Wir sind noch nicht verheiratet, wohnen aber zusammen und haben jeder ein eigenes Girokonto, wo jeweils das Gehalt eingeht.
Das sollte auch für alle Zeiten (egal ob verheiratet oder eben nicht) so bleiben. Jeder Mensch hat ein Recht auf sein eigenes Konto, auf dem sein eigenes Geld eingeht.
Von dort aus überweist jeder monatlich (nicht immer gleich viel) auf unser gemeinsames Girokonto, von dem die meisten Kosten abgehen, auch solche, die nur einen von uns betreffen.
Mein Konto - dein Konto - unser Konto
Unser Konto sollte nur für die gemeinschaftlichen Ausgaben wie Miete, Nebenkosten und Kosten des gemeinsamen Haushaltes (Einkäufe etc.) genutzt werden.
Auf dieses Konto zahlt jeder seinen Beitrag ein, ob halbe/halbe oder in einem anderen Verhältnis hängt von den jeweiligen Einkommen der beteiligten Personen ab.
Andere persönliche Ausgaben sollte jeder von seinem eigenen Konto begleichen.
Nun habe ich woanders gelesen, dass es keine Schenkung ist, solange die Einzahlungen beider Partner im jeweiligen Monat gleich groß sind, stimmt das? Bzw. wäre es dann trotzdem für die Schenkungsteuer relevant, weil nicht nur gemeinsame Ausgaben vom gemeinsamen Konto abgehen?
Das mit der Schenkungssteuer ist ein in diesem Forum "gehyptes" Thema auf das ich für das Gemeinschaftskonto (Haushaltskonto) nicht näher eingehen möchte.
Außerdem haben wir ein gemeinsames Tagesgeldkonto, dort schieben wir am Ende jedes Monats das Geld hin, was in diesem Monat auf dem gemeinsamen Girokonto übrig geblieben ist (keine direkte Einzahlungen von den Einzel-Girokonten auf das gemeinsame Tagesgeldkonto) und sparen dort auf größere Ausgaben, sowohl gemeinsame als auch einzelne (z.B. Autoreparaturen). Ist das für die Schenkungsteuer relevant?
Von einem gemeinschaftlichen Tagesgeldkonto halte ich in eurem Fall überhaupt nichts. Erstens habt ihr Probleme bei der Steuer mit den Zinserträgen, denn für Gemeinschaftskonten könnt ihr keinen Freistellungsauftrag stellen, da ihr nicht verheiratet sein.
Die Anrechnung der zwingend anfallenden Kapitalertragsteuer ist in solchen Fällen sehr aufwändig und ich würde mir das nicht antun wollen.
Auf welches Referenzkonto werden denn die Rückzahlungen vorgenommen?
Mein Konto oder dein Konto oder etwa auf unser Konto???
Sollten größere Beträge angespart worden sein, dann könnte in der Tat das "Gespenst der Schenkungssteuer" relevant sein.
Wenn ihr irgendwann (hoffentlich nicht) Probleme miteinander bekommen solltet, dann geht der Stress richtig los.
Besser sind zwei getrennte Tagesgeldkonten - jeder hat sein eigenes und das Referenzkonto ist auch jeweils das eigene Girokonto.