Beiträge von Micho

    Ein Elternteil, das seine erwachsenen Kinder nicht für erwachsen hält. Gruselig.

    Entweder du schenkst das Geld oder du lässt es bleiben. Es gibt wohl nichts Schlimmeres als Eltern, die kein Vertrauen in ihre Kinder haben. Was ist denn das für eine Message an ein erwachsenes Kind?

    ,,Ich will dir Geld schenken, aber ich denke du bist zu doof damit umzugehen, also gibt es Regeln!"?

    Richtig. Das ist ein Aktionsangebot.

    Beim Verkauf fallen die normalen Gebühren an.

    Du könntest natürlich eine Strategie wie Achim fahren und dafür zum Beispiel Scalabel oder einen anderen Neo Broker nehmen, der funktioniert.

    Oder einfach zu einer Filialbank oder einem Fondsvermittler wechseln und klassische Geldmarktfonds kostenlos und ohne Spread handeln. Ich mache das so. Die Auszahlung dauert 2 Tage, aber sie ist immer komplett kostenfrei. Der Fonds steht immer auf ca. 100 Euro (Erträge werden ausgeschüttet). Man kann also auch sehr kleine Beträge ,,auszahlen". Wie beim Tagesgeld. Wenn man will jede Woche mehrmals. Und das Ding ist bombensicher.

    Anmerkung: Einige Angebote von Filialbanken können mittlerweile mit den Direktbanken mithalten.

    Außerhalb von Hochtechnologie gibt es vielen solide Aktiengesellschaften die eine guten Dividende bieten etwa bei der Deutschen Telekom hier sogar ohne Besteuerung!

    (Hat den Charakter einer Kapitalerhöhung.)

    Also auf 2-4 Jahre Aktien mit guter Dividende? 2009 ist der MSCI World High Dividend Yield Index in wenigen Monaten um 55% abgesackt und hat sogar breite Aktienindizes underperformed.

    Klingt grundsätzlich alles soweit plausibel. Aber Heimatwährung passt hier m.E. nicht.

    Der L&G Corporate Bond ex-Banks Higher Ratings 0-2Y UCITS ETF zielt darauf ab, ein Engagement in kurzfristigen, auf USD lautenden Unternehmensanleihen (ohne Banken) mit gutem Rating zu bieten.

    Außerdem ist die Fondswähung ebenfalls USD.

    Auch meine ich, dass es zeitlich nicht passt, da der ETF schon im Oktober 2024 aufgelegt wurde und ich mir (persönliche Wahrnehmung) relativ sicher bin, dass ich ein Interview nach diesem Datum gehört habe, in dem er davon sprach, dass da an einer Sache gearbeitet würde.

    Nein, denn dann bleibt ja kein Ertrag mehr übrig, von dem er leben kann.

    Braucht er doch nicht. Das hat ein Angestellter nach seinem Berufsleben auch nicht.

    Ich denke wir reden aneinander vorbei. Mein Beispiel soll zeigen, dass der TE sein Geld bis zur Altersrente einfach an sich selbst als Gehalt auszahlen kann. Jeden Monat. Er bezahlt davon auch seine GRK und seine KV. Wie ein Angestellter. Das Geld muss nur real 0% erwirtschaften. Er muss dann auch von seinem Netto privat vorsorgen. Mit 67 wäre das Geld weg. Dann hätte er in etwa das Einkommen eines Oberarztes verdient, eine GRV aufgebaut, eine private Rente aufgebaut, ein Haus abbezahlt,..... Genau wie ein Angestellter.

    Würde ich das machen? Nein! Das würde viel zu viel Rendite kosten. Aber das Beispiel soll zeigen, dass 3 Mio Euro Cash ziemlich gut sind. Auf jeden Fall mindestens genauso gut wie 3 Mio. bis zur Altersrente als Angestellter zu verdienen. Und das verdienen sehr weniger ab Mitte 30.

    Ich wollte mit der Rechnung nur aufzeigen, dass die Aussagen hier im Thread ,,bisschen wenig" nicht stimmen. Es sei denn man geht davon aus, dass die 1% der Top-Verdiener in diesem Land auch ein ,,bisschen wenig" verdienen.

    Finanztip scheint mit dieser Einschätzung eine Ausnahme zu sein:


    Und Kommer findet iBonds auch nicht verwerflich:

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Andreas Beck hat sich einmal negativ dazu geäußert. Er meinte, dass es ein unsinniges Konstrukt sei, weil man nur Anleihen wählen darf, die in einem engen Korridor auslaufen. Da der Markt ohnehin sehr eng sei und gute Anleihen rar, sei das völlig irrational. Wobei man natürlich dazu sagen muss, dass Beck auch einen Anleihe-Fonds hat . . . Er wird wohl kaum die Konkurrenz loben . . .

    Und bei Kommer? Na ja, er hat seinen Anleihen-ETF explizit ohne Banken aufgesetzt und sagt in seinen Büchern auch ziemlich direkt was er von Banken hält.

    Und Stiftung Warentest? Das sind doch die, die noch immer ein Ranking von aktiven Fonds führen, damit der Anleger den besten Fonds auswählen kann.... :/

    Ganz so simple ist es nicht. Erstens weiß man nicht, wie sich das Zinsniveau entwickelt und zum anderen wird über diesen langen Zeitraum die Inflation sehr relevant. Wenn ich bei der Methode nicht über die Zeit immer weniger Kaufkraft raus haben will, muss ich 3% Rendite schon in den Vermögenszuwachs stecken.

    Die langfristigen Daten von Kommer belegen, dass der Geldmarkt die Inflation schlägt. Das kann man auch sachlogisch erklären und kann langfristig nicht anders sein. Nach Steuer ist die reale Rendite leicht negativ. Natürlich würde er in der Realität nicht alles in den Geldmarkt investieren, sondern Aktien beimischen. Eine reale Rendite von 0% reicht allerdings aus, damit die Rechnung stimmt.

    Zitat von Sovereign

    Das ist (sehr) wenig Geld, wenn Du später keine Rente(n) zu erwarten hast, eher einen gehobenen Lebensstil pflegst, noch andere (Beispiel: Partnerin) mitversorgen willst (oder mußt), in einer gefragten Gegend zur Miete wohnst, in der PKV versichert bist etc. pp. - und als 36-Jähriger nun nicht mehr für Geld arbeiten wirst oder willst ...

    Zitat von FinanzPanda

    Bei einer konservativen Entnahme von 2,5% wären das gut 6200 EUR pro Monat. Da kommt es jetzt auf die Ansprüche an, für den einen ist das sehr komfortabel, aber sicher ist es auch nicht das was man sich landläufig unter Luxusleben vorstellt.

    Man kann das Pferd auch anders aufzäumen: Wäre der junge Mann Angestellter, hätte er noch 31 Jahre bis zur Altersrente. Würde er das Geld ,,nur" in einem Geldmarktfonds parken, könnte er sich also bis zur Altersrente jährlich 100.000 Euro ,,Gehalt" auszahlen. Würde er seine GRV selbst bezahlen (und den AG-Anteil gleich mit), sind das immer noch 6833 Euro netto im Monat. Nach KV reden hier also von jemandem, der deutlich über 6000 Euro netto im Monat verdienen müsste. Das sind in Deutschland 12.000 Euro Brutto im Monat. Das ist auf dem Level eines Oberarztes.

    Wenn man in die Rechnung einen Aktien-tilt einbaut, dürfte sein ,,Verdienst" zu den TOP 1% dieses Landes zählen. Mit 100%-igem Kündigungsschutz.

    Zitat von Finanztip

    Wenn Du auf der Suche nach einer sicheren Geldanlage bist, raten wir Dir von iBonds aktuell ab. Denn die bisherigen iBond-ETFs auf dem Markt investieren in Unternehmensanleihen, deren Bonität überwiegend mit der Note BBB eingestuft wird. Solche Unternehmen besitzen nur mittlere Kreditwürdigkeit und können in Probleme kommen, wenn sich die Gesamtwirtschaft verschlechtert. Dieses Risiko ist für einen Sicherheitsbaustein aus unserer Sicht zu hoch.

    Einstieg in den Aktien­markt: Einmal­anlage oder Phasen­investment?
    Sollte man eine größere Geldsumme komplett auf einmal in den Aktienmarkt investieren oder doch besser in mehreren Tranchen verteilt einsteigen?
    gerd-kommer.de

    Das ist jetzt eine Gesellschaftskritik und keine Antwort auf die Frage, was man Freunden und Bekannten zum Thema Geldanlage sagt. Zumal ich auch denke, dass Dein Vorschlag eine Option ist, die aber eher für eine spitze Zielgruppe interessant ist: Leute, die eh viele Sachbücher lesen. Für alle anderen sendet das ein ganz anderes Signal. Nämlich, dass man dicke Bücher lesen muss, um sich selbst um das Thema kümmern zu können.

    Ich bin von meinen Freunden und Bekannten ausgegangen. Das Anfänger-Buch von Gerd Kommer hat 180 Seiten. Ist das ein ,,dickes Buch"? :/ Meine Tochter liest sowas an einem Nachmittag. Ich denke wer nicht bereit ist so ein ,,Heftchen" zu lesen, dem fehlt grundsätzlich die Motivation sich ernsthaft mit seiner Kapitalanlage zu beschäftigen. Aber hey, vielleicht lebe ich auch in einer anderen Welt. Lesen ist vielleicht wirklich nicht mehr modern.

    Dass die iBonds eine hohe Anzahl an BBB-Anleihen beinhalten ist zwar korrekt, aber das ist immerhin noch ein IG-Rating und bei Unternehmensanleihen kein schlechtes Rating. Das darf man nicht mit den Ratings von Staatsanleihen verwechseln, da bei Unternehmensanleihen die Ratings im Mittel immer schlechter sind. Ja, das ist natürlich ein höheres Risiko, das stimmt. Aber dafür gibt es eben auch eine etwas höhere Rendite. Ob das für einen passt oder nicht, muss halt jeder selber entscheiden.

    Während der Finanzkrise haben viele Indizes auf Unternehmensanleihen Investmentgrade um bis zu 20% abgewertet und es wurden teilweise 1/4 der Anleihen auf ,,Ramsch" abgestuft.

    Diese mussten dann entweder von den Fonds zwangsverkauft oder mit deutlich höheren Ausfällen weiter gehalten werden. Ich denke das Risiko wird unterschätzt. Es sind und bleiben unbesicherte Kredite. Die machen mittel- und langfristig Sinn. Kurzfristig nicht.

    Zitat von Hornie

    BBB ist ein Investment-Rating. Das Ausfallrisiko ist 0,29%.

    Aber nicht in der Krise.

    Zitat von Hornie

    Kredite (billig) aufzunehmen und (teuer) zu verleihen ist das Geschäftsmodell einer Bank. Daraus folgt aber nicht, dass Banken die anfälligsten Unternehmen sind. In Gegenteil, sie sind am stärksten überwacht und reguliert. Wie ausfallgefährdet eine Bank ist, kannst Du am Rating beurteilen.

    Sowohl Kommer als auch Beck sagen, dass Banken das Hauptproblem in Anleihe-ETFs darstellen, weil sie sich einer strukturellen Krise kaum entziehen können.

    Zitat von Hornie

    SRI ist ein Maß für Nachhaltigkeit.

    Daneben gibt es ein Risikoklassen (SRRI) lt. MiFiD II. Diese gehen von 1 bis 7.

    2 bedeutet "Sicherheitsorientiert".

    Nein, der SRI ist der Summary Risk Indicator. Die Stufe 2 hat im kurzfristigen Bereich nichts verloren.

    Zitat

    Der Summary Risk Indicator (SRI) ist eine Risikokennzahl, die als Indikator für die Höhe der Schwankungen eines Fonds steht. Der SRI wird nach einer einheitlichen Methodik auf Basis der historischen Wertschwankungen von der Fondsgesellschaft berechnet und veröffentlicht. Er kann die Werte 1 bis 7 annehmen. Höhere Werte stehen für höhere Wertschwankungen und Verlustrisiken. Geringere Werte stehen für geringere Wertschwankungen und Verlustrisiken.


    Zitat von Hornie

    Produktinformationsblätter sollten ursprünglich mal zur Kundeninformation eingeführt werden. Tatsächlich dienen sie nur zur juristischen Absicherung der Emittenten, versuche mal, dieses Papier wirklich zu verstehen ...

    Entsprechend haben Emittenten immer ein Interesse, möglichst hohe Risiken auszuweisen.

    Das ist nicht anders, als bei Beipackzetteln zu Medikamenten.

    Zusätzlich wird auch darauf hingewiesen, dass ein Stressszenario nicht als höchstmögliches Risiko verstanden werden darf.

    Die Daten aus den letzten 30 Jahren belegen, dass die Stressszenarien realistisch sind.

    Ich denke, dass wir uns schon sehr lange in einem Bullenmarkt befinden und viele z.B. die Finanzkrise vergessen haben. Wegen 0,5% mehr Rendite höhere Risiken in einem kurzen Zeitfenster einzugehen, halte ich nicht für clever. Da es sogar mehr Zinsen aufs Festgeld mit deutscher Einlagensicherung gibt, ist für mich der Rat für 20.000 Euro diese iBonds zu kaufen, nicht nachvollziehbar.

    Ich bin da bei @Achim Weiss: Für Anfänger mit plötzlichem Geldregen macht ein echter Honorarberater Sinn. Der kann mit dir die notwendige Aktienquote anhand deines Liquiditätsbedarfs berechnen, einen gesamtheitlichen Plan aufstellen und dir auch emotional zur Seite stehen. Das muss ja nicht für ewig sein. Die notwendige Aktienquote kann wahrscheinlich relativ niedrig sein (du hast bereits jetzt für 51 Jahre 5000 Euro im Monat, wenn man davon ausgeht, dass der Zins eines Geldmarktfonds einigermaßen die Inflation ausgleicht).

    Wenn du das partout selber machen möchtest, solltest du es so einfach gestalten wie möglich. Dein Plan mit mehreren Sparplänen mal reinzuschnuppern und dann irgendwie ein Portfolio mit zahlreichen ETFs aufzusetzen+Rebalancing zu betreiben, wird sehr wahrscheinlich im Chaos enden. Spätestens wenn es an den Märkten knallt und wir über viele Jahre in einen Bärenmarkt schlittern.

    Eine einfache Möglichkeit wäre ein Multi-Asset-ETF und ein automatischer, monatlicher Auszahlplan. Das erfordert allerdings die emotionale Stabilität eine große Summe zu investieren und an dem Ding nicht rumzufummeln. Weil auch der zeitweise 30% und mehr fallen kann.

    Für mich wäre das besser als ein Vermögensverwalter, viel besser als ein Verkäufer (99% der ,,Berater") und besser als (jetzt) selber rumbasteln. Aber schlechter als ein Honorarberater.

    Mulit-Asset-Fonds sind zum Beispiel der von Vanguard, der Arero oder der Portfolio ETF.

    Auch wenn du es ganz selber machen möchtest, würde ich es trotzdem so einfach wie möglich machen. Maximal zwei Fonds. Aktien und Geldmarkt. Fertig. 50/50 zum Beispiel. Erfahrungsgemäß scheitern komplizierte Versuche über kurz oder lang.

    Die Bücher, die Achim vorgeschlagen hat, sind exzellent. Gerd Kommer kann ich auch empfehlen (die beiden Einsteiger-Bücher genügen).

    Ich finde ein Buch ist schon echt extrem voraussetzungsvoll. Ich glaube selbst schon einige Ahnung über das Thema zu haben, aber ein Buch über Finanzsachen würde ich mir tatsächlich selbst nie reinziehen. Gerade bei Leuten, die sich nicht selbst damit beschäftigen, würde ich immer mit Videos, Zeitschriftartikeln oder Podcast einsteigen. Und dann müssen sie selber sehen ob sie sich das zu trauen oder halt nicht.

    Man kann den Leuten auch mal was zutrauen. Die meisten Deutschen absolvieren eine halbe Automechanikerlehre bevor sie sich ein neues Fahrzeug zulegen und vergleichen über Monate faktisch gleichwertige Smartphones, um dann damit Bilder von ihrem Essen zu machen und ein paar Nachrichten zu schreiben. Aber bei der Altersvorsorge, also einem Thema das für viele einen siebenstelligen Betrag bedeuten dürfte, sind sie zu bequem ein kleines Buch zu lesen? WTF? Wer das nicht schafft, soll es halt lassen und in weiter in die völlig überteuerten Policen einzahlen. Ich habe da mittlerweile kein Mitleid mehr.

    So unerbitterlich, wie Du an das Thema rangehst, könnte man meinen, ein iBond hätte Dir mal die Freundin ausgespannt. ^^

    Ist das der Versuch durch einen schlechten Witz zu verstecken, dass man keine Argumente mehr hat und keine Rechtfertigung mehr findet warum man selbst in das Produkt investiert hat?

    Mach dir nix draus. Du bist nicht der Einzige, der ein Finanzprodukt gekauft hat ohne sich gründlich zu informieren. Die Marketingmaschine von ishares ist ziemlich professionell. ;)