Eigentum kann meiner Meinung nach nie verkehrt sein. Kein Ärger mit Vermietern, kein Stess wegen Mieterhöhungen, teuren Sanierungen u.ä.
Dafür Stress mit Straßenausbaugebühren, teuren Zwangsumbauten, weil die Stadt meint, ihr Abwassersystem ändern zu müssen usw.
Ihc hatte bis zum Umzug in die ETW mit keinem meiner Vermieter Stress.
Oder man investiert halt nicht in sein Eigenheim und lässt alles vergammeln
Das bringt auch nur bedingt etwas. Die Heizung mag man nahc dem Abschalten des Gasnetzes noch ignorieren können, ob man in Zukunft sein Abwasser selber entsogren möchte (und darf) weil die Stadt beschließt, das Abwasser zu trennen (wozu sie anscheinend berechtigt ist, die Eigentümer müssen ja zahlen, nicht die depperten Verwaltungsbeamten). Und hast Du vor Jahrzehnten beim Kauf/Erbe der Immoblilie nicht aufgepasst und die Stadt schafft es, die bisherige Zufahrt nicht als Straße zu defnieren, darfst Du auch ohne STRABS ganz schnell Geld für die angebliche nötige Umwigmung des "Feldweges" zur echten Straße zahlen.
dazu sind die fetten Jahre der günstigen Kredite und Darlehen auch vorbei, die fetten Jahre auf dem Arbeitsmarkt sowieso.
Wenn ich sehe, dass meine Eltern damals mit 5,5% eff. p.A. gerechnet haben (und dazu mit einem Zinsverlust von 3% p.A. auf das angesparte Geld), müssen das extrem günstige Jahre geewesen sein. Kollegen haben auch schon von 6-7% p.A. für ihre Immpobilienfinanzierung berichtet. Diese Jugend heute, die nur max 10 Jahre Horizont kennt, aber an Immobilien denkt.
und statt einem Kredit bediene ich lieber ein zusätzlichen ETF mit einem moderaten Sparplan
Immer dieses entweder/oder. Sowohl/als auch ist die viel bessere Lösung. Und ja, sowas rechnet man sich vorher durch, inkl. Familieneinkommen und ggf. noch ausstehendem Kinderwunsch. Genauso wie die Frage, ob ich die Zinsen des Anschlusskredites in 10 (oder biesser mind. 20) Jahren noch zahlen kann.
wo ich selbst kurz vor der Rente entscheide ob ich davon nicht doch eine Eigentumswohnung kaufen werde um mir Miete zu sparen
Glückwunsch, wenn Du einen entsprechendne Vermieter hast, der sich um die Immobilie kümmert und bei dem auch in 20-30 Jahren keine Gefahr wegen Eingenbedarf besteht (falls die Politik solche Kündiungen bis dahin nicht komplett verboten hat).
Wenn der ETF zu Rentenbgeinn für die Immobilie genügt, dann genügt er genauso locker, um das Restleben lang mind. die Kaltmiete zu zahlen. Staffel- und Indexmieten außen vor, aber wer sowas dauerhaft mitmacht wird wohl wissen, warum.
Ich stimme dir grundsätzlich zu und bei einem Vergleich von Mietwohnung und Eigentumswohnung würde ich persönlich immer zur Mietwohnung greifen.
Ich nicht, das war und ist aber keine finanzielle Entscheidung.
Was vergleicht man da eigentlich?
Die eigene (ggf. zukünftige) Immobilie und exakt diese Immobile als Mietobjekt. Alles andere ist unrealisitisch. Meine Kaltmiete vor dem Umzug in die eigene ETW lag unter meiner Kreditrate und die Wohnung lag auch nur 200m Luftlinie entfernt.
Alles andere ist so grundlegend anders, dass es nicht vergleichbar ist und ich hier schon vor 10 Jahren vermutlich bei der doppleten Kaltmiete gelegen hätte.
Und wenn ich dann die denkbanre Rendite meines Eigenanteils der Finanzierung berechne, dann hätte diese mir locker (damals wie heute) die Kaltmiete inkl. denkbarer Erhöhungen (selbstverständlich ohne Umzug) der alten Wohnung gezahlt. Und die 60% Rendite in 10 Jahren, welche der ETF neben der Ausschüttung gemacht hat, hat die ETW garantiert nicht gemacht.