Beiträge von HerbertK

    Da hast du ja in deinem Beitrag schon drei Anbieter genannt - fällt einer davon weg, dann schließt die Fondsgesellschaft eben einen Vertrag mit einem anderen Anbieter.
    Einen solchen von dir ins Spiel gebrachten Fall gab es nach meiner Kenntnis bisher noch nicht. Die einzelnen Anbieter verlangen für die Nutzung des Index eine unterschiedlich hohe Provision, das ist auch einer der Gründe warum Fondsgesellschaften unterschiedliche Indizes für ihre Produkte nutzen.

    Ich habe den Eindruck, dass Solactive die großen Indizes “nachahmt”, was sich in geringfügig niedrigeren Kosten widerspiegelt. Sollte bei einer Solactive Pleite die Umstellung tatsächlich reibungslos funktionieren, könnte man gut auf einen entsprechenden Solactive ETF setzen (bei ansonsten gleichen Charakteristika der ETFs). Bei entsprechend hohen Beträgen und langem Anlagehorizont würden sich selbst eine Differenz von 0,01% bemerkbar machen.

    Von einer Pleite eines Index-Anbieters habe ich bisher noch nicht gehört.
    Es gab aber bereits häufiger den Fall, dass ein bestehender ETF im laufenden Betrieb den Index gewechselt hat.
    So hat z.B. xTrackers einige Ihrer ETF in den den letzten Jahren auf die ESG/SRI-Varianten des jeweiligen Index umgestellt. Das hat vielen Anlegern nicht gefallen.
    https://etf.dws.com/de-de/ueber-un…-aus-europa-an/

    Interessant - Danke für die Beispiele! Was hat denn gestört an der ESG/SRI Variante? Die implizite Annahme, dass die Performance schlechter ist? Hat diese Umstellung denn dann auch viele dazu bewogen, ihre Anteile steuerwirksam zu verkaufen? Ich frage mich gerade, was für mich bei einer Indexumstellung das K.O. Kriterium wäre, bei dem ich verkaufen würde (sicherlich wenn der Index z.B. einen ganz anderen regionalen Schwerpunkt hätte, aber sonst…)?

    Je nach Strategie. Wovon machst du denn die Aufteilung 70/30 abhängig? Von China und Taiwan? Und warum überhaupt 70/30, wenn der ACWI doch ca. 90/10 macht? Alles Fragen, die du dir mit einem ETF nicht stellen musst.

    Gute Frage. Der Vergleichbarkeit von MSCI ACWI vs. MSCI World + MSCI EM zuliebe sollte man bei den 90/10 bleiben (auch im Zeitablauf wenn man einen Vergleich über längere Zeit macht…) Wenn ich aber mit der Zeit mehr EM im Depot haben will, müsste ich - zusätzlich zum ACWI noch etwas EM dazu kaufen…

    Ich persönlich finde die Idee charmant, gerade den (MSCI World oder EM) zu kaufen, der gerade günstiger ist und damit innerhalb einer Bandbreite zu bleiben (z.B. zwischen 0 und 45% EM).

    Ja, denke ich auch. Dann übernehmen nämlich Brasilien, Chile, Kolumbien, Mexiko, Peru, Griechenland, Polen, Tschechien, Ungarn, Ägypten, Katar, Kuwait, Saudi-Arabien, Südafrika, Türkei, Vereinigte Arabische Emirate, Indien, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Südkorea und Thailand. Vielleicht ja irgendwann sogar die USA.

    Was meinst ihr mit altern? Nicht verkaufen aber auch nicht weiter besparen/nachkaufen?

    Ich würde, wenn überhaupt, die 2 ETF-Lösung bevorzugen. Das liegt allerdings auch daran, dass ich bei EM grundsätzliche Bedenken habe. Im MSCI EM sind ca. 45 % China und Taiwan enthalten. Es gibt bereits jetzt einen gleichnamigen Konflikt. Sofern dieser weiter eskaliert, was nicht gerade überraschend wäre, hätte man wenigstens theoretisch die Chance, den MSCI EM noch zu verkaufen, bevor den chinesischen und taiwanesischen Aktien das gleiche Schicksal wie den russischen Aktien ereilt.

    Interessanter Gedanke. Mal angenommen es würde bei China/Taiwan (was jetzt die Wertpapiere betrifft) genauso verlaufen wie bei Russland. Hat man das denn “kommen gesehen”, also genug Zeit vorher gehabt, um zu reagieren und den ETF zu verkaufen? Was ist denn mit ETFs passiert, die russische Wertpapiere hatten?

    Tja, das ist wohl vor allem Gefühlssache. Ab irgendeinem Vielfachen von 100.000 Euro könnte man auf die Idee kommen, dass man nicht mehr von einem Broker abhängig sein möchte. Bei technischen oder unternehmerischen Problemen eine verfügbare liquide Alternative zu haben, das kann schon beruhigen.

    Ich finde das sogar sehr rational. Die Schwelle ab welchem Betrag das Sinn macht, ist wohl bei jedem anders. Aber was nützt einem das prallste Depot, wenn man im Zweifel/Crash nicht dran kommt (und das sind ja die Phasen, in denen die Server gerne mal in die Knie gehen)

    Ich habe für mich persönlich entschieden, das so zu machen. Wegen etwaigen Zwischenverkäufen, wegen der Unsicherheit, wie sich Anbieter/Produkte über eine Laufzeit meiner Anlage von so Gott will >25 Jahren entwickeln... Ich würde es aber nicht als "besser" im Sinne von "alle sollten das so machen, sonst machen sie es schlecht" darstellen. Mir persönlich gehts eben fein damit. Die gleiche Anlagesumme in einem Produkt, statt verteilt auf 2, 3, 4..., ist genauso gut.

    Das ist auch ein sehr guter Punkt. Zwar sollten die Anbieter und vermutlich auch z.B. die Indexanbieter theoretisch keine negativen Auswirkungen haben (Stichwort Sondervermoegen) aber wie das wieder letztlich in der Praxis aussehen würde wenn z.B. BlackRock Probleme bekommt oder MSCI den Dienst einstellt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das ganz reibungslos ablaufen würde und nicht unvorhergesehene Komplikationen auftreten könnten

    Du machst dir zusätzlich Arbeit damit, möchtest du das im Alter? Ohne Rebalancing gehts nicht. Ein globaler ETF hat das incl.

    Was die Steuer anlangt - wer weiss was dann sein wird.

    Finanztip schlägt ein 3x10 Modell vor. Alle 10 Jahre ein anderer ETF auf den gewünschen Index, um ältere Anteile zu schützen.

    Das sind gute Punkte. Ganz “aus den Augen verlieren” darf man das Depot so oder so nicht im Alter auch wenn man nicht rebalanct. (Und wenn ich mir vorstelle ich hätte vor 40 Jahren ganz analog Fonds gekauft und sollte mich nun im fortgeschrittenen Alter mit Onlinebanking/-depots und Ähnliches rumschlagen…)

    Gerade im Hinblick darauf, dass man eben nicht weiß, wie die Steuerregelungen (und alles andere) sein wird, hätte man mit 2 ETFs zumindest mehr Möglichkeiten steuerlich zu “gestalten”


    Danke für den Hinweis mit dem 3x10 Modell. Ich schaue es mir näher an. Es geht wohl, was die Entnahmephase betrifft, in eine ähnliche Richtung wie meine Idee mit den 2 ETFs…

    Ist es eurer Meinung nach besser, dieselbe Anlage mit einem oder z.B. 2 ETFs abzudecken?

    Beispiel: Anlage Aktien weltweit.

    Mit dem MSCI ACWI könnte man das abdecken, aber auch mit MSCI World + MSCI EM. In der Ansparphase könnte man durch 2 ETFs den Kauf so regeln (durch manuelle Käufe) dass immer der im Vergleich günstigere ETF gekauft wird. Oder auch einfach statisch z.B. 70% in den einen ETF und 30% in den anderen.

    In der Verkaufsphase könnte man dann Anteile von dem verkaufen, der steuerlich mehr Sinn macht.

    Ich bin bei meiner Recherche zum Thema ETF-Bruchstücke auf diesen Beitrag gestoßen und würde mich gerne hier reinklinken. Ich bin (gerade im Hinblick auf einen Anlagehorizont von 40+ Jahren) kein Freund von Bruchstücken (lasse mich gerne aber auch eines besseren belehren 😉). Bei einem Depotübertrag (gibt es hier verlässliche Zahlen wie oft man in einem Anlegerleben das Depot umziehen muss? Ich schätzte das wird in Zukunft bei den Neobrokern noch zunehmen…) darf man sich mit den Bruchstücken rumschlagen und sie entweder verkaufen (zu mehr oder weniger hohen Kosten) oder wertlos ausbuchen lassen (wenig sinnvoll wenn das Bruchstück mehrere 100 € Wert ist…). Und selbst nach dem Umzug ist es ja ratsam die Daten (Kaufkurse) - auch im Hinblick auf die Vorabpauschale - zu verifizieren (was natürlich deutlich einfacher bei schönen, Monk-liken Stückzahlen ist 😁. Ich finde das sollte man bei einer zunächst erstmal Erleichterung durch einen automatischen Sparplan berücksichtigen. Oder wie seht ihr das Ganze holistisch und auf einen langen Anlagezeitraum?

    ... also wenn ich von meinem Girokonto eine Überweisung auf mein smartbrokerPLUS Verrechnungskonto mache? Muss diese am selben oder einen Tag später auf dem Verrechnungskonto verfügbar sein? Was genau läuft da im Hintergrund währenddessen bei smartbrokerPLUS? Das wird doch wohl kein manueller Prozess sein oder? Und wie sieht es aus, wenn (einige der) smartbrokerPLUS Server eine Weile down sind (z.B. wegen hohem Ordervolumen) - dauert es dadurch länger, bis die Einzahlung verfügbar wird?

    Hallo,

    ich möchte gerade via gettex den A12CX1 via SmartbrokerPlus App kaufen. In der Kosteninformation, die vorab angezeigt wird, sind Ein- und Ausstiegskosten aufgeführt (bei einem Ordervolumen von 400 €, je 1 € - bei einem Ordervolumen von 1.000€ je 3 €). Bisher hatte ich weder Ein- noch Ausstiegskosten bei vergleichbaren Käufen dieses Fonds. Was genau sind diese Kosten und warum fallen sie an? Der ETF ist als "Premiumpartner" gekennzeichnet und sollte daher ab einem Ordervolumen von 500 € via gettex für 0€ gekauft werden können. Momentan sieht für mich hier alles nach einem Fehler in der Kosten-Datenbank aus. Hat jemand hier ähnliche Erfahrungen gemacht und hat ne Idee, woran das liegen könnte? (Mit dem Smartbrokerplus Support komme ich gerade leider nicht weiter...)

    Wenn Du es mit dem Unternehmen belegbar nicht klären konntest und alles ordentlich als PDF chronologisch beisammen hast, solltest Du es auf jeden Fall versuchen. Du hast außer überschaubarem Zeiteinsatz beim Ausfüllen von https://www.schlichtungsstelle-energie.de/schlichtungsantrag/formular.html und maximal einigen Monaten Wartezeit auf das Ergebnis nichts zu verlieren.

    Guter Punkt! Bin halt besorgt, dass neben Mahnkosten auch noch Inkassogebühren, gericht. Mahnverfahren oder was die Stromfirma einem sonst noch an den Hals hetzten kann, dazukommen und evtl. dann doch irgendwie an mir "kleben bleiben".