Beiträge von gammoncrack

    Ich habe zum 1.4.2023 bei Elektrizitätsversorgung Berlin ElVeBe GmbH einen Stromliefervertrag abgeschlossen und diesen (Gott sei Dank) Ende 2023 zum 31.3.2024 gekündigt. Am 31.3. habe ich den Zählerstand im Kundenportal noch eingeben können. Bereits am 3.4. erhielt ich eine Endabrechnung mit einer Beitragserhöhung rückwirkend zum 1.1.2024, von der ich da das erste Mal erfahren habe. So ergab sich eine Nachforderung statt einer Erstattung. Auf das Kundenportal hatte ich schon keinen Zugriff mehr. Eine schriftliche Nachfrage ergab, dass man die Erhöhung vorher mir nicht hätte mitteilen müssen. Ich sollte auf der Webseite einen Blick in die AGB werfen.

    Eine Nachfrage bei der Bundesnetzagentur ergab, dass Elektrizität Berlin mir diese Erhöhung sehr wohl hätte mitteilen müssen. Man empfahl die Einschaltung der Schlichtungsstelle Energie. Genau das habe ich dann gemacht. Das Schlichtungsverfahren wurde eröffnet.

    Gleichzeitig hatte ich Verivox, über die ich den Vertrag abgeschlossen habe, über mein Problem und die katastrophalen Bewertungen bei Trust Pilot und Google hingewiesen. Man teilte mir lediglich mit, dass man das Unternehmen beobachte. Man muss dazu wissen, dass der Geschäftsführer von Elektrizitätsversorgung Berlin ElVeBe GmbH, Leo Lützenkirchen, vorher bei Verivox beschäftigt war. Gleichzeitig erhielt ich ein Anwaltsschreiben, in dem die Anwältin mir noch einmal die Richtigkeit der Rechtsauffassung dieses Versorgers mitteilte.

    Ende August hat die Bundesnetzagentur gegen diesen Versorger wegen des Verdachts auf unzulässige Verbrauchsschätzung und verspäteter Rechnungslegung ein Aufsichtsverfahren eingeleitet.

    Ich habe daraufhin die Bundesnetzagentur angeschrieben, ob das Verfahren nicht um die gesetzwidrige Beitragserhöhung ohne vorherige Information gem. § 41 Abs. 5 EnWG erweitert werden kann. Das wurde mir zwar als "Nicht möglich" mitgeteilt, aber kurz danach erhielt ich von der Elektrizitätsversorgung Berlin ElVeBe GmbH eine unkommentierte und korrigierte Abrechnung, mit der die Beitragserhöhung zum 1.1.2024 zurückgenommen wurde. Ich habe dann eine Frist zur Erstattung gesetzt und mit einem Mahnbescheid gedroht. Am letzten Tag kam dann das Geld auf dem Konto an.

    Fazit :

    Dieses Unternehmen hat sich AGB gebastelt, mit denen sie versucht haben und vermutlich immer noch versuchen, die bestehenden Gesetze auszuhebeln, in meinem Fall eben den § 41 Abs. 5 EnWG. Derartiges ist nur möglich, da jeder Hinz uns Kunz, solange keine Vorstrafen und ein paar Kleinigkeiten vorhanden sind, als Stromlieferant tätig werden kann. Persönlich glaube ich, dass die aufgrund des Aufsichtsverfahrens eingeleiteten Schritte der Bundesnetzagentur über kurz oder lang zu einer Insolvenz führen werden. Von Abschlüssen hier sollte auf jeden Fall abgesehen werden, auch wenn der Preis erst einmal stimmt. Der Ärger zum Ende der Laufzeit ist vorprogammiert.