Beiträge von MrKlipping

    So ziemlich der dümmste Grund zum Sparen ist die Altersvorsorge.

    Liest sich rhetorisch einwandfrei und kaum missverständlich!


    Natürlich wird, zumindest auch den jungen Menschen, geraten, privat für das Alter vorzusorgen. Das aktuelle Rentenniveau ist schwierig zu halten, die zukünftige Renten stehen vor dem Abgrund. Wenn man nicht mehr arbeiten kann und sich im Alter nicht mehr viel leisten kann, dann spielt mit man - zurecht -mit den Sorgen und Ängsten dieser Generation. Ich stimme dir vollkommen zu, dass Altersvorsorge ein breites Spektrum ist: Von ETFs bis hin zu Fonds über Rentenversicherungen, Immobilien und co.

    In der Tat ist es so, dass wir beide zukünftig auch eine Immobilie besitzen wollen.

    Aus den aufgeführten Argumenten höre ich vor allem heraus, dass es hier um den Punkt Flexibilität geht: Ich werde krank oder benötige das Geld früher -> Bekomme es ggf. nicht, nicht vollständig oder nach Abzug von ggf. anfallenden Gebühren.

    Doch der größte Vorteil soll der Steuerfaktor sein. Der soll bei solchen Rentenversicherungen oder ETF-Policen (zumindest laut der Beraterin) größer Ausfallen. Das Argument und das Argument sich gar nicht damit auseinandersetzen zu müssen, da das von jemand anderem gemanged wird, verleitet eben den Kauf dazu.

    26,375% Teilfreistellung gibt es nicht.

    Mein Fehler!

    Laut der Berechnung: 30 % Teilfreistellung ; Steuersatz wurde mit 26,375 % berechnet?

    rgendwelche Lügenmärchen und abstruse Vergleichsrechnungen aufmachen bis unten unterschreiben worden ist.

    Bedauerlicherweise bin ich an diesem Punkt auch schon angekommen.


    Daher die Frage: Ein ETF-Sparplan ist also im Grunde nach immer besser als Renten-Fonds, ETF-Policen etc? Auch steuerlich?

    Werte Finanztip-Community,

    meine beste Freundin hat sich fürs Investieren interessiert. Durch einen Versicherungsberater, der bei einer Versicherung arbeitet, wurde zumindest für die Altersvorsorge die Continentale-Rente-invest vorgeschlagen. Einerseits war in diesem Anlagekonzept ein Fond (Ampega Rendite Rentenfonds P Fonds) und 2 ETFs (MSCI World&Europa). Bei dem Fond hatte ich natürlich direkt erkennen können, dass es da einen Ausgabeaufschlag gibt und eine TER von 0,66 %. Sofort war mein Gedanke: ,,Das geht mit ETFs besser + keine Provisionen o.ä für den Berater - beeinflusst durch Finanztip, Finanz*****" - aber: Es waren ja 2 ETFs vorhanden. Nach langem hin und her wurde mir dann eine Rechnung durch einen Fondrechner dargestellt:


    Gewinn nach Steuern: 1.642.896,06 Euro
    Einzahlungen gesamt: 357.800,00 Euro
    Gebühren gesamt: 0,00 Euro
    Steuern gesamt: -404.918,44 Euro
    Ausgabeaufschlag: 0,000 %
    Bezogen auf: Nettoanlagebetrag
    Verwaltungsgebühr: 0,000 % p.a.
    Steuersatz: 26,375 %
    Teilfreistellung: 30,000 %
    Basiszins: 1,260 %

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    Ich bin durch und durch verwirrt. Dann doch eine Teilfreistellung von 26,375%, kein Ausgabeaufschlag mitberechnet, vernünftige Renditeerwartung, keine TER angegeben. Irgendwann bin ich dann auf das Thema ETF-Police gekommen und vermutete dort einen Ansatz. Dennoch würde die Teilfreistellung von 26,375% nicht auf den Rentenfond zutreffen, genau so wenig auf die ETF-Police.

    Tatsächlich bekam ich auch Gegenfragen, wie bei einem "einfachen Sparplan ETF" die Vorabpauschale berücksichtigt oder abgefedert wird, wie das Thema "Rebalancing" und die Kosten des Investments angegangen werden, wie der Entnahmeplan gestaltet ist und was nach Steuern tatsächlich üblich bleibt, vor allem in schwachen Marktphasen. Wobei letzteres für mich unverständlich ist, da die schwache Marktphase einerseits für das Nachkkaufen gut geeignet ist und zu einer "schwachen" Marktphase auch nicht verkauft wird, sondern gehalten wird. Auch gab es die Aussage: ,,Steuer während der Haltedauer sind XX Tausend - das ist die Vorabpauschale. Der Basiszins müsste noch nach obenhin angepasst werden, was die Steuer währrend der Haltedauer noch größer macht:"

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    Daher folgende Fragen:

    1. Wie sollte mit der Situation verfahren werden? Welche Antworten oder Fragen kann ich noch stellen? Für mich war die Fragestellung damals einfacher: Ich habe die Vorteile eines ETF-Sparplans gegenüber eines Fonds erkannt, wollte keine Provisionen oder ähnliches großartig bezahlen, aber wie ist es hier? Ich vermute einerseits den Ansatz einer ETF-Police (Da kein Honorar bezahlt wird, also eine ETF-Brutto-Police?)

    2. Das Thema ,,Vorabpauschale" ist mir auch relativ neu, aber eben eine Vorauszahlung an Steuern. Wie sollte das konkret abgefedert werden? Das klingt für mich einerseits nach einem Scheinargument.

    3. Was wird mit dem Basis-Zins gemeint und dem "Nach oben anpassen"?


    Für die ein oder andere Antwort bin ich der Community dankbar! :):thumbup: