Beiträge von fotoman

    Bei Euch beiden liegt der Notgroschen offenbar einfach so herum und ihr würdet ihn jederzeit für ein noch so absurdes Projekt angreifen.

    Wieso absurd? Deine genannten Kostne dürften nicht aus einem Bauchgefühl stammen, oder? Ich ging davon aus, dass Du schon grob ermittelt hast, dass Du die PV (mit/ohne Speicher und mit/ohne Wallbox) und/oder die energetische Sanierung möchtest.

    Für meine Überlegung eines Balkonkrafwerkes würde ich kein Geld ausgeben, das in der Tat bei meiner Lage absurd.

    Ansonsten habe ich keinen Notgroschen sondern einen gewissen Anteil an schwankungsarben Rücklagen auf dem Tagesgeldkonto. Das war auch bereits bei der Finanzierung meiner ETW eingerechnet, genauso wie meine Abschätzung zur Sicherheit meines Arbeitsplatzes, dem zukünftigen Gehalt.

    Einen Bebauungsplan der Gemeinde gibt es für das Nachbargrundstück nicht.

    Es geht nicht um den konkretren Plan für das Nachbargrundstück sondern um die zulässige Bebauung (Höhe/Abstand usw) in der Straße/dem Stadtviertel. Bei uns gibt es dazu für jedes Stadtviertel einen Bebauungsplan von der Stadt.

    Daraus sollte sich insb. die zulässige Höhe einer zukünftigen Nachbarbebauung emitteln lassen. Und daraus dann die mögliche Verschattung Deines Daches.

    Vielleicht könnte jemand schildern, wie er zu einer Entscheidung für sich gekommen ist.

    Ich könnte das nur auf Basis diverser YT-Videos (nicht nur von Finanztip) in denen auch entsprechende Effizienzrechner genannt wurden, welche imt den höchst individuellen Werten des eigenen Installationsstandortes und Einstrahlwinkel der Sonne zu füttern sind.

    Auch unterliegen die Module einem stetigen Leistungsabbau (Degradation).

    Genauso sind sie aber auch nach 20 Jahren nicht automatisch defekt.

    Was heißt denn "reinschauen"? Habt ihr da ein tool?

    Wenn Du Dich (m.M.n. sinnlos) mit anderen vergleichen möchtest anstatt Dein Vermögen auf Deine Ziele auszurichten, gibt es hier eine Statistik von 2023, die nur das hier im Therad gewünschte Geldvermögen betrachtet:

    https://www.destatis.de/DE/Themen/Gese…moegen-evs.html

    Geht es eher um das Netto-Gesamtvermögen nach Alter (Haushaltsnettovermögen, also auch das Depot als Nettowert und die Immobili nach Verkauf):

    https://www.finanzfluss.de/ratgeber/wievi…-gespart-haben/

    Die Aussagekraft liegt m.M.n. bei Null. Vermögensbildung (und Vermögenserhalt) hat bei jedem ein anderes Ziel und es dürften oft Mittel genutzt werden, die in einer solchen Statistik nicht enthalten sein können. Woher wissen die, was meine Wohnung wert ist? Meine Versicherungen, auf die ich erst in der Rente Zugriff habe, sind für mein Vermögensziel relevant, können dort aber nicht bekannt sein und wer kennt den Goldbarren im Tresor?.

    Ist für mich fängt das mit simpeler Mathematik an, die aber auf Werten beruht, die nur Du kennst:
    (a) wieviel Steuern zahlst Du beim Verkauf (aktueller Kurs - Kaufkurs)*0,3 (keine Teilfreistellung für Depot 2 außer Deine Mischfonds führen dazu, ohne Kirchensteuer, ohne Vorabpauschalen, ohne Gebühren, ohne Steuerfriebetrag). All das kennst nur Du individuell für Dich.
    Und ja, bevor noch jemand damit ankommt. Es gibt noch Fonds wie 15% Teilfreistellung. Muss man sich halt im Netz ergoogeln, wenn man solche Fonds hat und nicht (d) einer der Hauptgründe für die Umschichtung sein wollte. Am Ende sind da noch Immobilienfonds bei mir einer ganz anderen Versteuerung.

    (b) wie hoch erwartest Du die Rendite in Deinem ETF Depot (oder wie hoch wäre sie über den selben Zeitraum gewesen, wenn Du aus der Vergangenheit auf die Zukunft schließen möchtest)?

    (c) wie lange soll das Geld im ETF bleiben, um dort eine signifikante Überrendite zu erzielen?

    (d) spielt etwas anderes wie die reine Rendite noch mit rein? Z.B. die Vereinfachung der gesamten Geldanlage, Auflösen der Mischfonds, ....?

    (a) IMI != MSCI World, das ist etwas anderes.
    Es ist NICHT seriös abschätzbar, wie sich der Kursverlauf beider entwickeln wird um zu ermitteln, ob sich das Umschichten deshalb lohnen könnte. Ggf. läuft der IMI in 10 Jahren um 0,5% p.A. schlechter wie der World und die Umschichtung würde sich auch ohne Steuerbetrchtung nicht lohnen.

    (b) einfache Sekundastufen-1 Rechnung zum Überschlag der Steuer:
    (Aktueller Verkaufskurs - Kaufpreis) * 0,185
    Das ergibt grob die zu zahlen Steuer. Deine schon gezahlten Vorabpauschalen darfst Du abziehen, genauso ggf. den Steuerfreibetrag von 1000€ als Single, dazu musst Du ggf. noch Kichensteuer rechen (alles auf Deutschland bezogen).

    Aber warum nur 10 Jahre? Bist Du schon >80 oder willst das Depot mit Eintritt in den Ruhestand komplett auflösen.

    Wie legt ihr Gelder an, die nicht in den Aktienmarkt sollen, aber auch nicht kurzfristig benötigt werden?

    Was ich kurzfristig benötigen könnte (was auch immer kurzfristig bedeutet) liegt im Geldmarkt. Egal ob auf einem TG-Konto, dem verzinsten Konto meines Brokers oder in Geldmarkt-ETFs.

    Da von Dir genannt gibt es noch eine PRV und ein paar BAVs, die jeweils mit einem Zieltermin und einem zu diesem Zeitpunkt definierten Mindestbetrag ausgezahlt werden. Zumindest die PRV ist aber nicht mit Festgeld vergleichbar, diese kann ich bei Bedarf übermorgen auflösen.

    aber wenn ich heute 30T EUR parken will, weil ich in 5 Jahren ein Auto davon kaufen möchte,

    Dann gibt es bei mir zwei Alternativen:
    Tagesgeld, weil ich exakt weiss, dass ich in (max.) 5 Jahren kaufen MUSS und lieber den Kaufkraftverlust wie den möglichen Gewinn im Aktienmarkt habe. Sowas gilt für mich aber nur, wenn ich z.B. in 5 Jahren meinen Immo-Kredit abzahlen müsste oder ich mit einem Defekt des derzeitigen PKW in 0-5 Jahren rechne.

    Oder ich werfe das Geld in den Aktien-ETF, hoffe auf eine Rendite oberhalb der Inflation und verschiebe zur Not den gewünschten PKW-Kauf in 5 Jahren, wenn mir der gefallenen Markt den PKW zu teuer macht und ich den Gewinn nicht früh genug abgeschöpft habe.

    Da mein aktueller PKW eher noch 10 Jahre halten soll/wird und mir derzeit auch die Vollkasko den Wiederbeschaffungswert zahlt, landet das dazu zu sparende Geld im Aktien-ETF. Ich habe auch heute das Kapital für mein zukünftiges Auto nicht reserviert. Das kommt erst ein Paar Jahre vor den geplanten Kauf (oder auch nicht, wenn das Geld bis dahin im Aktien-ETF mehr wie genug Überrendite zum TG erzielt haben sollte).

    Ich könnte dann im Ernsfall das Auto nicht kaufen, oder?

    Dann ist es für mich kein "wollen" in 5 Jahren sondern ein "müssen". Und zwar zum heute schon definierten Preis. Aber ja, wenn das Auto dann 30k€ kostet und Du nur noch 20k€ hast, dann gibt das mit dem Auto nichts.

    Steigt der Preis aber schon nur über die Nettozinsen Deiner Anlage., ist es das Selbe. Dort aber garantiert und ohne die Chance, dass die Anlage eine Überrendite erwirtschaften könnte.

    Selbst SC bietet 2,5% dauerhaft an...

    Ich habe dort keinen dauerhafte Zins-Zusage, sondern nur die Hoffnung, dass sie längerfristig über dem EZB Zins zahlen werden.

    Wo siehst Du seine Stärken gegenüber einem anderen Anleihen-ETF?

    Dazu müsste man sich die Fact Sheets genau durchlesen. Ich würde hoffen (nur auf Basis der Videos von/mit Andreas Beck, Folgendes ist also reine Spekulation), dass der Fonds sich die Anleihen nicht nur passend aussucht sondern auch aktiv entscheidet, ob er diese zum gegebenen Zeitpunkt veräußert (wie es ein dummer, sorry passiver Anleihen ETF tun muss) oder ob es für die Rendite aktuell besser ist, die Anleihen ggf. bis zum Laufzeitende zu halten.

    Ich habe weder Anleihen ETFs noch den Fixed Income One. Anleihen ETFs abseits von Ultra-Short Bonds oder Geldmarkt-ETFs kommen für mich nicht in Frage, da ich die Logik dahinter nicht vertrete. Da werden die Anleihen stur bei zu kurzer Restlaufzeit veräußert, egal, ob das positiv oder negativ für die Rendite des ETFs ist.

    Wenn ich etwas mit Anleihen machen wollte, dann entweder über Laufzeit ETFs, den Fixed Income One (nach intensiver Prüfung des Vorgehens) oder ggf. derzeit über einzelne Staatsanleihen, bei denen man ggf. das Zinsänderungsrisiko ausnutzen kann, wenn man sich sicher ist, dass man sie bis zum Laufzeitende behält.

    Z.B. haben gewisse BRD Anleihen (mit 0% Zins) derzeit einen Kurs von 74% des Nennwertes. Damit kann man sich ausrechnen, welcher Zins sich bis zum Laufzeitende ergibt. Festgeld mag aktuell mehr bringen, es ist halt fest. Benötige ich zwingend vor Laufzeitende einen neuen PKW, dann kaufe ich den auch für 20k€ anstatt noch ein paar Jahre ohne PKW zu leben.

    Die dritte Alternative wäre der erwähnte LifeStrategy ETF, aber erst, wenn ich keine Lust mehr auf anderes habe und damit hoffe, den Kursverlauf meines Depots während der späten Entnahme etwas zu glätten ohne ganz auf die Rendite von Aktien zu verzichten.

    Wenn ich lese, dass schon 3000€ nicht rumliegen (was für mich bedeutet, dass sie nicht als Teil einer Barreserve auf dem TG liegen) und das für die 30k€ Gesamtkosten der ETF quasi weg wäre, dann würde ich mir persönlich ernsthaft überlegen, ob die Allokation meiner Rücklagen mit einer Immobilie die für mich korrekten sind. Aber dabei übertrage ich nur meinen pers. Erfahrungen der letzten 10 Jahre in einer ETW auf Dich, Deine Situation mag komplett anders aussehen.

    Wie finanzierst Du ggf. kurzfristig notwendige Reparaturen/Abgaben, und wenn es nur eine Vorfinanzierung ist, bis die Versicherung vollständig zahlt? Da die 800€ Kreditrate wohl kein unüberwindliches Hindernis darstellen (so lese ich Deinen Beitrag) wären die 3000€ innerhalb von 4 Moanten wieder in der Barreserve. Diesen Zeitraum kann ich für meinen vermuteten Sonderausgaben problemlos abschätzen.

    Wenn ich die 30k€ in den erstbesten Kreditrechner im Netz (für private Solaranalgen) eingebe, komme ich bei 96 Monaten Laufzeit und 5% eff. Jahreszins auf 380€ Monatsrate. Das sit extrem weit weg von Deinen 800€/Monat. Klar kannst Du das jetzt auf 3 Jahre Abzahlzeitraum durchspielen oder mit Deiner Bonität. Genauso hast Du ggf. schon nachgesehen, ob die KFW für sowas noch vergünstigte Kredite anbietet.

    hier eure Meinungen einzufangen.

    Ich frage mich, was der Vorteile einer PV+Speicher ist, wenn Du das Haus dann "in Kürze" ggf. vermietest oder verkaufst. Erwartest Du, den Invest inkl. Rendite wieder rein zu bekommen?

    Wenn dann auch noch Verschattung (gemäß Bebauungsplan der Gemeinde) ein Thema sein könnte, würde ich es wohl eher ganz lassen. Sonst (bei den genannten Zinsen und den von mir vermuetetn sonstigen Rücklagen) würde ich den Kredit nehmen und diesen ggf. so schnell wie möglich abzahlen. Ich rechne nicht mit >5% Nettorendite in meinem weltweiten ETF in den kommenden Jahren.

    Ob Du die PV überhaupt noch dieses Jahr installiert und angeschlossen bekommst, um wenigstens die diesjährige Vergütung zu erhalten, wirst Du ggf. auch wissen.

    Und in der Lebensphase irgendwelche Auszahlungstaktiken durchziehen?

    Etwas provokant: warum nicht, wenn dazu ein vorhandenes Excel genügt und die Höhe der Auszahlung ausreicht? Ich habe jedenfalls in der Zeit, in der meine Mutter mit 100% Demenz im Heim war, nicht damit begonnen, ihre miserabel angelegten Finanzen umzuschichten, obwohl mir klar war, dass ich an diese auch fürs Heim nicht ran musste.

    Aber warum sollte man deshalb schon zu geistig fitten Zeiten alles extremst vereinfachen?

    Da ich bei mir erwarte, dass erst die Lust auf Excel, und später meine geistigen Fähigkeiten nachlassen (Unfälle und co. können immer passieren), plane ich in der Phase der finanziellen Lustlosigkeit das noch verfügbare Restdepot in exakt einen LifeStrategy Fonds umzuschichten.

    Wer danach meine Finanzen verwaltet, wird auch in der Lage sein, den Auszahlplan von X€ auf die benötigten Y€ umzustellen. Das ist nicht aufwändiger wie vom TG monatilch Geld überweisen zu lassen.

    Wie kann man für diese Lebensphase "planen"? Vorzeitig mit einer Vertrauensperson die dann auch mal die Finanzen übernimmt alles durchsprechen und schriftlich festhalten?

    Die Vertrauensperson musst Du erst einmal haben. Wenn ich immer wieder lese, wie sehr sich Kinder mit ihren Eltern verkrachen, wenn es um Finanzen geht, könnte dies für einige schwierig werden.

    Aber was möchtest Du dabei schriftlich festhalten? Mein Auszahlplan dient dazu, während meiner eigenen Entscheidungsfähigkeit nicht pleite zu gehen und mir ggf. noch ein Polster für die Pfelge zu erhalten.

    Die Höhe der Ausgaben in der Pflege (wenn es mal um 24 Stunden Betreuung oder das Heim geht) haben dabei nahezu nichts mit denen im aktiven Ruhestand und in der Zeit zwischen den beiden Phasen zu tun.

    Dank der Ignoranz der Banken ist eine Kontovollmacht leider zwingend nötig, eine einfache Vorsorgevollmacht (die reichen müsste) hat m.W.n. noch niemand beim EuGH eingeklagt.

    Fazit für mich (auch aus eigener Erfahrung mit meiner Mutter):
    Entweder, man hat jemanden, dem man schon zu gesunden Zeite vollkommen vertrauen kann, dann richte mit diesem alle nötigen Vollmachten ein (Bank- oder Kontovollmachten, ggf. notarille Beglaubigung der Vorsorgevollmacht nicht vergessen) und zögere dabei niemals irgendwas heraus, weil es unangenehm ist. Lieber das ganze dreimal ändern wie keine Vollmacht zu haben.

    Dann hat der Bevollmächtigte im Bedarf Zugriff auf alles und wird auch verantwortungsvoll mit den Finanzen umgehen.

    Wenn der Bevollmächtigte fürs Heim zwingend 15% im Jahr des Depots entnehmne muss, ist es halt so. Dann will/muss ich als Bevollmächtigter entscheiden dürfen wie ich dies im Sinne des Bevollmächtigten möglichst risikoarm und lange erreiche (ggf. unter Einhaltung von rechtlichen Vorgaben).

    Mir fehlt eher die Phantasie bei einem normalen AN und den üblichen Abfindungen (1 Brutto-Monatslohn je vollem Beschäftigungsjahr) um auf solche Abfindungssummen zu kommen.

    Bei 200k€ Abfindung und 30 Jahre Vollzeitbeschftigung im selben Betrieb komme ich damit auf einen Bruttolohn von 6666€ (dabei zählt m.W.n. nur der normale Monatslohn, keine Zulagen und co.).

    Ja, SAP hat laut Presse teils mehr gezahlt, aber da haben die Leute in dem Alter u.U. Vorruhestandsregelungen genutzt und keine Einmalbeträge. Das wäre bei uns ab 58 ähnlich gewesen, wenn man das gewollt hätte und zufällig in der passenden Abteilung war.

    Dazu muss derjenige in Deiner Rechnung noch GKV versichert sein, damit überhaupt Sozialbeiträge anfallen.

    Kompliziert wird es für mich eher bei der Frage, wie lange die neue Arbeit ausgeübt werden muss und/oder wie gut diese bezahlt sein muss.

    Man könnte eine Abfindung z.B. pauschal besteuern. Um grob bei Deinem Beispiel zu bleiben (mir fehlt der Willen, mir selbst auf Basis einen fiktiven Gehaltes, des fiktiven ALG1 usw. Steuern abzuschätzen) wären das z.B. 5% Steuern in den 5 Jahren nach der Abfidung, wenn nicht wieder ein Job mit mind. XX% des letzten Gehaltes (für mich wären das mind. 70%) aufgenommen ist.

    Die Benachteiligt die AN, die ihre Abfindung als Anschubfinanzierung für eine Selbstständigkeit nutzen und dabei ggf. in den ersten Jahren nur durch Aufbrauchen der Abfindung ihren Lebensunterhalt finanzieren können. Aber das passt auch nicht zu Deinem Rechenbeispiel.

    Danke für den Hinweis, Multi Asset ETF statt World ginge doch auch?

    Es geht vieles, es hängt von Deiner Priorität und Deiner höchstpersönlichen Einschätzung des zukünftigen Marktes in den kommenden 10-30 Jahre ab. Aktuell fühlst Du Dich ja auch mit einer Übergewichtung von EM und Europa wohl.

    Am Ende ist es auch von Deinem Willen abhängig, die passende Auszahlung lebenslang selber aktiv zu managen und, je nach Marktlage, weniger wie die ca. 6% des Anfangsvermögens p.A. zu entnahnen.

    Hier mal der Renditevergleich zwischen einem
    "Vanguard LifeStrategy 80% Equity UCITS ETF Accumulating" und einem "Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (USD) Accumulating" in den leztten 5 Jahren, da es den LifeStrategy noch nicht länger gibt.

    https://www.justetf.com/de/etf-compari…in=IE00BK5BQT80

    Hast Du am Anfang Deiner Entnahme von ca. 6% p.A. schon nur den harmlosen Marktverlauf von Ende 2021 bis Ende 2023 ist Dein Geld schneller alle wie es Dir lieb ist. Da muss man an 2000-2015 garnicht erst denken.

    Ich plane die mir zu meinem Ruhestandsbeginn zufließenden ca. 150k€ (allerding gestreckt über 2-3 Jahre) nicht zu investieren sondern in den ersten 7-8 Jahren mit geplanten 1500€ (heutige Kaufkraft) monatlich zu entsparen/verbrauchen und dabei meinen FTSE All-World/STOXX Euro 600 in Ruhe zu lassen.

    Da ich aber schon zu 100% weiss, dass ich noch nicht einmal mit 63 jeden Monat den selben Finanzbedarf haben werde, ist das nur eine Theorie, die so garantiert nicht durchgeführt wird.

    Sollte ich früh genug merken, dass mein Willen oder meine Fähigkeiten zur Selbstverwaltung meines Depots nachlassen, wird alles in einen LifeStrategy 60% oder 80% umgeschichtet und dieser stur und automatisiert entspart. Aber auch sowas führt nur zum Erfolg, wenn entweder der Markt vorher lange genug positiv gelaufen ist (berechne ich meine Entnahme auf heutigem Depotstand und das Depot steht bei Umschichtung 30-40% höher wie heute, sind die Steuern irrelevant) oder wenn mir die Pleite des Depots vor meinem Ableben egal ist.

    Übrigens: die Zahlungen können jederzeit eingestellt werden. Was soll denn dann passieren, wenn kein Geld mehr fließt?

    Ich weiss nur, was in meinen Vertragsbedingungen steht. Und das muss (ohne eine Rechtschutzversicherung oder ein vorheriges Jura-Studium) keineswegs kostenfrei für mich sein, wenn ich einfach meiner Verpflichtiung nicht nachkomme:

    "Wenn Sie" .... "nicht rechtzeitig zahlen, erhalten Sie von uns auf ihre Kosten eine schriftliche Mahnung".

    aber es hilft für die , sich zu überlegen, was davon man wirklich benötigt und was Lust-/Frustkäufe sind, die man sich viel lieber mal verkneift oder ganz bewusst trotzdem tätigt.

    Ich hoffe, die Leute listen dann auch wirlklich jedes im Supermarkt gekaufte Produkt einzeln auf. Wenn ich dort Kartoffeln und Schokolade kaufe, bringt mir die Gesamtbewertung als "Lebensmittel" nichts.

    Als was verbuche ich bei sowas meine Fahrtkosten für einen Familienbesuch? Das müsste ich trennen nach zwingend nötigem (Schleichfahrt mit dem min. möglichen Verbrauch meines Autos) und dem höheren realen Verbrauch um meinem Frust bei der Fahrt vorzubeugen. Oder sind es gesamthaft Frustausgaben, weil ich garnicht fahren wollte, ich aus familiären Gründen aber dazu gezwungen wurde?

    Aber natürlich jeder wie er will, es gibt auch Statistikfreaks die sich daran erfreuen, jede Kugel Eis einzeln aufzuführen.

    Um zu wissen, was mir zum normalen Konsum zur Verfügung steht, schaue ich auch weder ins Depot noch auf das Tagesgeldkonto. Da genügt ein Blick auf das Girokonto, wenn ich der Meinung bin, ich müsste in einem Monat mal wirklich darauf aufpassen.

    Da gibt es scheinbar einen Unterschied zwischen D und F.

    Was wiederum vom konkreten Depotanbieter und dessen Verrechnung abhängt. Wenn er "falsch" rechnet, muss man halt den Aufwand über ein passendes Franz. Formular treiben und hoffen, dass Frankreich sowas auch zeitnah umsetzt.

    Das kann man sich hier alles durchlesen, wenn man den KI-Angaben auf Google nicht traut:
    https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/quellensteuer/

    Wie kommen dann die 10k Startkapital zu stande?

    Das weisst nur Du, inkl. der (virtuellen) Frage, warum das Geld während dem Ansparen nicht bereits im Depot investiert wurde. Freigeschaufelt liest sich für mich weniger nach jahrelangem Ansparen sondern eher nach einer Umbewertung der Rücklagen für die ETW.

    Meinen ersten ETF habe ich mit 51 gekauft. Der hat sich finanziell in den 5 Jahren schon bedeutend mehr gelohnt wie die 20 Jahre Ansparphase für das in den ETF umgeschichtete Kapital.

    Wenn Dich weder die Finanztip-Artikel zum Thema ETF noch das Ergebnis der ETF-Sparplanrechner überzeugt, muss man sich u.U. fragen, ob es sich für Dich insg. lohnt und wie Du auf einen Markteinbruch reagieren würdest. Ich kenne durchaus Leute, für die ein Aktien-ETF mental nicht sinnvoll wäre.

    Gehe tatsächlich davon aus, daß es dafür schon zu spät ist. Es ist halt ein Wunsch.

    Wenn es über die Ausschüttung eines normalen Welt-ETF kommen soll, dann ist es zu spät (sorry, das sagen zu müssen). Außer, Du investierst ab 2033 die gesamte bisherige Kreditrate (das werden wohl nicht nur 100€ im Monat sein) zusätzlich in den ETF.

    Ein Welt ETF liefert ca. 1,5% Ausschüttung, die in der Höhe nicht exakt planbar sind. 300€ * 12 = 3600€ Ausschüttung im Jahr (Netto) oder ca. 4300€ Brutto. Das ergäbe eine heutige Kaufkraft von 286000€ Depotwert.

    Jetzt darfst Du noch die Infaltion dazu rechnen.

    Realistisch ist nur, das Depot ab Rentenbeginn über 30 Jahre zu entsparen. Dann würden ca. 100k€ mit hoher Wahrscheinlichkeit genügen, oder bei 2% Infaltion p.A. ca. 135k€ Depotewert in 15 Jahren.

    Der Mittelweg könnte sein, sowas wie den FTSE All-World High Dividend zu nutzen. Der lag in den letzten Jahren bei gut 3% Ausschüttung und vom Kurs her trotzdem recht nahe am normalen FTSE All-World.

    Wird das nicht immer gleich versteuert?

    Die Aktien liegen in einem Art Sammeldepot in Frankreich. Damit könnte F durchaus noch ein Wörtchen mitreden beim Verkauf.

    Dazu meint Google noch (mag aber KI-Seitig falsch haluziniert sein) dass es ggf. Steuervorteile bime Kauf gab, die heute aber verjährt sind (im Sinne einer Rückzahlung, da länger wie 5 Jahre gehalten).

    Was bisher mit den Dividenden geschieht, weiss auch nur Alabama. Ggf. ist auch dafür bereits heute mehr Aufwand nötig wie bei Dividenden in D. Ich habe mich um Auslandsdepots nie gekümmert, der damalige Aufwand mit den Dividenden aus CH hat mich abgeschreckt, auch wenn das in CH mittlerweile besser geworden sein soll.

    Zu Depot/Mitarbeiteraktien in Frankreich kann ich nichts sagen. Es wundert mich eher, dass diese dort nach Austritt aus der Firma weiter für Dich verwaltet werden. Ich habe mich damals, weil ich mich nicht drum kümmern wollte, gegen Mitarbeiteraktien (bei mir in CH verwaltet) entschieden.

    Die Google-KI meint, dass der Verkauf über das "Mitarbeiter-Portal unter dem Equiniti ESP Portal" oder ein landesspezifisches Portal erfolgt. Hast Du auf sowas noch Zugriff?

    Am Ende musst Du aber sowieso die Steuern zahlen und ggf. den Aufwand treiben, sie in F zu verkaufen (oder in Dein Depot zu überführen, falls möglich).

    Zusammen mit der Aussage "möchte ich meine Finanzen vereinfachen" würde ich mich daher direkt drum kümmern anstatt das erst auf den Rentenbeginn zu verschieben.

    Ob Du in der Rente wirklich bei weniger wie 26,375% Steuern (inkl. Verkaufsgewinn) liegen wirst, musst Du wohl selber ausrechnen. Das hängt ja nicht nur von Deiner Rente ab (ggf. inkl. 1-2 BAVs). Klar kannst Du, wenn Du nur knapp darunter liegst, auch über ein paar Jahre verkaufen und auf entsprechende Kursverläufe spekulieren. MIt KISS hat das für mich aber nichts zu tun.

    Wie die meisten Kollegen.

    Du hast also noch Kontakt zu Deinen früheren Kollegen, aber niemand von ihnen hat sich damals informiert, wie er irgendwann an die Aktien kommt?

    das was du sagst kann man aber auch anders rum ausdrücken: nur 10-20% der Miete spart man als Selbstnutzer wirklich.

    Dann mache ich anscheinend etwas falsch, wenn ich mein Hausgeld, den Renditeverlust durch das Vorhalten meiner Instandhaltungsrücklage im Tagesgeld (das Geld wäre sonst im Aktien-ETF) und die Miete für exakt diese Wohnung vergleiche. Auf nur 20% komme ich nur, wenn ich meine alte Miete von vor 10 Jahren in einer erheblich schlechter ausgestatteten Wohnung als Referenz hernehmen würde.

    Der verringerte Finanzbedarf bei abbezahlter ETW liegt hier langfristig eher bei 50-60% der Vergleichsmiete.

    Aber gut, diese Vergleiche, wie auch die Videos dazu, gehen natürlich immer auf die aktuellen Immo-Zinsen (meist auch noch mit sehr weing Eigenkapital). Da mag das anders aussehen.

    Lohnt es sich überhaupt noch, bei einem Anlagehorizont von max. 15-20 Jahren?

    Und was kommt dann? Willst Du mit 60-65 alles verkaufen?

    Mein ETF wird mit Renteneintritt langsam entspart, womit Teile davon auch in der Rente noch lange investiert bleiben.

    Wenn Du von den üblichen Annahmen des weltweiten Aktienmarktes ausgehst, dann sollte es sich für 15 Jahre mehr lohnen wie das Geld auf dem Tagesgeldkonto liegen zu lassen. Auch, wenn Du mit den genannten Werten keine große Zusatzrente ab 65 erzielen wirst.

    Eine mögliche Sparrate wird bis 2033 eher gering ausfallen(~200€ max).

    Du hast zusätzlich 10.000€ geschreiben, die vermutlich nicht als Rücklage fürs Haus gedacht sind?

    Über diesen Rechner komme ich bei nur 5% Rendite p.A. und der Sparrate auf 7.529,70€ Rendite (Brutto) bis 2033. Und gehe ich ab dann von keiner zusätzlichen Sparrate mehr aus, wären es in 15 Jahren immerhin 16.841,65€ Rendite oder ca. 51k€ im Depot. Schaffst Du es, die Kreditrate dann zusätzlich zu sparen, dürfte sich für die gesamte Rentenzeit eine relevante Zusatzrente ergeben.

    Aber natürlich weiss niemand, wie sich der Markt ab morgen entwickelt.

    https://www.finanzfluss.de/rechner/sparrechner/

    Du kannst halt schlecht mit einem Stück Haus beim Bäcker deine Brötchen bezahlen. Und du würdest es auch nicht verkaufen wollen, um dreimarkfuffzich Rechnung zu bezahlen.

    Für beides brauche ich weder jetzt im Vorruhestand noch in der Rente mein Vermögen. Beides ist soweit abgesichert, dass der gesamte Finanzmarkt zusammen brechen muss, damit die entsprechenden Versicherungen garnichts mehr zahlen.

    Dazu kommt die DRV, die ihre Zahlung auch nicht einstellen wird ohne dass ganz D pleite ist es also auch keine Grundsicherung mehr gibt.

    Nachbar ist in Rente mit großem Haus. Marktwert um die 500k. Zum Leben ist aber kein Geld da, da werden die Kinder angepumpt, die selbst zur Miete wohnen.

    Zum Leben genügt die kommenden Jahre der Barwert meines Lebensarbeitszeitkontos (ich rechne nicht mit einer Pleite der R+V) und danach die DRV+BAV. Dank ETW spare ich mir die Miete, die Instandhaltungsrücklagen zählen nicht zu meinem Vermögen und das Hausgeld ist erheblich günstiger wie die Vergleichsmiete wäre.

    Mein Vermögen dient nur (noch) dem Luxus.

    Wieso läuft es eigentlich bei diesem Forum so oft auf Immobilie vs etfs hinaus?

    Weil es in der Ausgangsfrage nicht um das Ziel des Vermögens ging, sondern nur um das, was Hmpf direkt beim Bäcker versetzen kann. Haus mit Garten und Selbstversorgung zählt dort nicht.

    Für mich gehören alle Wertgegenstände mit ihrem aktuellen Wert zum Vermögen, da es mir nicht um eine fiktive Zahl geht sondern darum, mind. meinen gewünschten Lebensstandard abzusichern.

    Die da wäre? Frage aus reinem Interesse.

    Habe ich schon mehrmal hier gepostet:

    Das Lebensarbeitszeitkonto bei meinem AG (bzw. bei dem durch ihn beauftragten Versicherung). Darüber erhalte ich die kommenden 7 Jahre ein monatliches Gehalt, das mehr wie meine Lebneshaltungskosten deckt. An das Geld komme ich anders nicht mehr heran.

    Jetzt kann man sich, neben der zeingenden Auszahlung über 7 Jahre, natürlich im Sinne des Vermögens noch fragen, ob man das Geld garnicht ansetzt (ist für mich genauso nicht liquidierbar wie meine ETW) oder ob ich den Restbetrag als Brutto, Netto oder Barwert (zukünftige Zahlungen) bewerten sollte. Da aber auch Rückkaufswerte von Versicherungen nicht zum Vermögen zählen, bleibt das wohl genauso unbetrachtet wie sonstige illiquide Vermögenswerte.