Ich bin da bei
@Achim Weiss: Für Anfänger mit plötzlichem Geldregen macht ein echter Honorarberater Sinn. Der kann mit dir die notwendige Aktienquote anhand deines Liquiditätsbedarfs berechnen, einen gesamtheitlichen Plan aufstellen und dir auch emotional zur Seite stehen. Das muss ja nicht für ewig sein. Die notwendige Aktienquote kann wahrscheinlich relativ niedrig sein (du hast bereits jetzt für 51 Jahre 5000 Euro im Monat, wenn man davon ausgeht, dass der Zins eines Geldmarktfonds einigermaßen die Inflation ausgleicht).
Wenn du das partout selber machen möchtest, solltest du es so einfach gestalten wie möglich. Dein Plan mit mehreren Sparplänen mal reinzuschnuppern und dann irgendwie ein Portfolio mit zahlreichen ETFs aufzusetzen+Rebalancing zu betreiben, wird sehr wahrscheinlich im Chaos enden. Spätestens wenn es an den Märkten knallt und wir über viele Jahre in einen Bärenmarkt schlittern.
Eine einfache Möglichkeit wäre ein Multi-Asset-ETF und ein automatischer, monatlicher Auszahlplan. Das erfordert allerdings die emotionale Stabilität eine große Summe zu investieren und an dem Ding nicht rumzufummeln. Weil auch der zeitweise 30% und mehr fallen kann.
Für mich wäre das besser als ein Vermögensverwalter, viel besser als ein Verkäufer (99% der ,,Berater") und besser als (jetzt) selber rumbasteln. Aber schlechter als ein Honorarberater.
Mulit-Asset-Fonds sind zum Beispiel der von Vanguard, der Arero oder der Portfolio ETF.
Auch wenn du es ganz selber machen möchtest, würde ich es trotzdem so einfach wie möglich machen. Maximal zwei Fonds. Aktien und Geldmarkt. Fertig. 50/50 zum Beispiel. Erfahrungsgemäß scheitern komplizierte Versuche über kurz oder lang.
Die Bücher, die Achim vorgeschlagen hat, sind exzellent. Gerd Kommer kann ich auch empfehlen (die beiden Einsteiger-Bücher genügen).