Beiträge von Zahlenspieler

    Tomarcy "Stimmt – im FTSE All-World sind es "nur" ~60 % USA statt 72 %. Ob das einen strukturellen Unterschied macht, darf jeder selbst beurteilen. Für mich persönlich ist der Unterschied zwischen 72 % und 60 % zu gering, um das Klumpenrisiko als gelöst zu betrachten. Mein Ziel sind ~50 % – das erreiche ich mit einem All-World nicht." Damit verabschiede ich mich aus Zeitgründen für heute aus dem Forum :)

    Bei dieser Formulierung hab vermutlich nicht nur ich gekichert ...

    Das mit dem Steuer nehme ich sportlich :)

    Zum Experiment: Ein paar Monate ex-USA sind kein Fazit – das ist ein Wimpernschlag. Wer 2010 nach zehn Jahren Underperformance der USA den S&P 500 aufgegeben hätte, hätte die beste Dekade verpasst. Umgekehrt gilt das genauso.

    Meine Entscheidung basiert nicht auf der Erwartung dass ex-USA jetzt besser läuft – sondern darauf, dass ich 72% in einem einzigen Markt schlicht zu viel finde. Ob das kurzfristig "besser" oder "schlechter" ist, ist mir dabei ehrlich gesagt egal.

    monstermania Gute Punkte, die ich gerne aufgreife.

    Zur Stabilität: Du hast recht, eine Garantie gibt es nicht. Mein Ziel ist auch nicht zwingend eine geringere Volatilität, sondern eine breitere Streuung innerhalb der Aktienquote. Eine geringere Konzentration auf einen einzelnen Markt reduziert die Abhängigkeit von dessen Entwicklung. Ob sich das am Ende in einer höheren oder niedrigeren Rendite niederschlägt, weiß heute niemand. Anleihen sind für mich eine separate Entscheidung zur Gesamtrisikotoleranz und kein Gegenargument zur regionalen Diversifikation im Aktienteil.

    Zum BIP-Argument mit Südkorea und China: Volle Zustimmung – genau deshalb kommt der MSCI Emerging Markets IMI ins Depot. Der enthält sowohl China als auch Südkorea. Die Lücke im MSCI World ist mir bewusst und ich schließe sie gezielt.

    Zur Frage „Warum erst jetzt?": Weil ich mich heute deutlich intensiver mit dem Thema beschäftige als noch vor einigen Jahren. Das sehe ich nicht als Widerspruch, sondern als Weiterentwicklung meiner Anlagestrategie. Nur weil ich mich anfangs für eine einfache Lösung entschieden habe (Empfehlung von FT), heißt das nicht, dass ich diese nie hinterfragen darf.

    Und ja, konsequent zu Ende gedacht könnte man auch über RAFI, Equal Weight oder andere Ansätze diskutieren. Aber irgendwo muss man die Komplexität begrenzen. Für mich ist die Kombination aus bestehendem MSCI World, ergänzt um MSCI World ex USA und MSCI Emerging Markets IMI, aktuell ein guter Kompromiss zwischen breiterer Diversifikation und praktischer Umsetzbarkeit.

    Danke für das sportliche Feedback!

    Der "Virus" ist bei mir aber eine bewusste Entscheidung zum Risikomanagement!

    Ich kenne die Vorteile der reinen Marktkapitalisierung. Mir ist die US-Konzentration und deren aktuelle Bewertung aber schlicht zu hoch. Ein All-World rebalanced sich erst, nachdem es gekracht hat – ich möchte das Risiko lieber proaktiv vorher begrenzen und mein Depot etwas näher an die reale Wirtschaftsleistung (BIP) rücken. Dass die USA die nächsten Jahre wieder outperformen können, ist mir bewusst – das akzeptiere ich als möglichen Opportunitätsverlust für mehr Stabilität im Depot.

    Finnland und Österreich machen zusammen nicht einmal 0,5 % des MSCI World aus!

    Es geht hier um Verhältnismäßigkeit und Risikodimensionen. Wenn Finnland wirtschaftlich einbricht, merkt mein Depot das nicht mal in der Nachkommastelle. Wenn die USA mit Ihrem Anteil husten, bekommt das gesamte Depot eine Lungenentzündung.

    Am Ende ist es eine Philosophiefrage: Maximale Einfachheit vs. bewusste Steuerung.

    Hallo zusammen,

    ich habe bisher in meinem Depot (aktuell ca. 37k) nur in den Index MSCI World (ISIN: IE00BFY0GT14) investiert.

    Um das Depot zu "entklumpen" möchte ich zukünftig noch in den Index MSCI World ex USA (ISIN: IE0006WW1TQ4) und in den Index MSCI Emerging Markets IMI (ISIN: IE00BKM4GZ66) investieren (Sparpläne u. evtl. auch Einmalzahlung).

    Mein dabei angestrebtes Ziel-Verhältnis ist:

    50% USA

    40% Europa & Co

    10% EM

    Wenn mein Ziel-Verhältnis nach dieser Übergangsphase erreicht ist möchte ich entweder:

    • vereinfachen (All-World), oder
    • konsequent ex-USA + EM weiterführen.

    Spricht aus Eurer Erfahrung etwas gegen diese Planung?

    Ich bin schon lang von der Sparkasse weg, weil die Preise arg hoch sind und tatsächlich ich die Geschäftsstellen als arg luxuriös empfinde.

    Man sollte aber die Förderung von Sportvoreinen und kulturellen Events auch nicht unterschlagen. Im ländlichen Bereich gäbe es manches Konzert nicht ohne Förderung von dort.

    Kann ich zu 100% bestätigen aber ich rege mich jedes mal auf wenn ich in unserer Tageszeitung lese das die SPK wieder als Wohltäter agiert hat. Gleichzeitig werden manchen SPK-Kunden keine Zinsen auf`s Tagesgeldkonto gegeben. So wie bei meiner Mutter seinerzeit die erst nachdem ich Sie gedrängelt habe mal mit der SPK zu sprechen einen schwachen Zinssatz erhalten hatte!

    Habe inzwischen doch bei der ING ein Girokonto-Junior für meine Tochter eröffnet (bin ja dort auch schon einige Jahre Kunde). Als Bankkarte gibt es bei der ING für das Girokonto-Junior ja "nur" die VISA Card [Debitkarte]! Bislang hatte Sie noch keine Probleme damit (kaum benutzt), hat sich auch gleich Apple Pay eingerichtet :) Ich wollte kürzlich bei uns im Bürgerbüro mit meiner VISA Card [Debitkarte] bezahlen, war dort jedoch nicht möglich und so musste ich meine EC-Karte zücken :rolleyes:

    Hallo zusammen,

    ich habe ein Schlichtungsverfahren bei der Gutachter- und Schlichtungsstelle für ärztliche Behandlungen einer Landesärztekammer eingeleitet und würde gerne Erfahrungswerte sammeln.

    Zum Hintergrund:

    Es geht um einen stationären Krankenhausaufenthalt, bei dem zwischen ersten dokumentierten Auffälligkeiten und einem operativen Eingriff mehrere Tage lagen.

    Das Krankenhaus hat dem Schlichtungsverfahren zugestimmt, hat aber in seiner Antwort mitgeteilt, dass keine Haftpflichtversicherung besteht, die den Schaden abdeckt, und dass die Verantwortung für die entstandenen Kosten selbst übernommen wird.

    Die Schlichtungsstelle hat mir dieses Schreiben kommentarlos zur Kenntnisnahme weitergeleitet.

    Meine Fragen:

    • Ist es üblich, dass Krankenhäuser keine Haftpflichtversicherung für solche Fälle haben?
    • Macht es Sinn, parallel zum Schlichtungsverfahren einen Fachanwalt für Medizinrecht hinzuzuziehen, oder sollte man das Ergebnis abwarten?
    • Welchen rechtlichen Stellenwert hat ein Schlichtungsergebnis später?

    Für Erfahrungen oder Einschätzungen wäre ich sehr dankbar.