurts those held shares.
    • It is the investment bank that is arguably most in the middle here: on the one hand, they receive a commission for the IPO, which theoretically incentivizes them to push for higher pricing. Plus, the bank in question wants to earn other IPOs. On the other hand, the institutional investors that buy the IPO are the banks' long-term clients (i.e. long-term moneymakers), which means the banks are incentivized to do good by them as well (i.e. get a lower price). I think most critics of IPO pricing are right that the banks' desire to serve their long-term customers outweighs their desire to do right by a company who is a one-time client, but again, there is at least a semblance of balance here.
    • Institutional investors motivations are very clear cut: they want a pop. Buying a stock that appreciates like Coupa's did is some of the easiest money they will make, and if they truly believe in the company, than the managerial benefits (narrative, cushion) are helpful as well.

    Notice the bias: every single stakeholder is helped by a stock "pop", and everyone is hurt by the opposite. Given that, it comes as absolutely zero surprise that that is exactly what happens.
    Granted, under a "pop" scenarios, that 10% of stock that is sold does not garner nearly the amount of money that it should, and that is a loss for shareholders and the bank's reputation. But the key point is that IPOs are not a static event: they exist in the context of what is hopefully the long life of a company, and from that point of view, missing out on a few dollars that can be raised in follow-on stock offerings at the higher price simply doesn't balance out the incentives of everyone involved. If a mistake on pricing is made, it is in everyone's interest that the price be too low rather than too high, so naturally it always is.


    Das sagt eigentlich alles...