Beiträge von Kemikal

    Diese Frage würde ich mir erst stellen wenn geklärt ist, dass Sie gesund genug sind um eine neue, "bessere" BU bekommen. Schauen Sie doch mal auf der Finanztip Seite nach. Vielleicht finden Sie dort ja eine Empfehlung, von wem man sich bei Fragen zur Berufsunfähigkeitsabsicherung beraten lassen kann. ;)

    Hallo Dr. Schlemann,

    ich werde auf Sie zurückkommen :)

    Hallo Leute,

    vielen Dank für die zahlreichen Antworten! Ich versuche Mal auf einige näher einzugehen:

    Eine Investition in ETFs ist auch nicht gleich eine Investition in ETFS, denn du hast nicht erwähnt in welchen ETF du investiert und wie deine Vermögensverteilung (risikoreicher Anteil zu risikoarmen Anteil) ist. Es gibt viele ETFs auf dem Markt. Brauchen tust die nicht mehr wie 1 bis vielleicht 3 würde ich sagen.

    Bedenke dass eine Investition in ETFs eine langfristige Investition (empfohlen mindestens 10 Jahre, besser 15 Jahre oder 20 Jahre) ist und dort nur Geld investiert werden sollte, was man für eben die empfohlene Anlagendauer auch tatsächlich entbehren kann. Damit ist auch jeder monatliche investierte Betrag gemeint.

    Ich möchte an dieser Stelle noch keine Empfehlung zu deinem Anliegen aussprechen, da mir hier noch zu viele Fragezeichen bestehen. Aber ich hoffe du kannst trotzdem ein paar Denkanstöße daraus gewinnen.

    Das ist ja erstmal die Nebensache, damit würde ich mich dann auseinandersetzen wenn die Entscheidung gefallen ist. Fest steht jedoch, dass ich großteils in einen MSCI World Index investieren würde.


    Vorab: mit 34 Jahren ist das eine komfortable Situation!

    Was spricht denn gegen die Vermietung an den eigenen Vater und Investition der Mieteinnahmen per Sparplan in einen ETF?

    Dagegen spricht dass ich mit dem Erlös einer Wohnung auf einen Schlag 100k in ein ETF stecken könnte und dann die Chance hätte direkt vom Zinseszins-Effekt zu profitieren, falls die Rendite hoch genug sein sollte.


    Hallo Kemikal,

    noch ein paar Bemerkungen zum Thema Vermietung. Selbst wenn Ihr Vater als Mieter keinen Stress macht, Kosten kann die Vermietung an ihn trotzdem verursachen. Sie würden ihn z.B. sicherlich nicht mit kaputter Badewanne dastehen lassen wollen. Kommen im Gemeinschaftseigentum demnächst größere Sanierungen auf Sie zu? Und nicht vergessen, die Mieteinnahmen müssen versteuert werden. Von den 400 Euro bleiben dann vielleicht 250 Euro netto übrig.

    Ich vermiete selber ETWs, aber so wie Sie Ihre Situation schildern, würde ich zum Verkauf tendieren.

    Ob die Entscheidung richtig war, wissen Sie 10 oder 20 Jahre später. Eins ist wichtig, nicht grämen, wenn sie falsch war.

    Gruß Pumphut

    Die Kosten vom Gemeinschaftseigentum werden immer über die im Hausgeld enthaltenen Rücklagen bezahlt. Ich musste noch nie außerhalb des Hausgeldes Geld in die Hand nehmen um irgendwas für der Gemeinschaft zu bezahlen. Wir haben vor einigen Jahren das Dach neu gemacht, hat über eine Million Euro gekostet das komplett von den Rücklagen getragen wurde.

    Das mit dem Versteuern hatte ich noch garnicht bedacht, danke für diesen sehr wichtigen Punkt! Das schmälert den Erlös ja doch gewaltig.

    Hier ein lesenswerter Artikel zu der Frage: Sind Vermietungs­immobilien attraktive Vermögens­anlagen? von Gerd Kommer, der zu einem eindeutigen Fazit kommt:

    Hier noch ein weiterer Artikel zum Thema: Wertsteigerungen von Wohnimmobilien vom selben Autor.

    Ich werde mir auf jeden Fall erstmal den Gerd Kommer und Prof. Hartmut Walz zu Gemüte führen und mich noch mehr ins Thema einlesen! Es ist schon eine große Entscheidung die man nicht mal eben so zwischendurch treffen sollte.

    Hallo.

    Machen kann man so einiges, muss aber mit den Konsequenzen leben. Eine pauschale Antwort gibt es für diese Überlegungen nicht.

    Hast Du denn Erfahrungen mit ETFs und könntest die Schwankungen eines Depots ertragen, insbesondere wenn der Bestand 6-stellig ist? Planst Du irgendwann eine eigene Immobilie zu haben? (ETW sehe ich persönlich eher als Anteil an eigener Immobilie, aber ich wohne auch auf dem Dorf.)

    Hi.

    Ich investiere erst seit 3 Monaten in ETF's. Ich denke ich kann Schwankungen gut wegstecken, zumindest hat mich der Einbruch vor ca. zwei Wochen garnicht gejuckt. Ok, der Bestand ist um 130€ gefallen was ja wirklich nicht viel ist, aber wenn man so hochrechnet wieviel das bei einem sechsstelligen Betrag wäre, kriegt man auf jeden Fall einen Vorgeschmack darauf was einen erwarten könnte in schlechten Zeiten.

    Eine eigene Immobilie ist nicht geplant. Wir möchten flexibel bleiben.

    Hallo zusammen,

    ich lebe seit 11 Jahren in einer mittlerweile abbezahlten 2-Zimmer Eigentumswohnung. Meine Lebensgefährtin hat ihr Studium abgeschlossen und auch direkt Arbeit gefunden sodass wir nun über zwei Gehälter verfügen. Da wir die Wohnung als viel zu eng empfinden (54qm) haben wir vor in eine größere Mietwohnung umzuziehen. Und da stellt sich mir direkt die Frage: Was soll ich mit meiner ETW machen?

    Ich sage gleich vorweg, dass ich nicht an fremde Personen vermieten möchte da mich der damit verbundene Stress doch sehr abschreckt. Die Wohnung ist außerdem in einem sanierungsbedürftigen Zustand, weil ich sie mit Anfang 20 gekauft hatte und da hatte ich ganz andere Dinge im Kopf als Rücklagen für Reparaturen und Renovierungen zu bilden.

    Der einzige Mieter den ich annehmen würde, wäre mein Vater. Er hat auch gesagt dass ihn der Zustand der Wohnung nicht interessiert sodass von der Seite keine Unannehmlichkeiten zu erwarten sind. Bei mir in der Region könnte ich ungefähr 600€ Miete verlangen, aber müsste dann einen Teil davon abziehen weil ich das Hausgeld ja teilweise selbst bezahlen müsste. Ich schätze grob dass ich etwa 400€ Mieteinnahmen haben würde.

    Das sind ja immerhin fast 5000€ im Jahr als zusätzliches Einkommen. Klingt ja ganz schön verlockend. Allerdings lese ich immer wieder dass man so schnell wie möglich 100.000€ Vermögen aufbauen muss damit der Zinseszins-Effekt anfängt so richtig zu greifen. Anhand Verkäufen von identischen Wohnungen in meinem Haus gehe ich davon aus dass ich irgendwas zwischen 100- und 140.000€ für den Verkauf der Wohnung erhalten würde.

    Was wäre, wenn ich den Erlös nehmen würde und einfach alles (oder einen Großteil) in ein ETF-Depot stecken würde? Geht das überhaupt so einfach? Ich würde das Depot dann natürlich weiterhin besparen um weiter Vermögen aufzubauen.

    Mein ganzes Umfeld sagt mir ich sei verrückt geworden und solle das auf garkeinen Fall machen. Das sei viel zu riskant und einfach nur dumm und eine eigene Immobilie bedeutet ja auch irgendwo Sicherheit. Aber wir werden hier sowieso bald ausziehen und vermieten möchte ich sie nicht, wie schon oben erwähnt. Mein Vater sagt, die Mieteinnahmen würden jede Rendite eines ETF-Depots übersteigen. Er kennt sich aber mit Aktienfonds nicht wirklich aus und will es mir einfach nur ausreden.

    Wie seht ihr das? Das Teil verkloppen und alles investieren oder die Immobilie halten und an den Vater vermieten?

    Achja, ich bin 34 Jahre alt. Also es ist noch Zeit genug bis zur Rente :)

    Ebenfalls leider ein Trugschluss. Von den Risikobeiträgen gibt's nichts zurück - das ist genauso wie bei einer Haftpflichtversicherung. Wenn Kapital gebildet wird, dann zahlt man mehr ein als nötig = Sparanteil. Die sich am Ende inkl. Zinsen ergebende Summe kann ein "Versicherungsheini" Kunden dann als "schau mal, du bekommst sogar deine Beiträge zurück" verkaufen.

    Hallo zusammen,

    vielen Dank erstmal für die Antworten. Ich kenne mich wirklich nicht gut mit solchen Dingen aus, weswegen ich vielleicht etwas laienhaft wirke.

    Ich habe folgendes Angebot erhalten. Meine aktuell bestehende BU über 1000€ monatlich mal komplett außer Acht gelassen, sondern nur den Vertrag zur Aufstockung:

    Eine BU von 1200€ monatlich. Ich zahle einen Gesamtbeitrag von 151,25€. Dieses wird mir direkt vom Bruttogehalt abgezogen. Davon zahlt mein Arbeitgeber einen Zuschuss von 15% (19,73€). Es bleiben also 131,52€ übrig. Jetzt wurde es mir so erklärt, dass ich ja durch das geringere Brutto, auch weniger Einkommenssteuer und Sozialabgaben zahle. Durch diese Ersparnis zahle ich effektiv also nur ca 63€ aus eigener Tasche. Das restliche Geld nimmt der Versicherer und legt es als private Altersvorsorge an. Am Ende der Laufzeit würde ich dann den kompletten Betrag den ich bis dahin netto eingezahlt habe (knapp 25.000€), wieder zurück erhalten und eventuell noch Zinsen darauf bekommen.

    Ist es nicht tatsächlich besser als wenn ich eine komplett private BU nehmen würde? Ich würde dann für 1200€ BU auch ca. 60 - 65€ monatlich zahlen, und würde am Ende ja gar nichts zurück kriegen.

    Ich habe mir dann auch ausrechnen lassen, dass es wohl auch die fehlenden Rentenbeiträge durch das geringere Brutto ausgleichen würde.

    Was übersehe ich hier?

    Achja: nach mehrmaligem Email Verkehr heute hat der Versicherungsmakler mir einen Rabatt auf Kosten seiner Provision angeboten: Ich würde nur noch 46€ drauf zahlen statt 63€. Ich habe ihn also ohne es zu wollen, heruntergehandelt :thumbup: Er war dann sehr eingeschnappt gewesen und sagte er verstehe nicht wieso ich das Angebot nicht einer privat finanzierten BU vorziehe.

    was ich in jedem Fall machen täte fragen ob es die beitriebliche BU auch ohne die Kopplung gibt.

    Und wenn nein, würde ich mit dem Arbeitgeber darüber sprechen dass das so I.d.r. Murks ist und dieser sich einschalten soll, dass es mehr Tarif Auswahl gibt.

    Ich habe den Versicherungsmakler gefragt ob es die BU auch ohne Kopplung gibt. Ihm ist das nicht bekannt aber er würde sich erkundigen. Der Arbeitgeber selbst hat die BU und private Altersvorsorge wohl komplett in die Hände dieses Versicherers gelegt und kennt sich selbst kaum aus habe ich den Eindruck.

    Hallo zusammen,

    ich habe seit 2018 eine betriebliche BU von einem Partner meines Arbeitgebers. Das heißt, es wird ein Betrag meines Bruttogehalts (109€) entnommen und der Versicherung überwiesen. Ich zahle dabei ca. 63€ meines Nettogehalts "aus eigener Tasche". Ich glaube das nennt man Entgeltumwandlung? Am Ende der Laufzeit erhalte ich den Netto eingezahlten Beitrag wieder zurück und vielleicht noch 1-2% Zinsen.

    Jedenfalls habe ich den Finanztip-Youtube Channel entdeckt und dort gesehen dass man ca. 75% seines Nettoeinkommens versichern sollte wenn man sich für eine BU entscheidet. Ich habe aktuell nur 1000€ versichert und möchte das gerne auf 2200€ aufstocken. Das bedeutet, insgesamt würde dann knapp 240€ meines Brutto-Einkommens bezahlen, und ca. 124€ Netto im Monat. Da hat mir der Versicherungsheini erzählt dass ich einen Haufen Geld sparen würde weil ich Solzialversicherungsbeiträge und Einkommenssteuer weniger zahlen würde.

    Als ich mal bei Check24 die BU's verglich, habe ich bei den günstigsten Versicherungen exakt dieselben Versicherungsbeiträge herausbekommen. Die würde ich dann aber privat von meinem Girokonto bezahlen. Jedoch würde ich dann am Ende der Laufzeit keinen Cent zurück kriegen.

    Wo liegt hier nun der Haken? Bei der betrieblichen würde ich 240€ bezahlen, wovon ich aber nur 124€ "spüren" würde, oder ich würde 240€ brutto mehr verdienen, und davon dann privat 124€ bezahlen. Bei ersterem würde ich aber zu meinem Renteneintritt ca. 48.000€ von der Versicherung zurück erhalten.

    Übersehe ich hier irgendetwas? Ich freue mich auf eure Antworten!